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Cross beendet van Barnevelds WM-Rückkehr

Nur noch eine einzige Session galt es zu absolvieren, bis die Darts-Weltmeisterschaft ihre traditionelle Weihnachtspause einlegte. Gleichzeitig fand die zweite Runde ihr Ende. Ernst wurde es an diesem Donnerstagabend auch für Gabriel Clemens. Die deutsche Nummer eins wollte der Favoritenrolle gegen Lewy Williams gerecht werden. Das eindeutige Topspiel der Session war allerdings das darauffolgende Duell zwischen Rob Cross und Raymond van Barneveld. Einige Stunden zuvor eröffneten Danny Noppert und Jason Heaver das Spielgeschehen, zum Abschluss durften noch Chris Dobey und Rusty-Jake Rodriguez die Bühne des Alexandra Palace betreten.

Zuerst waren also Danny Noppert und Jason Heaver an der Reihe. Der an 18 gesetzte Niederländer war dabei gegen den Debütanten der klare Favorit. Noppert warf zwar gleich mit seiner ersten Aufnahme ein Maximum, wenige Momente später jedoch zweimal an der Doppel-20 vorbei und ermöglichte dem Gegner das frühe Break. Letztlich war Noppert erst im dritten Leg zum ersten Mal erfolgreich. Kurze Zeit später vergab „The Freeze“ allerdings zwei Chancen, um sich ins Entscheidungsleg zu bringen. Heaver blieb auf der Doppel-18 fehlerfrei und belohnte sich mit der 1:0-Führung.

Im zweiten Durchgang stellte sich die Situation aus der Sicht des Favoriten angenehmer dar. Ohne ernsthafte Schwierigkeiten gewann Noppert die ersten beiden Legs. „Tsunami“ ging zwar auf der Doppel-20 dazwischen, den Ausgleich ließ sich Noppert aber nicht mehr nehmen. Ein 104er-Highfinish machte schließlich den Zwischenstand von 1:1 perfekt. Zu Beginn des dritten Satzes setzte Heaver zwei Breakdarts vorbei. Nur kurze Zeit später unterlief dem Engländer das nächste Missgeschick, als er bei sieben Restpunkten den ersten Dart in die große 17 warf. Noppert war in beiden Situationen bestrafend zur Stelle, legte noch einen 13-Darter hinterher und brachte sich mit 1:0 in Führung. Ein souveränes 71er-Finish brachte dem Niederländer auch im vierten Durchgang einen Vorteil ein, Sekunden zuvor hatte Heaver erneut zweifach gepatzt. Noppert bestätigte das dadurch geschaffte Break mühelos und stand bereits unmittelbar vor dem Sieg. Durch einen 14-Darter beendete Heaver danach immerhin die Serie von sechs verlorenen Legs hintereinander, Auswirkungen auf den Spielverlauf hatte das aber nicht mehr. Der sechste Matchdart von Noppert steckte in der Doppel-10 und machte den 3:1-Erfolg amtlich.

Danny Noppert 3:1 Jason Heaver
88,42 Average 85,19
5 180s 3
104 High Finish 44
1 100+ Checkouts 0
10/36 Finishing 5/13

Clemens wird kaum gefordert und gewinnt zu Null

Bis zum letzten Tag der zweiten Runde hatte sich Gabriel Clemens gedulden müssen, um endlich ins Turnier einsteigen zu können. Der letztjährige Achtelfinalist traf in seinem Auftaktmatch auf Lewy Williams. Der Waliser patzte früh im Match fünffach auf Doppel und musste daher ein schnelles Break gegen sich akzeptieren. Dem dortigen 68er-Checkout ließ Clemens ein perfekt ausgeführtes 97er-Finish folgen. Wenig später war der „German Giant“ auch auf der Doppel-16 erfolgreich und hatte den ersten Satz zu Null gewonnen. Im Anschluss an die Pause sicherte sich Williams seinen ersten Leggewinn, dabei handelte es sich zugleich um ein Break. Das ließ sich Clemens nicht lange gefallen, er reagierte darauf mit einem 143er-Highfinish. Er legte zudem einen 13-Darter nach und positionierte sich wenig später bereits bei 40 Rest, um den Satzgewinn klarzumachen. Das konnte der „Prince of Wales“ mit einem 87er-Checkout auf dem Bullseye zumindest vorerst verhindern. Im nun anstehenden Entscheidungsleg erhielt Williams sogar einen Setdart, warf diesen aber deutlich über die Doppel-20. Clemens zeigte keinerlei Nerven, erwischte im Gegenzug die Doppel-10 und vergrößerte seine Führung auf 2:0.

Dagegen lief bei Williams auch weiterhin nur wenig zusammen, im ersten Leg von Satz Nummer drei jagte er gleich sieben weitere Darts an den entsprechenden Doppelfeldern vorbei. Clemens kam selbstverständlich zum Break und war einige Minuten später an der Stelle angekommen, an der er nur noch ein einziges Leg benötigte. Dass sich Williams per 15-Darter sein insgesamt drittes Erfolgserlebnis sicherte, spielte keine Rolle mehr. Letztendlich war es ein starker 11-Darter, mit dem der Saarländer das Endresultat von 3:0 besiegelte. Die Doppelquote von rund 56 Prozent war dabei hervorragend, der Average von gut 86 Punkten hatte dagegen eine Menge Luft nach oben. In der dritten Runde wird es Clemens mit Jonny Clayton aufnehmen.

Gabriel Clemens 3:0 Lewy Williams
86,29 Average 75,12
4 180s 2
143 High Finish 87
1 100+ Checkouts 0
9/16 Finishing 3/19

Viel mehr als ein Duell zweier ehemaliger Weltmeister kann man in der zweiten Runde nicht erwarten. Umso mehr freuten sich die Zuschauer auf das Match zwischen Rob Cross und Raymond van Barneveld. Durch einen 13-Darter sicherte sich „Barney“ frühestmöglich ein Break, dem er ein von seinen Fans frenetisch bejubeltes 170er-Checkout folgen ließ. Erst als sein Gegner sieben Setdarts ausgelassen hatte, kam Cross zu seinem ersten Leggewinn. Davon ließ sich van Barneveld überhaupt nicht irritieren, ein 13-Darter machte den Satzgewinn einfach wenige Minuten später offiziell.

„Voltage“ kehrte erheblich verbessert auf die Bühne zurück. Mit einem 68er-Finish legte er vor, dieses Break bestätigte er mit einem 12-Darter, inklusive 128er-Highfinish. Van Barneveld gab den Satz noch nicht verloren. Er verkürzte zunächst auf der doppelten 2 und übte danach Druck auf den gegnerischen Anwurf aus. Doch Cross hielt diesem stand, benötigte für 93 Restpunkte nur zwei Darts und stellte mit dem 1:1 Parität her. Ein 14-Darter ließ Cross danach erstmals in Führung gehen. „Barney“ hielt zwar sofort wieder dagegen, setzte im darauffolgenden dritten Leg jedoch drei äußerst wichtige Breakdarts in den Sand. Durch einen starken 11-Darter lieferte er die angemessene Reaktion, im dadurch notwendigen Decider lief beim fünffachen Weltmeister jedoch nichts mehr zusammen. Während er erst mit dem elften Wurf ein Triplefeld erwischte, startete Cross mit seiner sechsten 180. Dieser Vorsprung war schließlich groß genug, Cross brachte seinen Dart wenige Aufnahmen später in der Doppel-4 unter und lag folglich mit 2:1 vorne.

Gleich zu Beginn des vierten Durchgangs musste van Barneveld den nächsten Rückschlag hinnehmen, als er zweimal an der Doppel-6 vorbeigeworfen hatte und ein Break kassierte. Dagegen legte der Engländer mit einem 86er-Checkout nach und hatte demnach die Ziellinie ganz dicht vor den Augen. Van Barneveld fand keinen Weg zurück ins Match, sein letzter Wurf bei seiner 29. Weltmeisterschaft landete knapp unterhalb der Doppel-20. Stattdessen war es genau dieses Doppelfeld, auf dem Cross Augenblicke später alles klar machte. Nach dem verlorenen Auftaktsatz zündete der Weltmeister von 2018 den Turbo und entschied die Partie mit 3:1 für sich.

Rob Cross 3:1 R. van Barneveld
90,38 Average 92,45
7 180s 7
128 High Finish 170
1 100+ Checkouts 1
10/26 Finishing 6/28

Dobey zieht nach dem 0:2 den Kopf aus der Schlinge

Jetzt gab es nur noch einen einzigen Teilnehmer, der die Bühne des Alexandra Palace in diesem Jahr noch nicht betreten hatte: Chris Dobey. Der an 30 gesetzte Engländer wurde im letzten Match der zweiten Runde von Rusty-Jake Rodriguez herausgefordert. Das allererste Leg ging durch ein 80er-Checkout an Dobey, das zweite dann an den 20-jährigen Österreicher. Dobey brachte sich zwar wieder in Front, ließ seinen ersten Setdart jedoch liegen und musste ins Entscheidungsleg gehen. Dort münzte „Hollywood“ auch zwei weitere Setdarts nicht in Zählbares um. Dagegen zeigte sich Rodriguez bei 88 Restpunkten eiskalt, er benötigte für diese Punktzahl nur zwei Pfeile und ging mit einem Vorsprung im Rücken in die Kabine.

Direkt nach dieser Unterbrechung gelang Dobey ein Break, kurz darauf stand er sich mit zwei Patzern auf der Doppel-20 wiederum selbst im Weg. Rodriguez nahm diese Chance natürlich wahr und bestätigte das direkte Rebreak auch erfolgreich mit einem 13-Darter. Seine ersten beiden Setdarts fanden jedoch nicht den Weg in die gewünschten Doppelfelder. Aus diesem Grund erzwang Dobey ein weiteres Entscheidungsleg, wo er allerdings analog zum vorhergehenden Satz zwei eigene Chancen vergab. Rodriguez zeigte in diesem so wichtigen Moment einmal mehr sein Können, löschte 90 Punkte über Triple-20 und Doppel-15 und lag damit bereits mit 2:0 in Führung.

Der nun unter Zugzwang stehende Dobey kam mit Checkouts in Höhe von 81 sowie 76 Punkten in den dritten Satz hinein. Zwar ging „RJR#3“ mit einem 130er-Bullfinish dazwischen, in diesem Durchgang ließ sich Dobey die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen. Er nutzte gleich den ersten Setdart auf der Doppel-16 aus und verkürzte auf 1:2. Ein 14-Darter brachte Rodriguez den Vorteil im vierten Satz ein, danach verpasste er jedoch vier Chancen zur potenziellen Vorentscheidung. Dobey rettete gerade so sein Anwurfleg und vollbrachte kurz darauf mit einem eigenen 14-Darter selbst das Break. Der Ausgleich war von diesem Punkt aus nur noch eine Frage der Zeit, Dobey verwandelte in der Doppel-4 und sorgte für den fünften und entscheidenden Satz.

Dort erlebte wiederum Rodriguez den besseren Start, ein 80er-Finish des Wieners führte zum Break. Im darauffolgenden Leg verfehlte er das Bullseye für das 170er-Checkout. Dobey spielte seinerseits einen starken 11-Darter und sicherte sich das direkte Rebreak. In der Schlussphase zahlte sich die weitaus größere Erfahrung beim Engländer aus, er ließ sich nun nicht mehr aufhalten. Wenige Minuten später steckte der erste Matchdart dann in der Doppel-20. Damit hatte Dobey das Comeback nach dem 0:2-Rückstand vollendet.

Chris Dobey 3:2 Rusty Rodriguez
92,68 Average 90,45
2 180s 6
81 High Finish 130
0 100+ Checkouts 1
13/36 Finishing 9/24

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