Van Gerwen macht das Halbfinalduell mit Anderson perfekt

Mit Nathan Aspinall und Gary Anderson waren die ersten beiden Halbfinalisten der Darts-Weltmeisterschaft 2019 bereits ermittelt, nun wurden noch ihre jeweiligen Gegner in der Vorschlussrunde gesucht. Die Rollenverteilung in den beiden Abendspielen war dabei sehr klar: Michael Smith wollte Luke Humphries aus dem Weg räumen und Michael van Gerwen war gegen Ryan Joyce haushoher Favorit.

Smith wird Favoritenrolle gegen Humphries gerecht

Mit seinem gestrigen Sieg über Titelverteidiger Rob Cross hatte Luke Humphries diese WM um eine weitere Überraschung bereichert. Gegen den im bisherigen Turnierverlauf sehr souveränen Michael Smith wollte „Cool Hand Luke“ nun den nächsten Coup landen. Doch Smith eröffnete den Abend direkt mit einem Break, vergab danach aber sechs Möglichkeiten auf Doppel und schenkte seinem Gegner den Ausgleich. Dies hatte aber keine langfristigen Auswirkungen, weil der „Bully Boy“ mit einem 13-Darter seinerseits wieder zum Break kam, welches er mit einem 117er-Finish zum Satzgewinn veredeln konnte. Im zweiten Durchgang hatte der favorisierte Weltranglistenzehnte dann überhaupt keine Schwierigkeiten. Er holte sich drei Legs im Schnelldurchlauf, genehmigte seinem Gegner währenddessen keinen einzigen Wurf auf die Doppelfelder und lag mit 2:0 in Front. Humphries wusste, dass er sich nun deutlich steigern musste. Genau das tat er im dritten Durchgang auch, nachdem er das Auftaktleg mit einem 64er-Finish holte sorgte er für das Highlight der Partie, als er das Königsfinish von 170 Punkten zeigte. Er legte noch einen 12-Darter nach und hatte auf 1:2 in den Sätzen verkürzt. Smith schüttelte sich kurz und schnappte sich das Premierenleg des vierten Durchgangs, scheiterte danach aber seinerseits haarscharf an 170 Restpunkten. Demzufolge ging dieses Leg an seinen Gegner, doch mit 13 und 14 Darts in den nächsten beiden Legs machte der „Bully Boy“ diesen Rückschlag irrelevant und lag insgesamt mit 3:1 vorne. Nach der Unterbrechung präsentierte Humphries den Fans ein 151er-Checkout. Smith glich innerhalb dieses fünften Durchgangs zwar aus, ließ wenig später aber fünf Breakdarts ungenutzt. Den erneuten Rückstand egalisierte Smith auch in diesem Fall und sorgte so für das Entscheidungsleg. Dort zeigte er seine ganze Klasse, spielte gegen den Anwurf einen 11-Darter und führte zu diesem Zeitpunkt mit 4:1. Humphries stand im nun beginnenden sechsten Satz also schon mächtig unter Druck, hatte im ersten Leg dabei Glück, dass sein Kontrahent sechs Doppelfelder verfehlte und kam zum Break. Smith sorgte per 11-Darter allerdings für das sofortige Rebreak, traf wenig später Tops und beendete das Match schlussendlich mit einem 11-Darter. Michael Smith entschied dieses Viertelfinale also sehr souverän mit 5:1 für sich und wird in der Vorschlussrunde auf Nathan Aspinall treffen.

Luke Humphries 1:5 Michael Smith
94.18 Average 103.00
4 180s 8
170 High Finish 117
2 100+ Checkouts 1
8/14 Finishing 15/46

Joyce bietet dem großen Favoriten nur kurzzeitig Paroli

Gleich zwei Spieler aus den Top-10 der Weltrangliste hatte Ryan Joyce schon aus dem Weg räumen, doch die nun vor ihm liegende Aufgabe war damit nicht zu vergleichen. Es ging nämlich gegen Michael van Gerwen, der in seinem Achtelfinale gegen Adrian Lewis die beste Leistung des bisherigen Turniers abrufen konnte und so ein weiteres Ausrufezeichen setzte. Van Gerwen legte standesgemäß los, kam mit einem 92er-Finish zum Break und ließ diesem einen 13-Darter folgen. 14 Würfe des Weltranglistenersten später war der Auftaktsatz dann auch schon Geschichte. Erst im zweiten Leg des zweiten Durchgangs durfte Joyce erstmalig auf ein Doppelfeld zielen, verpasste jedoch eine Chance auf die Doppel-18. Besser für den Engländer lief es dann schon im darauffolgenden Leg, als „Mighty Mike“ ganz knapp an 156 Restpunkten scheiterte und Joyce selbst ein Highfinish in Höhe von 126 Punkten für sein erstes Erfolgserlebnis produzierte. Dieses war letztlich aber wertlos, weil van Gerwen mit einem 12-Darter inklusive 121er-Finish antwortete und seine Führung so auf 2:0 erhöhte. Nach der Pause ließ „Relentless“ zwei Möglichkeiten auf Doppel liegen und wurde dafür von seinem Gegner eiskalt bestraft, weil dieser 120 Punkte von der Scheibe nahm. Mit einem 86er-Finish konnte sich Joyce aber das direkte Rebreak holen, er legte zudem einen starken 13-Darter nach und führte innerhalb des Satzes mit 2:1. Van Gerwen hatte hierauf die passende Antwort parat, brauchte ebenfalls nur 13 Würfe und sorgte für das entscheidende fünfte Leg. Dort checkte Joyce trotz eines anfänglichen Ausrutschers in die 2 66 Restpunkte noch via 14 und Bull und hatte seinen ersten Satzgewinn erzielt. Weil van Gerwen zum Auftakt des vierten Durchgangs knapp an einem möglichen 154er-Finish scheiterte konnte sein englischer Gegner mithilfe eines 72er-Checkouts ein Break landen. Joyce wurde in dieser Phase lautstark von den Fans im Alexandra Palace angefeuert und gewann auch das zweite Leg des Satzes. Der Weltranglistenerste ließ das nicht lange auf sich sitzen, holte sich die beiden nächsten Legs mit 15 und 11 Würfen. Folglich ging auch dieser Satz in den Decider, dort nutzte der Favorit den Vorteil des Anwerfens und lag zu diesem Zeitpunkt mit 3:1 in den Sätzen in Front. Nachdem die ersten beiden Legs des fünften Durchgangs noch zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt wurden erzielte der Niederländer mit einem 13-Darter ein Break. Nachdem er schon wenige Minuten später den eigenen Anwurf verteidigt hatte baute van Gerwen seine Gesamtführung auf 4:1 aus. Auch das erste Leg des folgenden ging an ihn, doch Joyce gelang noch ein guter Moment, als es 122 Punkte zum Legausgleich ausmachte. Wenige Minuten später war die Partie dann aber beendet, Michael van Gerwen holte sich völlig problemlos die ihm noch fehlenden beiden Legs und stand nach dem heutigen 5:1-Erfolg im Halbfinale. Dort kommt es morgen Abend zum Gipfeltreffen mit Gary Anderson.

M. van Gerwen 5:1 Ryan Joyce
101.76 Average 88.55
5 180s 1
121 High Finish 126
2 100+ Checkouts 2
16/32 Finishing 8/14

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