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Trotz 9-Darter: Labanauskas verliert in Runde eins

Auch am Wochenende flogen bei der Darts-Weltmeisterschaft 2022 natürlich die Pfeile, wie gewohnt lagen auch am heutigen Samstag zwei Sessions vor den Zuschauern. Am Nachmittag standen die folgenden vier Partien auf dem Programm: Jamie Hughes eröffnete gegen Raymond Smith, Callan Rydz traf auf Yuki Yamada, Darius Labanauskas duellierte sich mit Mike De Decker, und Ian White war zu guter Letzt gegen Chris Landman gefordert.

Souveräne Auftaktsiege für Raymond Smith und Callan Rydz

Mit Raymond und Ky Smith aus Australien hatte sich erstmals ein Vater-Sohn-Duo für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Zuerst an der Reihe war dabei Vater Raymond, der im ersten Match des Samstags Jamie Hughes herausforderte. Mit einem 109er-Highfinish ging das Auftaktleg an Hughes, der wenig später jedoch fünf Darts an der Doppel-16 vorbeisetzte. Smith kam daher zum sofortigen Rebreak. Die nächsten beiden Legs wurden dann anders als zuvor vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, sodass direkt ein Entscheidungsleg absolviert werden musste. Dort übte Hughes großen Druck auf seinen Gegner aus, doch dieser wusste damit umzugehen. „Guru“ löschte 100 Zähler zum Abschluss eines 12-Darters und belohnte sich mit der 1:0-Führung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierte Hughes den Zuschauern ein eigenes 100er-Finish. In den beiden darauffolgenden Legs ließ „Yozza“ allerdings jeweils eine Möglichkeit auf Doppel verstreichen. Diese kleinen Fehler nutzte Smith gnadenlos zu seinen Gunsten, ehe er registrierte, wie seinem Gegner zwei weitere Patzer unterliefen. Der Australier benötigte selbst für 100 Restpunkte nur zwei Darts und erhöhte seinen Vorsprung auf 2:0. Mit einem 13-Darter machte Smith auch nach der Pause nahtlos weiter, danach fing Hughes allerdings an, sich stärker zu wehren. Nach einem eigenen 14-Darter gelang dem Engländer ein enorm wichtiges 115er-Highfinish. Das auf diese Weise erzielte Break bestätigte Hughes auf der Doppel-16, sodass er sich nur noch mit 1:2 im Hintertreffen befand. Im vierten Durchgang schien Hughes seine Aufholjagd zunächst fortzusetzen, doch dann ging Smith wieder dazwischen. Er machte nacheinander 111 sowie 80 Punkte aus und hatte die Ziellinie unmittelbar vor Augen. Den Sieg ließ sich Smith nun auch nicht mehr nehmen. Er verwandelte Matchdart Nummer eins in der Doppel-8 und besiegelte das Endergebnis von 3:1. Dabei überzeugte Smith vor allem mit seiner Doppelquote von knapp 60 Prozent.

Raymond Smith 3:1 Jamie Hughes
94,84 Average 96,05
1 180s 3
111 High Finish 115
3 100+ Checkouts 3
10/17 Finishing 7/23

Als Nummer eins der 32 Pro Tour-Qualifikanten nahm Callan Rydz an seiner dritten Weltmeisterschaft teil. Zum Auftakt musste er gegen den japanischen Starter Yuki Yamada antreten. Den Startschuss setzte ein 82er-Checkout von Rydz, aber auch Yamada verteidigte seinen ersten Anwurf. Mit einem starken 12-Darter legte Rydz wieder vor, seine ersten drei Setdarts landeten im darauffolgenden Leg allerdings nicht in den gewünschten Doppelfeldern. Im dadurch erforderlichen Decider hatte Rydz dann das notwenige Glück, dass sein Gegner selbst vier Setdarts vergeben hatte. Somit holte sich Rydz auf der Doppel-12 doch noch den Auftaktsatz.

Im zweiten Satz leistete sich der Japaner weitere Fehlwürfe auf den äußeren Ring des Boards, in den ersten beiden Legs flogen vier Darts vorbei. Ein besonders folgenschweres Missgeschick unterlief Yamada dabei im zweiten Leg, als er sich bei 140 Restpunkten überwarf. Rydz hatte daher vergleichsweise leichtes Spiel, entschied letztlich alle drei Legs in diesem Durchgang für sich und erhöhte auf 2:0. Nach der Pause profitierte „The Riot“ von drei weiteren Fehlern des Konkurrenten, ehe er mit einem 148er-Highfinish für das größte Highlight der Partie verantwortlich war. Ins nächste und schlussendlich auch letzte Leg startete Rydz mit fünf perfekten Darts. Der mögliche 10-Darter gelang dem Engländer nicht, stattdessen machte er mit einem 13-Darter den Deckel drauf.

Callan Rydz 3:0 Yuki Yamada
91,32 Average 83,36
6 180s 1
148 High Finish 32
1 100+ Checkouts 0
9/23 Finishing 2/18

Nach der Auslosung hatte sich der frühere WM-Viertelfinalist Darius Labanauskas darauf eingestellt, gegen Charles Losper anzutreten. Der Südafrikaner durfte allerdings nicht nach England einreisen, sodass Mike De Decker als Nachrücker zum Zuge kam. Mit einem Treffer in der doppelten 1 eröffnete Labanauskas das Spielgeschehen; die nächsten beiden Legs wurden ebenfalls vom jeweils anwerfenden Profi gewonnen. Im vierten Leg sorgte Labanauskas dann mit Aufnahmen von 174 und 180 Zählern für Aufsehen. Der Litauer hatte nur noch 147 Punkte übrig, traf auch die Triple-20 und die Triple-17 und versenkte den neunten Wurf in der Doppel-18. Durch den zweiten 9-Darter innerhalb von zwei Tagen und das zwölfte perfekte Spiel in der Geschichte der PDC-Weltmeisterschaft ging Labanauskas mit 1:0 in Führung.


„Lucky D“ gelang es jedoch nicht, den Schwung in den zweiten Satz zu transportieren. Er vergab zwei Breakchancen und kassierte unmittelbar danach dann selbst ein Break. Kurz darauf gehörte der Durchgang der Vergangenheit an, De Decker erwischte die Doppel-20 und glich zum 1:1 aus. Einige Minuten später sicherte sich der Belgier noch ein viertes Leg nacheinander, danach setzte Labanauskas dieser Serie mit einem spektakulären 164er-Checkout ein Ende. Dem damit geschafften Rebreak ließ Labanauskas ein 116er-Highfinish folgen, doch De Decker antwortete umgehend mit einem 84er-Checkout und erzwang das Entscheidungsleg. Dort hatte De Decker das bessere Ende für sich. Er traf die benötigte Doppel-12 und übernahm mit dem 2:1 die Führung. Weil Labanauskas das erste Leg von Satz Nummer vier ebenfalls abgeben musste, wurde die Luft für ihn immer dünner. Diese Aussage galt umso mehr, als er kurz darauf haarscharf am Bullseye vorbeigeworfen hatte und ein Break einstecken musste. Von diesem Rückschlag konnte sich Labanauskas nicht mehr erholen. Er musste dabei zusehen, wie De Decker den vierten Matchdart in der Doppel-10 unterbrachte und mit 3:1 gewann.

Mike De Decker 3:1 Darius Labanauskas
89,36 Average 89,35
3 180s 1
84 High Finish 164
0 100+ Checkouts 3
10/24 Finishing 5/19

White übersteht die zweite Runde ohne wirkliche Schwierigkeiten

Im letzten Match der Nachmittagssession bekam es der an Position 27 gesetzte Ian White mit Chris Landman zu tun. Der Letztgenannte brachte das Auftaktleg zwar auf seine Seite, erlebte abgesehen davon allerdings einen schwachen Start. Im zweiten Leg gelang White ein 78er-Finish, dem er einen 14-Darter folgen ließ. Landman brachte den Durchgang zwar ins entscheidende fünfte Leg, blieb dort trotz des eigenen Anwurfs allerdings chancenlos. „Diamond“ genügten 14 Würfe, um mit 1:0 in Führung zu gehen.

Im zweiten Durchgang dominierte White das Spielgeschehen vollständig. Landman punktete viel zu schwach und erhielt in diesem Abschnitt keinen einzigen Versuch auf ein Doppelfeld. Währenddessen zeigte White unter anderem einen 13-Darter und erhöhte in der Summe problemlos auf 2:0. Im dritten Durchgang hielt Landman wieder besser dagegen, sowohl im ersten als auch im dritten Leg verteidigte der Niederländer seinen eigenen Anwurf. Weil White zwischendurch allerdings dasselbe gelang, war das Entscheidungsleg unumgänglich. Dort hielt Landman dem großen Druck stand, er brachte 80 Punkte auf Null und verkürzte auf 1:2. Im nun folgenden vierten Durchgang scheiterte Landman zunächst knapp an 161 Restpunkten, einige Minuten später verpasste er eine Gelegenheit auf der Doppel-20. White nutzte beide Situation in seinem Sinne aus und war damit erneut nur noch ein Erfolgserlebnis vom Weiterkommen entfernt. Diesmal konnte der Engländer den letzten Schritt auch gehen. Er platzierte den ersten Matchdart in der Doppel-16 und freute sich über den 3:1-Erfolg.

Ian White 3:1 Chris Landman
90,92 Average 83,21
4 180s 2
78 High Finish 80
0 100+ Checkouts 0
11/20 Finishing 5/13

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