Van den Bergh und Gurney gewinnen ihre Auftaktpartien

WM Tag Nummer sechs, Teil zwei: am Dienstagabend gab es bei der Weltmeisterschaft vier weitere Partien zu bestaunen. Im Einsatz war dabei auch der Juniorenweltmeister Dimtri Van den Bergh, der gegen den US-Amerikaner Chuck Puleo auf die Bühne durfte. Zudem kam es im letzten Spiel zum Zweitrundenduell zwischen der Nummer fünf der Welt, Daryl Gurney und Paul Lim-Bezwinger Ross Smith.

Meulenkamp mit unglaublichem Comeback nach 0:2

Den Auftakt in die Abendsession machten aber zwei andere Spieler, es waren der Ire Steve Lennon und James Bailey aus Australien. Nachdem sich Letztgenannter das erste Leg der Session holte konnte antwortete Lennon mit einem 92er-Finish. Ohne wirkliche Schwierigkeiten konnte sich Lennon auch die beiden nachfolgenden Legs greifen, sodass er den ersten Satz mit 3:1 einsammelte. Erst im vierten Leg, also dem ersten des zweiten Durchgangs, unterliefen dem Iren die ersten Fehler auf Doppelfelder. Weil aber auch Bailey dreifach patzte konnte Lennon diese Leg dennoch für sich vermelden. „The Bull“ konterte mit einem 100er-Finish über zweimal Tops, durfte sich danach aber ansehen, wie sein irischer Gegner 112 Punkte zum 2:1 in den Legs von der Scheibe nahm. Allerdings ließ Lennon wenig später ganze sieben Setdarts aus und brauchte sich nicht zu wundern, dass Bailey das Entscheidungsleg herbeiführte. Dort machte Lennon es dann besser, brachte seinen Dart in der doppelten 20 unter und erhöhte seinen Gesamtvorsprung auf 2:0. Lennon hatte das Duell von Anfang an unter Kontrolle, holte sich ohne viel Gegenwind auch die ersten beiden Legs des dritten Satzes und stand ganz kurz vor dem Sieg.

Es flogen jedoch ganze sechs Matchdarts an den abgestrebten Feldern vorbei, sodass Bailey nochmal ein Leg für sich reklamieren durfte. Wenig später war die Partie aber endgültig eingepackt, Steve Lennon spielte einen 14-Darter zum Abschluss und wird übermorgen in Runde zwei auf Alan Norris treffen.

Steve Lennon 3:0 James Bailey
87.23 Average 79.91
2 180s 0
112 High Finish 100
1 100+ Checkouts 1
8/30 Finishing 4/15

Als nächstes duellierten sich Ron „The Bomb“ Meulenkamp und Diogo Portela aus Brasilien. Letzterer profitierte im Auftaktleg von einem Fehldart auf Bullseye seines Gegners und verteidigte seinen Anwurf. Im zweiten Leg patzte Meulenkamp dann gleich doppelt und kassierte ein Break. Auf der anderen Seite spielte Portela eine richtig gute Anfangsphase, warf im dritten Leg Scores von 180 und 177 und tütete den ersten Satz letztlich mit einem 11-Darter binnen weniger Minuten zu Null ein. Nach der Unterbrechung setzte der „Brazilliant“ seine starke Leistung nahtlos fort und legte im nächsten Satz mit zwei 14-Dartern hintereinander nach. Erst danach schaffte es Meulenkamp, sein erstes Erfolgserlebnis zu erzielen. Weil er im nächsten Leg aber drei Breakchancen liegen ließ war dieser Durchgang für Meulenkamp gelaufen und er sah sich mit einem 0:2-Rückstand konfrontiert. Mit einem 90er-Finish startete Portela auch im dritten Satz stark, kassierte aber zunächst den Legausgleich und wenig später sogar ein Break gegen sich. „The Bomb“ hatte in diesem Leg 124 Punkte auf dem Bullseye ausgecheckt, legte per 13-Darter nach und hatte diesen Satz mit 3:1 für sich entschieden. Die ersten beiden Legs des nun beginnenden vierten Durchgangs wurden zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt, ehe sich Portela wenige Minuten später fünf Fehler beim Werfen auf Doppelfelder erlaubte. Sein niederländischer Kontrahent holte das Leg trotz fünf eigener Fehler und stand kurz vor dem Satzausgleich. Genau der wurde es dann auch, Meulenkamp spielte einen 13-Darter, um beim Spielstand von 2:2 Parität herzustellen. Folglich ging es nun in den alles entscheidenden fünften Durchgang, in dem Meulenkamp dank eines Treffers in der Doppel-10 ein Break produzierte und so zum ersten Mal überhaupt in der Partie vorne lag. Er vergab danach aber einen wichtigen Dart auf Tops und ermöglichte seinem Gegner dadurch das sofortige Rebreak. Meulenkamp ließ sich davon aber nicht lange beeindrucken, beendete einen 12-Darter mit einem 96er-Finish für ein weiteres Break und brauchte nur noch ein einziges Leg zum Weiterkommen. Jetzt wurde es nochmal richtig dramatisch: Meulenkamp ließ sechs Matchdarts aus, doch Portela konnte sich bei 100 Restpunkten mit der folgenden Aufnahme keinen Wurf auf ein Doppel erspielen.

So kehrte der Niederländer mit sechs verbliebenen Punkten vors Oche zurück, warf zwei Pfeile unter die Doppel-3 und erwischte sie mit dem dritten. Sein Jubel war nun grenzenlos, aus dem 0:2-Rückstand hatte Ron Meulenkamp den 3:2-Sieg machen können.

Ron Meulenkamp 3:2 Diogo Portela
93.56 Average 92.12
8 180s 3
124 High Finish 92
1 100+ Checkouts 0
10/36 Finishing 9/23

Gurney lässt nie Zweifel am Sieg aufkommen

Er erreichte bei der letzten Ausgabe der WM das Viertelfinale und gewann vor wenigen Wochen zum zweiten Mal in Folge die Juniorenweltmeisterschaft: die Rede ist von Dimitri Van den Bergh, dem auch bei diesem Wettbewerb einiges zuzutrauen war. Als Erstes musste der Belgier jedoch den US-Amerikaner Chuck Puleo aus dem Weg räumen. Im Premierenleg hatte er dabei noch eine Portion Glück, als er zwei Breakdarts unbeschadet überstand, doch die beiden nachfolgenden Leg gewann der „Dreammaker“ ohne jedes Problem und holte sich den ersten Satz glatt mit 3:0. Puleo, der den Spitznamen „Pipes“ trägt, schaffte es nur schwer in dieser Partie Fuß zu fassen. So verpasste er zu Beginn des zweiten Satzes vier Versuche auf Doppelfelder, ehe er ein Leg später Tops erwischen konnte und so seinen ersten Leggewinn verbuchen konnte. Langfristige Auswirkungen hatte dieser nichtaber nicht, weil sich Van den Bergh im weiteren Verlauf zwei Legs hintereinander sichern konnte und den zweiten Satz dementsprechend mit 3:1 für sich entschied. Es war insgesamt ein Match auf schwachem Niveau, die Averages beider Spieler bewegten sich zu diesem Zeitpunkt rund um die 80-Punkte-Marke. Nach der kurzen Unterbrechung kam der Juniorenweltmeister verbessert zurück auf die Bühne und eröffnete den dritten Satz mit einem 14-Darter, im direkten Gegenzug packte aber auch Puleo seinen besten Moment in diesem Spiel aus und löschte 102 Punkte für sein zweites Erfolgserlebnis. Van den Bergh setzte wenig später noch einen drauf und checkte 144 Punkte äußerst sehenswert via zweimal Triple- und Doppel-18. Allerdings gelang dem US-Amerikaner auch hier der Legausgleich, sodass dieser Satz im Decider entschieden wurde.

Dort ließ Puleo dann zwei Chancen für den Satzgewinn aus, sodass Van den Bergh stattdessen in der doppelten 20 verwandeln konnte und diese Partie mit 3:0 für sich entschied.

D. Van den Bergh 3:0 Chuck Puleo
85.25 Average 83.34
1 180s 1
144 High Finish 102
1 100+ Checkouts 1
9/21 Finishing 3/11

Mit dem Triumph bei den Players Championship Finals hatte Daryl Gurney nur wenige Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft seinen zweiten TV-Titel eingefahren und damit seine Formstärke unterstrichen. In der zweiten Runde ging es für „Superchin“ gegen Ross Smith, der in seinem Erstrundenspiel gegen die Legende Paul Lim siegreich war. Der Weltranglistenfünfte kam gut in die Begegnung hinein, begann mit einem Treffer in der Doppel-10 und schaffte es, mit einem 13-Darter ein Break nachzulegen. Allerdings verpasste Gurney im darauffolgenden Leg vier Setdarts; Smith bestrafte dies mit einem 82er-Finish und freute sich über seinen ersten Leggewinn. Mit einem 14-Darter konnte der „Smudger“ das eben vollbrachte Break bestätigen und diesen Satz gleichzeitig in das Entscheidungsleg bringen. In diesem gab der anwerfende Gurney von Anfang an das Tempo vor und sicherte sich den ersten Durchgang souverän mithilfe eines 14-Darters. Mit derselben Anzahl an Würfen holte sich der Nordire auch das Auftaktleg als Break, verpasste im nächsten Leg aber fünf Möglichkeiten auf Doppelfelder. Dass er dieses Leg dennoch gewinnen konnte hatte der maßgeblich seinem Gegner zu verdanken, der sich bei fünf Restpunkten mit dem ersten Dart überwarf. Weil sein englischer Gegner auch im darauffolgenden Leg einmal am äußeren Ring des Boards vorbeiwarf machte Gurney diesen zweiten Durchgang zu, er hatte ihn zu Null eingefahren. Auch in den dritten und möglicherweise letzten Satz kam Gurney standesgemäß hinein, als er seinen Anwurf mit einem weiteren 14-Darter verteidigte.

Wenige Minuten später machte er 67 Punkte zum Break aus und brauchte nur noch ein Leg für das Weiterkommen. Dieses ihm noch fehlende Leg holte sich Daryl Gurney dann sofort mit einem 12-Darter und gewann die Partie glatt mit 3:0. Am Ende überstieg sein Average sogar noch nie Marke von 100 Punkten.

Daryl Gurney 3:0 Ross Smith
100.30 Average 88.69
6 180s 2
88 High Finish 82
0 100+ Checkouts 0
9/26 Finishing 2/7

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