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Jonny Clayton beendet das fantastische Jahr von Josh Rock

Am Donnerstagabend erfolgte bei der Darts-Weltmeisterschaft 2023 der Übergang von der dritten zur vierten Runde. Im ersten Match des Abends zwischen Luke Humphries und Vincent van der Voort wurde zunächst die dritte abgeschlossen. Danach fanden die ersten beiden Achtelfinalpartien statt: Gerwyn Price spielte gegen José de Sousa und Jonny Clayton gegen Josh Rock.

Im siebten Satz zieht Humphries den Kopf aus der Schlinge

Der letzte freie Platz in der Runde der Letzten 16 wurde wie bereits dargestellt im Duell zwischen Luke Humphries und Vincent van der Voort vergeben. Der Niederländer setzte mit einem 68er-Finish den Startschuss. Humphries brachte seinen ersten eigenen Anwurf ebenfalls nach Hause und sorgte anschließend mit einem perfekt ausgeführten 78er-Checkout für das erste Break. Es folgte noch ein 15-Darter, mit dem Humphries den Auftaktsatz für sich entschied. Im zweiten Satz sicherte sich der Weltranglistenfünfte noch einen vierten Leggewinn hintereinander, ehe er fünf Doppelfelder verfehlte und sich selbst ausbremste. Dieser Situation trauerte Humphries nicht lange hinterher. Er zeigte eine starke Reaktion und gewann mit 15 sowie 12 Darts die beiden nachfolgenden Legs. Dabei war es ein 105er-Highfinish, das seinen Vorsprung auf 2:0 vergrößerte. Mit einem starken 11-Darter kehrte der „Dutch Destroyer“ aus der Pause zurück, ehe er zwei Patzer von Humphries mit einem 13-Darter bestrafte. In den nächsten beiden Legs ließ van der Voort jeweils einen Setdart ungenutzt. Humphries machte diesen Satz wieder spannend und sorgte schließlich für das Entscheidungsleg. Dort war es der Engländer, der zwei Möglichkeiten zum Satzgewinn nicht verwerten konnte. Diesmal ließ sich van der Voort nicht zweimal bitten, er traf die Doppel-16 und verkürzte auf 1:2. Im vierten Durchgang wurden die ersten beiden Legs fair aufgeteilt, dann unterlief „Cool Hand Luke“ ein grober Schnitzer. Bei 20 Restpunkten jagte er den ersten Dart in die Doppel-15 und überwarf sich. Van der Voort bedankte sich auf der doppelten 8, traf dieses Doppelfeld wenige Aufnahmen später ebenfalls und hatte zum 2:2 ausgeglichen.

Der Niederländer setzte seine gute Phase anschließend mit einem sehenswerten 143er-Finish fort. Kurz darauf platzierte er jedoch zwei Breakdarts über die Doppel-20. Diesen Fauxpas schüttelte van der Voort schnell ab, mithilfe eines 82er-Checkouts brachte er sich innerhalb des fünften Durchgangs wieder in Front. Im nächsten Leg setzte er jedoch drei Setdarts in den Sand. Humphries war mit einem 72er-Checkout zur Stelle. Die ausgelassenen Möglichkeiten zur erstmaligen Satzführung konnte van der Voort im Decider nicht wieder gut machen. Humphries erwischte die Doppel-10 und ging seinerseits mit 3:2 in Führung. Nach einem ausgeglichenen Start im sechsten Satz brachte sich Humphries an den Punkt, an dem er nur noch einen Leggewinn von der Ziellinie entfernt war. Sein Gegner hatte sich aber längst nicht aufgegeben. Zum idealen Zeitpunkt schaltete van der Voort einen Gang höher und glänzte mit zwei 13-Dartern nacheinander. Dadurch hatte er nicht nur sein Ausscheiden verhindert, sondern auch zum 3:3 ausgeglichen. Im entscheidenden siebten Satz konnte van der Voort daran aber nicht mehr anknüpfen, er musste abreißen lassen. Humphries sicherte sich per 14-Darter ein wichtiges Break, welches er mit einem 140er-Highfinish bestätigte. Der Nummer fünf der Welt fehlte damit erneut nur noch ein einziges Leg. Diesmal konnte Humphries den finalen Schritt gehen. Er beendete die Partie mit einem 79er-Checkout und setzte sich letzten Endes mit 4:3 durch.

Luke Humphries 4:3 V. van der Voort
96,48 Average 92,68
8 180s 7
140 High Finish 143
2 100+ Checkouts 1
17/41 Finishing 13/29

Darts-WM 2023 Ergebnisse der 3.Runde

De Sousa leistet Price nicht ausreichend Gegenwehr

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Gerwyn Price und Raymond van Barneveld entwickelte sich zur einseitigen Angelegenheit, der Weltranglistenerste gewann zu Null. Bereits zwei Tage später war Price wieder im Einsatz, im ersten Achtelfinale dieser Weltmeisterschaft traf er auf José de Sousa. Der Portugiese hatte im bisherigen Turnierverlauf Comeback-Qualitäten bewiesen und Rückstände von 0:2 und 0:3 umgebogen. Das erste Leg der Partie ging an de Sousa, im zweiten verteidigte der „Iceman“ seinen Anwurf mit 14 Darts. Durch ein 95er-Checkout sorgte Price anschließend für das erste Break. Damit war der Auftaktsatz vorentschieden, Price spielte noch einen 15-Darter und machte das 1:0 perfekt. Den besseren Start in den zweiten Satz erlebte de Sousa. „The Special One“ gewann mit 15 sowie 14 Darts die ersten beiden Legs. Ihm gelang es aber nicht, den Satz endgültig auf seine Seite zu bringen. Sowohl im dritten als auch im vierten Leg verpasste de Sousa jeweils eine Möglichkeit zum Ausgleich. Dadurch kam es letztendlich zum Entscheidungsleg, in dem de Sousa nicht ausreichend Druck auf seinen Konkurrenten aufbaute. Der vierte Setdart von Price steckte in der Doppel-5, er vergrößerte seinen Vorsprung auf 2:0.

Direkt nach der Pause zeigte de Sousa einen 13-Darter, den Price umgehend beantwortete. Kurz darauf ließ sich der ehemalige Weltmeister allerdings gleich vier Breakchancen durch die Lappen gehen. Das machte de Sousa im Anschluss daran deutlich besser. Er breakte mit einem 13-Darter und verringerte den Rückstand durch seinen ersten Satzgewinn auf 1:2. Immer wieder leistete sich Price in diesem Match Unkonzentriertheiten. Nachdem er das erste Leg von Satz Nummer vier gewonnen hatte, landeten erneut vier seiner Darts neben den anvisierten Doppelfeldern. Er lieferte allerdings eine angemessene Reaktion auf diesen Legverlust und glänzte mit einem 12-Darter. De Sousa erzwang den Decider, blieb dort aber gegen den Anwurf chancenlos. Price war nach 15 Würfen bei Null angekommen und stellte mit dem 3:1 den vorherigen Abstand wieder her. Mit einem Treffer in der doppelten 1 sammelte de Sousa das erste Leg des nachfolgenden Satzes ein. Price genügten im Anschluss daran zwei Darts, um 80 Zähler zu löschen. Da auch die nächsten beiden Legs fair aufgeteilt worden waren, wurde auch dieser Durchgang erst im fünften Leg entschieden. Dort machte Price deutlich, dass er die Partie jetzt und nicht später beenden wollte. Ein starker 12-Darter, inklusive 100er-Checkout, setzte den Schlusspunkt. Price spielte in weiten Teilen nicht besonders überzeugend, gewann aber nichtsdestotrotz deutlich mit 4:1 und stand als erster Viertelfinalist fest.

Gerwyn Price 4:1 José de Sousa
94,43 Average 91,92
8 180s 6
100 High Finish 56
1 100+ Checkouts 0
13/41 Finishing 10/29

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: der Donnerstagabend endete mit dem Topspiel zwischen dem Weltranglistensiebten Jonny Clayton und Juniorenweltmeister Josh Rock. Der Letztgenannte hatte im wahrscheinlich größten Match seiner noch jungen Karriere keinerlei Anlaufschwierigkeiten. Gleich im allerersten Leg gelang ihm ein starker 11-Darter, dem er ein 76er-Finish folgen ließ. Letztlich durfte Clayton im gesamten Satz nicht einmal auf Doppelfelder zielen. Rock holte sich per 15-Darter noch ein Break und tütete damit den ersten Durchgang ein. Nach der Unterbrechung machte „Rocky“ mit einem 13-Darter nahtlos weiter. Danach unterlief ihm jedoch der erste größere Schnitzer, er warf fünf Darts neben die gewünschten Doppelfelder. Dadurch kam Clayton zum Zuge. Im darauffolgenden Leg misslangen Rock sogar sechs Versuche auf Doppel. Clayton nutzte die sich ihm bietenden Gelegenheiten aus und spielte im Anschluss daran selbst sein erstes richtig gutes Leg. Auf dem Weg zu einem 11-Darter zeigte er fünf perfekte Darts, er glich auf diese Weise zum 1:1 aus.

Zum Auftakt des dritten Satzes leistete sich Rock zwei weitere Fehlwürfe, insgesamt hatte er nun zwölf Versuche nacheinander nicht in den Doppelfeldern untergebracht. Diese Negativserie endete kurz darauf, der Nordire stellte durch ein 76er-Checkout wieder Parität her. Nachdem sich Clayton per 14-Darter wieder in Front begeben hatte, entschied er sich bei 104 Restpunkten für eine ungewöhnliche Route, die belohnt wurde. „The Ferret“ traf nach der Single-18 die Doppel-18 und das Bullseye und übernahm mit dem 2:1 die Gesamtführung. Im vierten Durchgang lief es aus der Sicht von Rock zunächst deutlich besser, durch zwei 15-Darter nacheinander brachte sich der 21-Jährige in eine gute Position. Clayton kämpfte sich allerdings zurück in den Satz. Zunächst gelang ihm ein starker 11-Darter, dann überstand der Waliser einen Setdart gegen sich unversehrt. Da Clayton selbst 84 Punkte auf Null brachte, folgte nun ein enorm wichtiges Entscheidungsleg. Dort jagte „The Ferret“ seinen einzigen Setdart vergleichsweise deutlich neben die Doppel-11. Für Rock hatten damit fünf eigene Fehlwürfe keine negativen Folgen. Er erwischte schließlich die Doppel-5 und sorgte für den Zwischenstand von 2:2.

Die darauffolgenden vier Legs wurden allesamt vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen. Clayton erledigte seine Hausaufgaben mit 17 und 15 Darts, Rock genügten seinerseits sogar nur 14 beziehungsweise 13 Darts. Somit wartete das nächste bedeutende Entscheidungsleg auf die beiden Akteure. Dort wiederholte sich die Geschichte des vorherigen Satzes: Clayton vergab erneut einen Setdart. Rock machte Augenblicke später 72 Punkte aus und ging mit 3:2 in Führung. Die ersten beiden Legs des sechsten Durchgangs wurden mit dem Anwurf gewonnen, beide Spieler hatten währenddessen je einen Breakdart ungenutzt gelassen. Kurz darauf sicherte sich Clayton doch das dringend benötigte Break. Er checkte hierfür 122 Punkte auf der Doppel-7. Das nächste Leg ging weitgehend ungefährdet an Clayton, der somit den 3:3-Ausgleich herstellte. Zum Start des alles entscheidenden siebten Satzes vergab Rock einen Breakdart auf der Doppel-20, noch bitterer lief es für den Nordiren allerdings im nächsten Leg. Er jagte fünf Darts an den Doppelfeldern vorbei und ermöglichte seinem Gegner das Break. Auch eine letzte Möglichkeit auf dem Bullseye, um sich noch im Turnier zu halten, nutzte Rock wenig später nicht aus. Clayton versenkte gleich seinen ersten Matchdart in der Doppel-16 und erreichte nach dem knappen 4:3 zum ersten Mal das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft.

Jonny Clayton 4:3 Josh Rock
97,73 Average 96,97
8 180s 9
122 High Finish 80
2 100+ Checkouts 0
16/30 Finishing 12/46

Fotos © PDC @ Darts1

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