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Ross Smith gewinnt Krimi gegen Bunting

Tag fünf bei der Darts-Weltmeisterschaft 2022: bevor es am Sonntagabend unter anderem zum deutschen Duell und zu den Auftritten von Fallon Sherrock und Jonny Clayton kam, wurden wie gewohnt bereits am Nachmittag vier Partien über die Bühne gebracht. Den Anfang machten dabei Maik Kuivenhoven und Ky Smith, ehe sich Jason Heaver und Gordon Mathers sowie Alan Soutar und Diogo Portela in weiteren Erstrundenpartien gegenüberstanden. Der einzige gesetzte Spieler in dieser Session war Stephen Bunting, er hatte mit Ross Smith eine schwierige Aufgabe vor der Brust.

Kuivenhoven und Heaver sind die ersten Sieger des Sonntags

Nachdem es sein Vater Raymond gestern mit einer starken Leistung vorgemacht hatte, wollte Ky Smith heute nachziehen. Der Australier traf im ersten Match des Tages auf Maik Kuivenhoven. Für das erste Leg benötigte der Letztgenannte nur zwölf Würfe, im zweiten profitierte er von zwei ausgelassenen Chancen aufseiten von Smith. Danach konnte Kuivenhoven wiederum zwei Setdarts nicht verwerten, sodass Smith mit einem Treffer in der Doppel-20 seinen ersten Leggewinn einfuhr. Weitere Konsequenzen hatte diese Szene nicht, weil Kuivenhoven diesen Auftaktsatz einfach wenige Minuten später eintütete.

Im nun folgenden zweiten Satz legte der Niederländer mit einem Break vor, welches er ohne Schwierigkeiten bestätigte. Erst im Anschluss daran durfte sich Smith wieder auf ein Doppelfeld versuchen, sein Pfeil landete allerdings sehr knapp neben dem Bullseye. Dadurch wurde es für Kuivenhoven möglich, seinen Vorsprung mit einem 76er-Finish auszubauen. Zu Beginn des dritten Durchgangs checkte Smith 116 Punkte unorthodox über zweimal Triple-19 und Doppel-1. Kuivenhoven, der zuvor sechs eigene Chancen in den Sand gesetzt hatte, antwortete mit einem 14-Darter. Nur wenig später unterliefen ihm allerdings drei weitere Patzer. Sein Gegner bedankte sich auf der Doppel-6, bestätigte unmittelbar danach das auf diese Weise erzielte Break und befand sich nur noch mit 1:2 in Rückstand. Einige Minuten später legte Kuivenhoven durch ein 76er-Checkout wieder vor, doch Smith hielt mit einem 88er-Bullfinish direkt dagegen. Das sollte aber das letzte Erfolgserlebnis des Australiers bleiben. Kuivenhoven breakte mit einem 91er-Finish und versenkte schon wenige Aufnahmen später seinen ersten Matchdart, sodass er unterm Strich mit 3:1 gewann.

Maik Kuivenhoven 3:1 Ky Smith
88,88 Average 79,36
7 180s 3
91 High Finish 116
0 100+ Checkouts 1
10/34 Finishing 5/16

Als nächstes folgte die Begegnung zwischen Jason Heaver und Gordon Mathers. Das erste Leg der Partie ging an Mathers, das zweite an „Tsunami“, der hierfür 84 Zähler löschte. Da Mathers kurz darauf zweimal Tops verfehlt hatte, konnte Heaver ein Break folgen lassen. Der Satzgewinn war von diesem Punkt an nur noch Formsache, Heaver benötigte für 88 Rest nur zwei Darts und führte mit 1:0. Im zweiten Durchgang wurden die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt, wobei Heaver mit einem 85er-Checkout erfolgreich war. Danach verfehlte der Engländer die Doppel-20, er hatte aber keine Mühe damit, das kassierte Break sofort zu korrigieren. Somit musste nun ein speziell für Mathers wichtiges Entscheidungsleg absolviert werden. Dort hatte der Australier allerdings das Nachsehen, ein 16-Darter seines Gegners ließ seinen Rückstand auf 0:2 anwachsen.

Nach der Unterbrechung ging es für Mathers zunächst ähnlich schlecht weiter, er verfehlte drei weitere Doppelfelder und schenkte seinem Konkurrenten das nächste Break. Allerdings zeigte Mathers eine ordentliche Reaktion, die folgenden beiden Legs wanderten auf sein Konto. Weil Mathers im Anschluss daran zwei Setdarts vergeben hatte, stand er im deswegen erforderlichen Entscheidungsleg unter maximalem Druck. Diesem hielt er aber stand, ein 13-Darter brachte ihm seinen ersten Satzgewinn ein. Es ging nun in den vierten Satz hinein, in dem Heaver zu Beginn zwei Breakdarts gegen sich unbeschadet überstand. Unmittelbar danach glänzte der Engländer mit einem 12-Darter, schaffte selbst das Break und ging damit den vorletzten Schritt. Heaver ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen, verwandelte den vierten Matchdart in der Doppel-10 und freute sich über das Endergebnis von 3:1.

Jason Heaver 3:1 Gordon Mathers
84,28 Average 81,61
2 180s 3
96 High Finish 40
0 100+ Checkouts 0
11/29 Finishing 6/20

Soutar feiert erfolgreiches WM-Debüt

Beim Duell zwischen Alan Soutar und Diogo Portela wurde der Zweitrundengegner von Mensur Suljovic ermittelt. Auf der doppelten 7 holte sich Soutar frühestmöglich ein Break, er scheiterte danach aber knapp an 144 Restpunkten und hatte den vorher erarbeiteten Vorteil damit wieder verloren. Da die nächsten beiden Legs anders als zuvor mit dem Anwurf gewonnen worden waren, ging gleich der erste Satz über die maximale Distanz. Während Soutar im Decider einen Setdart ungenutzt gelassen hatte, genügte dem Brasilianer ein Versuch auf der Doppel-20, um mit 1:0 in Führung gehen.

Mit einem 14-Darter kehrte Soutar auf die Bühne zurück, Portela antwortete mit sechs perfekten Darts und einem daraus resultierenden 11-Darter in beeindruckender Manier. Davon ließ sich „Soots“ nicht aus den Konzept bringen. Er spielte seinerseits ein 106er-Highfinish und machte den Ausgleich schließlich mit einem 14-Darter perfekt. Nach einem ausgeglichenen Beginn im dritten Durchgang war es Soutar, der durch einen Treffer in der doppelten 16 für ein bedeutendes Break sorgte. Der Schotte gab in dieser Phase klar den Ton an, löschte wenig später auch noch 84 Punkte und übernahm mit dem 2:1 die Führung.

Zu Beginn des vierten Durchgangs sammelte Soutar noch ein viertes Leg hintereinander ein, ehe Portela dieser Serie auf der Doppel-10 ein Ende bereitete. Durch einen starken 12-Darter legte „Brazilliant“ nach, allerdings konterte Soutar mit einem 80er-Checkout und forcierte ein enorm wichtiges Entscheidungsleg. Dort zeigte Portela sein ganzes Können: gegen den Anwurf spielte er einen 11-Darter zum 2:2-Ausgleich. Das erste Wort im fünften und letzten Satz wurde von Soutar gesprochen, der in diesem Moment ein Break produzierte. Weil er dieses mit einem 13-Darter bestätigt hatte, fehlte dem Schotten nur noch ein einziges Leg zum Weiterkommen. Mit einem 124er-Bullfinish hielt sich Portela vorübergehend noch im Turnier, danach hatte Soutar allerdings genug gesehen. Er brachte den sechsten Matchdart in der Doppel-8 unter und war mit 3:2 siegreich.

Alan Soutar 3:2 Diogo Portela
89,46 Average 90,29
4 180s 5
106 High Finish 124
1 100+ Checkouts 1
13/34 Finishing 9/14

An die Vorjahresausgabe der Weltmeisterschaft wird sich Stephen Bunting mit Sicherheit gerne zurückerinnern: „The Bullet“ rückte überraschend bis ins Halbfinale vor. In diesem Jahr musste der an 16 gesetzte Bunting zuerst gegen Ross Smith antreten. Das Auftaktleg hatte Smith bereits für sich entschieden, als er einen Fehlwurf seines Konkurrenten mit dem ersten Break der Partie bestrafte. Weil Bunting weiterhin nicht in das Match fand, gewann Smith noch ein drittes Leg nacheinander und damit gleichzeitig den ersten Durchgang. Nach der Unterbrechung verbesserte sich die Situation bei Bunting bis auf Weiteres nicht. Er punktete viel zu schwach und rutschte zudem auffällig oft in das 1er- und 5er-Segment ab. Ohne irgendwelche Schwierigkeiten holte sich der „Smudger“ daher auch die ersten beiden Legs des zweiten Durchgangs. Danach ließ er allerdings vier Setdarts liegen, was bei Bunting offensichtlich eine Reaktion auslöste. Er kam auf der Doppel-20 zu seinem ersten Leggewinn und sorgte danach mit einem 13-Darter für sein erstes Break. Im jetzt folgenden Decider war Smith nicht in der Lage, vier weitere Setdarts für sich zu nutzen. Bunting bedankte sich auf der Doppel-16 und hatte zum 1:1 ausgeglichen.

Den nächsten Schlag in die Magengrube musste Smith im Auftaktleg des dritten Satzes hinnehmen. Er warf selbst sechs weitere Darts am äußeren Ring vorbei und durfte sich Sekunden später ein 150er-Highfinish von Bunting anschauen. Der frühere Lakeside-Weltmeister legte mit einem 13-Darter nach, ehe Smith seine Durststrecke beendete. Dieser Leggewinn spielte in diesem Satz aber keine Rolle mehr, weil Bunting mit einem 14-Darter antwortete und folglich mit 2:1 in Führung ging. Im vierten Satz schien sich Smith wieder gefangen zu haben, dank Checkouts in Höhe von 107 sowie 64 Punkten sicherte er sich die ersten beiden Legs, nur um kurz danach wiederum zwei Setdarts auszulassen. In diesem Fall schaffte es Smith aber, dieses Missgeschick zu korrigieren. Ein brillanter 10-Darter brachte ihm dem 2:2-Ausgleich ein. Einige Minuten später machte Smith mit einem ähnlich starken 12-Darter weiter, doch Bunting stellte sofort wieder Parität her. Weil beide Profis ihr nächstes Anwurfleg jeweils souverän verteidigt hatten, musste nun die Verlängerung absolviert werden – die Partie musste mit zwei Legs Vorsprung gewonnen werden. Dort zeigte Smith, dass er noch ein Ass im Ärmel hatte. Er präsentierte den Zuschauern erst ein sehenswertes 167er-Checkout und stellte sich ein Leg später mit 102 Restpunkten vors Oche. Dieses Highfinish brachte Ross Smith den Triumph ein. Er erwischte die abschließende Doppel-11 und setzte sich in einer dramatischen Begegnung mit 3:2 durch.

Ross Smith 3:2 Stephen Bunting
94,34 Average 88,36
7 180s 5
167 High Finish 150
3 100+ Checkouts 1
13/37 Finishing 9/26

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