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Whitlock feiert knappen Sieg über Labanauskas

Am Dienstagnachmittag wurden bei der Weltmeisterschaft 2021 die nächsten vier Zweitrundenpartien ausgetragen. Die insgesamt 13. Session des Wettbewerbs wurde von Brendan Dolan und Edward Shouji Foulkes eröffnet, ehe Joe Cullen gegen Wayne Jones im Einsatz war. Danach starteten auch Simon Whitlock und Adrian Lewis in das Event: ihre Gegner Darius Labanauskas beziehungsweise Danny Baggish durften sie dabei keinesfalls unterschätzen.

Souveräne Siege für Dolan und Cullen

Zu den positiven Überraschungen dieser WM zählte definitiv Edward Shouji Foulkes. Der bis vor kurzem völlig unbekannte Japaner mit walisischen Wurzeln spielte in der ersten Runde stark auf und bezwang den als favorisiert eingeschätzten Mike De Decker mit 3:0. Heute traf er mit Brendan Dolan auf einen hocherfahrenen Profi. Der an 30 gesetzte Nordire bestritt bereits seine 13. Weltmeisterschaft. Dolan begann mit einem 13-Darter und legte mit vier perfekten Darts im zweiten Leg den Grundstein für ein frühes Break. Ein 105er-Highfinish später konnte der „History Maker“ den Auftaktsatz als erledigt bezeichnen. Erst als Dolan nach der Unterbrechung knapp an der Doppel-20 vorbeigeworfen hatte, gelang Foulkes sein erstes Erfolgserlebnis. Die Freude darüber währte zwar nur kurz, weil der Japaner wenig später ganze sieben Breakchancen ungenutzt ließ; anschließend legte er mit einem 14-Darter aber innerhalb des zweiten Satzes wieder vor. Da der erste Setdart nicht von Erfolg gekrönt war, musste Foulkes in das Entscheidungleg. Dort machte er die vergebene Möglichkeit von eben schnell vergessen, traf die Doppel-10 und stellte mit dem 1:1 Parität her.

Nach einem ausgeglichen Start in den dritten Durchgang brachte Dolan seinen Anwurf mit einem 15-Darter durch, schaffte es wenig später allerdings nicht, zwei Setdarts zu verwandeln. Folglich wurde auch dieser wichtige Durchgang im fünften Leg entschieden. Hier beging Foulkes einen folgenschweren Fehler auf der Doppel-20, Dolan war letztlich trotz eigener Probleme auf der Doppel-4 erfolgreich und übernahm mit dem 2:1 wieder die Führung. Einige Minuten später gelang Dolan mit einem 88er-Bullfinish ein Break, er ließ diesem sein Anwurfleg folgen und stand kurz vor der Ziellinie. Foulkes konnte sich von seiner verpassten Möglichkeit zum 2:1 nicht mehr erholen und gewann kein weiteres Leg mehr. Dolan verwandelte gleich den ersten Matchdart in der Doppel-20, gewann mit 3:1 und wird der Zweitrundengegner von Gerwyn Price sein.

Brendan Dolan 3:1 Edward Foulkes
90,69 Average 84,00
2 180s 0
105 High Finish 40
1 100+ Checkouts 0
11/28 Finishing 5/20

Danach unternahm Joe Cullen den nächsten Versuch, seinen WM-Fluch zu beenden: bei seinen bisherigen zehn Anläufen kam der Weltranglisten-16. nie über die zweite Runde hinaus. Auf der anderen Seite wollte der frühere WM-Halbfinalist Wayne Jones alles dafür tun, damit die Negativserie seines heutigen Gegners weiterging. Cullen erzielte dank eines perfekt ausgeführten 82er-Checkout frühestmöglich ein Break, überstand anschließend einen Breakdart gegen sich unbeschadet und erhöhte auf 2:0 in den Legs. Mit einem 90er-Bullfinish komplettierte der „Rockstar“ schließlich seine starke Leistung im ersten Satz.

Nach der Pause machte Cullen zunächst nahtlos weiter und glänzte mit einem 12-Darter, auf der Doppel-1 sicherte er sich danach auch das fünfte Leg dieser Partie. Erst als Cullen vier Setdarts ausgelassen hatte, trat Jones zum ersten Mal überhaupt in Erscheinung. Mit einem starken 11-Darter sorgte der „Wanderer“ nur kurze Zeit später sogar für den Decider in diesem zweiten Durchgang. Dort lief bei Jones jedoch nichts zusammen, sodass Cullen seine Führung trotz einiger Schwierigkeiten mit den Doppelfeldern auf 2:0 ausbauen konnte. Im dritten Satz wurden die ersten beiden Legs fair aufgeteilt, ehe sich Jones zwei Fehlwürfe auf den äußeren Ring leistete. Cullen bedankte sich mit dem Break und sorgte damit für die endgültige Vorentscheidung. Gleich der erste Matchdart steckte in der Doppel-16 und besiegelte den 3:0-Erfolg für Joe Cullen.

Joe Cullen 3:0 Wayne Jones
94,59 Average 88,78
6 180s 3
91 High Finish 81
0 100+ Checkouts 0
9/29 Finishing 3/11

Anschließend war der frühere WM-Finalist Simon Whitlock im Einsatz. In seine 14. PDC-Weltmeisterschaft startete er gegen den stets gefährlichen Darius Labanauskas. Whitlock profitierte im Auftaktleg von zwei gegnerischen Fehlern und sorgte für ein frühes Break, doch Labanauskas zeigte eine hervorragende Reaktion. Der Litauer kam mit einem 104er-Highfinish zum Rebreak, legte einen 14-Darter hinterher und machte den Satzgewinn schließlich mit einem 115er-Checkout perfekt. Nachdem es im zweiten Durchgang ausgeglichen losgegangen war, machte Whitlock deutlich, dass er unbedingt den Ausgleich erzielen wollte. Dies sollte ihm auch gelingen, einem 120er-Highfinish ließ er einen 13-Darter zum 1:1 folgen.

Nach der zweiten Pause produzierte der „Wizard“ gleich das nächste Break, ehe sich Labanauskas nach drei verlorenen Legs mit seinem zweiten 104er-Finish wieder zu Wort meldete. Whitlock hatte wenige Sekunden zuvor zwei Möglichkeiten auf Doppelfelder ausgelassen, trauerte dem aber nicht lange hinterher. Mit einem 13-Darter machte er im direkten Gegenzug das Rebreak klar, bevor ihm ein noch besserer 12-Darter die 2:1-Satzführung einbrachte. „Lucky D“ gab sich natürlich längst nicht geschlagen und war im vierten Durchgang wieder am Drücker – unter anderem mit einem 13-Darter erarbeitete er sich einen 2:0-Vorsprung. Whitlock verkürzte mit einem 80er-Checkout, überstand anschließend einen Setdart gegen sich unbeschadet und machte selbst auch 84 Zähler aus. Whitlock benötigte also nur noch das jetzt folgende Entscheidungsleg zum Weiterkommen und positionierte sich bereits bei 36 Restpunkten. Doch Labanauskas bekam bei 164 Rest noch eine letzte Chance und nutzte diese mit dem Rücken zur Wand stehend aus. Whitlock applaudierte zwar kurz, ließ sich aber weder von diesem großartigen Checkout noch vom 2:2-Ausgleich beeindrucken. Mit einem brillanten 10-Darter legte er im fünften und entscheidenden Satz vor. Wenig später war er dann soweit, als dass ihn erneut nur noch ein Leg von der dritten Runde trennte. Diesmal konnte Whitlock den entscheidenden Schritt aber gehen: er versenkte seinen sechsten Matchdart in der Doppel-4 und ging als 3:2-Sieger aus einer spannenden Partie hervor.

Simon Whitlock 3:2 Darius Labanauskas
101,21 Average 95,50
10 180s 4
120 High Finish 164
1 100+ Checkouts 4
12/33 Finishing 8/19

Der „Gambler“ knackt den „Jackpot“

Jetzt war es auch für Adrian Lewis soweit, und er durfte die Bühne des Alexandra Palace betreten. Der frühere Doppelweltmeister bekam es zum Auftakt mit Danny Baggish zu tun. Dabei ging es für Lewis denkbar schlecht los: über die ersten drei Legs verteilt ließ er fünf Möglichkeiten auf Doppelfelder liegen. Baggish präsentierte sich auf dem äußeren Ring dagegen sehr sicher, traf in allen drei Situationen die Doppel-10 und nahm einen 1:0-Vorsprung mit in die Pause. Nach der Unterbrechung und nach einem weiteren Fehlwurf des Gegners brachte Baggish auch das vierte Leg dieser Partie auf seine Seite, ehe er seinerseits einen Breakdart ausließ. Lewis war daher mit seinem insgesamt elften Versuch auf Doppel erstmals erfolgreich. Schon wenig später musste der Engländer jedoch den nächsten Nackenschlag hinnehmen: fünf weitere Pfeile landeten neben den anvisierten Doppelfeldern, unter anderem traf er gleich zweimal die Doppel-13 statt der Doppel-4. Baggish leistete sich selbst neun Fehler und brachte sein Anwurfleg doch noch durch. Im Anschluss daran blieb „The Gambler“ fehlerfrei, er brachte 79 Punkte auf Null und baute seinen Führung auf 2:0 aus.

Zu Beginn des dritten Durchgangs gewann Lewis erst sein zweites Leg überhaupt in dieser Partie, Baggish konterte ohne zu Zögern mit einem 13-Darter. Doch Lewis hatte den Schalter jetzt anscheinend umgelegt und leistete seinem Gegner erheblich mehr Gegenwehr. Mit Checkouts von 84 und 127 Punkten machte er seinen ersten Satzgewinn bei diesem Turnier perfekt und verkürzte dementsprechend auf 1:2. „Jackpot“ war nun klar am Drücker und spielte sich im vierten Set eine 2:0-Führung heraus – insgesamt hatte er vier Legs nacheinander für sich entschieden. Dieser Serie setzte Baggish auf besondere Art und Weise ein Ende: der US-Amerikaner erzielte das erste 170er-Finish dieser Weltmeisterschaft. Zudem bestrafte er wenig später drei vergebene Setdarts seines Gegners mit einem 91er-Finish und hatte im folgenden Decider sogar den Anwurf. Diesen Vorteil nutzte Baggish vollumfänglich aus und machte mit einem 15-Darter den Deckel drauf. Danny Baggish entschied die Partie mit 3:1 für sich, Lewis‘ Leistungssteigerung kam letztlich zu spät.

Danny Baggish 3:1 Adrian Lewis
93,39 Average 92,73
1 180s 6
170 High Finish 127
1 100+ Checkouts 1
10/26 Finishing 6/28

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