Auch Mitfavorit Smith erreicht das Achtelfinale

Die Pfeile fliegen wieder! Nach dreitägiger Weihnachtspause ging die Darts-Weltmeisterschaft 2019 langsam aber sicher in die entscheidende Phase. Am Donnerstag mussten noch die letzten vier Drittrundenpartien über die Bühne gebracht werden, von denen drei am Nachmittag stattfanden. Den Anfang machten dabei Steve West und Devon Petersen, ehe Dimitri Van den Bergh und Luke Humphries gegeneinander spielten und Michael Smith auf Clemens-Bezwinger John Henderson traf.

Petersens WM-Reise geht weiter

Trotz 0:2-Rückstands hatte sich Devon Petersen in der vorangegangenen Runde gegen Ian White durchsetzen können und war der einzig noch verbliebene der ursprünglich 32 internationalen Qualifikanten. Heute ging es für den „African Warrior“ gegen Steve West. Letzterer, Nummer 22 der Setzliste, startete gleich mal mit einem 11-Darter zum Break und legte das zweite Leg nach. Als Petersen ein Leg später seine ersten beiden Würfe auf Doppelfelder vorbeisetzte hatte er den ersten Satz ohne eigenen Leggewinn abgegeben. Erst als sein englischer Gegner zu Beginn des zweiten Durchgangs fünffach auf Doppel patzte kam Petersen zu seinem ersten Erfolgserlebnis, West kam mit fünf perfekten Pfeilen ins zweite Leg hinein und produzierte das sofortige Rebreak. Allerdings gelang dem Südafrikaner wenig später ein weiteres Break, ehe er danach ein 139er-Finish ins Board schraubte und den 1:1-Satzausgleich hergestellt hatte. Es ging nun in den dritten Satz, in dem Petersen stark weitermachte und ein 127er-Finish auf dem Bullseye zeigte; diesem ließ er einen 12-Darter folgen. Als sein englischer Gegner wenig später auch noch dreifach auf Doppelfelder patze gelang Petersen ein weiterer starker Moment, als er 120 Punkte auf Null brachte und somit mit 2:1 in Führung ging. Zu Beginn des vierten Satzes erwischte West nach längerer Wartezeit mal wieder ein Doppelfeld. Dank eines 93er-Cehckouts auf dem Bullseye konnte er auch nachlegen und holte sich das ihm noch fehlende Legs zum Satzgewinn ohne jedes Problem. Beim Stand von 2:2 ging es nun in den fünften Durchgang. Nachdem die ersten vier Legs allesamt sicher mit den jeweiligen Anwürfen eingefahren wurden ging es nun in ein richtungsweisendes Entscheidungsleg. Dort ließ West eine Möglichkeit auf Tops aus, Petersen traf genau dieses Feld und lag insgesamt betrachtet mit 3:2 in Front. Nachdem die ersten beiden Legs von Satz Nummer sechs zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt wurden schaffte Petersen ein Break und brauchte nur noch ein einziges Leg zum Einzug in die nächste Runde. Als West wenig später fünffach an der Doppel-20 vorbeiwarf war allen klar, dass der Engländer als Verlierer feststand. Devon Petersen verwandelte seinen ersten Matchdart in der Doppel-8 und steht im Achtelfinale.

Devon Petersen 4:2 Steve West
92.25 Average 95.68
7 180s 4
139 High Finish 98
3 100+ Checkouts 0
12/28 Finishing 10/31

Van den Bergh scheitert an Humphries

Zum Duell zweier hochtalentierter junger Spieler kam es im Anschluss daran. Der zweifache Juniorenweltmeister Dimitri Van den Bergh wollte gegen Luke Humphries die Oberhand behalten und so für das Achtelfinalmatch mit Weltmeister Rob Cross sorgen. Der Premierensatz verlief ausgeglichen und beide Spieler verteidigten ihre ersten zwei Anwurflegs, wobei der Belgier mit Highfinishes von 147 und 128 Punkten glänzen konnte. Im nun folgenden Entscheidungsleg vergab Van den Bergh aber eine Möglichkeit zum Satzgewinn, Humphries nutzte stattdessen seine einzige Chance und führte mit 1:0. Van den Bergh kam gut aus der Pause heraus und schnappte sich die ersten beiden Legs in Satz zwei, Humphries hatte diesen Durchgang aber noch abgeschenkt und brachte ihn mithilfe von Checkouts in Höhe von 85 und 91 Punkten ebenfalls ins entscheidende fünfte Leg. Van den Bergh traf in diesem wichtigen Moment viel zu wenige Triplefelder und musste akzeptieren, dass sein englischer Gegner seine Gesamtführung auf 2:0 ausbaute. Der amtierende Juniorenweltmeister wollte mit dem nun beginnenden dritten Satz den Anschluss herstellen und legte mit einem 13-Darter zum Break los, welches er wenig später bestätigen konnte. Zwar konnte „Cool Hand Luke“ noch ein Leg für sich verbuchen, doch schon kurz darauf erwischte Van den Bergh die Doppel-16 und hatte auf 1:2 in den Sätzen verkürzt. Der „Dreammaker“ startete mit einem starken 11-Darter in den folgenden Satz, auch Humphries verteidigte wenig später den eigenen Anwurf. Zudem ließ er einen 13-Darter zum Break folgen, und ein 117er-Finisch später hatte der junge Engländer den Satz auf seine Seite gezogen und lag insgesamt betrachtet mit 3:1 in Führung. Van den Bergh bekam in dieser Phase überhaupt keinen Zugriff auf die Partie, musste auch die ersten beiden Legs des fünften Durchgangs an seinen Gegner abtreten und stand ganz kurz vor der Turnieraus. Wenige Minuten später war es dann soweit, Luke Humphries erwischte die Doppel-8 und stand nach dem 4:1-Sieg als Achtelfinalist fest.

D. Van den Bergh 1:4 Luke Humphries
90.82 Average 89.64
4 180s 2
147 High Finish 117
2 100+ Checkouts 1
8/21 Finishing 13/29

Jetzt fehlte noch die Drittrundenpartie des Weltranglistenzehnten Michael Smith, der John Henderson aus dem Weg räumen wollte. In dieses Vorhaben startete der „Bully Boy“ gleich mit einem Break, kassierte aber den sofortigen Konter, weil Henderson 116 Punkte von der Scheibe nehmen konnte. Auch die ersten beiden Legs wurden zwischen den Spielern aufgeteilt, sodass ein entscheidendes fünftes Leg hermusste. Hier ließ Smith zwei wichtige Möglichkeiten aus, sein schottischer Gegner kam mit fünf eigenen Patzern davon und holte sich doch noch den ersten Satz. Smith schnappte sich das Auftaktleg des nun beginnenden zweiten Satzes, doch Henderson kam mit zwei 180ern ins darauffolgende Leg hinein und holte sich dieses letztlich als 11-Darter. Wenig später gelang dem „Highlander“ sogar ein Break, als er erneut 116 Punkte ausmachen konnte, doch Smith antwortete mit einem 13-Darter und brachte auch diesen Satz in ein wichtiges Entscheidungsleg. Dort hielt der Weltranglistenzehnte seine Nerven zusammen, löschte 74 Punkte aus und hatte den 1:1-Satzausgleich erzielt. Auch die ersten beiden Legs des nächsten Durchgangs gingen an den diesjährigen Premier-League-Finalisten, doch Henderson gab ihn noch nicht auf. Nachdem er zunächst verkürzt hatte gelang ihm ein sehenswertes 161er-Finish, somit musste auch in diesem Satz der Decider her. Dort spielte Henderson den Vorteil des Anwerfens klasse aus, benötigte nur 14 Würfe und führte mit 2:1 in den Sätzen. Den nun folgenden vierten Satz wollte Smith unbedingt einholen, um seinen Rückstand nicht größer werden zu lassen. Genau nach diesem Motto spielte der „Bully Boy“ dann auch, mit einem 12- und zwei 13-Dartern gewann er diesen Durchgang binnen weniger Minuten und hatte insgesamt auf 2:2 ausgeglichen. Auch nach der Pause machte Smith gut weiter, profitierte im zweiten Leg von zwei Patzern seines Gegners auf Doppel und hatte mittlerweile fünf Legs hintereinander für sich entschieden. Zwar konnte der Schotte diese Serie mit einem 75er-Finish unterbrechen, doch schon wenig später erwischte Smith Tops und lag mit 3:2 in den Sätzen vorne. Die Nummer zehn der Welt hatte seit längerem die Kontrolle in diesem Match übernehmen können, holte sich auch die ersten beiden Legs des sechsten Satzes und benötigte nur noch ein einziges, um in die nächste Runde zu gelangen. Genau das holte er sich dann auch schon kurze Zeit später, er verwandelte in der Doppel-10 und gewann die Partie mit 4:2. Im Achtelfinale geht es für ihn morgen gegen Ryan Searle.

Michael Smith 4:2 John Henderson
100.47 Average 94.65
9 180s 8
99 High Finish 161
0 100+ Checkouts 3
16/34 Finishing 9/25

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