Littler und van Veen machen Traumfinale perfekt
Der Halbfinalabend lieferte klare Verhältnisse und große Geschichten zugleich: Zunächst unterstrich Luke Littler seine Ausnahmestellung mit einer dominanten Vorstellung gegen Ryan Searle. Anschließend setzte Gian van Veen seinem starken Turnierlauf die Krone auf und rang Gary Anderson in einem hochklassigen Duell nieder – das Finale der neuen Generation ist damit perfekt.
Luke Littler überrollt Searle nach frühem Rückschlag
Den Auftakt in den Halbfinalabend machte die Partie zwischen Luke Littler und Ryan Searle. Dabei erwischte ausgerechnet der Außenseiter den besseren Start: Searle schnappte sich den ersten Satz mit 3:2 Legs und nutzte kleinere Unkonzentriertheiten des Weltranglistenersten eiskalt aus.
Doch dieser Satzverlust wirkte wie ein Weckruf für Littler. Der 18-Jährige erhöhte in der Folge massiv das Tempo und zog seinem Gegner förmlich den Stecker. Mit einem glatten 3:0 im zweiten Satz stellte Littler die Weichen, ehe er sich den dritten Durchgang knapp im Decider sicherte. Spätestens jetzt hatte der Titelverteidiger die volle Kontrolle übernommen.
Was folgte, war eine beeindruckende Machtdemonstration: Littler gewann die nächsten drei Sätze allesamt zu null und legte dabei eine Serie von zehn gewonnenen Legs in Folge hin. Searle fand kaum noch Zugriff, während Littler mit hohem Scoring, zehn 180ern und einer Checkoutquote von 59 Prozent seine Klasse unterstrich.
Erst im siebten Satz sendete Searle noch einmal ein Lebenszeichen. Ein starkes 170er-Finish und ein 12-Darter verhinderten den Total-Kollaps und brachten ihm zumindest Legs auf die Anzeigetafel. Doch auch dieses kurze Aufbäumen blieb folgenlos: Littler blieb ruhig, entschied den Satz im Decider und machte mit dem 6:1-Erfolg (Average 105,35) souverän den Finaleinzug perfekt.
„Es fühlt sich einfach gut an, wieder im Finale zu stehen. Ich weiß, was ich kann, aber am Ende entscheidet immer das Board“, erklärte Littler anschließend. „Ich gehe mit viel Selbstvertrauen rein, aber ohne mir selbst Druck zu machen.“
| Luke Littler | 6:1 | Ryan Searle |
| 105,35 | Average | 93,31 |
| 10 | 180s | 4 |
| 110 | High Finish | 170 |
| 2 | 100+ Checkouts | 1 |
| 59% | Finishing | 42% |
Van Veen ringt Anderson in Darts-Thriller nieder
Das zweite Halbfinale entwickelte sich anschließend zu einem echten Leckerbissen für die Darts-Fans. Gary Anderson startete routiniert und sicherte sich den ersten Satz mit 3:1 Legs. Doch Gian van Veen zeigte sich unbeeindruckt und konterte prompt.
Der Niederländer drehte die Partie mit vier gewonnenen Sätzen in Serie auf 4:1. Besonders auffällig: Gleich drei dieser Sätze gingen über die volle Distanz. Van Veen blieb in den entscheidenden Momenten nervenstark und nutzte kleinere Fehler des zweimaligen Weltmeisters konsequent aus.
Der fünfte Satz war sinnbildlich für dieses Halbfinale. Anderson eröffnete mit einem 10-Darter und ließ ein spektakuläres 170er-Checkout folgen. Doch van Veen antwortete seinerseits mit einem „Big Fish“ und schnappte sich trotz eines Anderson-Averages jenseits der 117 Punkte den Satz im Decider.
Anderson gab sich jedoch nicht geschlagen. Mit einem 12-Darter auf Bullseye holte er Satz sechs, ehe er im siebten Durchgang erneut im Entscheidungsleg zuschlug und auf 3:4 verkürzte. Kurzzeitig schien das Momentum wieder auf Seiten des Schotten zu kippen.
Van Veen blieb jedoch bemerkenswert ruhig. Mit einem 3:2 im achten Satz stellte er den alten Abstand wieder her, ehe er auch den neunten Durchgang im Decider für sich entschied. Ein starker 13-Darter besiegelte schließlich den 6:3-Erfolg in einer Partie auf Augenhöhe, in der beide Spieler über 102 Punkte im Durchschnitt spielten.
„Ich habe jede einzelne Sekunde genossen. Das war ein unglaubliches Match“, sagte ein sichtlich bewegter van Veen nach dem Spiel. „Gary war überragend, ich bin einfach nur erleichtert, dass ich es durchgezogen habe. Ich fühle mich auf dieser Bühne extrem wohl – warum sollte ich im Finale nicht auch gewinnen?“
| Gian van Veen | 6:3 | Gary Anderson |
| 102,99 | Average | 102,91 |
| 11 | 180s | 14 |
| 170 | High Finish | 170 |
| 3 | 100+ Checkouts | 3 |
| 55% | Finishing | 45% |
Jüngstes WM-Finale der Geschichte
Mit Luke Littler und Gian van Veen stehen sich nun zwei Spieler im Finale gegenüber, die sinnbildlich für die neue Generation im Darts stehen. Beide überzeugten in der Vorschlussrunde nicht nur mit hohen Averages und starken Finishes, sondern auch mit bemerkenswerter Reife in den entscheidenden Momenten.
Am Samstagabend geht es im Alexandra Palace um die Sid-Waddell-Trophy und 1.000.000 £ für den Sieger.
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