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King dreht ein 0:2 mit neun Leggewinnen hintereinander

Seit dem Beginn der Darts-Weltmeisterschaft 2022 am vergangenen Mittwoch ist bereits fast eine ganze Woche vergangen. In der Nachmittagssession des siebten WM-Tages wurden die letzten beiden Erstrundenspiele zwischen Lewy Williams und Toyokazu Shibata sowie zwischen Jason Lowe und Daniel Larsson ausgetragen. Von diesem Zeitpunkt an standen bis zum Donnerstagabend ausschließlich Partien der zweiten Runde an. Am heutigen Dienstagnachmittag waren dabei Mervyn King und Ryan Joyce sowie Dave Chisnall und Mike De Decker im Einsatz.

Williams und Lowe erleben einen entspannten Turnierauftakt

Die erste Partie des Tages wurde mit Sicherheit auch von Gabriel Clemens verfolgt. Im Duell von Lewy Williams und Toyokazu Shibata wurde nämlich der Zweitrundengegner des Deutschen ermittelt. Im Auftaktleg offenbarten beide Spieler einige Unsicherheiten auf die Doppelfelder. So konnte Williams trotz sechs Fehler frühestmöglich breaken, weil sein japanischer Konkurrent sogar siebenmal gepatzt hatte. Im zweiten Leg genügte Williams ein einziger Versuch auf Tops, um erfolgreich zu sein. Danach scheiterte er knapp an 170 Restpunkten, sodass Shibata dessen erster Leggewinn ermöglicht wurde. Dieses Ereignis hatte aber keine weitere Konsequenzen, weil Williams den Satzgewinn einfach ein bisschen später mit einem 13-Darter perfekt machte.

Im zweiten Durchgang legte Williams ebenfalls vor, Shibata lieferte mit einem eigenen 13-Darter aber die passende Antwort. Nachdem er allerdings erneut in Rückstand geraten war, vergab Shibata zwei Möglichkeiten, um ein Entscheidungsleg herbeizuführen. Der Waliser ließ sich die ihm gebotene Möglichkeit nicht entgehen, nutzte seinen Setdart auf der Doppel-20 aus und lag mittlerweile mit 2:0 vorne. Nach der zweiten Unterbrechung änderte sich am eindeutigen Spielverlauf nichts mehr. Williams produzierte zu Beginn des dritten und rückblickend auch letzten Satzes ein Break, welchem er einen großartigen 10-Darter folgen ließ. Schon wenige Aufnahmen später nutzte der „Prince of Wales“ seinen ersten Matchdart aus und besiegelte den hochverdienten 3:0-Erfolg.

Lewy Williams 3:0 Toyokazu Shibata
93,05 Average 75,17
3 180s 0
55 High Finish 42
0 100+ Checkouts 0
9/22 Finishing 2/12

Im letzten Match der ersten Turnierrunde trafen Jason Lowe und Daniel Larsson aufeinander. Weil der Schwede im allerersten Leg drei Breakdarts ausgelassen hatte, kam Lowe mit gleich elf eigenen Fehler ungestraft davon. Mit einem 15-Darter legte Lowe nach, ehe Larsson seinen Fehlstart mit zwei weiteren Patzern im dritten Leg fortsetzte. Lowe löschte in diesem Moment 94 Zähler und brachte sich mit 1:0 in Front.

Nach der Unterbrechung feierte Larsson dank eines Treffers in der doppelten 10 sein erstes Erfolgserlebnis. Sein englischer Gegner reagierte darauf nicht nur mit einem 13-Darter, sondern legte mit einem 107er-Highfinish nach – Augenblicke zuvor hatte Larsson zum wiederholten Male zwei Doppelfelder verfehlt. Diese Probleme beim Auschecken bekam Larsson weiter nicht in den Griff, er patzte kurz darauf wiederum zweimal und musste den 0:2-Rückstand akzeptieren. Mit der deutlichen Führung im Rücken spielte Lowe dagegen im dritten Satz groß auf. Er beendete einen 11-Darter mit einem 100er-Finish, legte ein Break hinterher und machte danach mit einem 12-Darter den Deckel drauf. Mit dem 3:0-Erfolg komplettierte Lowe das Teilnehmerfeld der zweiten Runde.

Jason Lowe 3:0 Daniel Larsson
88,89 Average 78,13
5 180s 1
107 High Finish 54
2 100+ Checkouts 0
9/29 Finishing 1/11

Bereits vor dem heutigen Tag standen Mervyn King und Ryan Joyce in der zweiten Runde – King, weil er an Position 21 gesetzt war und Joyce, weil er sich in der ersten Runde gegen Roman Benecky behauptet hatte. Bei seiner insgesamt 26. WM-Teilnahme musste King frühestmöglich ein Break gegen sich einstecken. Dieses durch einen 14-Darter zustande gekommene Break wurde von Joyce mit einem 78er-Finish bestätigt. Den ersten Setdart ließ „Relentless“ wenig später jedoch ungenutzt. Mit einem 94er-Checkout kam King daher zu seinem ersten Leggewinn, der aber keine Rolle mehr spielte. Denn Joyce brachte kurz darauf 65 Zähler auf Null und entschied Satz Nummer eins auf diese Weise zu seinen Gunsten.

Nach der Unterbrechung setzte Joyce sein starkes Finishing nahtlos fort. Ganz souverän machte er auch 84 sowie 86 Punkte aus. Auch wenn ein 161er-Checkout unmittelbar danach knapp nicht glückte, hatte Joyce keine Probleme damit, seinen Vorsprung auf 2:0 zu vergrößern. „The King“ war nun gefordert und kehrte verbessert zurück vor die Kameras. Einem 120er-Highfinish ließ er einen 14-Darter folgen. Weil Joyce danach ausnahmsweise zwei Doppelfelder verfehlte hatte, schaffte es King, mit einem weiteren 14-Darter auf 1:2 aus seiner Sicht zu verkürzen.

Während Joyce nun zunehmend schwächelte, machte King immer mehr an Boden gut. Zum Auftakt des vierten Satzes bestrafte der Letztgenannte drei gegnerische Fehlwürfe mit einem Break. Im restlichen Verlauf des Durchgangs erhielt Joyce dann erst gar keine Möglichkeiten zu einem Leggewinn mehr. King zeigte unter anderem ein 87er-Finish, gewann auch diesen Satz zu Null und hatte zum 2:2 ausgeglichen. Joyce gelang es weiterhin nicht, seinen Gegner auszubremsen. Im entscheidenden fünften Satz erarbeitete sich King schnell einen 2:0-Vorsprung, sodass er mittlerweile ganz kurz vor dem Sieg stand. Er ließ sich nicht mehr aufhalten und machte mit einem 110er-Highfinish alles klar. Nach dem 0:2-Rückstand steigerte sich King erheblich, sammelte neun Legs nacheinander ein und drehte die Partie zum 3:2.

Mervyn King 3:2 Ryan Joyce
92,72 Average 93,47
6 180s 3
120 High Finish 86
2 100+ Checkouts 0
10/20 Finishing 6/20

Chisnall schüttelt die Startschwierigkeiten schnell ab

Auf dem Halbfinaleinzug bei der Vorjahresausgabe der WM konnte Dave Chisnall im Laufe des Jahres nicht aufbauen, er erzielte nur wenige gute Resultate. Bei der Weltmeisterschaft wollte sich der Weltranglisten-14. wieder von seiner besseren Seite präsentieren. Sein erster Gegner hört auf den Namen Mike De Decker. „Chizzy“ erlebte einen positiven Start und entschied die ersten beiden Legs für sich. Danach war er aber nicht imstande, drei Setdarts in Zählbares zu verwandeln. Sein Gegner kam daher zum ersten Leggewinn, überstand danach vier weitere Setdarts unversehrt und forcierte den Decider. Dort gelang es Chisnall schließlich doch noch, den Satz einzutüten. Er erwischte die Doppel-5 mit dem letzten Dart in der Hand und nahm eine Führung mit in die erste Unterbrechung.

Im darauffolgenden zweiten Satz präsentierte sich Chisnall erheblich sicherer auf den Doppelfeldern. Erst gelang ihm ein sehenswertes 146er-Checkout, danach ein ebenfalls wichtiges 63er-Finish. Durch einen 13-Darter hielt De Decker den Satz noch am Leben, wenige Minuten später scheiterte er jedoch denkbar knapp an 167 Restpunkten. Chisnall ließ das komplett kalt, er machte 95 Zähler aus und hatte auf 2:0 erhöht. Im dritten Durchgang schaltete der Engländer sogar noch einen Gang höher. Er erzielte zwei 12-Darter nacheinander, wobei er den Zuschauern Checkouts in Höhe von 130 sowie 94 Punkten präsentierte. Weil er seinen ersten Matchdart statt in der Doppel-8 in der Single-16 platziert hatte, überwarf sich Chisnall bei 106 Rest und musste sich noch etwas gedulden. Wenig später verlor „Chizzy“ keine weitere Zeit mehr. Sein fünfter Matchdart steckte in der Doppel-5 und brachte den glatten 3:0-Erfolg unter Dach und Fach.

Dave Chisnall 3:0 Mike De Decker
96,43 Average 96,43
3 180s 0
146 High Finish 54
2 100+ Checkouts 0
9/26 Finishing 4/10

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