Max Hopp unterliegt van Gerwen und scheidet aus

Schon wenige Stunden nach Abschluss der Nachmittagssession ging es in die Samstagsabendsession hinein. Aus deutscher Sicht war es eine ganze besondere, schließlich kämpfte Max Hopp gegen niemand geringeren als Michael van Gerwen um ein Ticket für das Achtelfinale. Zuvor kam es noch zu den Duellen zwischen Ryan Searle und William O’Connor sowie zwischen Gary Anderson und Jermaine Wattimena.

Die Reise des Ryan Searle geht weiter

An dieser Stelle hatte man wohl eher Mensur Suljovic und James Wilson erwartet, doch diese beiden gesetzten Spieler verloren ihre Zweitrundenspiele. Stattdessen waren Ryan Searle und William O’Connor siegreich geblieben und trafen nun direkt aufeinander. Nachdem die ersten beiden Legs der Session zwischen den beiden Spielern aufgeteilt wurden übernahm der Ire die Initiative innerhalb des Premierensatzes, kam zu einem Break und bestätigte dieses wenige später auch, um den ersten Satz mit 3:1 zu erobern. Mit einem 103er-Finish startete „The Magpie“ auch gut in den zweiten Durchgang, geriet aber dennoch in Rückstand, weil sein englischer Gegner Legs von 15 und 13 Darts spielte. Als O’Connor ein Leg später auch noch dreifach an Doppeln vorbeiwarf hatte er den Satz verloren und Searle auf der anderen Seite beim Gesamtstand von 1:1 Parität hergestellt. Searle sicherte sich auch das Auftaktleg des nun startenden dritten Satzes, profitierte im darauffolgenden Leg zudem von drei Fehlern seines Gegners und legte ein Break nach. O’Connor hatte den Satz allerdings noch nicht aufgegeben, holte sich zwei Legs nacheinander und sorgte für das Entscheidungsleg. Hier verpasste der Ire jedoch einen wichtigen Pfeil auf die Doppel-12, stattdessen löschte Searle 25 Punkte aus und lag insgesamt mit 2:1 in Front. O’Connor zeigte sich zunächst gut erholt von diesem Rückschlag und eröffnete den nächsten Satz mit einem 13-Darter. Weil er in den nächsten beiden Legs aber in der Summe vierfach an Doppeln vorbeiwarf sah er sich erneut in den Legs hinten liegen. Ganz anders sah es bei Searle aus, der wenig später Tops treffen konnte und seine Satzführung auf 3:1 ausgebaut hatte. Der Engländer brauchte nur noch einen Satzgewinn zum Erreichen der nächsten Runde, und dieser sollte ihm dann auch gelingen. Mit 13, 17 und 18 Darts holte sich Ryan Searle die noch benötigten drei Legs, gewann die Partie mit 4:1 und steht als WM-Debütant im Achtelfinale.

Ryan Searle 4:1 W. O'Connor
89.40 Average 89.76
4 180s 2
64 High Finish 103
0 100+ Checkouts 1
13/30 Finishing 7/27

Anderson überlebt einen Matchdart in epischem Duell

Als Nächstes war mit Gary Anderson einer der heißen Anwärter auf den Titel an der Reihe. Für den Schotten ging es nach seinem 3:1-Auftaktsieg gegen Kevin Burness heute gegen den an Position 29 gesetzten Jermaine Wattimena. Der Niederländer eröffnete spektakulär mit einem 142er-Finish über zweimal Triple-17 und Tops, Anderson antwortete mit einem 13-Darter. Wattimena legte wenig später noch einen drauf, warf im dritten Leg zwei Maxima und spielte letztlich einen 12-Darter. Der „Flying Scotsman“ konnte den Satz dann ins Entscheidungsleg bringen, verpasste dort aber eine Möglichkeit auf die Doppel-8. Wattimena brachte Sekunden später 61 Zähler auf Null und führte mit 1:0. Anderson, der heute seinen 48. Geburtstag feierte, meldete sich mit fünf perfekten Darts zurück aus der Pause und holte sich dieses Leg letztlich als 12-Darter. „The Machine Gun“ konnte ausgleichen, was aber keine weiteren Auswirkungen auf den Verlauf dieses Satzes hatte. Anderson holte sich zwei Leg nacheinander und beendete den zweiten Satz mit einem 110er-Finish, auf diese Weise hatte er insgesamt auf 1:1 ausgeglichen. Der Weltranglistenvierte hatte zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über das Spiel erlangt, holte sich auch die ersten beiden Legs des dritten Satzes. Zwar konnte Wattimena mit einem 117er-Finish zwischenzeitlich intervenieren, doch mit einem 14-Darter machte sein schottischer Gegner wenig später den Satzgewinn klar und lag mit 2:1 vorne. Anderson holte sich auch das Auftaktleg des nächsten Satzes, vergab danach aber sechs Chancen auf Doppelfelder und brauchte sich nicht zu wundern, dass Wattimena dieses Geschenk annahm. Auch die beiden darauffolgenden Legs wurden zwischen den beiden Profis aufgeteilt, sodass es jetzt in den Decider ging. Während Wattimena dort das Bullseye zum Satzgewinn verfehlte nutzte Anderson seine einzige Möglichkeit auf Tops und hatte seine Gesamtführung auf 3:1 ausgebaut.

Wattimena hatte sich jedoch längst nicht aufgegeben, checkte zu Beginn des fünften Satzes 100 Punkte. Nachdem sein schottischer Gegner zwischenzeitlich in den Legs ausglich zeigte Wattimena noch einen 15- sowie einen 11-Darter und hatte insgesamt betrachtet auf 2:3 verkürzt. Im nun beginnenden sechsten Durchgang wollte Anderson die Partie dann zu einem Abschluss bringen, startete auch nach diesem Motto und war nach zwei Leggewinnen in Folge nur noch eines von der nächsten Runde entfernt. Er verpasste aber ganze fünf Matchdarts und musste akzeptieren, dass sich Wattimena dieses Leg doch greifen konnte; wenig später traf der Weltranglisten-29. die Doppel-16 und brachte diesen Satz ins entscheidende fünfte Leg. In diesem zeigte Wattimena seine ganze Klasse, spielte einen 14-Darter und hatte tatsächlich auf 3:3 ausgeglichen. Als Wattimena zu Beginn des siebten und letzten Satzes auch noch 87 Punkte von der Scheibe nehmen konnte lag er auf einmal selbst in Führung. Wenig später profitierte der Niederländer von zwei Fehlwürfen seines Gegners und brauchte nur noch ein einziges Leg zum Sieg. Im nächsten Leg stellte sich Wattimena mit 170 Restpunkten vors Oche, traf beide Triple-20er, scheiterte aber am Bullseye zum Matchgewinn. Anderson rettete sich, gewann auch mühevoll das vierte Leg und brachte die Partie in die Verlängerung. Dort legte „The Machine Gun“ mit einem 104er-Finish vor, Anderson zog mit einem 80er-Checkout nach. Weil Wattimena im siebten Leg erneut knapp an 170 Restpunkten scheiterte konnte Anderson sich mit einem eminent wichtigen Dart, der in der Doppel-2 landete, per Break in Führung bringen. Dies war gleichbedeutend mit der Vorentscheidung: Anderson nutzte kurze Zeit später seinen insgesamt sechsten Matchdart auf der Doppel-20 aus und gewann den Tie-Break mit 5:3, um als nächster Teilnehmer des Achtelfinals festzustehen.

Gary Anderson 4:3 J. Wattimena
97.33 Average 95.19
8 180s 6
110 High Finish 142
1 100+ Checkouts 4
19/49 Finishing 16/39

Es folgte mit Sicherheit eines der größten Spiele für den deutschen Dartsport überhaupt. Die deutsche Nummer eins Max Hopp forderte in der dritten Runde den Weltranglistenersten und Topfavoriten auf den Titel Michael van Gerwen heraus. Die erste Aufnahme des Niederländers war perfekt und war Startpunkt eines 13-Darters, dem van Gerwen ein Break mit ebenso vielen Würfen folgen lassen konnte. Hopp fand zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht zu seinem Scoring, musste auch das dritte Leg an van Gerwen abtreten und verlor den ersten Satz ohne jede Chance. Nach der Unterbrechung erzielte der „Maximiser“ auf der doppelten 2 sein erstes Erfolgserlebnis, ließ wenig später aber zwei Breakdarts liegen. Van Gerwen kam trotz dreier eigener Fehler zum Legausgleich, profitierte ein Leg später von einem weiteren Fehler seines Gegners und checkte 76 Punkte für ein Break. Als Hopp wenige Minuten später ein weiteres Mal an einem Doppelfeld vorbeiwarf war der Satz für ihn gelaufen, „Mighty Mike“ erwischte die Doppel-9 und erhöhte seinen Vorsprung auf 2:0. Zu Beginn des dritten Satzes setzte die Nummer eins der Welt ein weiteres Ausrufezeichen, als er 122 Punkte löschen konnte und so seinen bei 24 Restpunkten wartenden Gegner nicht mehr ranließ.

Per 14-Darter legte er nach und zeigte danach ein ganz großes Highlight, als er den Fans das Königsfinish von 170 Punkten präsentierte. Ganz nebenbei hatte er den Spielstand damit auf 3:0 gestellt. Zu Beginn des vierten Satzes löschte Hopp 64 Punkte für seinen insgesamt zweiten Leggewinn; selbiges tat der Deutsche ein Leg später zum Break, nachdem van Gerwen zweimal an Tops vorbeigeworfen hatte. Als der „Maximiser“ kurz darauf auf äußerst sehenswerte Weise auch noch 148 Punkte von der Scheibe nahm hatte er seinen ersten Satz eingefahren. Van Gerwen kehrte mit fünf perfekten Darts auf die Bühne zurück, verlor das Auftaktleg des fünften Satzes aber dennoch, weil er sechs Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbeisetzte. Van Gerwen hatte die Doppelfelder in dieser Phase nicht im Griff, warf ein Leg später wieder dreimal vorbei und wurde dafür bitterböse bestraft, weil sein deutscher Gegner 87 Punkte auf dem Bullseye ausmachte. Van Gerwen verkürzte und hatte im vierten Leg Glück, dass Hopp haarscharf an einem weiteren 148er-Checkout zum Satzgewinn scheiterte. Somit gelang es van Gerwen, diesen fünften Durchgang ins Entscheidungsleg zu bringen, welches seine erste Gelegenheit zum Matchgewinn darstellte. Diese konnte van Gerwen dann auch wahrnehmen, sein dritter Matchdart steckte in der Doppel-10 und brachte ihm den 4:1-Sieg ein.

M. van Gerwen 4:1 Max Hopp
101.51 Average 96.68
6 180s 4
170 High Finish 148
2 100+ Checkouts 1
12/34 Finishing 6/16

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