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Wettbasis


World Cup-Vergleich: Darts vs. Fußball

Der eine World Cup, von der PDC auf Twitter unter dem Hashtag „RealWorldCup“ beworben, ist gerade zu Ende gegangen, der andere steht bereits vor der Tür. Die FIFA-WM in Russland beginnt am 14. Juni mit dem Spiel des Gastgebers gegen Saudi-Arabien. Am 4. Juni mussten die endgültigen Kader der Teilnehmer bei der FIFA eingereicht werden. Wie schon vor vier Jahren möchten wir von Darts 1 einen Blick auf die beiden Events werfen und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden suchen. Denn auch wenn es auf dem ersten Blick natürlich zwei äußerst verschiedene Wettbewerbe sind, kann man auch hier die eine oder andere Überschneidung finden.

Gedankenspielchen

Der World Cup of Darts wurde in diesem Jahr bereits zum achten Mal ausgetragen. Die achte Weltmeisterschaft im Fußball fand 1966 statt. Damals konnte sich Deutschland bis ins Finale spielen, verlor dort aber gegen Gastgeber England mit 2:4 nach Verlängerung. Unvergessen bis heute blieb das Wembley-Tor aus ebenjenem Endspiel, bei dem noch immer diskutiert wird, ob der Ball die Linie überquerte oder nicht.

Der Rekordsieger bei der FIFA-WM ist Brasilien. Bereits fünf Mal gewann die Selecao den Titel. Die Brasilianer waren es auch, denen es 1962 als letzte Nation gelang den Titel zu verteidigen. Ein Ziel, das Deutschland in diesem Jahr natürlich auch hat. Beim World Cup of Darts teilen sich zwei Nationen die Bezeichnung Rekordsieger. Je vier Mal setzten sich England und die Niederländer durch. Während England lediglich erfolgreich war, wenn Phil Taylor und Adrian Lewis antraten, gewann die Oranje die Trophäe in zwei unterschiedlichen Besetzungen. Sowohl Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld(3x) als auch Co Stompé und Raymond van Barneveld(1x) holten den Pokal nach Hause. Raymond ist auch gleichzeitig der Rekordspieler der Darts Team-WM. 59 Spiele hat er in dem Rahmen bereits absolviert. Rekord-WM-Spieler im Fußball ist Lothar Matthäus, der insgesamt 25 Spiele bei WM-Endrunden bestritten hat.

Zwei Spiele des diesjährigen World Cup of Darts wird es auch hundertprozentig bei der FIFA-WM geben. Zum einen trifft in der Gruppenphase Belgien auf England. Beim Darts konnte sich im Viertelfinale das belgische Team mit 2:1 durchsetzen. Es war ein echter Krimi und eine kleine Überraschung. Auch im Fußball dürfte England als leichter Favorit gelten. Das andere Duell lautet Deutschland gegen Schweden. Im Darts hat Deutschland dieses Spiel konsequent nach Hause gespielt, setzte sich am Ende mit 5:3 durch. Die Deutschen wirkten dabei äußerst souverän und geduldig. Zwar kann man dieses Ergebnis in der Gruppenphase beim Fußball nicht ausschließen, jedoch wird es vermutlich nicht ganz so torreich werden. Ein souveräner Sieg für Deutschland wäre aber natürlich wünschenswert. Ein Spiel, welches es beim World Cup of Darts gab und nur unter ganz besonderen Umständen auch in Russland stattfinden wird, ist das Duell zwischen Brasilien und Dänemark. Sollte Brasilien die Gruppe E gewinnen und Dänemark in Gruppe C Zweiter hinter Frankreich werden, gäbe es das Match frühestens im Finale. Brasilien siegte im Darts mit 5:1, ähnlich deutlich würde es wohl auch im Fußball werden. Nicht ganz so unmöglich scheinen die Duelle von Spanien zu sein. Sie trafen beim World Cup of Darts auf Russland und Australien. Das könnte auch den Fußballern blühen. Als Gruppensieger könnten sie nämlich im Achtelfinale auf Gastgeber Russland und im Viertelfinale auf Australien treffen, vorausgesetzt beide erreichen in ihrer Gruppe den zweiten Platz. Im Fußball wäre Spanien in beiden Fällen der klare Favorit, im Darts hingegen verabschiedeten sie sich gegen Australien knapp mit 1:2.

Bei beiden Turnieren nehmen 32 Nationen teil. Zwölf Überschneidungen gibt es zu verzeichnen. So werden in beiden Wettbewerben folgende Länder von ihren Akteuren vertreten: Deutschland, England, Australien, Spanien, Brasilien, Belgien, Russland, Schweiz, Dänemark, Schweden, Polen und Japan. Einige Nationen hingegen sind zwar nicht bei der Fußball-WM dabei, waren beim World Cup of Darts allerdings sehr gut unterwegs. Allen voran wären das natürlich die Niederländer, die am Ende ihren Titel verteidigten, mit der FIFA-WM aber ihr zweites großes Turnier in Serie verpassen. Auch Schottland hat es nicht geschafft sich im Fußball zu qualifizieren, während sie im Endspiel der Dartsveranstaltung standen. Sowieso konnten sich von den acht gesetzten Ländern des World Cup of Darts lediglich drei(England, Australien, Belgien) auch im Fußball die Teilnahmeberechtigung erspielen. Die beiden Nationen die sich in früheren Auflagen beim World Cup of Darts zeigten, in diesem Jahr jedoch fehlten, gleichzeitig aber bei der FIFA-WM 2018 auftreten, sind Kroatien und Frankreich. Während die Kroaten mit 2012 und 2013 gleich zwei Teilnahmen vorweisen können, war Frankreich nur 2014 zugegen.

Beim World Cup of Darts wurden insgesamt 300.000 Pfund Preisgeld ausgeschüttet, das sind umgerechnet etwa 343.287 Euro. Im Vergleich zu 2014 wurde das Preisgeld also um 100.000 Pfund angehoben. Die Dimensionen im Fußball sind andere. Wurden in Brasilien vor vier Jahren noch 358 Millionen US-Dollar unter den Teams aufgeteilt, werden es 2018 in Russland 400 Millionen sein. Das sind umgerechnet rund 343 Millionen Euro. Davon wird das siegreiche Team etwa 32,8 Millionen Euro bekommen. Beim World Cup of Darts teilten sich die Gewinner 60.000 Pfund. Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld freuten sich also jeweils über umgerechnet ca. 35.000 Euro.

In insgesamt 104 Ländern wird die Fußballweltmeisterschaft im Fernsehen gezeigt werden. In Deutschland teilen sich die ARD und das ZDF die Übertragungen im Free-TV. Aber auch der Bezahlsender Sky überträgt eine Auswahl an spielen, der Streamingdienst DAZN zeigt Highlights aller Spiele. Der World Cup of Darts wurde lediglich in neun Ländern auch im TV übertragen, zumeist allerdings im Bezahlfernsehen. In Deutschland sah man das Event komplett beim Streamingdienst DAZN, am Finaltag stieß dann ab Nachmittags auch Sport1 mit dazu. Während in die Eissporthalle in Frankfurt beim World Cup of Darts pro Session lediglich 3.500 Zuschauer Platz finden, dennoch aber für eine unglaubliche Stimmung sorgten, fasst das kleinste Stadion der FIFA-WM in Russland mit 35.000 Plätzen das zehnfache. Insgesamt wurde bei den letzten drei Fußballweltmeisterschaften immer die Marke von 3 Millionen Zuschauern geknackt, ein Wert, der natürlich beim World Cup of Darts noch lange nicht möglich ist.

Alter Egos

Eine Gemeinsamkeit der beiden Wettbewerbe ist natürlich der Teamgedanke. Die Nationen schicken mehrere Spieler hin, die das Land vertreten. Auch hier kann man in den Rollen der jeweiligen Dartspieler Vergleiche zu den Fußballern ziehen und Alter Egos ausmachen.

Deutschland: Für Deutschland traten Max Hopp und Martin Schindler beim World Cup of Darts an. Der „Maximiser“ war hier der Kopf, versuchte seinen noch etwas unerfahrenen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, führte das Team. Nicht zufällig trat er in der zweiten Runde gegen die stark eingeschätzten Nordiren erst im zweiten Duell gegen Brendan Dolan an, um in einem möglichen Nervenkrieg die Ruhe zu bewahren. Max übernimmt entsprechend eine ähnliche Rolle wie im DFB-Team ein Mats Hummels, der in der Innenverteidigung gesetzt sein dürfte. Martin hingegen war der junge Wilde, der in der ersten Runde alle Doppel für Deutschland traf und mit seinem Tempo gegen Michael van Gerwen trotz Niederlage beeindruckte. Eine ähnliche Vollstreckermentalität dürfte in Jogis Mannschaft auch von Timo Werner erwartet werden.

Belgien: Bei den Belgiern gab es eine ähnliche Konstellation wie bei Deutschland. Ein erfahrener Spieler, in diesem Falle Kim Huybrechts, nahm den noch sehr jungen, dafür aber bereits etablierten Dimitri Van den Bergh unter seine Fittiche. Kim hatte in den letzten zwölf Monaten nicht viele Erfolge. Er schien ziemlich geschwächt zu sein, nicht an seinem Leistungsmaximum. Angeschlagen ist auch der 32-jährige Vincent Kompany. Der Ex-Hamburger wurde dennoch berufen, da er aufgrund seiner Erfahrung eine wichtige Säule im Team darstellt. Mit 25 Jahren zwar noch relativ jung, in Deutschland aber bestens bekannt ist wie Dimitri Van den Bergh auch Thorgan Hazard. Der Gladbacher wird in diesem Jahr sein WM-Debüt geben und ist durch seine Schnelligkeit, Technik und den starken Abschluss brandgefährlich für den Gegner. Aber ob er auch so explodieren kann, wie Van den Bergh in den letzten drei Legs seiner Erstrundenpartie?

England: Beim World Cup of Darts wurde im englischen Team ein Generationenwechsel vollzogen. Nach langen und erfolgreichen Jahren mit Phil Taylor und Adrian Lewis, nahmen in diesem Jahr Rob Cross und Dave Chisnall teil, letzterer bereits zum zweiten Mal. Der Kopf des Teams war dennoch Weltmeister Rob Cross, der seinen Teamkollegen innerhalb kürzester Zeit intern überholt hat. Er ist bereits ein Weltstar, ähnlich wie Harry Kane, der wohl auch der Star des jungen, englischen Fußballteams sein dürfte. Er muss liefern, wartet auf Vorlagen seiner Kollegen. Bereits beim letzten Turnier gab Jordan Henderson sein Debüt, leitete damit den angesprochenen Generationswechsel, wie auch Chisnall, ein. Beide glänzen vor allem durch Ruhe im Aufbau, können aber auch aus großer Distanz überzeugen. Ob nun per Weitschuss oder High Finish, wie die 142 von Dave gegen einen starken Harith Lim, auf sie ist im Zweifel Verlass.

Australien: Simon Whitlock ist bereits ein alter Haudegen, was den Dartsport angeht. Er nahm an sieben der acht World Cups Teil und galt somit klar als Leader des Teams, auch wenn er vielleicht nicht mehr auf seinem absoluten Top-Niveau von früher spielt. Gleiches dürfte für den 38-jährigen Tim Cahill gelten, der bereits 2006, 2010 und 2014 mit dabei war, in Südafrika sogar gegen Deutschland die rote Karte sah. Auch wenn er nicht spielt, dürfte er für das Team durch seine Persönlichkeit sehr wichtig sein. Zwar schon relativ erfahren, allerdings noch ohne die ganz großen Erfolge, ist Kyle Anderson. Er sollte letztlich am Board überzeugen und tat dies auch. Wichtig ist eben auf dem Platz und da muss dann auch Herthas Matthew Leckie beweisen, dass er in den letzten Jahren an Torgefahr zugelegt hat und als Vollstrecker in Erscheinung treten, möchte Australien die Gruppenphase überstehen.

Brasilien: Diogo Portela und Bruno Rangel nahmen in diesem Jahr am World Cup of Darts teil. Es war erst der zweite Auftritt der Nation. Portela genießt Backstage bei den Dartsprofis einen guten Ruf. Sein Spiel hat sich über die letzten zwei Jahre enorm verbessert und so gilt er als die brasilianische Hoffnung für die nächsten Jahre. Ähnliches dürfte wohl auf Liverpools Roberto Firmino zutreffen, der unter Trainer Jürgen Klopp ins Champions League Finale einzog und zur Rekordoffensive gehörte. Neben Portela nahm in diesem Jahr Bruno Rangel am World Cup teil. Er ist eigentlich weit erfahrener als sein Teamkollege, spielt schon seit den 70’er Jahren Darts, hatte aber den Durchbruch bisher nie schaffen können. Einen ähnlichen Umweg ging unter den brasilianischen Fußballern auch Renato Augusto. Zwar konnte er bei Bayer 04 Leverkusen einige Akzente setzen, aber erst in den letzten Jahren, nachdem er Europa den Rücken kehrte, entwickelte er sich zu einer wichtigen Säule in der Selecao.

Spanien: Im Dartsport treten die Spanier seit einigen Jahren mit einem eingespielten Duo an, das sich auch neben dem Oche sehr gut versteht. Cristo Reyes und Antonio Alcinas sind gute Freunde und trainieren viel zusammen. Sie harmonieren perfekt und dies ist auch die größte Stärke des Teams. Über Harmonie kann man bei den Spaniern nicht immer reden, spielen doch einige Akteure der großen Rivalen Real Madrid und Barcelona plötzlich in der selben Mannschaft. Doch auch dort gibt es gewisse Abläufe die einfach passen. So auch im Spielaufbau, wenn es über die beiden Barca-Spieler Gerard Piqué und Andrés Iniesta geht. Sie kennen sich über die Jahre bereits in- und auswendig, spielen nun schon seit zehn Jahren zusammen im Profiteam des FC Barcelona und wissen entsprechend immer wo der andere steht. Eine Kombination die gefährlich sein kann und es vielleicht auch wird.

Fazit

Die Sportarten Darts und Fußball an sich sind natürlich sehr unterschiedlich. Dennoch kann man sagen, dass es vor allem mental für die Spieler bei einem Turnier wie dem World Cup parallelen gibt. Der Druck ist umso größer, wenn man sein Heimatland vertreten darf. Die einzige Nation, die im Vorfeld sowohl im Fußball als auch beim Darts als Mitfavorit gesehen wurde, ist das Team aus England. Geheimfavoriten waren in beiden Fällen die Belgier. Hoffnungen legten die Fans natürlich auf das Team von Deutschland, allerdings sind die Siegeschancen im Fußball etwas höher. Gleiches gilt auch für Spanien und Brasilien. Überhaupt nicht auf dem Schirm hat man in Russland die Australier, im Darts kamen sie letztlich bis ins Halbfinale. Ein Problem was die Niederländer und Schotten gerne hätten, die im Fußball gar nicht erst antreten dürfen, während sie im Darts das Finale erreichten. Die größte Gemeinsamkeit der beiden Turniere ist jedoch eine, die wohl für alle Sportarten gilt: Im Vorfeld kann man noch so viel reden, entscheidend ist am Ende auf’m Platz/am Oche. In diesem Sinne eine schöne Weltmeisterschaft!

Tobias Gürtler

Dart

Wettquoten der Fußball Weltmeisterschaft 2018

Brasilien wird vor Beginn der Fußball Weltmeisterschaft 2018 als Favorit gehandelt, dicht gefolgt von Deutschland. Die Buchmacher sehen Saudi-Arabien und Panama als krasse Außenseiter.

NationSiegquote
Brasilien5.00
Deutschland5.50
Spanien7.00
Frankreich7.50
Argentinien10.00
Belgien12.00
England17.00
Portugal26.00
Uruguay29.00
Kroatien34.00
Kolumbien41.00
Russland41.00
Polen67.00
Schweiz101.00
Dänemark101.00
Mexiko101.00
Schweden151.00
Ägypten201.00
Serbien201.00
Senegal201.00
Peru201.00
Island201.00
Nigeria201.00
Japan301.00
Australien301.00
Marokko501.00
Iran501.00
Costa Rica501.00
Tunesien751.00
Südkorea501.00
Saudi-Arabien1001.00
Panama1001.00

Quoten von bet365 · Stand 5.6.2018, 12 Uhr. Quoten können sich jederzeit ändern.

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Wer wird Torschützenkönig der FIFA WM 2018

Lionel Messie wird vor der Weltmeisterschaft als Favorit auf die Torjägerkanone gehandelt. Hier eine Auswahl der Top-Spieler mit der entsprechenden Quote.

SpielerQuote
Lionel Messie (Argentinien)10.00
Junior Neymar (Brasilien)11.00
Antoine Griezmann (Frankreich)13.00
Cristiano Ronaldo (Portugal)15.00
Harry Kane (England)17.00
Fernando Gabriel Jesus (Brasilien)17.00
Timo Werner (Deutschland)17.00
Romelu Lukaku (Belgien)17.00
Luis Suarez (Uruguay)26.00
Diego Costa (Spanien)26.00
Edinson Cavani (Uruguay)26.00
Sergio Aguero (Argentinien)26.00
Thomas Müller (Deutschland)34.00
Marco Reus (Deutschland)67.00

Quoten von bet365 · Stand 5.6.2018, 12 Uhr. Quoten können sich jederzeit ändern.

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