Van der Voort deklassiert Darren Webster

Am Dienstagnachmittag ging es in sechsten Turniertag der diesjährigen Weltmeisterschaft, anders als gestern hielt dieser Tag zwei Sessions für die Fans im Alexandra Palace bereit. Topspiel am Nachmittag war dabei zweifelsohne das Zweitrundenduell zwischen Darren Webster und Vincent van der Voort. Mit dabei war aber auch der österreichische Teilnehmer Rowby-John Rodriguez, der mit Ricky Evans eine schwierige Aufgabe vor sich hatte. Des Weiteren starteten auch Robert Thornton und Krzysztof Ratajski jetzt ins Turnier.

Rodriguez mit einer klasse Vorstellung

Den Auftakt in den Darts-Dienstag besorgten Robert Thornton und Daniel Larsson aus Schweden. Der frühere Grand Prix-Sieger Thornton holte sich das Premierenleg mit einem 74er-Finish, musste danach aber abreißen lassen. Larsson holte sich viel Gegenwehr drei Legs nacheinander und gewann den Auftaktsatz mithilfe eines starken 125er-Checkouts. Auch das erste Leg des zweiten Durchgangs ging an den Schweden, ehe „The Thorn“ den Lauf seines Gegners mit einem 106er-Highfinish stoppen konnte. Nachdem auch die beiden darauffolgenden Legs zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt wurden hatte Thornton im Entscheidungsleg eine große Portion Glück, weil Larsson ganze fünf Möglichkeiten zum Satzgewinn ungenutzt ließ. So konnte Thornton seine bevorzugte Doppel-20 treffen und zum 1:1 in den Sätzen ausgeglichen. Mit einem 107er-Checkout für ein Break erholte sich Larsson nach einer kurzen Unterbrechung von der Enttäuschung im vorherigen Satz; diesem konnte er einen starken 13-Darter nachlegen. Zwar konnte Thornton vorübergehend in den Legs verkürzen, doch bei eigenem Anwurf machte Larsson den Satz zu und führte insgesamt betrachtet mit 2:1. Mit 13 Würfen kam der Schwede auch gut in den vierten Satz hinein, vergab dann aber zwei wichtige Breakdarts. Sein schottischer Gegner zog seinen Kopf in dieser Situation aus der Schlinge und checkte 88 Punkte zum 1:1-Legausgleich aus. Nachdem Thornton diesem guten Moment ein Break folgen lassen konnte unterliefen ihm zwei Fehler, als er Chancen zum Satzgewinn hatte.

Mit einem 66er-Finish brachte Larsson diesen vierten Durchgang in den Decider, der ihm die erste Gelegenheit zum Matchgewinn bot. Genau diese konnte Daniel Larsson dann auch wahrnehmen, er feierte ein erfolgreiches WM-Debüt und stand nach dem 3:1-Erfolg in der zweiten Runde.

Robert Thornton 1:3 Daniel Larsson
87.15 Average 91.03
5 180s 7
106 High Finish 125
1 100+ Checkouts 1
7/17 Finishing 11/30

Im zweiten Match des Tages war dann der erste Österreicher im Einsatz. Rowby-John Rodriguez hatte in der ersten Runde Ricky Evans zugelost bekommen und stand somit vor einer schwierigen Aufgabe. Der Wiener begann gut und eröffnete das Spiel mit einem 13-Darter. Für Evans, der als schnellster Werfer im Profi-Bereich gilt, war der Ausgleich mithilfe eines 112er-Checkout aber überhaupt kein Problem. Auch die beiden folgenden Legs teilten die beiden Spieler unter sich auf, sodass der Sieger des ersten Satzes gleich im Entscheidungsleg entschieden werden musste. Hier konnte Rodriguez den Vorteil des Anwerfens ausnutzen und den ersten Durchgang auf seine Seite ziehen. Nach einer kurzen Pause begann der zweite Satz, auch hier wurden die ersten beiden Legs aufgeteilt, doch danach übernahm „Rapid“ die Initiative, holte sich zwei Legs nacheinander und hatte den Satzausgleich herstellen können. Evans konnte das Momentum jedoch nicht lange aufrechterhalten, nachdem er sich mit einem 13-Darter zum Start des dritten Durchgangs ein Break greifen konnte patzte er schon wenig später dreifach auf Doppelfelder und genehmigte seinem Gegner so das 1:1 in den Legs. Anschließend zeigte Rodriguez einen 13-Darter, und als er schon wenig später die Doppel-10 treffen konnte brachte er sich im Gesamtstand mit 2:1 in die Führungsposition. Zu Beginn des vierten Satz profitierte „Little John“ von zwei weiteren Fehlern seines englischen Gegners auf Doppel, doch im nächsten Leg unterlief ihm selbst ein solcher Patzer, wodurch es in diesem Satz nun 1:1 stand. In der Folge gelang Evans sein bestes Leg, als er eine 180 mit einem 124er-Finish auf der doppelten 11 veredelte. Allerdings leistete sich „Rapid“ danach wiederum zwei Fehler auf Doppelfelder, wodurch dieser vierte Satz in ein Entscheidungsleg musste.

Rodriguez musste dieses „nur“ noch gewinnen, um auch das Match zu seinen Gunsten zu beenden. Genau das gelang dem Wiener dann auch, mit einer genialen Aufnahme von 161 Punkten stellte er sich 24 Restpunkte, die er mit dem zweiten Matchdart zum Einzug in die zweite Runde ausmachen konnte.

Ricky Evans 1:3 Rowby Rodriguez
90.74 Average 89.30
3 180s 4
124 High Finish 90
2 100+ Checkouts 0
8/21 Finishing 10/25

Ratajski verspielte eine 2:0-Führung

Dafür, dass er tatsächlich als Geheimtipp auf ein sehr gutes Ergebnis bei dieser Weltmeisterschaft eingestuft wird war Krysztof Ratajski mit drei Turniersiegen in diesem Jahr selbst verantwortlich. Um das Zweitrundenduell mit James Wade perfekt zu machen musste der Pole zunächst Seigo Asada aus Japan aus dem Weg räumen. Für Asada lief der Start in das Match katastrophal, als er in den ersten beiden Legs zusammengenommen acht Pfeile an Doppelfeldern vorbeisetzte. Erst im dritten Leg steckte ein Pfeil in der erwünschten doppelten 10 – wobei Asada Glück hatte, dass sein polnischer Konkurrent knapp an einem 160er-Finish zum Satz scheiterte. Im nächsten Leg gelang dem „Ninja“ ein 14-Darter, weshalb dieser Durchgang in fünften Leg entschieden werden musste. Ratajski checkte dort unter hohem Druck 69 Punkte aus und hatte den ersten Satz eingesammelt. Der „Polish Eagle“ startete mit einem 101er-Finish in Satz Nummer zwei. Asada antwortete mit einem 80er-Finish darauf, musste aber wieder den Rückstand schlucken. Zu allem Überfluss überwarf sich der Japaner im nächsten Leg bei 126 Punkten, weil der Dart versehentlich in der Doppel-13 landete. Ratajski nahm Sekunden später 76 Zähler von der Scheibe und hatte seinen Gesamtvorsprung auf 2:0 ausgebaut. Zu Beginn des dritten Satz gelang Asada sein bisher bester Moment im Spiel, er zeigte ein 121er-Checkout zum Abschluss eines 12-Darters; Ratajski schaffte auch in diesem Fall den sofortigen Legausgleich. Nachdem auch die beiden nächsten Legs gerecht geteilt wurden gelang Asada mit einem 13-Darter ein starkes Entscheidungsleg, durch welches er auf 1:2 in den Sätzen verkürzte. Zu Beginn des vierten Satzes gelang „The Ninja“ ein Break, doch Ratajski ließ sich davon nicht lange schocken und kam per 110er-Finish zum sofortigen Rebreak. Der Pole setzte im nächsten Leg aber ganze acht Pfeile an diversen Doppelfeldern vorbei und brauchte sich über den Legrückstand nicht mehr zu wundern; Asada traf schon wenige Minuten später Tops und hatte beim Spielstand von 2:2 tatsächlich Parität hergestellt.

Nachdem beide Spieler im fünften Satz zunächst jeweils breaken konnten gelang dies Asada auch im dritten Leg des entscheidenden Durchgangs, sodass ihm nur noch ein Leg von der zweiten Runde trennte. Und bei eigenem Anwurf spielte es der Japaner dann schlicht brillant zu Ende: nach Scores von 134, 140 und 131 machte er 96 Punkte zum 11-Darter aus und hatte den 0:2-Rückstand zum 3:2-Triumph gedreht.

Krzysztof Ratajski 2:3 Seigo Asada
90.20 Average 90.64
2 180s 2
110 High Finish 121
2 100+ Checkouts 1
10/35 Finishing 12/27

Jetzt fehlte nur noch das Zweitrundenduell dieser Session. Vincent van der Voort hatte sich gestern in einem schwierigen Spiel gegen den gut aufgelegten Laurence Ilagan durchgesetzt und sich so ins heutige Aufeinandertreffen mit Darren Webster vorgespielt. Zu Beginn der Begegnung hatte beide einige Wackler auf die Doppelfelder: während Webster im Auftaktleg zwei Breakmöglichkeiten liegen ließ verpasste der „Dutch Destroyer“ ein Leg später gleich sechs Möglichkeiten. Van der Voort fing sich danach allerdings, gewann zwei Legs nacheinander und hatte den ersten Satz mit 3:1 eingefahren. Dank eines 96er-Checkouts produzierte der Niederländer zu Beginn des zweiten Satzes ein Break, welches er schon kurze Zeit später mit einem sehenswerten 140er-Highfinish bestätigen konnte. Der als Nummer 13 der Welt als Favorit ins Spiel gegangene Engländer hatte massive Probleme mit seinem Scoring, zu dem ließ er im dritten Leg dieses Durchgangs auch zwei weitere Möglichkeiten auf Doppelfelder aus. Van der Voort bedankte sich für die Geschenke und tütete den zweiten Satz zu Null ein. Nun ging es in Satz Nummer drei, in dem der „Demolition Man“ bereits gehörig unter Druck stand. Doch weiterhin lief nichts zusammen, während van der Voort kaum noch Fehler beim Finishing machte.

Der Niederländer verteidigte seinen Anwurf im ersten Leg dieses Durchgangs und spielte dann ein 98er-Finish zum Break, durch welches ihm nur noch 501 Punkte zum Weiterkommen fehlten. Genau dieses konnte van der Voort dann auch perfekt machen, an seinem 43. Geburtstag gab der Fanliebling nur ein einziges Leg an seinen Gegner ab und erreichte die dritte Runde der Weltmeisterschaft.

Darren Webster 0:3 V. van der Voort
85.45 Average 87.81
1 180s 2
20 High Finish 140
0 100+ Checkouts 1
1/10 Finishing 9/28

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