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Ganz klare Angelegenheit: Heta schickt Lewis nach Hause

Tag vier bei der Darts-Weltmeisterschaft: in der Session am Sonntagnachmittag durften die Zuschauer im Alexandra Palace erneut auf drei Erst- und eine Zweitrundenpartie gespannt sein. Topspiel war zweifellos die abschließende Begegnung zwischen Damon Heta und Adrian Lewis. Ein kleines Stück Darts-Geschichte schrieb zuvor Vladyslav Omelchenko, der als erster Ukrainer an einer Weltmeisterschaft teilnahm. Er forderte Luke Woodhouse heraus. Außerdem standen sich Madars Razma und Prakash Jiwa sowie Karel Sedlacek und Raymond Smith gegenüber.

Etwas unter dem Radar fliegend ist es Madars Razma gelungen, sich bis auf Rang 34 der Weltrangliste hochzuarbeiten. Der Mann aus Lettland ging zum vierten Mal bei einer PDC-Weltmeisterschaft an den Start und bekam es mit dem indischen Qualifikanten Prakash Jiwa zu tun. Im allerersten Leg landeten drei Darts von Razma neben der Doppel-16. Jiwa bedankte sich mit dem Break und legte ein souveränes 98er-Finish hinterher. Nachdem Razma seinen ersten Leggewinn verbucht hatte, setzte Jiwa fünf Setdarts in den Sand. Im deswegen notwendigen Decider zeigte „The Apache“ erneut Nerven, drei weitere Setdarts genügten ihm ebenfalls nicht. Razma konnte dieses Geschenk gar nicht mehr ablehnen, er traf die Doppel-18 und holte sich doch den ersten Satz.

Jiwa schien den Rückschlag schnell abgeschüttelt zu haben und erspielte sich durch zwei 16-Darter in Folge auch im zweiten Durchgang einen Vorsprung. Der Inder vergab unmittelbar danach allerdings den ersten Setdart, sodass auch der zweite Satz wieder spannend wurde. „Razmatazz“ war mit einem 90er-Checkout zur Stelle, überstand anschließend den zweiten Setdart unbeschadet und forcierte auch hier das Entscheidungsleg. Dort war es Razma, der eine Chance zum Satzgewinn und damit zur 2:0-Führung nicht verwertete. Diesmal präsentierte sich Jiwa eiskalt, er löschte 78 Zähler und kam zum 1:1-Ausgleich. Zwei Fehlwürfe auf der Doppel-20 musste Razma mit einem Break gegen sich bezahlen, dieses machte er aber durch ein 70er-Finish umgehend wieder wett. Mit einem 14-Darter sorgte Jiwa anschließend für das dritte Break in Serie, ehe er einen Setdart knapp über die Doppel-20 platzierte. Stattdessen forcierte Razma durch einen eigenen 13-Darter das Entscheidungsleg, in dem der Lette nichts anbrennen ließ. Ein starker 12-Darter bescherte ihm die 2:1-Führung. Das hohe Niveau der letzten Minuten hielt Razma bis zum Schluss aufrecht. Durch einen 13- und einen 15-Darter brachte er sich im vierten Satz in eine hervorragende Position, ein Leg trennte ihn noch von der zweiten Runde. Wenig später war es dann soweit: Razma brachte den zweiten Matchdart in der Doppel-4 unter und entschied eine interessante Partie mit 3:1 für sich.

Madars Razma 3:1 Prakash Jiwa
89,30 Average 86,19
1 180s 0
95 High Finish 98
0 100+ Checkouts 0
11/28 Finishing 7/20

Topleistung der ersten Runde: Sedlacek schlägt Smith zu Null

Ohne im Besitz einer Tourcard zu sein, war es Karel Sedlacek gelungen, sich über die Pro Tour-Rangliste für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Hauptgrund dafür waren zahlreiche Teilnahmen auf der European Tour. Bei seinem Turnierauftakt traf der Tscheche auf Raymond Smith, der seinerseits im letzten Jahr bis ins WM-Achtelfinale vorgerückt war. Sedlacek eröffnete mit einem 13-Darter, den Smith umgehend mit einem 15-Darter beantwortete. Das direkte Rebreak konnte Smith bestätigen, doch Sedlacek spielte anschließend seinen zweiten 13-Darter und brachte den Auftaktsatz ins finale fünfte Leg. Dort warf Smith einen Setdart haarscharf am Bullseye vorbei. „Evil Charlie“ war auf der Doppel-8 erfolgreich und sicherte sich die 1:0-Führung.

Durch einen 14-Darter legte Sedlacek im zweiten Satz vor. Kurz darauf warf „The Guru“ vier Darts neben die entsprechenden Doppelfelder und ermöglichte seinem Konkurrenten ein wichtiges Break. Durch den unmittelbar folgenden 15-Darter machte Sedlacek die 2:0-Führung perfekt. In der Anfangsphase des dritten Durchgangs glänzten beide Akteure mit je einem 13-Darter. Sedlacek genügten wenig später ebenso wenig Würfe, um ein Break zu erzielen und um gleichzeitig den vorletzten Schritt zu gehen. Smith reagierte mit sechs perfekten Darts und dem daraus resultierenden 11-Darter herausragend und erzwang damit ein wichtiges Entscheidungsleg. Um im Turnier zu bleiben, musste der Australier auch dieses zwingend gewinnen. Zwei neben die Doppel-8 geworfene Setdarts machten jedoch alle Hoffnungen bei Smith zunichte. Sekunden später versenkte Sedlacek seinen ersten Matchdart in der Doppel-4 und vollendete den 3:0-Sieg. Dis starke Leistung des Tschechen demonstrierte der Average von 98,72 Punkten: der Bestwert im bisherigen Turnierverlauf. Hinzu kam eine ebenfalls bärenstarke Doppelquote von 60 Prozent.

Karel Sedlacek 3:0 Raymond Smith
98,72 Average 92,40
3 180s 3
64 High Finish 64
0 100+ Checkouts 0
9/15 Finishing 4/18

Drei Legs gehen an Omelchenko, doch Woodhouse gewinnt souverän

Bei dem in diesem Jahr erstmals veranstalteten Qualifikationsturnier in Kiew setzte sich Vladyslav Omelchenko durch. Der 47-jährige wurde dadurch zum ersten Ukrainer, der an einer Darts-Weltmeisterschaft teilnahm. Sein Gegner dabei war Luke Woodhouse. Im Auftaktleg erhielt Omelchenko seinen ersten Versuch auf ein Doppelfeld, verpasste die doppelte 18 aber äußerst knapp. Nachdem er im zweiten Leg chancenlos geblieben war, hielt Omelchenko im dritten Leg wiederum mit. Eine Möglichkeit auf der Doppel-5 ließ er sich jedoch entgehen. Woodhouse erwischte dagegen die Doppel-10 und beendete den ersten Satz zu seinen Gunsten. Per 14-Darter entschied „Woody“ auch das vierte Leg der Partie für sich, danach hatte das Warten für sein Gegenüber ein Ende. Omelchenko machte 75 Punkte aus, gewann sein erstes Leg im Alexandra Palace und bestrafte damit fünf Patzer von Woodhouse. Der Engländer konterte mit einem 107er-Highfinish, ließ seine erste Möglichkeit zum Satzgewinn auf dem Bullseye aber ungenutzt. Mit einem Treffer in der Doppel-4 erzwang Omelchenko den Decider. Dort startete der Ukrainer mit seiner ersten 180, nach zwölf Darts hatte er mit 103 Punkten ein machbares Finish vor sich. Doch Woodhouse blieb weiter konzentriert, er löschte seinerseits 108 Zähler und baute seine Führung dadurch auf 2:0 aus.

Nach der Unterbrechung lieferte Woodhouse mit 119 Punkten sein drittes Highfinish ab. Eines hohes Checkout gelang kurz darauf auch Omelchenko: 143 Restpunkte brachte er für das Rebreak auf Null. Der Ukrainer verfehlte im darauffolgenden Leg jedoch zweimal Tops und verpasste es daher, nachzulegen. Ein perfekt ausgeführtes 83er-Finish brachte Woodhouse ganz dicht vor die Ziellinie. Wenig später gehörte dieses Duell der Vergangenheit an. Woodhouse platzierte den zweiten Matchdart in der Doppel-20 und zog nach dem 3:0 souverän in die nächste Runde ein. Für ihn geht es bereits morgen Abend gegen den Weltranglistenersten Gerwyn Price weiter.

Luke Woodhouse 3:0 V. Omelchenko
87,89 Average 80,51
1 180s 1
119 High Finish 143
3 100+ Checkouts 1
9/22 Finishing 3/12

Für Damon Heta liefen die beiden letzten großen Turniere vor der Weltmeisterschaft alles andere als zufriedenstellend. Beim Grand Slam schied der Weltranglisten-20. schon nach der Gruppenphase aus, bei den Players Championship Finals scheiterte er in Runde eins. Um sich heute gegen den ehemaligen Doppelweltmeister Adrian Lewis behaupten zu können, musste sich Heta wieder von seiner besseren Seite präsentieren. Der Australier kam gut aus den Startlöchern und entschied die ersten beiden Legs mit 15 und 13 Darts für sich. Auf der Doppel-5 kam Lewis anschließend zu seinem ersten Leggewinn, der im Auftaktsatz aber keine Rolle mehr spielte. Heta war auf der Doppel-10 erfolgreich und nahm einen 1:0-Vorsprung mit in die erste Unterbrechung.

Den zweiten Durchgang eröffnete „The Heat“ mit einem 102er-Highfinish, Lewis verteidigte sein Anwurfleg mit einem 77er-Checkout. Innerhalb des Satzes übernahm Heta durch ein 110er-Finish wiederum die Führung. Lewis hatte zwar erneut die passende Antwort parat und löschte 74 Zähler, im nun folgenden Entscheidungsleg blieb „Jackpot“ jedoch vollkommen chancenlos. Heta spielte in dieser wichtigen Situation einen 13-Darter und vergrößerte seine Führung auf 2:0. Im dritten Durchgang änderte sich am Spielverlauf nichts mehr. Heta sammelte problemlos die nächsten beiden Legs ein und stand damit unmittelbar vor dem Weiterkommen. Ein Leg ging noch an Lewis, dann war die Weltmeisterschaft 2023 für den Engländer beendet. Der zweite Matchdart in der Doppel-18 besiegelte den klaren 3:0-Erfolg für Damon Heta.

Damon Heta 3:0 Adrian Lewis
96,17 Average 82,96
4 180s 1
110 High Finish 77
2 100+ Checkouts 0
9/16 Finishing 4/9

Fotos © Taylor Lanning / PDC @ Darts1

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