Nur Favoritensiege am Freitagnachmittag

Bevor die Darts-Weltmeisterschaft 2023 ihre dreitägige Weihnachtspause einlegen wird, wurden am Freitag noch zwei weitere Sessions mit den acht übrigen Zweitrundenpartien ausgetragen. Am Nachmittag waren Brendan Dolan und Jimmy Hendriks zuerst an der Reihe, ehe Chris Dobey und Martijn Kleermaker aufeinandertrafen. Außerdem stieg neben Europameister Ross Smith (gegen Darius Labanauskas) auch der ehemalige Weltmeister Rob Cross ins Turnier ein. Sein Gegner war der starke Newcomer Scott Williams.

Brendan Dolan gegen Jimmy Hendriks – so lautete die Begegnung zum Auftakt der Session am Freitagnachmittag. Der „History Maker“ hatte das allererste Leg bereits eingefahren, als er ein knapp verpasstes 148er-Highfinish von Hendriks mit einem 87er-Checkout bestrafte. Seine ersten vier Setdarts nutzte Dolan anschließend nicht aus. Dadurch kam Hendriks zu seinem ersten Leggewinn, der Niederländer verfehlte wenig später aber wiederum selbst drei Doppelfelder. Dolan löschte ganz souverän 92 Punkte und tütete den ersten Satz ein.

Auch nach der Pause blieben die Doppelfelder der größte Gegner von Hendriks. In den ersten beiden Legs von Satz Nummer zwei flogen elf weitere Darts an den anvisierten Feldern vorbei. Diese zahlreichen Fehler nutzte Dolan zu seinen Gunsten. Im dritten Leg gelang dem Nordiren zudem ein starker 12-Darter, der seine Führung auf 2:0 erhöhte. Den dritten Durchgang eröffnete Dolan mit einem 74er-Checkout. Den vorletzten Schritt ging Dolan allerdings noch nicht, weil er drei Darts neben die Doppel-11 gesetzt hatte. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt worden waren, folgte das Entscheidungsleg im dritten Satz. Dort lauerte Dolan bereits bei 48 Restpunkten auf die Chance zum Sieg, doch Hendriks nutzte zuvor bei 80 Rest seine einzige Möglichkeit auf der Doppel-20 aus und verkürzte auf 1:2. Auswirkungen auf den Ausgang dieser Partie hatte der Satzgewinn für den Niederländer aber nicht, weil Dolan im vierten Durchgang kurzen Prozess machte. Mit 17, 15 und 14 Darts holte er sich drei Leggewinne hintereinander, die den 3:1-Erfolg besiegelten.

Brendan Dolan 3:1 Jimmy Hendriks
87,85 Average 83,36
2 180s 2
92 High Finish 80
0 100+ Checkouts 0
11/27 Finishing 4/24

Dem starken Timing sei Dank: Dobey schlägt Kleermaker zu Null

Danach durften Chris Dobey und Martijn Kleermaker die Bühne des Alexandra Palace betreten. Der Engländer machte mit einem 100er-Finish den Anfang, Kleermaker verteidigte sein erstes Anwurfleg ebenfalls. Durch ein 80er-Checkout holte sich Dobey seine Führung zurück, zuvor hatte er zwei Breakdarts gegen sich unbeschadet überstanden. Kleermaker löschte kurz darauf 90 Zähler und sorgte daher für das satzentscheidende fünfte Leg. Dort spielte der anwerfende Dobey einen souveränen 15-Darter, der ihm die 1:0-Führung bescherte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs feierte „Hollywood“ eine weitere gelungene Aktion, mit einem 114er-Highfinish bestrafte er zwei gegnerische Fehlwürfe. Kleermaker ließ dieses Break nicht lange auf sich sitzen und antwortete mit einem 81er-Checkout, warf anschließend allerdings zwei Pfeile neben die Doppel-14. Dobey zeigte sich weiterhin enorm effizient und erzielte durch ein 86er-Finish auf dem Bullseye das nächste Break. In diesem Fall legte Dobey auch nach, 72 Restpunkte fielen ihm ebenfalls zum Opfer. Zu diesem Zeitpunkt lag er mit 2:0 vorne. Nach der Pause lief es aus der Sicht von Kleermaker zunächst erfolgreicher. Mit einem 15- und einem 16-Darter brachte er sich in eine gute Position, um seinen ersten Satzgewinn klarzumachen. Nachdem Dobey verkürzt hatte, feuerte Kleermaker einen Setdart über die Doppel-20. Dobey holte sich mit einem eigenen 14-Darter das Break und musste nur noch das jetzt folgende Entscheidungsleg gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. Dieses Ziel konnte er in die Realität umsetzen. Dobey verwandelte den fünften Matchdart in der Doppel-2 und vollendete den 3:0-Erfolg.

Chris Dobey 3:0 Martijn Kleermaker
86,74 Average 85,23
5 180s 1
114 High Finish 90
2 100+ Checkouts 0
9/19 Finishing 5/15

Smith mit dreistelligem Average – Cross setzt sich gegen Williams durch

Zu den Spielern, die im Jahr 2022 ihren ersten großen Titel gewonnen haben, gehört Ross Smith. Der Engländer triumphierte Ende Oktober bei der Europameisterschaft. Bei seiner sechsten PDC-Weltmeisterschaft ist Smith an Position 19 gesetzt, sein Auftaktgegner war Darius Labanauskas. Der Letztgenannte verteidigte seine ersten beiden Anwurflegs mit Checkouts in Höhe von 90 respektive 76 Punkten. Smith, der in der Zwischenzeit ebenfalls seinen ersten Leggewinn gefeiert hatte, antwortete mit einem 80er-Finish. Der Auftaktsatz ging damit über die maximale Distanz. Im Decider spielte Smith fantastische Darts. Er startete mit zwei 180ern und brillierte letztlich mit einem 10-Darter. Die Belohnung dafür war die 1:0-Führung.

Das erste Leg des zweiten Satzes hatte der „Smudger“ bereits für sich entschieden, als ihm ein starker 11-Darter ein weiteres Break einbrachte. Auch im darauffolgenden Leg zeigte Smith sein Können. Er beendete einen 14-Darter mit einem blitzsauberen 89er-Checkout und zog auf 2:0 davon. Zu diesem Zeitpunkt lag der Average des Engländers bei über 106 Punkten. Nach der Unterbrechung machte Smith mit dem nächsten 14-Darter nahtlos weiter, ehe Labanauskas seinen Gegner mit einem wichtigen 86er-Bullfinish ausbremste. Nachdem „Lucky D“ dieses Break bestätigt hatte, antwortete Smith mit einem 13-Darter und forcierte das Entscheidungsleg. Dort erhielt er bei 149 Restpunkten die erste Möglichkeit, den Sack zuzumachen. Tatsächlich erarbeitete Smith sich sogar einen Matchdart, der jedoch neben der Doppel-16 landete. Labanauskas erwischte Sekunden später die Doppel-20, hielt sich zunächst im Turnier und verkürzte gleichzeitig auf 1:2. Im vierten Durchgang geriet der Litauer zunächst in Rückstand, darauf reagierte er mit einem 14-Darter. Im Anschluss daran brachte sich Smith erneut in die Position, nur noch einen Leggewinn zum Weiterkommen zu benötigen. Labanauskas gab sich nicht vorzeitig geschlagen und beendete kurz darauf einen starken 12-Darter mit einem 136er-Checkout. Somit kam es auch jetzt zu einem Entscheidungsleg, diesmal durfte Smith den Decider beginnen. Diesen Vorteil nutzte er zu seinen Gunsten. Er machte abschließend 76 Punkte aus und zog nach dem 3:1-Sieg in die dritte Runde ein.

Ross Smith 3:1 Darius Labanauskas
100,97 Average 93,85
10 180s 0
89 High Finish 136
0 100+ Checkouts 1
11/19 Finishing 7/10

Zum Abschluss der Nachmittagssession wurde der Weltranglistensechste Rob Cross von Scott Williams herausgefordert. „Voltage“ sicherte sich frühestmöglich ein Break und präsentierte den Zuschauern anschließend ein 106er-Highfinish. Danach fand Williams besser ins Spiel hinein. „Shaggy“ kam per 14-Darter zum ersten Leggewinn und profitierte anschließend davon, dass Cross einen Setdart neben die Doppel-16 geworfen hatte. Im jetzt folgenden Decider brachte Williams seinen Anwurf nach Hause, ein Treffer in der Doppel-20 ließ ihn mit 1:0 in Führung gehen. Cross legte im zweiten Durchgang mit einem 15-Darter vor und übte anschließend massiven Druck auf den gegnerischen Anwurf aus. Diesem hielt Williams stand, er brachte 111 Punkte auf Null. Den 13-Darter von Cross konterte Williams anschließend mit einem 14-Darter, sodass auch der zweite Satz erst im fünften Leg entschieden wurde. Dort schaffte es Cross, mit einem 14-Darter den aus seiner Sicht enorm wichtigen 1:1-Ausgleich herzustellen.

Zum Auftakt des dritten Satzes leistete sich Williams einen groben Fehler: er platzierte drei Pfeile neben die Doppel-16 und ermöglichte seinem Landsmann das Break. Umgekehrt spielte sich das Geschehen im nächsten Leg ab, Cross ließ sich zwei Möglichkeiten entgehen und schenkte den Vorteil wieder weg. Kurz darauf war wiederum Williams derjenige, der vier Darts an den anvisierten Doppelfeldern vorbeiwarf. Auf das deswegen kassierte Break reagierte Williams mit einem starken 12-Darter. Wie seine beiden Vorgänger ging auch der dritte Satz folglich über die volle Distanz. In dieser wichtigen Situation konnte sich Cross behaupten. Der Weltmeister von 2018 löschte 82 Punkte, sorgte damit für das fünfte Break nacheinander und übernahm mit dem 2:1 die Führung. Die Serie an Breaks endete vorerst mit Beginn des vierten Satzes, beide Akteure verteidigten ihr jeweils erstes Anwurfleg. Im Anschluss daran gab es allerdings wieder zwei Breaks zu beobachten, in beiden Fällen handelte es sich um einen 15-Darter. Die Konsequenz dessen war ein weiteres Entscheidungsleg. Der anwerfende Cross war hier nach 14 Darts bei null Restpunkten angelangt und machte den 3:1-Erfolg amtlich.

Rob Cross 3:1 Scott Williams
99,32 Average 96,98
7 180s 6
106 High Finish 111
1 100+ Checkouts 1
11/19 Finishing 9/22

Fotos © PDC @ Darts1

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