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Mensur Suljovic gewinnt sein Auftaktspiel souverän

Auch am achten Spieltag der Darts-Weltmeisterschaft 2023 wollten vier Erstrundensieger ihren jeweiligen gesetzten Gegnern das Leben so schwer wie möglich machen. Das erste Spiel dieses Donnerstags wurde zwischen Krzysztof Ratajski und Danny Jansen ausgetragen, danach trafen Ryan Searle und Adam Gawlas aufeinander. Auch Mensur Suljovic startete in dieser Session in die Weltmeisterschaft, er wurde von Mike De Decker gefordert. Zum Abschluss duellierten sich Dirk van Duijvenbode und Karel Sedlacek.

Jansen bereitet Ratajski nur wenig Schwierigkeiten

Nach dem siegreichen Debüt am Montagnachmittag stand Danny Jansen in der zweiten Runde, wo ihn der an Position 18 gesetzte Krzysztof Ratajski bereits erwartete. Das erste Wort wurde von Jansen gesprochen, der mit einem 116er-Highfinish startete. Ohne zu Zögern holte sich Ratajski das direkte Rebreak, dem er einen 14-Darter folgen ließ. Sechs Möglichkeiten genügten Jansen anschließend nicht aus, um den Satz am Leben zu halten. Der „Polish Eagle“ traf die Doppel-16 und machte den 1:0-Vorsprung klar. Im zweiten Durchgang sah es aus der Sicht von Jansen bereits deutlich besser aus. Nach einem eigenen 13-Darter profitierte der Niederländer von sieben Fehlwürfen seines Konkurrenten. Jansen erwischte seinerseits die doppelte 17, machte mit einem 15-Darter erfolgreich weiter und hatte zum 1:1 ausgeglichen.

Den dritten Satz eröffnete Ratajski mit einem 14-Darter, danach stand er sich mit drei weiteren Fehlern auf die Doppelfelder erneut selbst im Weg. Dieser Legverlust hatte letztlich aber keine Konsequenzen. Durch ein 77er-Finish holte sich Ratajski die Führung zurück, ehe ihm Jansen durch zwei eigene Fehlwürfe den vorzeitigen Satzgewinn ermöglichte. Der Pole befand sich folglich mit 2:1 in Front. Auch zum Auftakt des insbesondere für ihn wichtigen vierten Satzes leistete sich „The Mullet“ einige Unsicherheiten auf den äußeren Ring. Mit vier vorbeigeworfenen Darts schenkte er seinem Gegner das Break. Ratajski sicherte sich auch das darauffolgende Leg, platzierte seinen ersten Matchdart allerdings neben der Doppel-16. In diesem Moment sicherte sich Jansen noch einen letztlich unbedeutenden Leggewinn. Schon kurz darauf gelang es Ratajski, die Partie zu beenden. Der fünfte Matchdart in der Doppel-8 besiegelte den souveränen 3:1-Erfolg.

Krzysztof Ratajski 3:1 Danny Jansen
88,61 Average 81,97
3 180s 3
81 High Finish 116
0 100+ Checkouts 1
9/31 Finishing 6/31

Als nächstes bekamen die Zuschauer im Alexandra Palace die Partie zwischen Ryan Searle und Adam Gawlas zu sehen. Im Premierenleg zeigte Searle ein blitzsauberes 100er-Finish, seine ersten beiden Breakdarts nutzte der Engländer wenige Aufnahmen später nicht aus. Auch die beiden darauffolgenden Legs wurden fair aufgeteilt, wobei Searle ein 94er-Checkout spielte. Im nun folgenden Decider nutzte Searle den Vorteil des Anwerfens konsequent aus. Er beendete einen 15-Darter mit einem 80er-Checkout und nahm einen 1:0-Vorsprung mit in die Pause.

Im ersten Leg von Satz Nummer zwei leistete sich Gawlas zwar acht Fehlwürfe auf die Doppelfelder. Seinen Anwurf verteidigte der Tscheche zwar dennoch, kurz darauf blieben zwei vergebene Breakdarts allerdings nicht ungestraft. Searle rettete sein eigenes Anwurfleg und glänzte unmittelbar danach mit einem 12-Darter. Dagegen bekam Gawlas die Doppelfelder weiterhin nicht wirklich in den Griff. Ihm unterliefen wenig später zwei weitere Patzer, sodass er den Satz nicht ins Entscheidungsleg brachte. „Heavy Metal“ war auf der Doppel-10 zur Stelle und zog auf 2:0 davon. Nach der Unterbrechung wurden drei Legs in Folge vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, sodass Searle nur noch einen Leggewinn zum Einzug in die nächste Runde benötigte. Nachdem der Weltranglisten-16. seinen ersten Matchdart vergeben hatte, bekam Gawlas bei 150 Rest noch eine letzte Chance. Diesen Strohhalm ergriff Gawlas, er traf mit dem Rücken zur Wand stehend zweimal die Triple-19 sowie die Doppel-18. Letztendlich half dem Tschechen aber auch diese starke Aktion nicht weiter, weil er im nun folgenden Decider einen Setdart unter die Doppel-20 warf. Searle checkte Sekunden später 98 Restpunkte mit zwei Darts und vollendete das 3:0.

Ryan Searle 3:0 Adam Gawlas
88,60 Average 82,04
1 180s 3
100 High Finish 150
1 100+ Checkouts 1
9/19 Finishing 5/21

Zum 15. Mal in seiner Karriere nimmt Mensur Suljovic an einer PDC-Weltmeisterschaft teil. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte kam dabei bislang nicht zustande, weiter als ins Achtelfinale schaffte es der Wiener noch nicht. Heute ging es für den an Position 30 gesetzten Suljovic erst einmal darum, die dritte Runde zu erreichen. Hierfür musste er Mike De Decker bezwingen. Beide Spieler verteidigten problemlos ihr jeweils erstes Anwurfleg, was Suljovic genauso auch im dritten Leg gelang. „The Gentle“ gab sich damit nicht zufrieden, sondern legte per 16-Darter das erste Break dieser Partie hinterher und ging mit 1:0 in Führung.

De Decker kehrte mit einem starken 12-Darter zurück auf die Bühne. Mit einem Treffer in der Doppel-14 lieferte Suljovic die direkte Antwort, der Österreicher ließ sich anschließend jedoch zwei Breakchancen durch die Lappen gehen. Unmittelbar danach war es allerdings „The Real Deal“, der sogar sechs Breakdarts vergab – dabei handelte es sich gleichzeitig um Setdarts. Suljovic rettete sich nach eigenen Schwierigkeiten auf der Doppel-1. Im nun folgenden Entscheidungsleg konnte De Decker die ausgelassenen Möglichkeiten zum 1:1 nicht korrigieren. Suljovic übernahm sofort das Kommando, spielte einen 14-Darter und baute seinen Vorsprung auf 2:0 aus. Zu Beginn des dritten Durchgangs setzte De Decker drei weitere Breakchancen in den Sand. Das darauffolgende Leg ging zwar an den Belgier, der die klare Niederlage jetzt aber nicht mehr verhindern konnte. Mit zwei 14-Dartern nacheinander sicherte sich Suljovic die beiden ihm noch fehlenden Legs und machte den 3:0-Erfolg amtlich. In der dritten Runde kommt es für den Wiener zum Duell mit Topfavorit Michael van Gerwen.

Mensur Suljovic 3:0 Mike De Decker
88,65 Average 85,63
3 180s 2
82 High Finish 80
0 100+ Checkouts 0
9/30 Finishing 4/16

Van Duijvenbode überlebt einen Matchdart und siegt in der Verlängerung

Zum Abschluss dieser Nachmittagssession traf der Weltranglisten-14. Dirk van Duijvenbode auf den in der ersten Runde bestens aufgelegten Karel Sedlacek. Der Niederländer legte mit einem starken 12-Darter los und bestätigte das frühe Break mit einem 16-Darter. Durch ein 80er-Finish kam Sedlacek anschließend zu seinem ersten Erfolgserlebnis, welches in diesem Auftaktsatz aber keine Rolle mehr spielte. Ein 14-Darter ließ van Duijvenbode mit 1:0 in Führung gehen. Direkt nach der Unterbrechung leistete sich der „Titan“ sechs Fehler auf dem äußeren Ring des Boards. Sedlacek bedankte sich mit dem Break, welches er auf der Doppel-9 bestätigte. Anschließend verkürzte van Duijvenbode durch einen 15-Darter, davon ließ sich Sedlacek aber nicht verunsichern. Der Tscheche zeigte seinerseits einen 13-Darter und sorgte damit für den 1:1-Ausgleich. Im dritten Satz kassierte Sedlacek aufgrund von fünf eigenen Patzern ein Break, welches er mit einem 104er-Highfinish sofort wieder wett machte. Anschließend spielte Sedlacek einen 13-Darter, den van Duijvenbode mit einem noch besseren „Zwölfer“ konterte. Somit folgte nun ein wichtiger Decider, in dem van Duijvenbode zwei Setdarts vergab. Sedlacek ließ sich in diesem Moment nicht zweimal bitten, er traf sofort die Doppel-8 und eroberte mit dem 2:1 die Führung.

Der angesichts des Zwischenstandes unter Druck stehende Favorit eröffnete den vierten Satz mit einem 76er-Finish. Sedlacek war kurz darauf ebenfalls nach 15 Würfen bei Null angekommen, nutzte anschließend aber eine wichtige Breakchance nicht aus. Das machte van Duijvenbode wenig später besser. Mithilfe eines 13-Darters erzielte er den 2:2-Ausgleich – der Sieger dieser Partie wurde somit erst im finalen fünften Satz bestimmt. Dort machte Sedlacek mit einem 76er-Checkout den Anfang. Im zweiten Leg hatte van Duijvenbode nach zwei 180ern nur noch die berühmten 141 Punkte übrig. Auch der siebte und achte Pfeil in diesem Leg landeten punktgenau in den entsprechenden Triplefeldern, der neunte jedoch knapp neben der Doppel-12. Letztendlich stellte van Duijvenbode mit einem großartigen 10-Darter Parität her. Sedlacek brachte sich anschließend wieder in Führung und hatte dann die Möglichkeit, bei 86 Restpunkten die Partie zu beenden. Das schaffte „Evil Charlie“ allerdings nicht, sein Matchdart verfehlte das Bullseye vergleichsweise deutlich. Van Duijvenbode erwischte die Doppel-4 und brachte das Duell in die Verlängerung. Dort sorgte er mit einem 14-Darter zum Break für die Vorentscheidung. Sedlacek hatte keine Antwort mehr parat und musste sich schließlich geschlagen geben. Van Duijvenbode versenkte seinen vierten Matchdart in der Doppel-4 und entschied eine spannende Partie knapp mit 3:2 für sich.

D. van Duijvenbode 3:2 Karel Sedlacek
95,18 Average 88,26
12 180s 3
86 High Finish 104
0 100+ Checkouts 1
13/42 Finishing 10/25

Fotos © Steven Paston / PDC @ Darts1

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