Für Wright ist die Weltmeisterschaft beendet

Der Sonntagabend stand ganz im Zeichen von Peter Wright. Der Schotte hatte zuletzt Formschwächen gezeigt und musste im letzten Spiel des Abends gegen Toni Alcinas zu alter Form zurückzufinden, um die dritte Runde der Darts-Weltmeisterschaft zu erreichen. Außerdem freuten sich die Fans im „Ally Pally“ auf die Legende Paul Lim, der es in der dritten Partie der Session mit Ross Smith aufnahm.

Labanauskas erholt sich von einem schwachen ersten Satz

Eröffnet wurde der Darts-Abend allerdings von einem rein englischen Duell zwischen Luke Humphries und Adam Hunt. Der „Hunter“ eröffnete den Darts-Abend mit einem frühestmöglichen Break, doch Humphries hatte die passende Antwort auf Lager und kam zum sofortigen Rebreak. Im Anschluss daran setzte sich Humphries sogar in Front, ehe er im vierten Leg mit einem 12-Darter inklusive 121er-Finish auf der Doppel-14 glänzte und den ersten Satz mit 3:1 eingefahren hatte. Auch nach der Pause war „Cool Hand Luke“ der klar bessere Spieler, startete mit einem 15-Darter in den zweiten Satz und bestätigte dieses Break wenig später mit 13 Würfen bei eigenem Anwurf. Auch das darauffolgende Leg ging an Humphries, der nicht nur sechs Legs in Serie gewonnen hatte, sondern auch seine Gesamtführung auf 2:0 ausbauen konnte. Mit einem weiteren 13-Darter kam Humphries auch gut in den dritten Durchgang hinein, ehe er ein Leg später die Doppel-8 treffen konnte und demzufolge nur noch ein 501 Punkte vom Weiterkommen entfernt war.

Dieses Weiterkommen dann auch perfekt zu machen war überhaupt kein Problem mehr, außer dem ersten Leg gewann Luke Humphries alle anderen und wird in der zweiten Runde auf Stephen Bunting treffen.

Luke Humphries 3:0 Adam Hunt
97.58 Average 81.40
5 180s 2
121 High Finish 49
1 100+ Checkouts 0
9/19 Finishing 1/2

Als Matthew Edgar und Darius Labanauskas in der zweiten Partie aufeinandertrafen wurde der Zweitrundengegner von Raymond van Barneveld gesucht. Nachdem er das erste Leg an seinen Gegner abtreten musste kam Labanauskas, der der erste litauische Teilnehmer in der Geschichte der PDC-Weltmeisterschaft war, im zweiten Leg per 13-Darter zum Ausgleich. Allerdings verpasste er im nächsten Leg zwei Breakmöglichkeiten und lag wieder in Rückstand. Kurios wurde es im vierten Leg, als „Prime Time“ fünfmal an Doppelfeldern vorbeiwarf und den ersten Satz dennoch gewinnen konnte, weil Labanauskas gleich elf Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbeisetzte. Nach der Unterbrechung konnte Edgar zu Beginn des zweiten Satzes ein Break nachlegen, doch sein litauischer Gegner erwischte ein Leg später nach längerer Wartezeit mal wieder ein Doppelfeld und kam zum sofortigen Rebreak; wenig später konnte „Lucky D“ seinen Anwurf mit einem 100er-Finish verteidigen. Mittlerweile hatte sich Labanauskas beim Werfen auf die Doppelfelder stabilisiert, erwischte Tops im darauffolgenden Leg mit dem ersten Versuch und hatte den zweiten Satz mit 3:1 auf seine Seite geholt. Wenige Minuten später ging es in den dritten Durchgang hinein, Labanauskas startete hier mit vier perfekten Darts und holte sich das Auftaktleg letztlich mit 14 Würfen. Dabei handelte es sich um Break, welches der Litauer im Anschluss daran zur 2:0-Legführung bestätigen konnte. Weil er danach aber einen Satzdart auf Tops ungenutzt ließ schnappte sich Edgar noch dieses dritte Leg, doch im darauffolgenden Leg konnte er keinen Schaden anrichten und musste akzeptieren, dass Labanauskas nun mit 2:1 in den Sätzen vorne lag. „Lucky D“ hatte die Partie schon seit längerer Zeit voll unter Kontrolle, spielte auch im vierten Satz dominant und holte sich dort die ersten beiden Legs – folglich brauchte er nur noch ein Leg zum Einzug in die nächste Runde.

Schon wenige Aufnahmen später war es dann soweit, Labanauskas nutzte seinen vierten Matchdart auf der Doppel-8 und wird nach dem heutigen 3:1-Erfolg morgen Abend auf Raymond van Barneveld treffen.

Matthew Edgar 1:3 D. Labanauskas
83.41 Average 93.57
2 180s 3
48 High Finish 100
0 100+ Checkouts 1
5/12 Finishing 10/35

Ross Smith knackt die Legende Paul Lim

Es folgte der Auftritt eines der ganz großen dieser Sportart. Paul Lim, ältester Teilnehmer des Wettbewerbs, hatte sich bei der letzten WM mit tollen Auftritten in die Herzen der Fans gespielt. Nachdem er in Runde eins gegen Mark Webster begeisterte verpasste er in der zweiten Runde nur hauchdünn einen 9-Darter. Heute wollte der „Singapore Slinger“ siegreich aus dem Duell mit Ross Smith hervorgehen. Der von den Fans mit Gesängen gefeierte Lim holte sich das Auftaktleg auf der doppelten 10 und übte im zweiten Leg mächtig Druck auf seinen Gegner aus, doch der hielt diesem Stand und löschte 70 Punkte aus. Anders ließ es im nächsten Leg, denn Smith war nicht in der Lage, zwei Breakdarts auf Tops auszunutzen. Lim erwischte die Doppel-11 und lag wieder in Front, doch „Smudger“ hielt dagegen und brachte den ersten Satz ins Entscheidungsleg. In diesem erwischte der anwerfende Lim mit den ersten neun Darts kein Triplefeld, während Smith nach ebenso vielen Würfen bereits bei 106 Restpunkten angekommen war. Genau diese Restpunktzahl konnte der Engländer schon mit der nächsten Aufnahme abräumen und den ersten Satz für sich verbuchen. Nachdem Smith mit einem 13-Darter auch gut in den zweiten Satz hineinkam packte er ein echtes Highlight aus, als er 138 Punkte auf der Doppel-9 zum Break checken konnte. Als der Mann aus Singapur im nachfolgenden Leg einmal an der Doppel-20 vorbeiwarf war dieser Satz für ihn gelaufen, Smith holte sich ihn stattdessen ohne Legverlust und führte insgesamt betrachtet mit 2:0. Paul Lim hatte seit dem allerersten Leg kein weiteres mehr gewonnen, das änderte sich aber im dritten Satz, denn Lim holte sich mit einem 14-Darter das Auftaktleg dieses Durchgangs. Zudem hatte er im nächsten Leg Glück, dass sein Gegner fünfmal an Doppelfeldern vorbeiwarf und konnte ein Break nachlegen. Als Lim zur Freude der Zuschauer wenig später auch noch 76 Punkte von der Scheibe nehmen konnte hatte der diesen Satz zu Null für sich entschieden und insgesamt auf 1:2 aus seiner Sicht verkürzt.

Zum Start des vierten Satzes musste Lim zunächst einen Rückschlag einstecken, als er zweimal an Doppeln vorbeiwarf und dann mit ansah, wie sein englischer Gegner 84 Punkte auf dem Bullseye ausmachte. Als Smith zudem schon kurz darauf die Doppel-16 zum Abschluss eines 14-Darters treffen konnte war er nur noch 501 Punkte vom Sieg entfernt. Wenig später war das Ergebnis dann besiegelt, Smith entschied die Partie mit 3:1 für sich und wird am Dienstagabend auf Daryl Gurney treffen.

Ross Smith 3:1 Paul Lim
91.89 Average 91.28
2 180s 1
138 High Finish 76
2 100+ Checkouts 0
9/18 Finishing 5/16

Nun war also Peter Wright an der Reihe. Der Weltranglistendritte hat kein besonders gutes Jahr 2018 hinter sich und gilt deswegen nicht unbedingt als heißer Titelanwärter. In der zweiten Runde war das aber noch unwichtig, zunächst wollte Wright nämlich den gefährlichen Spanier Toni Alcinas aus dem Weg räumen. „Snakebite“, heute in ein Weihnachts-Outfit gekleidet, kam schlecht in die Partie rein. Nachdem er schon das Premierenleg verloren hatte leistete er sich anschließend bei eigenem Anwurf ganze sieben Fehlwürfe auf die Doppel und brauchte sich nicht mehr darüber zu wundern, ein Break zu kassieren. Aus heiterem Himmel packte Wright danach aber ein echtes Highlight aus, er brachte 167 Punkte auf Null und sorgte neben den direkten Rebreak auch für das bisher höchste Finish des Turnierverlaufs. Mit 14 Darts schnappte sich Wright auch das folgende vierte Leg und brachte diesen Satz in den Decider. Alcinas durfte dieses anwerfen, wurde aber mächtig unter Druck gesetzt, als Wright eine 171 warf und sich so bei 28 Restpunkten positionierte. Doch „The Samurai“ ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, checkte 109 Punkte ganz stark via 20, Triple-19 und Doppel-16 und hatte den ersten Satz für sich entschieden. Für Wright begann nun ein ganz wichtiger Satz, in dem er durch das erfolgreiche Verteidigen des eigenen Anwurfs auch vorlegte, im darauffolgenden Leg aber vierfach beim Auschecken patzte. Der Spanier kam zum zwischenzeitlichen Legausgleich, den er wenig später dank eines starken 13-Darters zum Break in eine Führung verwandeln konnte. Ein Leg später glänzte Alcinas erneut mit einem 13-Darter, hatte diesen Satz mit 3:1 eingefahren und seine Gesamtführung auf 2:0 erhöht.

Der Weltranglistendritte Wright stand jetzt schon mit dem Rücken zur Wand, profitierte im ersten Leg des dritten Satzes von einem Fehler seines Kontrahenten und erzielte ein nicht unwichtiges Break. Veredelt wurde dieses von einem brillanten 10-Darter zur 2:0-Legführung. Als er wenig später auch noch die Doppel-6 treffen konnte hatte Wright seinen ersten Satz ohne Legverlust eingesammelt. Alcinas war längst nicht mehr so stark wie zu Beginn der Partie, traf vor allem deutlich weniger Triplefelder. Dementsprechend ging auch das Auftaktleg des vierten Durchgangs an den Schotten, er hatte mittlerweile vier Legs nacheinander gewonnen; doch Alcinas setzte dieser Serie mithilfe eines 80er-Checkouts schon wenig später ein Ende. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht zwischen den beiden Profis aufgeteilt wurden ging es nun ein essentiell wichtiges Entscheidungsleg: während Alcinas kurz vor dem Sieg stand musste „Snakebite“ seinen Anwurf unbedingt verteidigen, um im Turnier zu verbleiben.

Dass ihm das aber nicht gelang lag vor allem daran, dass sein spanischer Gegner ein fantastisches Leg spielte. Er begann mit Scores von 180 und 137 und gewann die Partie mit einem 13-Darter. Für die Nummer drei der Welt, Peter Wright, ist die Weltmeisterschaft nach der heutigen 1:3-Pleite frühestmöglich beendet.

Peter Wright 1:3 Toni Alcinas
94.70 Average 93.12
4 180s 6
167 High Finish 109
1 100+ Checkouts 1
8/31 Finishing 9/21

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