Brendan Dolan fertigt schwachen Cullen ab

Am siebten Tag der PDC-Weltmeisterschaft wurde die erste Turnierrunde abgeschlossen. Nachdem in der Mittwochsachmittagssession die letzten beiden Erstrundenduelle absolviert waren kam es noch zu ebenfalls zwei Spielen der zweiten Runde, in denen Joe Cullen gegen Brendan Dolan und Kim Huybrechts gegen Daniel Larsson im Einsatz waren.

Aspinall und Malicdem gewinnen letzte Erstrundenspiele

In diesem Jahr war Nathan Aspinall der größte Erfolg seiner Karriere gelungen, als er sich beim 18. Players Championship Event den Titel sichern konnte. Heute ging es für „The Asp“ gegen Geert Nentjes, mit 20 Jahren der jüngste Spieler im Teilnehmerfeld. Aspinall eröffnete mit einem 80er-Checkout, profitierte im zweiten Leg von acht Fehlern seines niederländischen Gegners auf Doppel und legte ein Break nach. Allerdings vergab er selbst wenig später drei Setdarts und Nentjes kam zu seinem ersten Erfolgserlebnis. Doch schon im nächsten Leg glänzte Aspinall mit einem 13-Darter und hatte den ersten Satz mit 3:1 eingesammelt. Zu Beginn des zweiten Satzes konnte sich der bis hierhin ziemlich schwache Nentjes steigern, als er dieses Auftaktleg mit 15 Würfen gewann. Doch das gute Momentum zerstörte er sich schon wenige Minuten später, als er zunächst den Legausgleich kassierte und im dritten Leg dann sieben weitere Darts an Doppelfeldern vorbeisetzte. Der Engländer kam stattdessen trotz sechs eigener Fehler zum Leggewinn und holte sich weiterhin auch das ihm noch fehlende Leg zum Satzgewinn, um insgesamt betrachtet mit 2:0 vorne zu liegen. Nachdem die ersten beiden Legs des dritten Durchgangs zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt wurden gelang es Nentjes im dritten, seinen Gegner zu breaken.

Allerdings vergab er im darauffolgenden Leg zwei Setdarts, weshalb „The Asp“ diesen Satz in das entscheidende fünfte Leg bringen konnte – er brauchte nur noch dieses eine Leg zum Weiterkommen. Genau dieses konnte Aspinall dann auch perfekt machen, er beendete die Partie mit einem schönen 13-Darter und wird am Freitagabend in Runde zwei Gerwyn Price herausfordern.

Nathan Aspinall 3:0 Geert Nentjes
88.42 Average 78.03
4 180s 2
80 High Finish 42
0 100+ Checkouts 0
9/27 Finishing 4/27

Noel Malicdem von den Philippinen hatte im März für Aufsehen gesorgt, als er bei einem Asia Tour-Event in Seoul vor laufenden Kameras den 9-Darter spielte. Genau über diese Turnierserie qualifizierte er sich dann auch für die WM, wo es für ihn heute gegen Jeffrey de Graaf ging. Nachdem sich der favorisierte Niederländer das Premierenleg mit einem 78er-Finish holen konnte geriet er in Folge aus dem Tritt und konnte nicht nachlegen. Stattdessen gewann Malicdem drei Legs nacheinander allesamt auf der Doppel-20 und entschied Satz Nummer eins mit 3:1 für sich. De Graaf kam leicht verbessert aus der Pause zurück und holte sich ohne besonders großen Gegenwind die ersten beiden Legs des zweiten Durchgangs. Zwar konnte sein philippinischer Gegner verkürzen, doch de Graaf sicherte sich mit einem Treffer in der Doppel-14 den zweiten Satz ebenfalls mit 3:1. Er startete mit einem 13-Darter aus gut in das dritte Set, kassierte aber auch hier den sofortigen Ausgleich, weil er selbst eine Breakchance ausließ. Auch die beiden darauffolgenden Legs wurden zwischen den Akteuren aufgeteilt, sodass dieser Satz im Decider entschieden wurde. Hier hatte de Graaf das Glück auf seiner Seite, als er drei Setdarts gegen sich unbeschadet überstand und dann selbst in der Doppel-18 verwandeln konnte, sodass er insgesamt betrachtet beim Spielstand von 2:1 die Führung übernahm. Von den eben verpassten Chancen erholte sich Malicdem zunächst gut und griff sich die ersten zwei Legs des nun gespielten vierten Satzes, vergab im darauffolgenden Leg aber erneut mehrere Möglichkeiten zum Satzgewinn und verlor dieses. Das war in diesem Fall aber nicht weiter schlimm, weil Malicdem im Anschluss daran mit einem 96er-Finish glänzte und zum 2:2 in den Sätzen ausgeglichen hatte. Es ging nun in den fünften und letzten Satz, der für de Graaf mit einer Enttäuschung begann: nachdem er selbst knapp an einem 145er-Finish scheiterte musste er ein Break gegen sich hinnehmen.

Malicdem legte wenig später ein 91er-Finish auf dem Bullseye nach und benötigte nur noch ein Leg zum Sieg. Dieses Leg dann auch einzufahren war letzten Endes kein Problem mehr für den Philippiner, er brachte seinen ersten Matchdart in Tops unter und machte das Zweitrundenduell mit Kyle Anderson perfekt.

Jeffrey de Graaf 2:3 Noel Malicdem
78.52 Average 85.86
1 180s 3
78 High Finish 96
0 100+ Checkouts 0
8/18 Finishing 12/40

Brillanter Huybrechts verpasst Larsson einen Whitewash

Die erste Runde war somit beendet, als nächstes war mit Joe Cullen dann ein Profi aus den Top-16 der Welt an der Reihe. Unter anderem durch das Aus von Peter Wright und seine eigene Position in der vermeintlich leichteren unteren Hälfte des Turniertableaus war der „Rockstar“ in den erweiterten Favoritenkreis vorgerückt. Als allererstes musste er sein Können dabei gegen Brendan Dolan unter Beweis stellen. Es war aber der „History Maker“, der den Start der Partie klar für sich reklamieren konnte. Er breakte gleich im ersten Leg und legte dann ein 118er-Finish nach. Mit einem starken 13-Darter ging auch Leg Nummer drei an Dolan, der den ersten Satz gewonnen hatte und seinem Gegner dabei nur einen einzigen Wurf auf Doppel genehmigte. Im Auftaktleg des zweiten Durchgangs scheiterte Cullen dann knapp an einem 127er-Highfinish und wurde auch dafür umgehend bestraft. Ganz ähnlich lief es ein Leg später, als der Engländer zwei Darts an Tops vorbeiwarf und auch dieses Leg an seinen nordirischen Gegner abtreten musste. Diese Geschenke seines Gegners durften aber nicht darüber ablenken, dass Dolan von sich aus eine hervorragende Partie zeigte, mit einem Highlight im nun folgenden sechsten Leg der Partie: als erstem Spieler dieses Turniers gelang ihm das Königsfinish in Höhe von 170 Punkten – die Belohnung dafür war das 2:0 in den Sätzen. Erst als Dolan im Auftaktleg des dritten Durchgangs sechsfach auf Doppel patzte war es soweit, Cullen erwischte mit dem zusammengerechnet elften Versuch endlich ein Doppelfeld und erzielte sein erstes Erfolgserlebnis. Lange konnte sich der Weltranglisten-14. aber nicht darüber freuen, weil er im nächsten Leg vier weitere Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbeisetzte.

Als Dolan wenig später von einem weiteren Patzer seines Kontrahenten profitierte war es so weit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Einzug in die dritte Runde fehlte. Als Cullen dann seine letzte Chance auf Bullseye nicht ausnutzen konnte war es dann so weit, der „Rockstar“ ging mit 0:3 unter und muss das Turnier frühestmöglich verlassen.

Joe Cullen 0:3 Brendan Dolan
85.16 Average 92.72
3 180s 0
10 High Finish 170
0 100+ Checkouts 2
1/17 Finishing 9/24

Daniel Larssons durchaus überraschender Erstrundenerfolg gegen den zweimaligen Major-Sieger Robert Thornton hatte ihn in das Zweitrundenduell mit dem an Position 21 gesetzten Kim Huybrechts gebracht. Letztgenannter spielte einen richtig starken ersten Satz, gewann drei Legs direkt nacheinander mit 13, 15 und 14 Darts und stand zu diesem Zeitpunkt bei eigenem Average von gut 107 Punkten. Nicht vergessen darf man aber, dass sein schwedischer Gegner in zwei dieser Legs jeweils eine Möglichkeit auf Tops ausließ. Im ersten Leg des zweiten Durchgangs scheiterte Larsson dann haarscharf an einem 136er-Checkout und wurde auch dafür bestraft, weil „The Hurricane“ seinen Anwurf mit einem weiteren 13-Darter verteidigte. Fast genauso stellte sich die Situation im nachfolgenden Leg dar, Larsson ließ eine weitere Chance liegen und musste so ein weiteres Break gegen sich einstecken. Auf der anderen Seite zeigte Huybrechts eine unglaublich gute Leistung, spielte völlig fehlerlos und stand, nachdem er auch den zweiten Satz zu Null gewonnen hatte, bei einem 112er-Punktedurchschnitt. Nach der Unterbrechung leistete sich Huybrechts zum ersten Mal in dieser Partie mehrere Fehler auf Doppelfelder, doch Larsson konnte das aufgrund zweier eigener Patzer nicht ausnutzen und musste wiederum akzeptieren, ein Break gegen sich kassiert zu haben. Wenig später erwischte der Belgier die Doppel-8 und brauchte nur noch ein Leg zum Weiterkommen.

Zwar spielte Huybrechts nun nicht mehr ganz so dominant wie in den ersten beiden Durchgängen, hatte aber dennoch keine Schwierigkeiten damit, das Match auch einzutüten. Er löschte als letzte Aktion der Session 89 Punkte auf dem Bullseye aus, kam am Ende auf einen Average von über 103 Punkten und gab kein einziges Leg an seinen Gegner ab.

Kim Huybrechts 3:0 Daniel Larsson
103.26 Average 91.26
6 180s 1
89 High Finish 0
0 100+ Checkouts 0
9/21 Finishing 0/7

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