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„Barneys“ WM-Comeback startet erfolgreich

Nach einer Ruhepause am Nachmittag wurden am Montagabend im Alexandra Palace wieder Pfeile geworfen. Die größte Aufmerksamkeit in dieser Session wurde dabei einem Rückkehrer zuteil: nach dem Rücktritt vom Rücktritt startete Raymond van Barneveld in seine 29. Weltmeisterschaft und traf auf Lourence Ilagan. Bevor es dazu kam, fanden noch die Partien zwischen Luke Woodhouse und James Wilson sowie zwischen Rusty-Jake Rodriguez und Ben Robb statt. Im einzigen Zweitrundenmatch des Abends spielten abschließend James Wade und Maik Kuivenhoven gegeneinander.

Das erste Spiel der neuen Woche wurde zwischen den beiden Engländern Luke Woodhouse und James Wilson ausgetragen. Weil beide Akteure in der Anfangsphase einige Breakchancen ungenutzt ließen, wurden die ersten beiden Anwurflegs verteidigt. Mit einem ordentlichen 13-Darter brachte sich Woodhouse wieder in Front, sowohl im vierten als auch im fünften Leg verpasste er allerdings je eine Chance zum Satzgewinn. Nutznießer dessen war Wilson, der im Decider 72 Punkte löschte und selbst in Führung ging.

Direkt nach der Unterbrechung produzierte Woodhouse ein Break, doch Wilson schlug mit einem 14-Darter sofort zurück. Abgesehen davon präsentierte sich „Woody“ in diesem Abschnitt als der zielstrebigere Spieler. Er legte mit einem 14-Darter wieder vor und checkte danach 65 Punkte auf dem Bullseye, um auf 1:1 auszugleichen. Ausgeglichen ging es auch im dritten Durchgang los, ehe sich Woodhouse vier Fehler auf Doppelfelder leistete und ein Break kassierte. Dieses korrigierte er aber umgehend mit einem 14-Darter, sodass er ein wichtiges Entscheidungsleg herbeiführte. Dort nutzte Woodhouse den Vorteil des Anwerfens souverän aus, auf der Doppel-10 machte er das 2:1 aus seiner Sicht klar. Eine weitere starke Aktion gelang Woodhouse zu Beginn des vierten Satzes, als er 128 Punkte auf dem Bullseye von der Scheibe nahm. Mit einem 14-Darter brachte sich Woodhouse dann an den Punkt, an dem ihm nur noch ein einziges Leg zum Weiterkommen fehlte. Vor allem aufgrund vier überlebter Matchdarts brachte Wilson noch ein Leg auf seine Seite, die Niederlage konnte er aber nicht mehr abwenden. Schlussendlich war es 116er-Highfinish, mit dem Woodhouse das Endergebnis von 3:1 amtlich machte.

Luke Woodhouse 3:1 James Wilson
91,52 Average 85,81
5 180s 3
128 High Finish 74
2 100+ Checkouts 0
11/31 Finishing 7/15

Eine starke Leistung bringt Rodriguez in die zweite Runde

Genau wie seinem älteren Bruder war es Rusty-Jake Rodriguez gelungen, sich ohne Tourkarte über die Pro Tour für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Bei seinem Debüt traf der Wiener auf Ben Robb aus Neuseeland. Gleich im Auftaktleg warf Rodriguez zwei Maxima, die ihm zu einem 12-Darter verhalfen. Mit 15 Darts brachte auch Robb seinen ersten Anwurf durch. Nachdem sich Rodriguez wieder in Führung gebracht hatte, setzte er zwei Setdarts in den Sand. Im dadurch notwendigen Entscheidungsleg bügelte er diesen Fehler aber wieder aus, unter Druck löschte er 112 Punkte zum Satzgewinn.

Ein 100er-Finish über 20, Triple-16 und Doppel-16 brachte Robb einen Vorteil im zweiten Satz ein, den Rodriguez durch einen 13-Darter aber sofort egalisierte. Der Österreicher legte sogar mit einem Break nach, doch Robb sorgte ohne zu zögern für das sofortige Rebreak. Damit standen beide Akteure nun vor einem weiteren Entscheidungsleg. In diesem Fall hatte Robb das bessere Ende für sich. „Big Rig“ erwischte die doppelte 8 und stellte mit dem 1:1 Parität her. Im dritten Satz gab dann wieder Rodriguez das Kommando an. Der Österreicher erspielte sich mit Legs von 14 und 16 Darts einen Vorsprung, den er sich nicht mehr nehmen ließ. Letztlich war es ein 75er-Finish, dass Rodriguez die 2:1-Führung einbrachte. Dagegen musste Robb aufgrund drei eigener Fehlwürfe auch zu Beginn von Satz Nummer vier einen Rückschlag hinnehmen. Er lieferte allerdings die direkte Antwort und beendete damit auch die ungewollte Serie von vier verlorenen Legs nacheinander. Dies sollte aber das letzte Erfolgserlebnis des Neuseeländers bleiben. Rodriguez ging auf der Doppel-16 den vorletzten Schritt und glänzte danach mit sechs perfekte Darts. Einige Momente später stecke der vierte Matchdart in der Doppel-4. Damit hatte „RJR3“ diese Erstrundenpartie mit 3:1 gewonnen.

Rusty Rodriguez 3:1 Ben Robb
93,86 Average 87,47
6 180s 2
112 High Finish 100
1 100+ Checkouts 1
11/25 Finishing 6/13

Ziemlich genau zwei Jahre nach dem unrühmlichen (vorläufigen) Karriereende war Raymond van Barneveld wieder zurück. Nach dem Rücktritt vom Rücktritt erspielte er sich im Januar sofort die Tourkarte und qualifizierte sich im Laufe des Jahres souverän für seine insgesamt 29. Weltmeisterschaft. Zuerst musste der fünffache Weltmeister gegen Lourence Ilagan antreten. Der Philippine hatte bereits im Auftaktleg die große Möglichkeit zu einem Break, warf allerdings dreimal über die Doppel-20. Im darauffolgenden Leg erlaubte sich Ilagan auf genau diesem Doppelfeld keinen Fehler mehr. Der restliche Satz wurde aber vom Niederländer dominiert. Ein 13-Darter gefolgt von einem 14-Darter führte dazu, dass „Barney“ mit einer Führung im Rücken in die Pause ging.

Im zweiten Satz bestrafte van Barneveld einen Fehlwurf seines Gegners umgehend mit dem nächsten Break. Er bestätigte dieses ohne jegliche Probleme und zeigte im Anschluss ein tolles drittes Leg. Einen 12-Darter beendete er mit einem 121er-Finish, der Treffer in der Doppel-14 vergrößerte seinen Vorsprung auf 2:0. Nach der üblichen Unterbrechung sammelte van Barneveld noch ein sechstes Leg hintereinander ein, ehe er dieser Serie aufgrund zwei verpasster Doppelfelder selbst ein Ende bereitete. In dieser Situation kam Ilagan zu seinem insgesamt erst zweiten Leggewinn, mehr kamen bei ihm nicht mehr hinzu. Van Barneveld beherrschte die Partie von Anfang bis Ende, erhielt schon wenige Minuten später Matchdarts und versenkte den fünften in der Doppel-9. Damit feierte „Barney“ eine gelungene Rückkehr in den Alexandra Palace, in der zweiten Runde wartet mit Rob Cross ein anderes Kaliber auf ihn.

R. van Barneveld 3:0 Lourence Ilagan
96,70 Average 82,52
2 180s 1
121 High Finish 50
1 100+ Checkouts 0
9/25 Finishing 2/10

Alles andere als überzeugend: Wade müht sich in die dritte Runde

Zum Abschluss des Montags startete noch der Weltranglistenvierte James Wade in den Wettbewerb. Sein Auftaktgegner war der Niederländer Maik Kuivenhoven. Nachdem die ersten drei Legs der Partie vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen worden waren – Wade also mit 2:1 vorne lag – unterliefen Kuivenhoven zwei Fehlwürfe auf Doppel. „The Machine“ blieb daher der Decider erspart. Er zeigte ein für ihn typisches 105er-Highfinish und ging mit 1:0 in Führung. Direkt nach der Pause profitierte Wade von fünf weiteren Fehlern aufseiten des Niederländers, sodass er auch in diesem Moment zum Break kam. Dieses bestätigte Wade ohne größere Schwierigkeiten. Dass Kuivenhoven durch einen Treffer in der Doppel-16 verkürzt hatte, spielte in diesem Satz rückblickend keine Rolle. Wade brachte seinen Anwurf zum wiederholten Male souverän nach Hause und hatte seinen Vorsprung auf 2:0 ausgebaut.

Kuivenhoven kehrte spürbar verbessert zurück vor die Kameras. Er beendete einen 12-Darter mit einem 99er-Finish und entschied auch das darauffolgende Leg zu seinen Gunsten. Letztlich gab der Niederländer in diesem dritten Satz kein einziges Leg ab und verringerte seinen Rückstand folglich auf 1:2. Zu Beginn des vierten Durchgangs unterliefen Kuivenhoven zwei Fehlwürfe auf der Doppel-20, die Wade ein Break ermöglichten. Nur wenige Aufnahmen später warf Kuivenhoven zwei weitere Darts am äußeren Ring vorbei. Diese Patzer seines Konkurrenten hatten zur Folge, dass Wade nur noch einen Leggewinn zum Weiterkommen benötigte. Mit einem 12-Darter verzögerte Kuivenhoven sein Ausscheiden noch nach hinten, danach war die Niederlage aber offiziell. Wade brachte den sechsten Matchdart in der Doppel-1 unter und quälte sich zum 3:1-Erfolg.

James Wade 3:1 Maik Kuivenhoven
83,74 Average 88,60
0 180s 2
105 High Finish 99
1 100+ Checkouts 0
9/26 Finishing 6/21

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