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Van Gerwen gewinnt souverän gegen van Duijvenbode

Das Darts-Jahr 2022 endete am heutigen Freitagabend mit den letzten drei Achtelfinalbegegnungen der Weltmeisterschaft. In der letzten Session des Jahres bekamen die Zuschauer im Alexandra Palace zuerst das Duell zwischen Rob Cross und Chris Dobey zu sehen. Danach musste sich Topfavorit Michael van Gerwen mit seinem Landsmann Dirk van Duijvenbode auseinandersetzen. Zum Abschluss standen sich noch Luke Humphries und Stephen Bunting gegenüber.

Dobey besiegt nach Anderson den nächsten Ex-Weltmeister

Nachdem Rob Cross die Weltmeisterschaft bei seinem Debüt 2018 bekanntermaßen gewonnen hatte, kam er kein einziges Mal mehr über das Achtelfinale hinaus. Diese Serie wollte der Weltranglistensechste heute mit einem Sieg über Chris Dobey beenden. Das erste Leg des Abends ging an Cross, der hierfür 89 Punkte von der Scheibe nahm. Anschließend verhalfen ihm drei Fehlwürfe von Dobey zum ersten Break. Die nächsten beiden Legs wurden fair aufgeteilt, beide Akteure zeigten einen 13-Darter. Mit seinem Leggewinn tütete Cross dabei den Auftaktsatz ein. In den ersten beiden Legs von Satz Nummer zwei verfehlte „Voltage“ jeweils das Bullseye – erst verpasste er ein 126er-, dann ein 161er-Checkout knapp. Dobey spielte selbst einen 15- sowie einen 11-Darter, machte im Anschluss daran zudem 100 Punkte aus und glich schnell zum 1:1 aus. Cross hatte das erste Leg nach der Unterbrechung bereits gewonnen, als er von einigen Unkonzentrierten seines Gegners profitierte. Das in diesem Moment errungene Break bestätigte er mit einem 12-Darter. Damit gewann Cross diesen Satz zu Null und eroberte mit dem 2:1 die Führung zurück.

Den vierten Durchgang eröffnete „Hollywood“ mit einem starken 11-Darter. Im nächsten Leg vergab er zwei Breakdarts, von denen er sich aber nicht aus dem Konzept bringen ließ. Kurz darauf beendete Dobey einen 12-Darter mit dem größtmöglichen Finish von 170 Punkten. Beinahe hätte Dobey ein weiteres hohes Checkout produziert, bei 145 Restpunkten landete sein Setdart jedoch rechts neben der Doppel-14. Deswegen erzwang Cross mit einem eigenen 14-Darter den Decider. Dort ließ Dobey bei eigenem Anwurf nichts anbrennen. Er spielte ebenfalls einen 14-Darter und sorgte für den Zwischenstand von 2:2. Im fünften Satz ermöglichte Cross seinem Konkurrenten aufgrund von zwei Fehlwürfen zunächst ein Break. Im Anschluss daran verfehlte er zum zweiten Mal in dieser Partie das Bullseye, um 161 Punkte auf Null zu bringen. Danach ließ Dobey zwei Setdarts aus, sodass Cross durch einen Treffer in der doppelten 1 innerhalb des Satzes verkürzte. Von den zuvor vergebenen Möglichkeiten erholte sich Dobey schnell. Ein souveräner 13-Darter verhalf ihm bereits wenig später zum 3:2 und damit zur erstmaligen Satzführung. Im Auftaktleg des sechsten Satzes verpassten beide Akteure das Bullseye für ein 170er-Finish. Dobey durfte als Erster ans Oche zurückkehren und verteidigte sein Anwurfleg letztlich mit 14 Darts. Nachdem Cross den eigenen Anwurf ebenfalls nach Hause gebracht hatte, rückte Dobey durch einen 13-Darter ganz nah an die Ziellinie heran. Cross entschied das nächste Leg für sich, den jetzt folgenden Decider durfte allerdings Dobey beginnen. Dort erspielte sich Dobey durch hohe Scores einen Vorsprung, der groß genug war, um auch einige Fehlwürfe auf Doppel verschmerzen zu können. Der sechste Matchdart steckte in der Doppel-10 und besiegelte den 4:2-Erfolg. Dobey steht zum ersten Mal unter den Letzten Acht bei einer Weltmeisterschaft.

Chris Dobey 4:2 Rob Cross
102,13 Average 100,02
8 180s 7
170 High Finish 89
2 100+ Checkouts 0
13/40 Finishing 11/30

Im wahrscheinlich besten Spiel dieser Weltmeisterschaft hatte Michael van Gerwen vorgestern alles geben müssen, um sich gegen den großartig aufspielenden Mensur Suljovic zu behaupten. Durch seine eigene Topleistung hatte „Mighty Mike“ dabei seine Rolle als Turnierfavorit zementiert. Gegen seinen Landsmann Dirk van Duijvenbode wollte van Gerwen den nächsten Schritt in Richtung des vierten WM-Titels gehen. In der Anfangsphase genügten van Gerwen für 88 und 91 Restpunkte jeweils nur zwei Würfe. In der Zwischenzeit hatte van Duijvenbode mit einem 117er-Highfinish auch seinen ersten Leggewinn eingefahren. Im vierten Leg warf der „Titan“ jedoch fünfmal an der Doppel-16 vorbei. Van Gerwen bedankte sich auf der doppelten 20 und brachte den Auftaktsatz unter seine Fittiche. Nach der Pause machte van Gerwen mit einem 15- sowie einem 11-Darter erfolgreich weiter, bei letzterem hatte er erneut fehlerfrei 91 Punkte gelöscht. Im darauffolgenden Leg vergab der dreimalige Weltmeister seine ersten beiden Setdarts. Diese Fehler bestrafte van Duijvenbode mit einer besonderen Aktion: er checkte die mit einem Maximum gestellten 170 Restpunkte. Er hatte damit 350 Zähler mit sechs Darts auf Null gebracht. Diese starke Szene machte er sich aber schon kurz darauf mit drei Fehlwürfen auf Doppel ein Stück weit zunichte. Van Gerwen traf seinerseits die Doppel-4 und vergrößerte die Führung auf 2:0.

Das erste Leg des dritten Durchgangs ging mit 13 Darts an den Weltranglisten-14., van Gerwen antwortete darauf mit einem 112er-Highfinish. Im Anschluss daran gelang van Duijvenbode ein wichtiges 76er-Checkout, ehe ihm zwei 180er im darauffolgenden Leg zum Break verhalfen. Dieses war gleichbedeutend mit dem ersten Satzgewinn für van Duijvenbode, er befand sich nur noch mit 1:2 in Rückstand. Den vierten Satz eröffnete der Weltranglistendritte mit einem 14-Darter. Er scheiterte kurz darauf allerdings knapp an 146 Restpunkten und durfte sich im Gegenzug ein 114er-Checkout des Gegners anschauen. Nachdem sich van Gerwen seine Führung innerhalb des Durchgangs zurückgeholt hatte, nutzte er vier Setdarts nicht aus. Dadurch kam es zum Entscheidungsleg, in dem van Gerwen die vorherigen Fehler ausbügeln konnte. Er erwischte die Doppel-12 und stellte mit dem 3:1 den vorherigen Abstand wieder her. Im nächsten Durchgang checkte van Gerwen erst 78 Punkte und spielte unmittelbar danach einen 14-Darter, ein einziges Leg trennte ihn damit nur noch vom Weiterkommen. Sinnbildlich für das gesamte Match war eine Szene kurze Zeit später. Nachdem van Duijvenbode erneut zwei eigene Möglichkeiten ungenutzt gelassen hatte, machte van Gerwen mit einem 120er-Finish den Deckel drauf. Der Topfavorit gewann das niederländische Duell problemlos mit 4:1, spielte dabei erneut mehr als 100 Punkte im Schnitt und wird es im Viertelfinale mit Chris Dobey zu tun bekommen.

M. van Gerwen 4:1 D. van Duijvenbode
100,42 Average 89,77
3 180s 6
120 High Finish 170
2 100+ Checkouts 3
13/30 Finishing 7/24

Der stark aufspielende Bunting schickt Humphries nach Hause

Im letzten professionellen Darts-Match des Jahres 2022 trafen Luke Humphries und Stephen Bunting aufeinander – für beide ging es darum, den letzten Platz im Viertelfinale zu ergattern. Im allerersten Leg misslangen Humphries sechs Versuche auf verschiedene Doppelfelder. Bunting kam deswegen frühestmöglich zum Break und glänzte anschließend mit einem 121er-Checkout. Kurz darauf gelang Humphries mit 119 Punkten ebenfalls ein Highfinish, zuvor hatte Bunting die ersten drei Setdarts vergeben. Wenig später war es allerdings „Cool Hand Luke“, der drei Doppelfelder verpasste. Bunting blieb der Decider daher erspart, der fünfte Setdart steckte in der doppelten 8 und brachte „The Bullet“ den 1:0-Vorsprung ein. Nach der Unterbrechung blieb Bunting auf dem Gaspedal und schaltete sogar einen Gang höher. Zunächst beendete er einen 12-Darter mit einem 127er-Bullfinish. Per 15-Darter legte Bunting ein Break hinterher, ehe er erneut mit einem 12-Darter glänzte. Die Belohnung für diesen starken Satz war die 2:0-Führung. Die ersten beiden Legs des dritten Durchgangs wurden gerecht aufgeteilt. Der Weltranglistenfünfte verteidigte auch sein daran anschließendes Anwurfleg und brachte sich in eine gute Position, um seinen ersten Satzgewinn zu erzielen. Mit einem 14-Darter zum Break beendete Humphries wenig später den Durchgang, er war nur noch mit 1:2 im Hintertreffen.

Im vierten Satz geriet Humphries aufgrund eines starken 11-Darters des Konkurrenten zunächst in Rückstand, den er aber mit einem lockeren 66er-Checkout egalisierte. Die nächsten beiden Legs wurden ebenfalls vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, sodass nun ein wichtiges Entscheidungsleg auf die beiden Akteure wartete. Dort schaffte es Humphries nicht, den Gegner ausreichend unter Druck zu setzen. Bunting verpasste ein 144er-Finish zwar denkbar knapp, erwischte mit der nächsten Aufnahme aber nichtsdestotrotz die doppelte 3 und ging mit dem 3:1 einen großen Schritt in Richtung nächste Runde. Zum Auftakt des fünften Durchgangs ließ sich Bunting mit einem Maximum 106 Punkte übrig. Er konnte dieses Highfinish in der nächsten Aufnahme vollbringen und sicherte sich ein Break. Auch 83 Punkte stellten für den ehemaligen Lakeside-Weltmeister wenig später kein Problem dar. Ein einziges Leg fehlte ihm nur noch, um die Ziellinie zu überqueren. Bunting ließ sich nicht mehr von seinem Weg abbringen, startete mit fünf perfekten Darts in das nächste Leg und setzte mit seinem ersten Matchdart auf der Doppel-16 den Schlusspunkt. Bunting überzeugte in dieser Partie auf ganzer Linie, spielte einen Average von fast 100 Punkten und bezwang die Nummer fünf der Welt auch in der Höhe verdient mit 4:1.

Stephen Bunting 4:1 Luke Humphries
99,43 Average 89,92
7 180s 4
127 High Finish 119
3 100+ Checkouts 1
13/28 Finishing 6/16

Darts-WM 2023 Ergebnisse der 4.Runde

Fotos © PDC @ Darts1

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