Wade steht nach Krimi gegen Brown im Achtelfinale

Der Sonntag war der letzte Turniertag der Darts-Weltmeisterschaft, bevor es in die dreitägige Weihnachtspause ging. Die Fans im Londoner Alexandra Palace durften sich aber noch auf sechs Partien freuen, von denen die Hälfte in der Nachmittagssession über die Bühne ging. Den Anfang machten dabei Vincent van der Voort und Chris Dobey, ehe Brendan Dolan gegen Mervyn King spielte und James Wade gegen Keegan Brown die Oberhand behalten wollte.

Van der Voort verliert im entscheidenden Satz

Mit einem Drittrundenduell zweier ungesetzter Spieler ging es also los. Fanliebling Vincent van der Voort bekam es mit „Hollywood“ Chris Dobey zu tun. Nachdem die ersten beiden Legs zwischen den beiden Profis aufgeteilt wurden übernahm Dobey die Initiative im Auftaktsatz und spielte noch starke Legs von 11 und 13 Darts, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Der „Dutch Destroyer“ kam mit fünf perfekten Pfeilen aus der Pause heraus und schnappte sich auch dieses Leg, kassierte aber sofort den Ausgleich und musste wenig später auch ein Break gegen sich einstecken. Allerdings holte sich van der Voort das sofortige Rebreak und brachte den Satz ins Entscheidungsleg. Dort spielte er einen starken 14-Darter, der ihm den 1:1-Ausgleich einbrachte. Der Engländer holte sich danach wiederum das erste Leg von Satz Nummer drei, profitierte wenig später von sechs Fehlwürfen seines Kontrahenten auf Doppel und konnte ein Break produzieren. Als Dobey wenig später auch noch einen 13-Darter zeigte hatte er den Satz ohne Legverlust eingesammelt. Es ging jetzt in den vierten Durchgang, in dem van der Voort sein höchstes Finish gelang: nachdem er das erste Leg bereits gewonnen hatte löschte er 87 Punkte auf dem Bullseye für ein Break. Dobey gab dieses Satz allerdings noch nicht verloren, spielte zwei 13-Darter in Folge und sorgte für ein enorm wichtiges Entscheidungsleg. Dort zeigte der Niederländer seine ganze Klasse, warf seinerseits einen 13-Darter und hatte insgesamt betrachtet auf 2:2 ausgeglichen. Van der Voort hatte mittlerweile zu seinem Spiel gefunden, zeigte zu Beginn des fünften Satzes unter Druck starke Checkouts von 88 und 104 Punkten. Als er wenige Minuten später auch noch mit einem 11-Darter glänzte lag der Niederländer insgesamt mit 3:2 vorne. Dobey gab das Spiel aber natürlich längst nicht verloren, holte sich die ersten beiden Legs des sechsten Durchgangs und stand kurz vor dem Satzausgleich. Genau der wurde es dann auch, Dobey erwischte Tops und sorgte mit dem 3:3 dafür, dass der siebte Satz über den Sieger entscheiden würde. Van der Voort ließ zu Beginn dieses finalen Durchgangs drei wichtige Breakmöglichkeiten aus, machte ein Leg später aber 106 Punkte aus und stellte wieder Parität her. „Hollywood“ glänzte im Anschluss daran mit einem 13-Darter und stand ganz kurz vor dem Sieg. Im entscheidenden Moment blieb Chris Dobey dann eiskalt, nahm 74 Punkte von der Scheibe und hatte das Achtelfinale erreicht – dort geht es dann gegen Gary Anderson.

V. van der Voort 3:4 Chris Dobey
93.43 Average 97.87
8 180s 9
106 High Finish 86
2 100+ Checkouts 0
11/24 Finishing 16/31

Der „History Maker“ erreicht das Achtelfinale

Im zweiten Spiel des Tages kam es zum Aufeinandertreffen zweier hocherfahrener Akteure: der an Position 19 gesetzte Mervyn King wollte den „History Maker“ Brendan Dolan bezwingen. Nachdem die ersten beiden Legs gerecht verteilt wurden setzte Dolan im dritten das erste Ausrufezeichen, als er 116 Punkte für ein Break auf Null brachte. Wenig später erwischte der Nordire dann die Doppel-16 und hatte Satz Nummer eins mit 3:1 eingesammelt. King meldete sich mit einem 104er-Finish zum Break imposant aus der Pause zurück, doch Dolan ließ sich davon nicht beeindrucken und checkte im direkten Gegenzug 126 Zähler aus. „The King“ legte zwar ein weiteres Break nach, doch auch hier hatte Dolan die passende Antwort parat und kam zum sofortigen Rebreak. Es ging nun ins entscheidende fünfte Leg, in dem Dolan den Vorteil des Anwerfens perfekt ausspielte und seinen Vorsprung auf 2:0 ausbauen konnte. Der „History Maker“ ließ zu Beginn des dritten Satzes zunächst zwei Breakdarts liegen, erholte sich aber gut davon und brachte den eigenen Anwurf mit einem 117er-Finish nach Hause. Nachdem auch die nächsten beiden Legs zwischen den beiden Profis aufgeteilt wurden ging es nun ins Entscheidungsleg, welches King für King beinahe überlebenswichtig war. Genau nach diesem Motto spielte der Engländer dann auch, erzielte einen 14-Darter und hatte auf 1:2 in den Sätzen verkürzt. Zwei weitere 14-Darter gab es im vierten Satz zu sehen, auch in dieser Situation wurden die Legs gerecht verteilt. Erst als Dolan wenig später vierfach auf Doppelfelder patzte konnte sein Gegner das Kommando innerhalb dieses Durchgangs übernehmen, zwei Legs nacheinander gewinnen und den 2:2-Satzausgleich herstellen. Dolan wollte jetzt natürlich verhindern gar in Rückstand zu geraten und holte sich dementsprechend die ersten beiden Legs von Satz Nummer fünf, doch King schlug zurück und brachte diesen Satz dank Checkouts von 88 und 80 Punkten in den Decider. Hier zeigte Dolan seine ganze Klasse, glänzte in diesem wichtigen Moment mit einem 12-Darter und übernahm beim Spielstand von 3:2 die Führung. Zum Anfang des sechsten Satzes machte der Nordire erstmal nahtlos weiter, als er 107 Punkte auf Null brachte. King erzielte den Legausgleich, verpasste dann aber eine Breakmöglichkeit und durfte sich Sekunden später ansehen, wie Dolan sein insgesamt fünftes Highfinish hinlegte und nur noch ein Leg zum Sieg benötigte. Zwar brachte King diesen Satz ebenfalls ins Entscheidungsleg, doch dort warf Dolan einen ganz starken 13-Darter und hatte durch den 4:2-Erfolg die nächste Runde erreicht.

Brendan Dolan 4:2 Mervyn King
95.73 Average 92.22
3 180s 7
126 High Finish 104
5 100+ Checkouts 1
15/32 Finishing 13/30

Ein Match fehlte jetzt noch in dieser Session, und in dieser war der zweimalige Major-Sieger im Jahr 2018 James Wade involviert. Der Weltranglistenneunte hatte sein Zweitrundenmatch nur unter größten Mühen gegen Seigo Asada gewonnen und aufgrund seines aggressiven Auftretens massive Kritik geerntet. Wade entschuldigte sich am Tag darauf und wollte sich heute gegen Keegan Brown aufs Sportliche konzentrieren. „The Machine“ musste sich zu Beginn mit Pfiffen herumschlagen und patzte zudem gleich fünffach auf die Doppelfelder. Brown bestrafte dies mit einem 81er-Finish und holte sich auch Leg Nummer zwei. Wade hatte den Satz aber noch nicht abgeschenkt, erzielte per 11-Darter sein erstes Erfolgserlebnis und brachte den Satz wenig später ins Entscheidungsleg. Dort ließ Wade jedoch zwei Setdarts liegen, „The Needle“ nutzte stattdessen seine Chance und hatte den ersten Satz zu seinen Gunsten entschieden. Nach der Pause präsentierte Brown zunächst einen brillanten 10-Darter, ehe er wenig später von einem Fehler seines Gegners profitierte und zum Break kam. Doch Wade kämpfte sich auch diesen Satz zurück, holte sich zwei Legs nacheinander und sorgte dafür, dass auch hier ein Entscheidungsleg hermusste. Erneut spielte Brown in diesem so wichtigen Moment tolle Darts, checkte unter höchstem Druck 80 Punkte und hatte seine Führung auf 2:0 erhöht. Zu Beginn des dritten Durchgangs ließ Brown drei Breakdarts liegen, verteidigte danach aber den eigenen Anwurf und sorgte für den Legausgleich. Wade gelang im Anschluss daran ein 122er-Highfinish, und als er wenig später auch 76 Punkte auf Null brachte hatte er insgesamt betrachtet auf 1:2 verkürzt.

„The Needle“ eröffnete den nun gespielten vierten Satz mit einem schönen 117er-Finish, profitierte im Leg danach von vier Patzern seines Kontrahenten und legte per Break nach. Einen 13-Darter später war der Durchgang dann beendet, Brown hatte ihn zu Null gewonnen und lag insgesamt mit 3:1 in Front. Wade stand also schon zum Start des fünften Satzes mächtig unter Druck. Er holte sich auch das Auftaktleg und hatte wenig später Glück, dass sein Gegner mehrere Chancen ausließ. Der Weltranglistenneunte brauchte nur noch ein Leg zum Satzgewinn, holte sich dieses auch ohne viel Zeit zu verlieren und war insgesamt auf 2:3 herangekommen. Es ging nun in den sechsten Satz; nachdem die ersten beiden Legs geteilt wurden verteidigte Brown im dritten seinen Anwurf und war nur noch ein Leg von der Ziellinie entfernt. Wade kämpfte allerdings weiter, löschte kurz darauf 111 Punkte aus und brachte den Satz in ein eminent wichtiges Entscheidungsleg. Dieses konnte „The Machine“ mit einem 72er-Finish unter Druck für sich entscheiden und brachte das Spiel mit dem 3:3-Ausgleich in den finalen siebten Durchgang. Diesen eröffnete Wade mit einem 76er-Checkout, und als er einen 13-Darter zum Break folgen lassen konnte brauchte der Engländer plötzlich nur noch ein einziges Leg zum Sieg. Brown konnte zwar noch ein Leg für sich verbuchen, doch mit einem 101er-Finsh im vierten Leg machte Wade schließlich den Deckel drauf und gewann die Partie knapp mit 4:3 in den Sätzen.

James Wade 4:3 Keegan Brown
94.67 Average 91.24
5 180s 5
122 High Finish 117
2 100+ Checkouts 1
15/36 Finishing 13/26

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