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Drei Zu-null-Siege und ein knapper Erfolg für Cullen

Auch am Mittwochnachmittag strömten rund 3.000 Dartsfans in den Alexandra Palace, um sich vier weitere Partien der zweiten Runde anzusehen. Zuerst an der Reihe war William Borland, der mit seinem 9-Darter in Entscheidungsleg für das absolute Highlight des Turniers gesorgt hatte. Er forderte heute Ryan Searle heraus. Weiter ging es dann mit der Partie zwischen Glen Durrant und William O’Connor, ehe Luke Humphries und Rowby-John Rodriguez aufeinandertrafen. Zum Abschluss der Session waren noch Joe Cullen und Jim Williams im Einsatz.

Borland kann die Leistung aus Runde eins nicht wiederholen

Dieser 9-Darter von William Borland wird nicht in Vergessenheit geraten. Das ohnehin schon hochklassige und hochspannende Duell des Schotten mit Bradley Brooks endete erst im Entscheidungsleg, wo Borland alles toppte und das perfekte Spiel ans Board zauberte. Die Belohnung dafür war das Zweitrundenduell mit dem an 15 gesetzten Ryan Searle. „Big Willie“ erlebte heute jedoch einen Fehlstart, im Auftaktleg setzte er sechs Pfeile neben die anvisierten Doppelfelder und schenkte seinem Gegner das Break. Searle legte im Anschluss daran mit zwei 14-Dartern hintereinander nach und ging folglich mit 1:0 in Führung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs checkte Searle ganz souverän 82 Punkte über Bullseye und Doppel-16, danach kam Borland zu seinem ersten Erfolgserlebnis in dieser Partie. Kurz darauf geriet er zwar wieder in Rückstand, überstand jedoch die ersten fünf Setdarts des Gegners unbeschadet und erzwang das Entscheidungsleg. Dort ließ Searle bei seinem eigenen Anwurf nichts anbrennen. Er produzierte einen souveränen 14-Darter und erhöhte seinen Vorsprung mit Verzögerung doch auf 2:0.

Im dritten Durchgang beantwortete „Heavy Metal“ ein 67er-Checkout seines Konkurrenten mit einem 116er-Highfinish. Weil die beiden darauffolgenden Legs ebenfalls fair aufgeteilt worden waren, folgte nun ein weiteres Entscheidungsleg. Borland musste dieses Leg zwingend für sich entscheiden, traf mit 18 Darts aber nur ein einziges Triplefeld und leistete damit natürlich nicht genug Gegenwehr. Searle hatte dagegen leichtes Spiel, brachte den dritten Matchdart in der Doppel-4 unter und vollendete den problemlosen 3:0-Erfolg.

Ryan Searle 3:0 William Borland
92,45 Average 77,69
3 180s 2
116 High Finish 67
1 100+ Checkouts 0
9/21 Finishing 4/18

Bei keinem anderen Zweitrundenmatch waren die Rollen so sehr zugunsten des ungesetzten Spielers verteilt wie bei der Partie zwischen Glen Durrant und William O’Connor. Das lag vor allem an dem komplett verkorksten Jahr, das der frühere Premier League-Champion hinter sich hatte. Eigentlich fand „Duzza“ gut ins Match hinein, im Auftaktleg stellte er sich nach zwölf Darts 32 Rest. Allerdings machte ihm O’Connor mit dem ersten 170er-Finish des laufenden Wettbewerbs einen Strich durch die Rechnung. Auch wenn Durrant mit einem 14-Darter eine angemessene Antwort zeigte, hatte er im restlichen Satz das Nachsehen. O’Connor versenkte seinen zweiten Setdart wenige Minuten später in der Doppel-20 und ging mit 1:0 in Führung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs musste Durrant einen weiteren Rückschlag hinnehmen, vor allem, weil er selbst zwei Doppelfelder verfehlt hatte. Stattdessen war es der Ire, der unmittelbar danach mit einem 102er-Highfinish für ein weiteres Break verantwortlich war. Sein zweiter Satzgewinn war letztlich nur noch Formsache. Er brachte in aller Ruhe 82 Punkte auf Null und hatte den Sieg damit zumindest schon in Sichtweite.

Im dritten und schlussendlich auch letzten Satz legte O’Connor mit dem nächsten Break vor, zeigte danach einen 13-Darter und benötigte mittlerweile nur noch ein einziges Leg, um die dritte Runde zu erreichen. Durrant, der einmal mehr nicht ansatzweise an die Klasse früherer Tage herankam, erhielt nun nach längerer Wartezeit immerhin mal wieder Versuche auf Doppelfelder – drei Darts des Engländers landeten jedoch neben der Doppel-18. O’Connor verlor keine weitere Zeit und machte gleich mit dem ersten Matchdart den Deckel drauf. Seine starke Doppelquote von knapp 70 Prozent darf dabei nicht unerwähnt bleiben.

William O’Connor 3:0 Glen Durrant
90,74 Average 80,45
1 180s 1
170 High Finish 36
2 100+ Checkouts 0
9/13 Finishing 1/7

Rodriguez findet zu keinem Zeitpunkt zu seinem Spiel

Weiter ging es einige Zeit später mit Rowby-John Rodriguez. Um zum ersten Mal in seiner Karriere die dritte Runde der Weltmeisterschaft zu erreichen, musste der Österreicher den an Position 19 gesetzten Luke Humphries aus dem Weg räumen. Den eindeutig besseren Start erlebte allerdings der Engländer, der seinerseits schon zweimal im WM-Viertelfinale stand. Er hatte das Auftaktleg bereits gewonnen, als er 90 Punkte auf dem Bullseye checkte und damit eine vergebene Breakchance von „Little John“ bestrafte. Wenige Aufnahmen später unterlief Rodriguez ein weiterer Fehlwurf auf Tops, sodass er den Auftaktsatz ohne eigenen Leggewinn verlor.

Im zweiten Durchgang setzte sich die einseitige Angelegenheit fort. Humphries legte mit einem 13-Darter vor und profitierte danach von zwei weiteren Patzern bei seinem Gegner. Durch ein 113er-Highfinish sicherte sich Rodriguez wenig später immerhin sein allererstes Leg, die Freude darüber währte aber nur kurz. Ein Treffer in der Doppel-10 von „Cool Hand Luke“ ließ dessen Vorsprung nämlich auf 2:0 anwachsen.

Auch im dritten Durchgang war Humphries klar überlegen. Durch zwei 15-Darter hintereinander brachte er sich an die Stelle, an der ihn nur noch ein einziges Leg vom Matchgewinn trennte. Der ehemalige Juniorenweltmeister ließ seine ersten drei Matchdarts liegen und gab demzufolge noch ein Leg an Rodriguez ab, der es anschließend aber wiederum verpasste, für den Decider zu sorgen. Als Humphries Sekunden später den vierten Matchdart in der Doppel-20 platziert hatte, war die Weltmeisterschaft 2022 für Rodriguez beendet.

Luke Humphries 3:0 Rowby Rodriguez
92,91 Average 82,64
3 180s 3
101 High Finish 113
1 100+ Checkouts 1
9/24 Finishing 2/11

Für Joe Cullen ging es im vergangenen Jahr bis in Achtelfinale, wo er im wohl besten Spiel der Weltmeisterschaft 2021 knapp gegen Michael van Gerwen verlor. Bei der aktuellen Ausgabe des wichtigsten Turniers des Jahres bekam es der Weltranglisten-13. zuerst mit Jim Williams zu tun. Der Letztgenannte erzielte durch einen 14-Darter frühestmöglich ein Break, welches er mit einem 70er-Finish bestätigte. Erst danach erhielt Cullen seine erste Chance zu einem Leggewinn, er warf allerdings knapp am Bullseye vorbei. Im direkten Gegenzug ließ sich Williams nicht zweimal bitten, er war auf der Doppel-16 erfolgreich und brachte sich mit 1:0 in Front.

Dieses Zwischenergebnis wollte der „Rockstar“ nicht lange auf sich sitzen lassen, er kehrte stark verbessert zurück vor die Kameras. Zunächst holte er sich mit einem 130er-Bullfinish sein erstes Leg. Im Anschluss daran blieb ein ganz knapp verpasstes 167er-Checkout für ihn folgenlos, weil die übriggebliebenen 25 Zähler mit der nächsten Aufnahme kein Problem darstellten. Letztlich gewann Cullen diesen Durchgang genau wie sein Gegner einige Minuten zuvor zu Null, ein 14-Darter machte den 1:1-Ausgleich perfekt.

Zu Beginn des dritten Satzes landeten zwei Darts des Engländers neben der gewünschten Doppel-16, das dadurch kassierte Rebreak machte er mithilfe eines 77er-Checkouts aber sofort wieder rückgängig. Danach warf Cullen jedoch drei Darts am äußeren Ring des Boards vorbei. „The Quiff“ nutzte diesen Fehler natürlich zu seinen Gunsten, glänzte danach mit einem 119er-Highfinish und hatte seine Führung mit dem 2:1 zurückerobert.

Genau wie beim vorherigen Rückstand zeigte Cullen auch jetzt eine hervorragende Reaktion. Im vierten Satz startete er mit einem großartigen 10-Darter und verteidigte zudem sein daran anschießendes Anwurfleg. Schon wenige Aufnahmen später gehörte dieser Durchgang der Vergangenheit an, Cullen erwischte die Doppel-5 und sorgte mit dem 2:2 für den fünften und entscheidenden Satz. Dort setzte Cullen mit einem 13-Darter die erste Duftmarke, „The Quiff“ beantwortete dies mit einem noch besseren 11-Darter. Schlussendlich hatte aber Cullen den längeren Atem. Er brachte sich wiederum in Führung und verwertete anschließend seinen ersten Matchdart auf der Doppel-4.

Joe Cullen 3:2 Jim Williams
96,96 Average 89,76
8 180s 3
130 High Finish 119
1 100+ Checkouts 1
10/24 Finishing 7/13

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