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Die Macht der Gedanken

Brigitte Neumann Immer wenn wir etwas denken, reden wir eigentlich mit uns selbst. Diese inneren Dialoge beeinflussen unser Handeln. Die Macht der Gedanken über unser Handeln ist der effektivste Zugang zu unserer Psyche und der wichtigste Ansatz der praktischen Sportpsychologie. Bevor Du tatsächlich in einem Spiel aufgibst, hast Du vorher innerlich resigniert. Aber auch das Gegenteil tritt ein: Du kannst Deine inneren Dialoge so führen, dass Du im Dart an die Grenze Deiner Leistungsfähigkeit kommst. Wenn Du es schaffst, Deine Gedanken auf Deine Ziele zu programmieren, bist Du auf dem Highway zum Erfolg! Überprüfe doch einmal Deine eigenen Dialoge während eines Spieles. Unterstützen oder behindern sie Dich? Um das herauszufinden empfehle ich Dir ein Gedankenprotokoll, am besten bei einem Trainingsspiel. Du schreibst nach diesem Spiel alles auf, was Du vor, während und nach Deinen Würfen gedacht hast. Besonders interessant sind dabei die kritischen Situationen, wenn Dir Fehler unterlaufen sind. Später sortierst Du deine Notizen in die Rubriken „unterstützende, aufgabenbezogene Gedanken“ und „ablenkende, irritierende Gedanken“. Wenn Du die Aufzeichnungen überprüfst, wirst Du vermutlich feststellen, dass erfolgreiche Aktionen mit positiven Gedanken verbunden sind und Fehler dagegen mit negativen Gedanken. Das kann am Anfang schwierig sein. Sich selbst beim Denken beobachten musst Du erst lernen. Du kannst auch eine Videokamera während des Spiels aufstellen und danach Deine Körpersprache, Dein Verhalten am Oche mit Deinen Gedanken vergleichen. Erst wenn Du Klarheit hast, was in Deinem Kopf vorgeht, kannst Du tatsächlich etwas verbessern.

Aufgrund der Ergebnisse Deines Gedankenprotokolls kannst Du Dein individuelles Gedankentraining entwickeln.

Entwickle Dein ganz persönliches Gedankentraining! Aufgrund der Ergebnisse Deines Gedankenprotokolls kannst Du jetzt Dein individuelles Gedankentraining entwickeln. Deine Gedanken beeinflussen Dein Unterbewusstsein und das arbeitet exakt nach allen Anweisungen, die Du ihm gibst. Deshalb musst Du Deine Anweisungen klar und deutlich formulieren. Das Unterbewusstsein versteht kein „nicht“. Wenn ich Dir jetzt sage, Du sollst nicht an einen rosaroten Elefanten denken – was passiert? Du siehst ihn förmlich vor Dir – stimmt’s? Also beginne Dein Gedankentraining mit präzisen Worten, einfach, positiv und in der Gegenwart formuliert. Im Wettkampf müssen Deine Gedanken auf die direkt vor Dir liegende Aufgabe bezogen sein. Das kann so aussehen:

Statt: "Schon wieder ein Spiel abgegeben" besser: "Dieses Spiel gehört mir!"
Statt: "Schon wieder einen Fehler gemacht" besser: "Egal, weiter!"
Statt: "Jetzt nur keinen Fehler machen" besser: "Ich bin total konzentriert!"
Statt: "Ich bin total nervös" besser: "Ich bin ruhig und entspannt!"
Statt: "Die Zuschauer nerven" besser: "Aufpassen. Fokus auf das Board!"
Statt: "Der Gegner hat super vorgelegt" besser: "Spiel Dein eigenes Spiel!"
Statt: "Das Spiel läuft mir davon" besser: "Ich kann das und ich schaffe das!"
Statt: "Jetzt wird’s eng" besser: "Dranbleiben, durchhalten, jetzt alles geben!"

Während des Spiels solltest Du keinen Gedanken an das Resultat des Matches und die eventuell daraus entstehenden Konsequenzen verschwenden. Spiele grundsätzlich immer nur von Dart zu Dart und genieße Dein Spiel. Wenn Du Dein Gedankenprotokoll anschaust, wirst Du erkennen, dass es nicht einfach ist, nicht zu denken. Darum musst Du lernen, Deine Gedanken immer wieder umzupolen, von negativ auf positiv, präzise und Aufgaben bezogen. Sei geduldig mit Dir, es wird sicher nicht sofort perfekt funktionieren. Wenn Du Dich dann wieder erwischst, dass Du negativ oder Aufgaben irrelevant denkst, dann schalte sofort einen Gedankenstopp ein. Sage einfach innerlich oder auch laut: STOPP! Damit unterbrichst Du den negativen Kreislauf und kannst sofort wieder mit den positiven Gedanken einsetzen. Suche in Deinem Gedankenprotokoll nach den am meisten auftretenden negativen Gedanken und suche Dir dafür eine positive Formulierung. Diese sagst Du Dir (unbedingt immer die gleichen Sätze!) über einen Zeitraum von 12 Wochen mehrmals täglich ein bis zwei Minuten lang mit voller Überzeugung vor. Zusätzlich noch einmal vier bis fünf Minuten vor dem Einschlafen und immer vor dem Training und natürlich im Spiel. Das ist genau die Sprache, die Dein Gehirn versteht! Durch das Einhämmern dieser Sätze hast Du die Macht, bisher ungeahnte Kräfte in Dir freizusetzen. Diese Instruktionen an Dein Gehirn und Unterbewusstsein stehen Dir dann als wichtigste mentale Hilfe zur Verfügung. So richtig wirkt dieses Mentaltraining erst, wenn Deine Formulierungen in Deinem Unterbewusstsein gespeichert sind, so dass sie ganz automatisch ablaufen. Deshalb: Ran an das Gedankentraining und üben! Am besten protokollierst Du Deine Fortschritte täglich in einem Erfolgstagebuch. Das motiviert zum Durchhalten!


>> Das Burn-Out-Syndrom
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