Van den Bergh und Smith sind die ersten Halbfinalisten

Am ersten Tag des neuen Jahres startete die Darts-Weltmeisterschaft 2023 in ihre ganz entscheidende Phase. Übrig geblieben sind nur noch acht Spieler, somit wurden am heutigen Sonntag die Viertelfinalpartien ausgetragen. Die ersten beiden Plätze in der Vorschlussrunde wurden am Nachmittag verteilt. Den Anfang machten Dimitri Van den Bergh und Jonny Clayton, gefolgt vom Duell zwischen Michael Smith und Stephen Bunting. Gespielt wird im Viertelfinale über die Distanz „Best of 9 Sets“.

Am Ende begeht Clayton die entscheidenden Fehler

Zum ersten Mal in seiner Karriere gehörte Jonny Clayton zu den besten Acht bei einer Weltmeisterschaft. Sein heutiger Gegner Dimitri Van den Bergh bestritt dagegen bereits sein drittes WM-Viertelfinale, überstanden hatte er diese Runde bislang aber noch nicht. Die ersten beiden Legs im neuen Jahr wanderten mit jeweils 17 Darts auf das Konto von „The Ferret“. Im zweiten Leg der Partie hatte Van den Bergh zuvor das Bullseye verfehlt. Kurze Zeit später machte Clayton mit einem 70er-Checkout die 1:0-Führung perfekt. Nach der Pause kam Van den Bergh dank eines 82er-Checkouts zum ersten Leggewinn, diesem 12- ließ er einen 15-Darter folgen. Anschließend zeigte der „Dreammaker“ noch ein souveränes 85er-Finish. Er hatte den Satz damit ebenfalls zu Null gewonnen und zum 1:1 ausgeglichen. Im dritten Durchgang ging es etwas enger zu. Den 14-Darter seines Konkurrenten beantwortete Van den Bergh mit einem 78er-Checkout. Nachdem sich Clayton wieder in Front begeben hatte, vergab der Belgier drei Chancen auf Doppel. Dieser Einladung zum Break konnte Clayton nicht widerstehen, er traf die Doppel-8 und übernahm mit dem 2:1 wieder die Gesamtführung.

Zum Auftakt des vierten Satzes überstand Van den Bergh einen Breakdart gegen sich unbeschadet, dann holte er sich dank eines 89er-Checkouts selbst das Leg gegen den Wurf. Durch den daran anschließenden 15-Darter sorgte der ehemalige Juniorenweltmeister für den 2:2-Ausgleich. Direkt nach der Pause ließ sich Van den Bergh vier Breakchancen entgehen. Der Belgier gewann das nächste Leg, danach glänzte Clayton mit einem 108er-Checkout. Letztendlich ging dieser Satz anders als seine Vorgänger über die maximale Distanz. Im Entscheidungsleg erarbeitete sich der anwerfende Waliser durch Aufnahmen von 140 und 180 Punkten einen uneinholbaren Vorsprung. Der vierte Setdart landete in der Doppel-8 und brachte Clayton mit dem 3:2 wieder in Führung. Den sechsten Durchgang eröffnete Van den Bergh mit einem 15-Darter, kurz darauf gelang Clayton ein 80er-Finish über zweimal Tops. Die nächsten beiden Legs wurden ebenfalls fair aufgeteilt. Somit folgte nun ein weiteres, enorm wichtiges Entscheidungsleg. Hier zeigte Van den Bergh bei eigenem Anwurf seine Klasse. Ihm genügten 13 Darts, um mit dem 3:3 wieder Parität herzustellen.

Zum Start des siebten Satzes leistete sich Clayton fünf Fehlwürfe auf die Doppel, sodass er seinem Gegner ein Break schenkte. Eine Möglichkeit, um diesen Fauxpas sofort wieder auszubügeln, nutzte der Weltranglistensiebte kurz darauf nicht aus. Clayton verkürzte zwar, ließ im vierten Leg dieses Satzes aber erneut eine Breakchance ungenutzt. Van den Bergh erwischte die Doppel-18 mit dem letzten Dart in der Hand und hatte mit dem 4:3 erstmals die Gesamtführung erobert. In Satz Nummer acht legte der Belgier mit einem 13-Darter vor, in den nächsten beiden Legs warf er jedoch jeweils einen Dart an der Doppel-20 vorbei. Clayton zeigte in diesem Zeitraum selbst einen 14- sowie einen 13-Darter, vergab anschließend jedoch vier Setdarts zum 4:4. Dieses Missgeschick stellte sich letztendlich als entscheidend heraus. Im Decider nutzte Van den Bergh seinen zweiten Matchdart auf der Doppel-9 und vollendete den 5:3-Erfolg.

D. Van den Bergh 5:3 Jonny Clayton
95,49 Average 93,92
13 180s 6
89 High Finish 108
0 100+ Checkouts 1
18/50 Finishing 14/40

Buntings Aufholjagd nach dem 1:4 kommt zu spät

Im Anschluss daran wurde im Duell zwischen Michael Smith und Stephen Bunting der zweite Halbfinalist gesucht. Das erste Leg dieser Partie ging an die Nummer vier der Welt, Bunting war danach mit einem 13-Darter erstmals erfolgreich. Im dritten Leg zeigte Smith ein blitzsauberes 85er-Checkout. „The Bullet“ brachte den Auftaktsatz ins Entscheidungsleg, in dem Smith den Vorteil des Anwerfens zu seinen Gunsten nutzte. Durch einen 15-Darter sicherte er sich den 1:0-Vorsprung. Zurück auf der Bühne bestrafte Bunting eine vergebene Breakchance von Smith mit einem 78er-Finish. Anschließend war es Bunting selbst, der per 14-Darter für das erste Break der Partie verantwortlich war. Im dritten Leg des Satzes sorgte Stephen Bunting für das größte Highfinish im bisherigen Match. Er löschte 160 Punkte und verdiente sich damit den 1:1-Ausgleich. Mithilfe eines 15-Darters gewann Bunting nach der Pause noch ein viertes Leg nacheinander. Kurz darauf vergab er jedoch drei Möglichkeiten, um die Serie zu verlängern. Diese Fehler riefen Smith zurück auf den Plan. Er beendete seine Durststrecke per 14-Darter und machte im darauffolgenden Leg souverän 87 Punkte aus. Anschließend präsentierte der „Bully Boy“ den Zuschauern noch einen dritten 14-Darter hintereinander, er lag mit dem 2:1 wieder vorne.

Den vierten Satz eröffnete „The Bullet“ mit einem 13-Darter, der Grand Slam-Champion konterte diesen mit einem 73er-Checkout. Unmittelbar danach gelang Smith ein starker 11-Darter zum Break. Bunting hatte die direkte Antwort zwar in der eigenen Hand, brachte seinerseits aber drei Breakdarts nicht in den anvisierten Feldern unter. Smith blieb der Decider daher erspart. Er traf die Doppel-5 und baute seine Führung auf 3:1 aus. Zu Beginn des fünften Satzes unterliefen Bunting zwei weitere Fehlwürfe. Auch diese Patzer wurden vom seinem Gegner bestraft. Im darauffolgenden Leg brachte Smith 70 Zähler auf Null. Den dadurch erarbeiteten Vorsprung in Durchgang fünf gab Smith nicht mehr ab. Durch den in der Doppel-2 verwandelten Setdart zog der Vizeweltmeister auf 4:1 davon.

Nachdem Bunting den eigenen Anwurf mit 14 Würfen verteidigt hatte, profitierte er von einigen Unkonzentrierten seines Konkurrenten. Letztendlich holte sich Bunting diesen sechsten Satz ohne Legverlust, er reduzierte seinen Rückstand auf 2:4. Mit einem 12-Darter machte Bunting in Satz Nummer sieben erfolgreich weiter. Anschließend ließ der ehemalige Lakeside-Weltmeister fünf Breakchancen liegen. Davon erholte sich Bunting aber schnell. Er produzierte per 14-Darter das direkte Rebreak, glänzte danach mit einem 12-Darter und war insgesamt auf 3:4 herangekommen. Smith wollte die Angelegenheit im achten Durchgang beenden und startete mit einem Break. Kurz darauf profitierte er davon, dass Bunting drei eigene Breakdarts vorbei geworfen hatte. Smith bestrafte diesen Fauxpas mit einem 82er-Checkout und benötigte demzufolge nur noch ein Leg, um die Ziellinie zu überqueren. Vorzeitig gab sich „The Bullet“ aber auch jetzt nicht geschlagen. Er hielt sich auf der Doppel-8 im Turnier und erarbeitete sich im vierten Leg dieses Satzes zwei Chancen, um das Entscheidungsleg zu erzwingen. Bunting platzierte jedoch zwei Pfeile neben seine bevorzugte Doppel-16. Sekunden später versenkte Smith seinen zweiten Matchdart in der Doppel-10. Er entschied die Partie schlussendlich mit 5:3 für sich und erreichte zum dritten Mal in seiner Karriere ein WM-Halbfinale.

Michael Smith 5:3 Stephen Bunting
91,63 Average 97,16
6 180s 14
87 High Finish 160
0 100+ Checkouts 1
16/34 Finishing 14/58

Fotos © PDC @ Darts1

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