White und Price verspielen klare Führungen

Am Freitagabend wurden die letzte vier Zweitrundenpartien der diesjährigen Weltmeisterschaft absolviert. Den Anfang machte dabei Ian White, der auf Devon Petersen traf, auf dieses Match folgte das Duell zwischen Jelle Klaasen und Keegan Brown. Zum Schluss fehlten dann noch zwei walisische Profis, Grand Slam-Sieger Gerwyn Price spielte gegen Nathan Aspinall und Jonny Clayton gegen Dimitri Van den Bergh.

Brown erreicht die dritte Runde

Den Anfang in die Session machte also der Weltranglistenelfte Ian White in der Begegnung mit Devon Petersen, der in Runde eins sechs Matchdarts von Wayne Jones überlebte. White, dem ja häufig nicht zu Unrecht Probleme auf den großen Bühnen vorgehalten werden, spielte einen unglaublich starken Auftaktsatz. Nachdem einem anfänglichen 13-Darter einen 14-Darter nachlegen konnte musste er zwar ein Leg an seinen Gegner abtreten, doch dieses Break gegen sich konterte „Diamond“ umgehend und machte den Satzgewinn mit einem 11-Darter perfekt. Zu diesem Zeitpunkt lag sein Average bei knapp 110 Punkten. Nach der Pause knüpfte White nahtlos an seine bisherige Leistung an, kam direkt zu einem weiteren Break und bestätigte dieses nur Minuten später mithilfe eines 13-Darters. Petersen sah bis hierhin nur die Rücklichter seines Gegners, erhielt im dritten Leg des Satzes aber immerhin mal wieder einen Wurf auf ein Doppel. Der Südafrikaner verfehlte jedoch Tops und durfte sich dann ansehen, wie White 116 Zähler von der Scheibe nahm und seinen Vorsprung auf 2:0 ausbaute. Zu Beginn des dritten Durchgangs gelang Petersen ein Break, welches er wenige Momente später mit einem 70er-Finish veredeln konnte. Sein englischer Gegner antwortete darauf mit einem 12-Darter inklusive 121er-Finish, der aber keine Auswirkungen auf den Verlauf des Satzes hatte. Denn Petersen startete mit sechs perfekten Pfeilen ins nächste Leg und machte schließlich mit einem 12-Darter den Satzgewinn klar, insgesamt betrachtet lag er nur noch mit 1:2 im Rückstand. Der „African Warrior“ präsentierte sich vor allem auf den Doppeln bärenstark, warf erst ein einziges Mal am äußeren Ring des Boards vorbei und erlaubte sich auch zu Beginn von Satz Nummer vier keinen Fehler. White stellte per 11-Darter den Legausgleich her, leistete sich seinen ersten groben Patzer in dieser Begegnung jedoch im dritten Leg, als er dreimal zu hoch zielte, als er Tops anvisierte. Natürlich verlor White dieses Leg dann auch und warf ein Leg später wieder dreifach an der Doppel-20 vorbei. Petersen musste diese Geschenke nur noch annehmen, tat dies auch und hatte den 2:2-Satzausgleich produziert. Zum Auftakt des fünften und letzten Satzes brachte sich der Südafrikaner zum ersten Mal überhaupt in Front, als er 110 Punkte für ein Break ausmachte. White hatte aber eine starke Antwort auf Lager, und rebreakte mit einem 12-Darter inklusive 106er-Finish. Folglich ging es nun in die Verlängerung. Hier hatte White zunächst erneut massive Probleme auf Tops, gewann dieses Leg aber dennoch, weil Petersen sieben Breakdarts ungenutzt ließ. Der „African Warrior“ erholte sich aber schnell davon und löschte wenig später 125 Punkte via Triple-17, Triple-14 und Doppel-16 zum 3:3. Seine Probleme auf Tops bekam White auch ein Leg später nicht in den Griff und patzte zweifach, folglich kassierte er ein Break und stand nun mit dem Rücken zur Wand. Als White kurz darauf zum 18. Mal an den Doppel-20 vorbeiwarf, war sein Aus besiegelt. Petersen beendete das Spiel, gewann den Tie-Break mit 5:3 und steht in Runde drei.

Ian White 2:3 Devon Petersen
98.66 Average 94.68
10 180s 6
121 High Finish 125
3 100+ Checkouts 2
11/31 Finishing 12/25

Es folgte das Aufeinandertreffen von Jelle Klaasen und Keegan Brown. Der Niederländer eröffnete mit einem 11-Darter und schnappte sich auch das zweite Leg, vergab danach aber sieben Satzdarts. Davon wurde Brown wach und stellte in der Folge den 2:2-Legausgleich her, vergab im nun folgenden Decider aber selbst drei Chancen zum Satzgewinn. Nun konnte Klaasen gar nicht mehr ablehnen, traf die Doppel-4 auch und hatte Satz Nummer eins eingefahren. Brown erholte sich gut von dieser Enttäuschung, nachdem er das Auftaktleg des zweiten Durchgangs gewonnen hatte glänzte er mit einem 108er-Highfinish zum Break. Auch das darauffolgende Leg ging an den Engländer, der beim Gesamtspielstand von 1:1 Parität hergestellt hatte. Die Partie war bis hierhin auf einem ziemlich bescheidenden Niveau, immerhin setzte „The Needle“ zu Anfang des dritten Satzes ein Highlight, als er 111 Punkte auf Null brachte. Sein niederländischer Gegner kam zwar zum sofortigen Rebreak, doch Brown tat wenig später selbiges und führte mit 2:1 in den Legs. Ein Leg später profitierte Brown dann von vier Fehlern von „The Cobra“ auf die Doppel und schaffte es trotz fünf eigener Patzer, diesen Satz einzutüten. Zum Auftakt es nun beginnenden vierten Durchgangs spielte Brown in Form eines 12-Darters sein bestes Leg, verpasste aber schon Minuten später zwei wichtige Breakdarts. Klaasen konnte in diesem Satz zwischenzeitlich ausgleichen, lange freuen konnte er sich darüber aber nicht. Denn Keegan Brown holte sich die beiden ihm noch fehlenden Legs binnen weniger Minuten und hatte nach dem 3:1-Erfolg seinen Einzug in die dritte Runde perfekt gemacht.

Jelle Klaasen 1:3 Keegan Brown
79.66 Average 82.66
1 180s 2
93 High Finish 111
0 100+ Checkouts 2
5/22 Finishing 10/23

Van den Bergh schickt Clayton nach Hause

In einem viel diskutierten Grand Prix-Finale hatte sich Gerwyn Price gegen Gary Anderson durchsetzen können, er hatte seinen ersten großen TV-Titel gewonnen und war auf den sechsten Rang der Order of Merit vorgerückt. Zum Turnierauftakt ging es für den Waliser gegen Nathan Aspinall. Letzterer eröffnete die Begegnung mit einem 96er-Finish. Price egalisierte dieses und schaffte anschließend ein Break, um sich selbst in Front zu setzen. Weil er wenig später jedoch vier Setdarts ausließ musste er akzeptieren, dass Aspinall diesen Satz ins Entscheidungsleg brachte. In diesem zeigte der „Iceman“ aber seine ganze Klasse, beendete einen 14-Darter mit einem 97er-Finish und hatte den ersten Satz für sich entschieden. Zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang „The Asp“ ein Break, warf im nächsten Leg aber dreimal an der Doppel-16 vorbei und durfte sich Sekunden später anschauen, wie Price 124 Punkte zum sofortigen Rebreak ausmachte. Aspinall ließ sich davon nicht lange schocken und holte sich die Führung innerhalb des Satzes zurück, ließ danach aber ganze vier Chancen zum Satzgewinn aus. Dementsprechend musste auch in diesem Satz das entscheidende fünfte Leg absolviert werden. Erneut war Price in diesem wichtigen Moment zur Stelle, nahm 72 Zähler von der Scheibe und hatte seine Gesamtführung auf 2:0 ausgebaut. Nach einer kurzen Pause ging es in Satz Nummer drei, in dem die beiden ersten Legs fair zwischen den beiden Profis aufgeteilt wurden. Aspinall setzte sich im Anschluss daran mithilfe eines 14-Darters in Front, doch Price konterte mit 13 Würfen und sorgte dafür, dass auch im dritten Durchgang ein entscheidendes Leg hermusste. Der Waliser erhielt dort den ersten Matchdart, verpasste aber das Bullseye. Stattdessen bekam Aspinall bei 91 Restpunkten seine letzte Chance, er hielt seine Nerven zusammen, traf die Doppel-16 und verkürzte auf 1:2 in den Sätzen. Die Erfolgswelle konnte „The Asp“ auch zum Start des vierten Satzes reiten, als er per 12-Darter zum Break kam. Der Weltranglistensechste schaffte zwar das sofortige Rebreak, konnte den eigenen Anwurf im darauffolgenden Leg aber auch nicht verteidigen. Aspinall fehlte jetzt nur noch ein Leg zum Satzausgleich, und dieses holte er sich auf sehenswerte Weise mit einem 140er-Finish. Es ging nun in den fünften und definitiv letzten Satz, in welchem Aspinall vorlegen konnte. Als er im zweiten Leg auch noch die Doppel-5 zum Break traf benötigte er nur noch ein einziges Leg zum Sieg. Als Price kurze Zeit später dreimal an Doppelfeldern vorbeiwarf war die Weltmeisterschaft für ihn gelaufen. Auch Nathan Aspinall drehte einen 0:2-Rückstand zum Sieg, feiert dadurch den größten Erfolg seiner Karriere und warf die Nummer sechs der Welt aus dem Turnier.

Gerwyn Price 2:3 Nathan Aspinall
89.08 Average 92.28
6 180s 5
124 High Finish 140
1 100+ Checkouts 1
9/30 Finishing 13/33

Mittlerweile gab es nur noch einen einzigen Spieler, der bei dieser WM noch nicht auf die Bühne durfte; jetzt hatte das Warten aber auch für Jonny Clayton ein Ende. Die Nummer 15 der Welt hatte aber eine ganz schwierige Aufgabe vor sich, schließlich ging es gegen den amtierenden Juniorenweltmeister Dimitri Van den Bergh. Der Belgier spielte einen fantastischen ersten Satz. Alle drei Legs dieses Durchgangs gewann er mit jeweils 13 geworfenen Pfeilen und stand deshalb zu diesem Zeitpunkt bei einem Average von über 115 Punkten. Clayton hatte bis jetzt nicht einmal auf Doppelfelder zielen dürfen, das änderte sich aber zu Beginn des zweiten Satzes: einen 11-Darter beendete er mit einem 98er-Finish und kam zu einem Break. Van den Bergh ließ das aber nicht lange auf sich sitzen und konterte mit einem 12-Darter. Das Spiel befand sich auf einem unglaublich hohen Level, „The Ferret“ gelang wenig später mit einem weiteren 12-Darter ein weiteres Break. Zwar scheiterte er im Leg danach knapp an einem 158er-Finish, doch eine Aufnahme später war der 1:1-Satzausgleich hergestellt. Nach einer kurzen Unterbrechung wurden die ersten drei Legs des dritten Durchgangs allesamt gegen den Anwurf gewonnen, was dazu führte, dass der „Dreammaker“ innerhalb dieses Satzes mit 2:1 führte. Das ihm noch fehlende Leg zum Satzgewinn holte er sich dann wenige Momente später per 13-Darter, sodass er insgesamt mit 2:1 vorne lag. Clayton hatte das Spiel natürlich längst nicht aufgegeben und breakte zu Beginn des vierten Satzes mit einem 116er-Checkout, welches er kurz darauf bestätigen konnte. Van den Bergh kämpfte sich aber zurück in diesen Satz, spielte Legs von 12 und 14 Darts und brachte diesen Satz ins entscheidende fünfte Leg. Der Belgier durfte dieses auch beginnen, es war seine erste Gelegenheit zum Matchgewinn. Tatsächlich gelang es Van den Bergh dann auch, den Sack zuzumachen. Mit Jonny Clayton ist also ein weitere gesetzter Spieler ausgeschieden, dagegen steht Dimitri Van den Bergh nach dem 3:1-Erfolg in der dritten Runde.

Jonny Clayton 1:3 D. Van den Bergh
92.68 Average 104.45
3 180s 8
116 High Finish 108
1 100+ Checkouts 1
6/9 Finishing 10/20

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