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Van der Voort schickt Aspinall nach Hause

Auch am ersten Tag der letzten Woche des Jahres flogen bei der Darts-Weltmeisterschaft die Pfeile. Dabei wurden am heutigen Montag sechs Partien der dritten Runde ausgetragen, davon die Hälfte in der Nachmittagssession. Zuerst auf die Bühne des Londoner Alexandra Palace durften José de Sousa und Mervyn King, ehe Dirk van Duijvenbode gegen Adam Hunt spielte. Zum Abschluss war mit Vincent van der Voort ein weiterer Niederländer im Einsatz, für ihn ging es gegen Nathan Aspinall.

King hat das richtige Timing und gewinnt zu Null

Wie oben erwähnt gab es als erstes das Duell zwischen dem Grand Slam-Sieger José de Sousa und dem hocherfahrenen Mervyn King zu sehen. Die ersten beiden Legs wurden zwischen den beiden Profis aufgeteilt, wobei dem Portugiesen ein 13-Darter gelang. Im dritten Leg ließ er jedoch eine Breakchance aus, sodass sich King die Führung mit einem eigenen 13-Darter zurückholte. Wenig später gelang dem Engländer per 78er-Finish selbst ein Break und gleichzeitig der Satzgewinn. Zu Beginn des zweiten Durchgangs patzte de Sousa dreifach auf Doppel und konnte nicht mehr verhindern, dass sich sein Gegner mit einem 80er-Checkout das nächste Leg schnappte. King spielte in dieser Phase überragend und zeigte im weiteren Verlauf einen 11- sowie einen 12-Darter. „The King“ lag somit nicht nur mit 2:0 vorne, sondern kam bis hierhin auch auf einen Average von fast 110 Punkten.

Nach der Pause machte King mit einem 13-Darter nahtlos weiter, ehe de Sousa nach sechs verlorenen Legs nacheinander dazwischenging – auf dem Weg zu einem 11-Darter gelangen ihm zwei Maxima. Da auch die nächsten beiden Legs vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen worden waren, folgte jetzt ein wichtiges Entscheidungsleg. Dort hatte King das bessere Ende für sich, er spielte einen 15-Darter und erhöhte seinen Vorsprung auf 3:0. Nachdem King im vierten Durchgang King ebenfalls vorgelegt hatte, unterlief „The Special One“ ein katastrophaler Rechenfehler. Bei 84 Restpunkten traf er die Single-16 und Single-18, anstatt jetzt aber aufs Bullseye zu zielen, versenkte de Sousa seinen Pfeil in der Doppel-20. King bedankte sich auf der doppelten 12 und benötigte nur noch ein einziges Leg zum Weiterkommen. Einige Minuten später war es dann soweit, King brachte den dritten Matchdart in der doppelten 4 unter und besiegelte den eindeutigen 4:0-Erfolg. Kurios dabei: den höheren Average konnte der Unterlegene aufweisen.

Mervyn King 4:0 Jose de Sousa
103,47 Average 103,62
8 180s 7
81 High Finish 80
0 100+ Checkouts 0
12/21 Finishing 4/10

Van Duijvenbode weiterhin in großartiger Verfassung

Weiter ging es mit einer Begegnung zweier ungesetzter Spieler. Doch ungeachtet dieser Tatsache ging der Grand Prix-Finalist Dirk van Duijvenbode als Favorit ins Duell mit Adam Hunt. Das erste Ausrufezeichen setzte jedoch der „Hunter“, der im Eröffnungsleg 145 Punkte ausmachte. Van Duijvenbode ließ das aber nicht lange auf sich sitzen und antwortete mit einem 170er-Finish. Danach setzte der Niederländer jedoch zwei Pfeile außen an der Doppel-16 vorbei, sodass Hunt unmittelbar zum nächsten Break kam. Genau das schaffte van Duijvenbode aber auch, folglich ging der erste Satz über die maximale Distanz. Dort zeigte van Duijvenbode seine Klasse, spielte einen starken 12-Darter und holte sich das 1:0. Zu Beginn des zweiten Durchgangs produzierte der „Titan“ begünstigt durch zwei gegnerische Fehler erneut ein Break, anschließend sammelte er sogar noch ein viertes Leg nacheinander ein. Hunt kämpfte sich mit einem 13-Darter zwar heran, scheiterte anschließend aber ganz knapp an 170 Restpunkten. Van Duijvenbode bestrafte das mit einem wichtigen 120er-Checkout und baute seine Führung auf 2:0 aus.

Hunt meldete sich nach der Unterbrechung eindrucksvoll zurück und erarbeitete sich mit einem 12- sowie einem 14-Darter eine 2:0-Führung innerhalb des dritten Satzes. Van Duijvenbode verkürzte mit einem 13-Darter, warf im Anschluss daran sieben perfekte Darts und hatte im jetzt folgenden Decider sogar den Anwurf. Hunt übte zwar großen Druck auf seinen Gegner aus, doch van Duijvenbode hielt diesem stand und erhöhte durch ein 114er-Highfinish auf 3:0. Der Niederländer spielte in dieser Phase völlig euphorisiert und machte im vierten Satz mit einem 13- und einem 12-Darter genau so stark weiter. Da die ersten beiden Matchdarts nicht von Erfolg gekrönt waren, ging noch ein Leg an Hunt, mehr war für den Engländer trotz einer sehr ordentlichen Leistung am heutigen Tag nicht drin. Van Duijvenbode nutzte schlussendlich seinen fünften Matchdart, gewann glatt mit 4:0 und glänzte dabei mit einem Average von über 104 Punkten.

Dirk van Duijvenbode 4:0 Adam Hunt
104,09 Average 97,39
4 180s 9
170 High Finish 145
3 100+ Checkouts 1
12/23 Finishing 6/15

Eigentlich war Nathan Aspinall schon draußen. Doch sein Zweitrundengegner Scott Waites vergab vier Matchdarts, sodass Aspinall doch noch die dritte Runde erreichte. Dort musste der zweimalige WM-Halbfinalist gegen Vincent van der Voort an die Arbeit. Der Niederländer erlebte einen herausragenden Start und zeigte ganz früh zwei 12-Darter, wobei ihm Highfinishes von 110 und 121 Punkten gelangen. Das dritte Leg der Partie entschied van der Voort per 15-Darter für sich. Nach der Unterbrechung verpasste Aspinall knapp ein 160er-Highfinish, sodass van der Voort mit einem 15-Darter zu einem weiteren Break kam. Bei „The Asp“ lief weiterhin kaum etwas zusammen, in den nächsten beiden Legs leistete er sich drei weitere Patzer. Van der Voort ließ dagegen keine Gelegenheit aus und erhöhte letztlich mit einem 113er-Highfinish auf 2:0. Erst als van der Voort zu Beginn des dritten Satzes vier Pfeile an den Doppelfeldern vorbeigesetzt hatte, verbuchte Aspinall sein allererstes Erfolgserlebnis. Er konnte dieses Break bestätigen und ließ sich nicht vom verlorenen dritten Leg aus dem Konzept bringen. Letztendlich war es ein starker 12-Darter, mit dem der Weltranglistensechste auf 1:2 verkürzte. Aspinall war jetzt deutlich besser unterwegs und stand nach zwei 14-Dartern im vierten Satz kurz vor dem Ausgleich. Da er die erste Möglichkeit hierfür ausließ, holte er seinen Gegner zurück in den Satz. „The Dutch Destroyer“ erzielte selbst zwei 14-Darter und sorgte für ein sehr bedeutendes Entscheidungsleg. Dort ließ Aspinall nichts anbrennen, war nach 13 Würfen bei Null angelangt und hatte mit dem 2:2 Parität hergestellt.

Innerhalb des fünften Durchgangs musste Aspinall das Auftaktleg an seinen Konkurrent abgeben, schien das mit sechs perfekten Darts aber schnell korrigieren zu können. Nur wenige Augenblicke später leistete sich Aspinall jedoch sechs Fehlwürfe auf Doppel, die van der Voort das Break ermöglichten. Dieser ließ zwar seine ersten drei Setdarts liegen und kassierte das sofortige Rebreak, weitere Konsequenzen hatte das aber nicht. Von seinem Gegner bekam van der Voort in diesem Moment zu wenig Gegenwind, sodass der Niederländer sich trotzdem die 3:2-Satzführung sicherte. Mit einem 74er-Finish erlebte van der Voort auch im sechsten Satz den besseren Start. Nachdem er dieses Break erneut bestätigt hatte, war van der Voort so weit, als dass ihm nur noch ein einziges Leg zum Weiterkommen fehlte. Mit einem 13-Darter verschob Aspinall sein Ausscheiden zwar nach hinten, wenig später konnte er dieses aber nicht mehr verhindern. Van der Voort versenkte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-16 und feierte einen hart erkämpften 4:2-Erfolg.

V. van der Voort 4:2 Nathan Aspinall
93,77 Average 91,03
8 180s 6
121 High Finish 81
3 100+ Checkouts 0
15/37 Finishing 8/28

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