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Problemloser Auftaktsieg für Titelverteidiger Wright

Am Abend des 15. Dezember wurde die PDC Darts-Weltmeisterschaft 2023 eröffnet. An der 30. Auflage des wichtigsten Turniers dieser Sportart nehmen 96 Spieler aus 28 Nationen teil, darunter drei Deutsche und zwei Österreicher. Ort des Geschehens ist natürlich der Alexandra Palace im Norden von London. Höhepunkt am ersten Spieltag ist wie in jedem Jahr der Auftritt des amtierenden Weltmeisters. Titelverteidiger Peter Wright traf zum Abschluss des Donnerstagabends auf den Sieger der Eröffnungspartie zwischen Mickey Mansell und Ben Robb. Außerdem bekamen die rund 3.000 Zuschauer die Duelle zwischen Keane Barry und Grant Sampson sowie zwischen Jermaine Wattimena und Nathan Rafferty zu sehen. Sämtliche Partien der ersten und zweiten Runde werden im Modus „Best of 5 Sets“ ausgetragen.

Die große Ehre, die Darts-Weltmeisterschaft 2023 eröffnen zu dürfen, wurde Mickey Mansell und Ben Robb zuteil. Den eindeutig besseren Start ins Match erwischte Mansell. Der Nordire sicherte sich mit 14 Darts das erste Leg des Turniers. Im zweiten Leg verhalfen ihm zwei 180er und der daraus resultierende 12-Darter zum Break. Mit dem daran anschließenden 14-Darter tütete Mansell den Auftaktsatz ein, zu diesem Zeitpunkt lag sein Average bei knapp 113 Punkten. Nach der Pause scheiterte Robb zwar knapp an 164 Restpunkten, seinen ersten Leggewinn holte er sich wenige Sekunden später aber dennoch. Mansell spielte in dieser Phase nicht annähernd so gut wie vor der Pause, sodass „Big Rig“ weitgehend problemlos auch die nächsten beiden Legs für sich entschied und zum 1:1 ausglich. Zu Beginn des dritten Durchgangs überstand Mansell einen Breakdart gegen sich unversehrt, ehe ein knapp verpasstes 146er-Finish des Gegners ihm selbst ein Break ermöglichte. „Clonoe Cyclone“ bestätigte dieses Break, folglich wurde auch der dritte Satz zu Null gewonnen. Gleichzeitig übernahm Mansell mit dem 2:1 wieder die Führung. Per 14-Darter sicherte sich Mansell anschließend noch einen vierten Leggewinn in Serie. Danach warf er jedoch dreimal am äußeren Ring vorbei und verpasste die potenzielle Vorentscheidung. Robb kam deswegen zum direkten Rebreak und legte ein 118er-Highfinish hinterher. Den ersten Setdart nutzte Robb nicht aus, im daher notwendigen Entscheidungsleg stand der Australier mit dem Rücken zur Wand. Dort erhielt Robb noch eine zweite Möglichkeit zum Ausgleich, nahm diese aber ebenfalls nicht wahr. Stattdessen versenkte Mansell seinen dritten Matchdart in der Doppel-20 und gewann das Auftaktmatch mit 3:1.

Mickey Mansell 3:1 Ben Robb
92,49 Average 89,13
3 180s 2
81 High Finish 118
0 100+ Checkouts 1
9/19 Finishing 5/13

Sampson schafft in einem schwachen Match die Überraschung

In der zweiten Partie des Wettbewerbs traf der 20-jährige Ire Keane Barry auf den afrikanischen Qualifikanten Grant Sampson. Der Letztgenannte kassierte im Auftaktleg ein Break gegen sich und verpasste kurz darauf fünf Chancen, um dieses sofort zu korrigieren. Im dritten Leg ließ Barry die ersten beiden Setdarts ungenutzt, sodass Sampson sein erstes Erfolgserlebnis verbuchte. Kurz darauf gelang es Barry wieder nicht, den Satz zu beenden – ein 144er-Highfinish verpasste er knapp. Sampson erzwang per 75er-Checkout das Entscheidungsleg, wo er seinen eigenen Anwurf souverän verteidigte. Sampson hatte den Satz damit zu seinen Gunsten gedreht und lag mit 1:0 vorne. Aus der Sicht von „Dynamite“ ging es auch im zweiten Durchgang schlecht weiter. Er feuerte fünf weitere Darts an den Doppelfeldern vorbei und musste ein weiteres Break gegen sich akzeptieren. Sampson glänzte unmittelbar danach mit einem 125er-Checkout. Nachdem Barry die ungewollte Serie von fünf verlorenen Legs hintereinander per 14-Darter beendet hatte, profitierte er davon, dass der Südafrikaner sechs Setdarts vergeben hatte. Im nun folgenden Decider gelang Barry jedoch bei eigenen Anwurf fast nichts. Sampson übernahm schnell das Kommando, konnte sich sogar weitere Patzer auf die Doppel leisten und sorgte schlussendlich mit dem zwölften Setdart für das 2:0. Im dritten Satz legte Sampson zunächst vor. Dann vergab der Debütant jedoch ganze sieben Möglichkeiten, um den vorletzten Schritt zu gehen. Bezeichnend für dieses Match: Barry verteidigte seinen eigenen Anwurf in dieser Situation schließlich mit 30 Darts. Auch der übrige dritte Satz fand auf einem schwachen Niveau statt. Letztendlich war es Barry, der mit 18 und 19 Darts die beiden darauffolgenden Legs einsammelte und insgesamt betrachtet auf 1:2 verkürzte. Zu Beginn des vierten Durchgangs schnappte sich Barry den vierten Leggewinn hintereinander, ehe Sampson per 15-Darter dazwischenging. Durch den unmittelbar folgenden 14-Darter brachte er sich in die Position, an der ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Den Erfolg ließ sich der Südafrikaner nicht mehr entgehen. Grant Sampson löschte zum Abschluss 64 Punkte, vollendete den 3:1-Sieg und sorgte damit für eine erste Überraschung.

Grant Sampson 3:1 Keane Barry
77,29 Average 78,35
4 180s 3
125 High Finish 56
1 100+ Checkouts 0
10/44 Finishing 8/35

Für Wattimena endet die WM frühestmöglich

Es folgte das Aufeinandertreffen von Jermaine Wattimena und Nathan Rafferty. Nach einem ausgeglichenen Start legte Rafferty per 15-Darter vor. Ein 100er-Finish zum vorzeitigen Satzgewinn gelang „The Natural“ jedoch nicht, sodass Wattimena für das entscheidende fünfte Leg sorgte. Dort verfehlte der Niederländer das anvisierte Bullseye vergleichsweise deutlich. Rafferty war auf der doppelten 2 erfolgreich und machte die 1:0-Führung klar. Mit einem 13-Darter kehrte Wattimena wenig später auf die Bühne zurück, kurz darauf zeigte „The Machine Gun“ ein 97er-Checkout. Noch gab Rafferty den zweiten Satz allerdings nicht verloren. Er sicherte sich mit 15 und 13 Darts zügig die nächsten beiden Legs und forcierte damit ein wichtiges Entscheidungsleg. Dort machte Wattimena unter großem Druck stehend 97 Punkte aus und sorgte für den 1:1-Ausgleich. Daran konnte Wattimena nach der Unterbrechnung aber überhaupt nicht anknüpfen, der dritte Satz wurde von seinem Konkurrenten dominiert. Rafferty gewann alle drei Legs mit jeweils 17 Darts und holte sich mit dem 2:1 seine Führung zurück. Genau umgekehrt spielte sich das Geschehen im vierten Durchgang ab, hier gab Wattimena ganz klar den Ton an. Der Niederländer machte erst 108 Restpunkte aus, produzierte per 14-Darter das Break und zeigte danach mit 101 Punkten ein zweites Highfinish. Somit hatte er blitzschnell zum 2:2 ausgeglichen, beiden Akteuren stand nun der finale fünfte Satz bevor. Nachdem hier die ersten beiden Legs fair aufgeteilt worden waren, war es Wattimena, der die entscheidenden Fehler beging. Er setzte zunächst zwei Breakdarts in den Sand und vergab kurz darauf zwei Chancen, um sich noch ins Entscheidungsleg zu retten. Rafferty erkannte seine Möglichkeit, platzierte den fünften Matchdart in der Doppel-10 und jubelte über den 3:2-Erfolg.

Nathan Rafferty 3:2 Jermaine Wattimena
87,63 Average 88,46
3 180s 2
65 High Finish 108
0 100+ Checkouts 2
11/33 Finishing 9/20

Eine große Unbekannte vor dieser Weltmeisterschaft war die Form des Titelverteidigers. Peter Wright hat kein besonders gutes Jahr 2022 hinter sich und erreichte beispielsweise seit dem WM-Titel kein einziges Major-Finale mehr. Zuletzt war der Weltranglistenzweite auch noch mit gesundheitlichen Problemen seiner Ehefrau belastet und musste die Teilnahme an den Players Championship Finals absagen. Seine Mission Titelverteidigung startete Wright gegen Mickey Mansell. „Snakebite“ legte mit einem 14-Darter los. Dieses frühe Break machte sich Wright jedoch mit sechs Fehlwürfen auf die Doppel kurz darauf selbst zunichte. Davon ließ sich der Schotte aber nicht lange stören. Er antwortete mit einem 121er-Checkout auf dem Bullseye und beendete den Auftaktsatz mit einem weiteren 15-Darter. Der Favorit blieb am Drücker und brachte direkt nach der Pause 76 Zähler auf Null. Kurz darauf verfehlte Mansell knapp das Bullseye und ermöglichte seinem Gegner das Break. Letzten Endes spazierte Wright ohne Legverlust durch den zweiten Satz, ein Treffer in der Doppel-5 brachte ihm die 2:0-Führung ein. Auf der anderen Seite bekam Mansell in seinem zweiten Match am heutigen Tag weiter keinen Fuß auf den Boden, drei Fehlwürfe auf die Doppelfelder hatten ein weiteres Break gegen ihn zur Folge. Im Anschluss daran zeigte Wright ein 126er-Finish auf der Doppel-6, ein einziger Leggewinn trennte den Titelverteidiger damit noch von der nächsten Runde. Mit dem 68er-Finish setzte Wright schon kurz darauf den Schlusspunkt. Am Ende stand für Wright ein glatter 3:0-Sieg und der perfekte Start ins Turnier zu Buche.

Peter Wright 3:0 Mickey Mansell
88,34 Average 77,50
2 180s 0
126 High Finish 40
2 100+ Checkouts 0
9/23 Finishing 1/7

Fotos © Taylor Lanning / PDC @ Darts1

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