Clemens nach erfolgreichem WM-Debüt in Runde zwei

Drei Turniertage lagen schon hinter den Fans im Londoner Alexandra Palace, am Sonntag ging es bei der PDC-Weltmeisterschaft in den vierten. Teil der heutigen Nachmittagssession war auch Gabriel Clemens, der im ersten Spiel des Tages Aden Kirk aus dem Weg räumen wollte. Ein weiteres Highlight war der Auftritt von Dave Chisnall, der seinen Zweitrundengegner Josh Payne im letzten Match des Nachmittags keinesfalls unterschätzen durfte.

O’Connor setzt sich deutlich durch

Als vierter und letzter Deutscher im Teilnehmerfeld griff nun auch WM-Debütant Gabriel Clemens ins Turniergeschehen ein. Aden Kirk, ebenfalls Debütant, schien dabei ein machbarer Auftaktgegner zu sein; auf den Sieger dieses Duells wartete in Runde zwei John Henderson. „Gaga“ zeigte kaum Anfangsnervosität, checkte im Premierenleg 69 Punkte trotz eines anfänglichen Ausrutschers in die Triple-2 und holte sich so gleich ein gutes Gefühl. Mit 14 Würfen gelang Clemens anschließend ein Break, ehe er im dritten Leg Glück hatte, dass Kirk knapp an 146 Restpunkten scheiterte und Sekunden später selbst dafür sorgte, dass Satz Nummer eins eingetütet war. Nach der Pause musste der Engländer weitere Rückschläge einstecken, als er in den ersten beiden Legs des zweiten Durchgangs weitere Möglichkeiten vergab, um sich endlich mal ein Leg zu schnappen. Stattdessen lag der Saarländer dank konsequenter Fehlerausnutzung auch in diesem Satz mit 2:0 in Front, vergab dann aber drei Chancen, um den zweiten Satz vorzeitig klar zu machen. So erzielte Kirk auf der Doppel-9 sein erstes Erfolgserlebnis, lange freuen konnte er sich darüber aber nicht. Denn schon wenige Minuten später holte sich Clemens problemlos das ihm noch fehlende Leg zum Satzgewinn und lag insgesamt mit 2:0 in Führung. Clemens holte sich wenig später auch das Auftaktleg des nächsten Durchgangs, vergab danach aber einen Breakdart. Kirk holte sich auf der Doppel-18 den vorübergehenden Legausgleich, konnte den gegnerischen Anwurf im nächsten Leg aber nicht attackieren und stand kurz vor dem Aus.

Noch hatte er die Partie allerdings nicht aufgegeben, er verteidigte den eigenen Anwurf und brachte den Satz in das entscheidende fünfte Leg. In diesem konnte Kirk 40 Restpunkte mit drei Darts in der Hand nicht auslöschen und musste seine Niederlage anerkennen. Clemens verwandelte seinen vierten Matchdart in der Doppel-8 und entschied dieses Duell mit 3:0 für sich. Am Freitagnachmittag geht es für Gabriel Clemens dann gegen John Henderson.

Gabriel Clemens 3:0 Aden Kirk
83.27 Average 80.31
4 180s 2
69 High Finish 36
0 100+ Checkouts 0
9/31 Finishing 3/16

Es folgte das Aufeinandertreffen von William O’Connor aus Irland mit dem Niederländer Yordi Meeuwisse. O’Connor startete gleich mal mit einem guten 13-Darter in die Begegnung, dieses Break konnte er wenig später auch bestätigen. Zwar konnte Meeuwisse danach auch sein erstes Erfolgserlebnis einfahren, dafür checkte er 133 Punkte aus, doch schon kurze Zeit später traf O’Connor die Doppel-18 und hatte den Satz mit 3:1 gewonnen. Den zweiten Durchgang eröffnete „The Magpie“ ebenfalls mit einem 13-Darter, verpasste im Anschluss daran aber zwei Breakmöglichkeiten und kassierte den 1:1-Legausgleich. Auch die beiden darauffolgenden Legs wurden gerecht zwischen den Akteuren aufgeteilt, demzufolge musste in diesem Satz ein fünftes Leg entscheiden. Hier nutzte O’Connor der Vorteil des Anwerfens und baute seine Gesamtführung auf 2:0 aus. Es ging nun in dritten Durchgang, in dem zu Anfang alles „nach Plan“ lief. Soll heißen: die ersten vier Anwürfe wurden allesamt problemlos verteidigt, sodass dieser Satz in ein von Meeuwisse begonnenes Entscheidungsleg ging.

Doch der Niederländer ließ seine letzten beiden Möglichkeiten auf der Doppel-16 beziehungsweise Doppel-8 liegen und durfte sich dann ansehen, wie O’Connor ein Highfinish in Höhe von 107 Punkten zum Matchgewinn produzierte.

W. O'Connor 3:0 Yordi Meeuwisse
87.12 Average 84.30
0 180s 1
107 High Finish 133
1 100+ Checkouts 1
9/22 Finishing 5/14

Chisnall gelingt ein fantastisches Comeback

Im dritten Match des Tages wurde Brendan Dolan vom Chinesen Yuanjun Liu herausgefordert. Der „History Maker“ eröffnete mit einem guten 13-Darter und legte ein 64er-Finish zum Break. Völlig problemlos holte er sich dann auch das dritte Leg der Partie und hatte den ersten Satz folglich zu Null eingefahren. Liu kam mit den Gesamtumständen überhaupt nicht zurecht und spielte auch im zweiten Satz kaum eine Rolle. Auch in den ersten beiden Legs dieses Durchgangs konnte er seinen Gegner nicht gefährden, zudem schaffte er es im dritten Leg nicht, sich bei 78 Restpunkten einen ersten Wurf auf ein Doppelfeld zu erarbeiten. Stattdessen brachte Dolan seinen Pfeil in der Doppel-8 ein und seine Satzführung auf 2:0 erhöht. Zu Beginn des nächsten Satzes musste der Chinese einen weiteren Rückschlag einstecken, als er sich bei 80 Restpunkten wartend ansehen durfte, wie Dolan 141 Punkte von der Scheibe nahm. Danach durfte sich Liu aber wirklich über ein Erfolgserlebnis freuen, er stellte sich mit einem Maximum 41 Zähler und konnte diese auch umgehend auslöschen.

Der Nordire holte sich in der Folge sofort die Führung zurück und brauchte nur noch ein Leg zum Weiterkommen. Dass er sich dieses auch schon wenige Minuten später holen konnte hatte er auch Liu zu verdanken, der vier Möglichkeiten auf der Doppel-2 liegen ließ. Auf der anderen Seite nutzte Dolan seinen fünften Matchdart und machte das Zweitrundenduell mit Joe Cullen perfekt.

Brendan Dolan 3:0 Yuanjun Liu
86.63 Average 78.45
1 180s 2
141 High Finish 41
1 100+ Checkouts 0
9/28 Finishing 1/5

Die Vorjahresausgabe der Weltmeisterschaft verlief alles andere als gut für Dave Chisnall, als er in Runde eins sang- und klanglos gegen Vincent van der Voort ausschied. Auch deshalb ist „Chizzy“ mittlerweile nicht mehr in den Top-Ten der Welt vorzufinden. Heute ging es für ihn gegen Josh Payne um einen erfolgreichen Start in diesen Wettbewerb. Payne begann als vermeintlicher Außenseiter richtig gut, eröffnete mit einem 14-Darter und kam 13 geworfene Pfeile später zum Break. Im folgenden Leg konnte sich „The Maximum“ sogar nochmals steigern und löschte 125 Punkte via Triple-20, Triple-11 und Doppel-16 zum 12-Darter aus. Den ersten Satz hatte sich Payne also zu Null gesichert und dabei mit einem Average von gut 115 Punkten geglänzt. Nach der Unterbrechung setzte Payne sein starkes Spiel unbeirrt fort, kam per 14-Darter sofort zum Break. Trotz ein paar Schwierigkeiten auf Doppelfelder konnte er dieses kurz darauf auch bestätigen und mit 2:0 in diesem Satz in Führung gehen. Erst im nun folgenden sechsten Leg der Partie erhielt „Chizzy“ seine ersten Würfe auf Doppel, setzte aber drei Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbei. Payne musste dieses Geschenk nur noch annehmen und erhöhte seinen Vorsprung auf 2:0 in den Sätzen. Auch im dritten Durchgang wurde es zunächst nicht besser bei Chisnall, er hatte auch im siebten Leg keine Chance und stand mehr und mehr mit dem Rücken zur Wand. Erst im nächsten Leg gelang Chisnall das lang ersehnte Erfolgserlebnis, dazu machte er unter Druck 80 Punkte aus und sorgte für den Legausgleich. Mit einem 13-Darter legte der Mann im gelben Shirt nach und hatte nebenbei ein Break produziert, doch Payne hatte die passende Antwort auf Lager und kam mit einem 92er-Finish zum sofortigen Rebreak. Dieser Satz ging als in das Entscheidungsleg, in welchem Payne nun bei eigenem Anwurf die erste große Gelegenheit zum Matchgewinn hatte. Doch Chisnall spielte jetzt richtig gute Darts, gewann dieses Leg mit einem 13-Darter und sorgte für eine Verlängerung dieses Spiels.

Mit einem 103er-Checkout ging auch das erste Leg des nächsten Durchgangs an Chisnall, er leistete sich im darauffolgenden Leg aber einen ganz bösen Patzer: bei 15 Restpunkten schmiss er seinen ersten Pfeil in die große 19 und überwarf sich. Den daraus resultierenden Legausgleich machte Chisnall wenig später ungeschehen und setzte sich in diesem vierten Satz mit 2:1 in Front. Im Anschluss daran gelang dem Weltranglisten-12. noch ein Break, der 2:2-Satzausgleich war erreicht. Ohne Unterbrechung ging es nun in den fünften und entscheidenden Satz dieser Begegnung. Payne brachte seinen eigenen Anwurf mit einem 84er-Finish durch und legte vor, vergab danach aber drei eminent wichtige Darts für ein mögliches Break. Chisnall kam mit einem Schrecken davon und erwischte die Doppel-19 zum 1:1. Stattdessen war es im nächsten Leg Chisnall, dem das wichtige Break gelang: dank eines 13-Darters war er plötzlich so weit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Sieg fehlte. Als Payne dann seine letzte Möglichkeit auf der Doppel-16 ungenutzt ließ war es dann soweit, Chisnall verwandelte seinen vierten Matchdart in der Doppel-2 und hatte den 0:2-Rückstand in den 3:2-Triumph verwandelt.

Dave Chisnall 3:2 Josh Payne
95.58 Average 98.49
6 180s 7
103 High Finish 125
1 100+ Checkouts 1
9/20 Finishing 10/22

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