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King, Rydz und Humphries stehen in den Viertelfinals

Mit Gerwyn Price und Michael Smith standen die ersten beiden Viertelfinalisten der Darts-Weltmeisterschaft 2022 bereits fest, als am Donnerstag die verbliebenen sechs Tickets für die Runde der Letzten Acht verteilt wurden. Drei der Achtelfinals fanden in der Nachmittagssession statt. Zuerst waren Raymond Smith und Mervyn King an der Reihe, danach folgten Alan Soutar und Callan Rydz. Zu guter Letzt duellierten sich mit Chris Dobey und Luke Humphries noch zwei Spieler, die zuletzt von Freilosen profitiert hatten.

Ende eines starken Laufs: Smith verspielt eine 3:1-Führung

Eine der großen Überraschungen dieses Turniers ist definitiv Raymond Smith. Der Australier gewann seine drei Partien deutlich und präsentierte sich vor allem auf den Doppelfeldern bärenstark. Sollte er seinen Lauf heute gegen Mervyn King fortsetzen, stünde er nicht nur im Viertelfinale, sondern hätte sich auch die Tourkarte für die neue Saison erspielt. Das erste Leg des Tages ging an den Weltranglisten-21., das zweite Leg holte sich Smith mit einem 13-Darter. In den nächsten Minuten zeigten beide Akteure je einen 14-Darter, sodass der erste Durchgang gleich ins Entscheidungsleg ging. Dort reichten King fünf Setdarts nicht aus. Dieses Geschenk konnte der „Guru“ gar nicht ablehnen, er traf die Doppel-8 und lag mit 1:0 vorne. Nach der Unterbrechung spielte Smith weiterhin seine Stärken aus, ihm gelangen Checkouts von 64 und 104 Punkten. Offensichtlich hatte King den Rückschlag aus dem vorhergehenden Satz noch nicht verarbeitet, in diesem Abschnitt war von ihm nichts zu sehen. Smith war wenig später auch auf der Doppel-20 zur Stelle und baute seinen Vorsprung auf 2:0 aus. Nach der Unterbrechung hatte „The King“ wieder mehr Grund zur Freude. Nach dem bereits gewonnenen Auftaktleg landete er mit einem 13-Darter sein erstes Break in dieser Partie. Letztlich hatte King auch keine Schwierigkeiten damit, den Satz einzusacken. Dadurch verringerte er seinen Rückstand auf 1:2. Dem Engländer gelang es allerdings nicht, an dieses Erfolgserlebnis anzuknüpfen, im vierten Durchgang lief bei ihm wiederum fast nichts zusammen. Smith musste daher selbst nicht einmal besonders gut spielen, um trotzdem drei Legs nacheinander für sich zu entscheiden. Dies hatte zur Folge, dass der Australier mit 3:1 den alten Abstand wieder hergestellt hatte.

Mit einem 13-Darter startete King positiv in den fünften Satz, zudem produzierte er direkt danach durch einen 15-Darter ein Break. Smith hätte den Durchgang noch am Leben halten können, setzte kurz darauf allerdings zwei eigene Breakdarts vorbei. King ließ sich nicht zweimal bitten, machte 67 Punkte aus und hatte den Rückstand erneut reduziert. Nach einem ausgeglichenen Start in Satz Nummer sechs war ein 14-Darter von King ausschlaggebend. Im darauffolgenden Leg benötigte der Engländer nur einen Wurf mehr. Diese beiden Leggewinne nacheinander brachten King den 3:3-Ausgleich ein. Zu Beginn des siebten und wichtigsten Satzes setzte King ein Ausrufezeichen, als er 124 Zähler auf dem Bullseye checkte. Darauf reagierte Smith mit vier Darts, die an der gewünschten Doppel-20 vorbeiflogen. Mit dem letzten Dart in der Hand erwischte King Sekunden später die Doppel-5, holte sich damit das Break und sorgte gleichzeitig für die Vorentscheidung. Schon wenige Aufnahmen später steckte sein fünfter Matchdart in der Doppel-6. Mervyn King hatte sich damit den 1:3-Rückstand umgebogen und erstmals seit 2009 wieder das Viertelfinale der Weltmeisterschaft erreicht.

Mervyn King 4:3 Raymond Smith
87,29 Average 83,72
6 180s 2
124 High Finish 104
1 100+ Checkouts 1
14/39 Finishing 10/30

Nächste herausragende Vorstellung von Rydz

Bei seinem WM-Debüt präsentierte sich Alan Soutar von seiner kämpferischen Seite. Sowohl gegen Diogo Portela als auch gegen Mensur Suljovic und José de Sousa gewann der hauptberufliche Feuerwehrmann im Entscheidungssatz, wobei er in den letzten beiden Fällen Matchdarts überlebte. Vollkommen anders sah der Turnierverlauf bei seinem Gegner Callan Rydz aus: er hatte in seinen drei Partien noch keinen einzigen Satz abgegeben. Die ersten beiden Legs dieser Begegnung wurden fair aufgeteilt. Danach setzte Soutar die erste Duftmarke, als er mit einem 84er-Finish das erste Break markierte. Rydz ließ drei Möglichkeiten zur direkten Antwort ungenutzt und verlor daher zum ersten Mal im laufenden Wettbewerb einen Satz. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam „The Riot“ begünstigt durch zwei gegnerische Fehler zum Break, welches er mit einem 15-Darter bestätigte. Mit einem 110er-Highfinish meldete sich auch Soutar wieder zu Wort, Auswirkungen auf den Verlauf des Satzes hatte diese Szene aber nicht. Letzten Endes war es ein 81er-Finish, das Rydz den 1:1-Ausgleich bescherte.

Nach der Unterbrechung drückte Rydz weiter aufs Gaspedal. Der Engländer glänzte mit Checkouts von 122 und 94 Punkten. Diesen dritten Satz kontrollierte Rydz von vorne bis hinten, er nutzte gleich den ersten Setdart auf der Doppel-20 aus und übernahm mit dem 2:1 die Führung. An diesem Bild änderte sich im darauffolgenden vierten Satz nichts, auch dort war Rydz seinem Gegner deutlich überlegen. Diese Tatsache war aber zu großen Teilen dadurch begründet, dass „Soots“ viel zu schwach scorte. Daher hatte Rydz relativ leichtes Spiel. Er lag bereits mit 2:0 in den Legs vorne, als er 113 Punkte auf Null brachte. Durch dieses Highfinish hatte er seine Gesamtführung auf 3:1 erhöht. Auch nach der letzten Unterbrechung erteilte Rydz weiter Anschauungsunterricht. Nach einem 87er-Bullfinish sowie einem 14-Darter war er an dem Punkt angekommen, an dem ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Nach langer Wartezeit erhielt Soutar immerhin wieder einen Versuch zu einem Leggewinn, die Doppel-15 zum Abschluss eines möglichen 150er-Checkouts verpasste er aber deutlich. Das war der letzte Wurf des Schotten im Turnier. Rydz versenkte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-4 und feierte einen deutlichen 4:1-Erfolg.

Callan Rydz 4:1 Alan Soutar
96,43 Average 87,79
2 180s 2
122 High Finish 110
2 100+ Checkouts 1
13/28 Finishing 4/11

Auch Dobey verspielt ein 3:1 und unterliegt ganz knapp

Weil erst Michael van Gerwen und einen Tag später auch Dave Chisnall positiv getestet worden waren, zogen ihre jeweiligen Gegner Chris Dobey und Luke Humphries kampflos ins Achtelfinale ein, wo sie es zum Abschluss des Nachmittags miteinander zu tun bekamen. Der Letztgenannte setzte im allerersten Leg drei Breakchancen in den Sand und war deswegen erst danach erfolgreich – mit einem 10-Darter allerdings auf beeindruckende Art und Weise. Die nächsten beiden Legs wurden ebenfalls vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, sodass ein Decider unumgänglich war. Dort halfen Humphries sechs perfekte Darts nicht weiter, weil „Hollywood“ als Vorleger einen 12-Darter zeigte und mit 1:0 in Führung ging. Direkt nach der Pause gelang Dobey ein 100er-Checkout, womit er gleichzeitig für ein Break verantwortlich war. Auch in den nächsten Minuten blieb Dobey weiter sehr effizient, weswegen er sich gegen den spürbar höheren Average des Konkurrenten behaupten konnte. Im zweiten Leg des Satzes gelang ihm ein 13-Darter, im direkten Anschluss daran ein 74er-Finish. Damit hatte sich Dobey die 2:0-Führung erarbeitet. Zu Beginn des dritten Durchgangs unterlief Dobey erstmals ein größeres Missgeschick, als er drei Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbeiwarf. „Cool Hand Luke“ nutzte diese Patzer zu seinen Gunsten und ließ dem jetzt erzielten Break einen 12-Darter, inklusive 121er-Checkout, folgen. Allerdings hatte Dobey den Satz noch nicht abgeschenkt. Ein 91er-Finish sowie ein 12-Darter der Nummer 30 der Setzliste erzwangen ein enorm wichtiges fünftes Leg. Dort verpasste Dobey drei Setdarts und damit auch die potenzielle Vorentscheidung. Humphries atmete tief durch, erwischte die Doppel-8 und lag demzufolge nur noch mit 1:2 hinten.

Nun hatte Humphries das Ziel, möglichst schnell zum Ausgleich zu kommen. Nachdem der Weltranglisten-19. das Auftaktleg von Satz vier bereits gewonnen hatte, beobachtete er, wie Dobey knapp an 138 Punkten scheiterte. Humphries gelang im direkten Gegenzug ein 121er-Finish auf dem Bullseye. Danach ließ er jedoch vier Setdarts ungenutzt und holte seinen Konkurrenten zurück in den Satz. Mit einem 13-Darter forcierte Dobey letztlich ein weiteres bedeutendes Entscheidungsleg. Dort zeigte Dobey seine ganze Klasse, er spielte einen 11-Darter und stellte mit dem 3:1 den vorherigen Abstand wieder her. Genau wie in den beiden Sätzen zuvor auch, sicherte sich Humphries im fünften Durchgang zügig eine 2:0-Führung. Durch einen 15-Darter verkürzte Dobey zwar wiederum, in diesem Fall blieb Humphries aber der Decider erspart. Er checkte 90 Punkte über Triple-20 und Doppel-15 und lag nur noch mit 2:3 hinten. Im sechsten Satz reagierte Dobey auf das verlorene erste Leg mit einem 14-Darter. Humphries schlug sofort zurück, indem er 68 Punkte trotz eines Ausrutschers in der Single-1 ausmachte. Diesem Leggewinn legte er einen 14-Darter hinterher, der gleichbedeutend mit dem 3:3-Ausgleich war.

Im finalen siebten Satz verpasste Dobey selbst knapp ein 123er-Checkout, ehe er sich Augenblicke später ein 117er-Highfinish des Konkurrenten anschauen durfte. Mit einem starken 11-Darter kam Dobey zum sofortigen Rebreak, welches er trotz einiger Unsicherheiten auf den Doppelfeldern bestätigte – damit benötigte Dobey nur noch ein einziges erfolgreich bestrittenes Leg. Unter maximalem Druck traf Humphries wenige Aufnahmen später die Doppel-4, sodass dieses Match in die Verlängerung ging. Ein 114er-Checkout brachte Dobey wieder in Front, Humphries antwortete mit sechs perfekten Darts und einem 14-Darter. Danach legte erstmals Humphries selbst vor, ein 13-Darter sicherte ihm das Break. Kurz darauf erhielt er bereits Matchdarts, nutzte fünf Stück aber nicht aus und musste jetzt abwarten, was sein Gegner mit 100 Restpunkten veranstalten würde. Dobey schaffte es allerdings nicht, sich einen Versuch auf Doppel zu erarbeiten. Eine weitere Chance genehmigte ihm Humphries nicht mehr. Er jagte seinen siebten Matchdart in die Doppel-1 und zog zum dritten Mal in seiner Laufbahn ins Viertelfinale des wichtigsten Turniers des Jahres ein.

Luke Humphries 4:3 Chris Dobey
97,77 Average 97,81
14 180s 11
121 High Finish 114
3 100+ Checkouts 2
18/41 Finishing 16/39

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