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Der 9-Darter hilft Wade am Ende nicht weiter


Am Dienstagnachmittag wurde die dritte Runde der Weltmeisterschaft mit drei weiteren Partien fortgesetzt. Der einzige Top 10-Profi in dieser Session war James Wade, der seine zuletzt starke Form im ersten Match des Tages gegen Stephen Bunting aufrechterhalten wollte. Danach waren Daryl Gurney und Chris Dobey im Einsatz, ehe Devon Petersen gegen Jason Lowe antreten musste.

Eröffnet wurde die Session also wie beschrieben vom rein englischen Duell zwischen James Wade und Stephen Bunting. Der Letztgenannte warf im allerersten Leg vier Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbei und kassierte sofort ein Break. Wade legte anschließend erfolgreich nach, doch dann war Bunting in der Partie angekommen. Unter anderem mit einem 13-Darter holte er sich selbst zwei Legs nacheinander und hatte im Decider sogar den Anwurf. Doch während „The Bullet“ zwei Setdarts ausließ, blieb Wade bei 62 Rest komplett fehlerfrei und sicherte sich das 1:0. Nach der Pause machte der Weltranglistensiebte stark weiter und stand dank eines 14- sowie eines 13-Darters kurz vor dem zweiten Satzgewinn. Bunting ging zwar mit einem 121er-Bullfinish dazwischen, verpasste danach aber zwei Chancen, um auch diesen Durchgang in das fünfte Leg zu bringen. Wade checkte 80 Zähler über zweimal Tops und erhöhte auf 2:0. Zu Beginn des dritten Durchgangs leistete sich Wade einen ungewohnten Rechenfehler und verpasste daher ein mögliches Break, machte das mit einem 64er-Checkout aber schnell wieder wett. Doch insgesamt war Bunting in dieser Phase der bessere Spieler, sodass der 1:2-Anschluss die logische Konsequenz war. Im Anschluss daran vergab Bunting zwar drei Breakdarts, ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Er nutzte die Schwächephase seines Konkurrenten konsequent aus und war selbst richtig gut unterwegs. Mit 13, 13 und 15 Darts sicherte sich Bunting die nächsten drei Legs und stellte dadurch das 2:2-Unentschieden her.

Einige Minuten später verlor „The Machine“ auch noch ein viertes Leg hintereinander, schüttelte sich jetzt aber kurz und startete mit zwei 180ern in das nächste Leg. Wade stellte sich jetzt mit den berühmten 141 Restpunkten vors Oche, traf die Triple-20 und die Triple-19 und versenkte den neunten Pfeil in der Doppel-12 – es handelte sich dabei um den zehnten 9-Darter bei einer WM und den ersten seit rund fünf Jahren. Bunting applaudierte zwar kurz, entschied das nächste Leg aber wiederum für sich. Bunting warf wenig später den ersten Setdart zu ungenau, das blieb letztlich aus seiner Sicht aber ohne negative Konsequenzen. Im erforderlichen Entscheidungsleg nutzte Bunting seinen Anwurf nämlich aus, erwischte die Doppel-18 und hatte aus dem 0:2-Rückstand die 3:2-Führung gemacht. Zu Beginn des sechsten Durchgangs machte Wade 110 Punkte aus und verhinderte ein drohendes Break. In der Folge wurden auch die nächsten drei Legs vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, sodass jetzt das nächste wichtige Entscheidungsleg folgte. Dort startete Wade schwach und traf erst mit dem neunten Versuch ein Triplefeld, eine 180 kam letztlich zu spät. Bunting nutzte gleich seinen ersten Matchdart auf der Doppel-16 aus und freute sich über den 4:2-Erfolg.

Stephen Bunting 4:2 James Wade
93,18 Average 87,94
6 180s 6
121 High Finish 141
1 100+ Checkouts 2
15/49 Finishing 12/20

Daryl Gurney zurück zu alter Stärke

Weder Daryl Gurney noch Chris Dobey konnten auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken. Doch beide Profis zeigten sich in ihrem Zweitrundenmatch verbessert und wollten hier und heute weitere Taten folgen lassen. Dobey musste das erste Leg der Partie an seinen Gegner abgeben und war danach mit einem 90er-Finish erstmals erfolgreich. Gurney holte sich seine Führung anschließend wieder zurück, scheiterte danach aber haarscharf an einem 161er-Highfinish zum Satzgewinn. Diesen machte „Superchin“ einfach ein paar Aufnahmen später perfekt, er traf die Doppel-8 und nahm ein 1:0 mit in die erste Pause. Nachdem das erste Leg von Satz Nummer zwei an Dobey gegangen war, drehte Gurney den Satz mit zwei 13-Dartern zu seinen Gunsten. Nachlegen konnte der wirklich stark aufspielende Nordire mit einem 11-Darter, der ihm die 2:0-Führung einbrachte.

„Hollywood“ kam einige Minuten später mit einem 13-Darter zurück auf die Bühne, kassierte allerdings auch das sofortige Rebreak. Im dritten Leg scheiterte Dobey knapp an einen 150er-Finish, ehe er selbst das nötige Glück hatte, einen Setdart gegen sich zu überstehen. Im jetzt anstehenden Entscheidungsleg ließ Dobey wiederum eine ganz wichtige Möglichkeit zu seinem ersten Satzgewinn aus, Gurney blieb auf der Doppel-16 fehlerfrei und erhöhte auf 3:0. Wie in den beiden Sätzen zuvor, holte sich Dobey auch in diesem Moment das erste Leg, verpasste es aufgrund von vier Fehlwürfen allerdings, nachzulegen. Der Engländer zeigte mit einem 12-Darter eine starke Reaktion und ließ sich das 1:3 aus seiner Sicht nicht mehr nehmen. Im fünften Satz machte Gurney allerdings ganz deutlich, dass er keinerlei Interesse an einer weiteren Verlängerung der Partie hatte. Er zeigte drei 14-Darter nacheinander und machte den 4:1-Sieg letztlich mit einem 78er-Finish perfekt.

Daryl Gurney 4:1 Chris Dobey
101,39 Average 99,29
5 180s 4
78 High Finish 97
0 100+ Checkouts 0
13/29 Finishing 8/27

Petersen verpasst Lowe den Whitewash

Mit seinem 3:1-Erfolg über den Weltranglistenvierten Michael Smith hatte Jason Lowe für eine der größten Überraschungen des Turniers gesorgt. Heute bekam es der Engländer in Person von Devon Petersen mit dem nächsten Topspieler zu tun. Nach einem ausgeglichen Start in die Begegnung ließ Lowe einen Breakdart liegen und ermöglichte es Petersen so, trotz fünf eigener Fehler zum 2:1 in den Legs zu kommen. Wenig später brachte der „African Warrior“ den Satz aus seiner Sicht erfolgreich zu Ende. Im zweiten Durchgang sah es für Lowe dann schon deutlich besser aus, er brachte unter anderem 135 Punkte auf Null und erarbeitete sich selbst eine 2:1-Führung. Doch dann spielten ihm die Nerven einen Strich durch die Rechnung, in den nächsten beiden Legs konnte er ganze acht Möglichkeiten zum 1:1-Ausgleich nicht verwerten. Petersen bedankte sich auf der Doppel-4 und erweiterte seinen Vorsprung auf 2:0.

Auch zu Beginn des dritten Satzes stolperte Lowe über die Doppelfelder, diesmal setzte er vier Pfeile am äußeren Ring vorbei. Petersen rettete seinen eigenen Anwurf daher doch noch, legte einen 13-Darter hinterher und beobachte anschließend, wie Lowe die Doppel-16 für ein 140er-Finish verfehlte. Der Südafrikaner hatte selbst noch 160 Punkte übrig, konnte dieses Checkout liefern und zog auf 3:0 in den Sätzen davon. Mit der klaren Führung im Rücken spielte Petersen befreit auf, glänzte mit einem 11- und einem 13-Darter und stand bereits mit einem Bein in der nächsten Runde. Nach sieben verlorenen Legs nacheinander meldete sich Lowe kurz darauf mit einem 72er-Finish zwar nochmal zu Wort, ehe er mit einem 81er-Finish auf dem Bullseye auch nochmal für einen Decider sorgte. Dort konnte Lowe eine Möglichkeit zu seinem ersten Satzgewinn nicht ausnutzen, sodass Petersen das Match mit einem 78er-Finish beendete.

Devon Petersen 4:0 Jason Lowe
91,55 Average 88,73
9 180s 1
160 High Finish 135
1 100+ Checkouts 1
12/29 Finishing 5/20

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