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Trotz Rückstands: van Gerwen überspringt seine erste Hürde

Am Samstagabend startete mit Michael van Gerwen einer der großen Favoriten auf den Turniersieg in die Darts-Weltmeisterschaft 2022. Der dreifache Weltmeister wurde im letzten Spiel dieser Session von Chas Barstow herausgefordert. Mit Rowby-John Rodriguez legte zuvor der erste Österreicher los, er war gegen Nick Kenny im Einsatz. Darüber hinaus fanden noch die Erstrundenspiele zwischen Adam Hunt und Boris Krcmar sowie zwischen Ted Evetts und Jim Williams statt.

Eröffnet wurde die insgesamt siebte Session der laufenden Weltmeisterschaft von Adam Hunt und Boris Krcmar. Mit einem 84er-Checkout ging das allererste Leg an Hunt, der Kroate konterte mit einem starken 11-Darter, inklusive 100er-Finish. Kurz darauf konnte Krcmar jedoch drei Breakdarts nicht verwerten. Trotz eigener Schwierigkeiten rettete Hunt daher sein Anwurfleg, zeigte anschließend ein 61er-Checkout und hatte den ersten Satz für sich entschieden.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs glänzte Hunt mit einem 12-Darter. Krcmar produzierte zwar das sofortige Rebreak, konnte sich darüber aber nur kurz freuen, weil der restliche Satz wiederum von Hunt bestimmt wurde. Dieser zeigte Legs von 14 sowie 15 Darts und vergrößerte seinen Vorsprung auf 2:0. Nach einem ausgeglichen Start in Satz Nummer drei erzielte Krcmar begünstigt durch zwei gegnerische Fehlwürfe ein wichtiges Break. Er schaffte es aber nicht, nachzulegen, und stand im dadurch erforderlichen Entscheidungsleg mit dem Rücken zur Wand. Dort zerstörte sich Krcmar seine Chance bei 110 Restpunkten, weil er den ersten Dart in die große 1 jagte. Hunt hatte nur noch 40 Zähler übrig, war direkt mit dem ersten Matchdart erfolgreich und feierte einen deutlichen 3:0-Erfolg.

Adam Hunt 3:0 Boris Krcmar
89,26 Average 89,04
5 180s 2
84 High Finish 100
0 100+ Checkouts 1
9/26 Finishing 4/13

Zu viele Fehler auf Doppel kosten Evetts das Match

Weiter ging es mit dem Duell zwischen Juniorenweltmeister Ted Evetts und dem Waliser Jim Williams. Der Letztgenannte erlebte den eindeutig besseren Start. Nach dem bereits eingefahrenen Auftaktleg sorgte er mit einem 130er-Highfinish für das erste Ausrufezeichen. Wenig später profitierte Williams von acht Patzern aufseiten seines Konkurrenten, sodass er den Satzgewinn perfekt machen konnte. Nach der Unterbrechung unterliefen Evetts zahlreiche weitere Fehlwürfe auf die Doppelfelder. Sechs vorbeigeworfene Pfeile von „Superted“ ermöglichten Williams auch in diesem Satz eine 2:0-Legführung. Danach erlöste sich Evetts: sein insgesamt 17. Versuch war endlich erfolgreich. Nur wenige Aufnahmen später leistete sich der Engländer jedoch erneut zwei Fehlwürfe. Williams nahm dieses Geschenk dankend an und lag damit insgesamt betrachtet mit 2:0 in Führung.

Nach der zweiten Pause steigerte sich Evetts erheblich. Einem 14-Darter ließ er ein 81er-Bullfinish zum Abschluss eines 12-Darters folgen. Daraufhin schloss sich wiederum ein 14-Darter an, durch den Evetts auf 1:2 in den Sätzen herankam. Im vierten Satz legte Evetts durch ein 68er-Checkout vor, danach beendete Williams die aus seiner Sicht ungewollte Serie von vier verlorenen Legs hintereinander. Da der Waliser anschließend ein 120er-Highfinish vollbrachte, fehlte ihm nur noch ein einziges Leg zum Einzug in die zweite Runde. Evetts hätte für ein satzentscheidendes fünftes Leg sorgen können, warf allerdings zweimal über die Doppel-20. Nach dieser misslungenen Aktion ließ sich Williams nicht zweimal bitten, er erwischte die doppelte 16 und besiegelte das Endergebnis von 3:1.

Jim Williams 3:1 Ted Evetts
89,71 Average 87,93
0 180s 3
130 High Finish 81
2 100+ Checkouts 0
9/21 Finishing 5/27

Starker Auftritt: Rowby-John Rodriguez lässt Kenny keine Chance

Ohne im Besitz einer Tourkarte zu sein, hatte sich Rowby-John Rodriguez über die Pro Tour für seine bereits sechste Weltmeisterschaft qualifiziert. Dort wartete Nick Kenny auf den Österreicher. Der Waliser hatte das Auftaktleg bereits verloren, als er dreimal Darts außen an der Doppel-16 vorbeisetzte. Vor allem deswegen schnappte sich Rodriguez ein Break, das gleichbedeutend mit der Vorentscheidung in diesem Auftaktsatz war. „Little John“ spielte noch einen 15-Darter und ging mit einer Führung im Rücken in die Kabine.

Nach der Unterbrechung behielt Rodriguez das Zepter unverändert in der eigenen Hand. Er kam mit einem 14-Darter zum Break und hatte danach Glück, dass Kenny knapp an 149 Restpunkten scheiterte. Erst als Rodriguez seinerseits drei Setdarts ungenutzt gelassen hatte, schaffte es Kenny, seinen ersten Leggewinn zu verbuchen. Dieser spielte aber keine Rolle, weil Rodriguez mit einem 98er-Finish antwortete und seinen Vorsprung auf 2:0 vergrößerte. Im dritten Durchgang änderte sich am Spielverlauf nichts mehr, Kenny war auch dort klar unterlegen und erhielt nicht einmal weitere Versuche auf Doppelfelder. Daher war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Rodriguez seinen vierten Matchdart in der Doppel-16 unterbrachte und den klaren 3:0-Sieg amtlich machte.

Rowby Rodriguez 3:0 Nick Kenny
97,50 Average 82,14
3 180s 2
98 High Finish 16
0 100+ Checkouts 0
9/21 Finishing 1/8

Was lange als unvorstellbar galt, ist in diesem Jahr eingetreten: Michael van Gerwen hat 2021 kein einziges Major-Turnier für sich entscheiden können. Bei der Weltmeisterschaft bot sich van Gerwen, der erstmals seit 2014 nicht an Position eins gesetzt war, die Möglichkeit, die Enttäuschungen der letzten Monate vergessen zu machen. Der dreifache Weltmeister startete gegen Chas Barstow in das Turnier. Der haushohe Favorit legte mit einem souveränen 72er-Finish vor, Barstow löschte im direkten Gegenzug 86 Zähler auf dem Bullseye. Da beide Spieler ihr darauffolgendes Anwurfleg ebenfalls verteidigten, musste schon früh im Match ein Decider absolviert werden. Dort ließ van Gerwen ganze sieben Setdarts liegen und musste mit ansehen, wie Barstow ihm diesen ersten Satz durch ein 116er-Highfinish vor der Nase wegschnappte.

Im zweiten Durchgang ging es für van Gerwen zunächst ähnlich schlecht weiter, drei weitere Darts von ihm fanden nicht den Weg in die anvisierten Doppelfelder. Er korrigierte diesen Fehler allerdings mit zwei 61er-Checkouts nacheinander. Im Anschluss daran löschte „Mighty Mike“ auch noch 80 Restpunkte, sodass er sich den 1:1-Ausgleich verdient hatte. Trotz acht Fehlwürfen auf den Doppelring sicherte sich van Gerwen das Auftaktleg von Satz Nummer drei. Der Weltranglistendritte bekam mittlerweile weniger Gegenwind und holte sich diesen dritten Durchgang letztendlich ungefährdet. Ein 97er-Finish ließ ihn mit 2:1 in Führung gehen.

Zu Beginn des vierten Satzes beendete Barstow mit einem Treffer in der Doppel-10 die Serie von sechs verlorenen Legs nacheinander. Der Niederländer beantwortete dies ohne zu zögern mithilfe eines 14-Darters, dem er ein 99er-Finish folgen ließ – damit trennte van Gerwen nur noch ein Leggewinn von der nächsten Runde. Diese Aufgabe erledigte van Gerwen mit einem weiteren 99er-Checkout, ebenfalls abgeschlossen auf der Doppel-16. Damit hatte van Gerwen den selbstverschuldeten 0:1-Rückstand in den 3:1-Sieg gedreht.

M. van Gerwen 3:1 Chas Barstow
94,54 Average 87,37
6 180s 3
99 High Finish 116
0 100+ Checkouts 1
11/36 Finishing 5/8

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