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Van den Bergh verpasst Wattimena den Whitewash

Am Sonntagnachmittag war die dreitätige Weihnachtspause beendet, und bei der Darts-Weltmeisterschaft in London flogen wieder die Pfeile. Übrig geblieben waren am zehnten Turniertag nur noch 32 Spieler, dementsprechend ging es jetzt in die dritte Runde. Den Anfang machten hier Krzysztof Ratajski und Simon Whitlock, ehe Kim Huybrechts gegen Ryan Searle spielte und Dimitri Van den Bergh auf Jermaine Wattimena traf. Im Vergleich zur vorherigen Runde wurde das Format verlängert, gespielt wurde über „Best of 7 Sets“.

Whitlock erwischt einen völlig gebrauchten Tag

Das erste Ticket für das Achtelfinale wurde im Duell zwischen Krzysztof Ratajski und Simon Whitlock vergeben. Der Australier erhielt schon im allerersten Leg zwei Breakdarts, nutzte diese aber nicht aus. Letztlich gab es erst im vierten Leg der Partie ein Break zu beobachten, was vor allem daran lag, dass Whitlock drei Darts am äußeren Ring vorbeisetzte. Der „Polish Eagle“ machte im direkten Gegenzug das 1:0 perfekt und legte im zweiten Satz mit einem 121er-Highfinish vor. Danach leistete er sich allerdings zwei Patzer auf Doppel. Whitlock holte sich hier das sofortige Rebreak, sein Konkurrent ließ das allerdings nicht lange auf sich sitzen und reagierte mit einem 13-Darter. Einige Minuten später hatte der Pole dann auch den zweiten Durchgang mit 3:1 gewonnen und insgesamt auf 2:0 erhöht.

Nach der Unterbrechung zeigte sich der „Wizard“ sehr unsicher auf den Doppelfeldern, insgesamt elf Versuche nacheinander waren nicht erfolgreich – Ratajski konnte sich daher erneut eine 2:0-Führung in den Legs aufbauen. Erst als Whitlock mit sechs perfekten Darts ins darauffolgende Leg gestartet war, beendete er die Negativserie von vier verlorenen Legs in Folge. Anschließend überstand Whitlock drei Setdarts gegen sich unbeschadet, ließ im jetzt folgenden Entscheidungsleg jedoch selbst eine enorm wichtige Möglichkeit zu seinem ersten Satzgewinn liegen. Ratajski ließ sich jetzt nicht zweimal bitten, erwischte die Doppel-16 und baute seinen Vorsprung auf 3:0 aus. Ratajski musste das erste Leg von Satz Nummer vier aufgrund zweier vergebener Breakdarts an seinen Gegner abgeben, antwortete allerdings mit einem starken 11-Darter. Da die nächsten beiden Legs ebenfalls gerecht aufgeteilt worden waren, folgte jetzt ein weiterer wichtiger Decider. Dort ließ der mit dem Rücken zur Wand stehende Whitlock eine Chance auf der Doppel-20 ungenutzt. Ratajski verwandelte seinen vierten Matchdart Sekunden später in der Doppel-4 und machte den überraschend deutlichen 4:0-Erfolg offiziell.

Krzysztof Ratajski 4:0 Simon Whitlock
93,37 Average 93,69
4 180s 5
121 High Finish 52
1 100+ Checkouts 0
12/35 Finishing 6/29

Searle rettet seine Führung ins Ziel

Nur sechs ungesetzte Spieler hatten es in die dritte Runde geschafft, jetzt trafen zwei von ihnen direkt aufeinander. Sowohl Ryan Searle als auch Kim Huybrechts überzeugten im bisherigen Turnierverlauf und wollten jetzt den nächsten Schritt gehen. Der „Hurricane“ ließ im Auftaktleg eine Breakchance aus und kassierte wenig später selbst das Break. Insgesamt nutzte Searle den schwachen Auftakt seines Gegners gut aus und ging mit 1:0 in Front. Nach der Unterbrechung unterliefen dem Engländer drei Fehlwürfe auf drei verschiedene Doppelfelder, sodass Huybrechts zu seinem ersten Leggewinn kam. Der Belgier legte ein Break hinterher und machte den schnellen 1:1-Ausgleich, dank des daran anschließenden 13-Darters, perfekt. Im dritten Durchgang sah es für „Heavy Metal“ dann wieder deutlich besser aus: mit 15 und 13 Darts erarbeitete er sich eine 2:0-Führung. Nachdem Huybrechts dann zwei Breakdarts vorbeigeworfen hatte, war der Durchgang bereits Vergangenheit.

Mit der 2:1-Führung im Rücken machte Searle mit einem starken 11-Darter weiter, dieses Break konnte er wenig später bestätigen. Huybrechts gab den Satz aber noch nicht verloren, machte 68 Zähler aus und war drauf und dran, für das Entscheidungsleg zu sorgen. Ganze acht Chancen hierfür ließ der „Hurricane“ jedoch liegen, sodass sich Searle auf der Doppel-10 bedankte und auf 3:1 in den Sätzen erhöhte. Im fünften Durchgang profitierte Huybrechts zunächst von zwei gegnerischen Fehlern, ehe er problemlos auch das zweite Leg einsammelte. Searle konnte zwar verkürzen, setzte danach aber drei wichtige Breakdarts in den Sand. Huybrechts konzentrierte sich nochmal, verwandelte in der Doppel-16 und lag nur noch mit 2:3 in Rückstand. Der Mann aus Antwerpen schnappte sich auch das darauffolgende Leg, ließ sich von einem 118er-Finish seines Gegners nicht beeindrucken und glänzte selbst mit einem 140er-Checkout. Doch Searle zeigte kurz darauf sieben perfekte Darts und brachte den Satz in ein äußerst wichtiges fünftes Leg. Dort bekam Huybrechts zwei Chancen auf der Doppel-20, schaffte es jedoch nicht, den 3:3-Ausgleich herzustellen. Searle versenkte dagegen seinen zweiten Matchdart in der doppelten 10 und entschied die Partie mit 4:2 für sich.

Ryan Searle 4:2 Kim Huybrechts
91,79 Average 90,03
8 180s 3
118 High Finish 140
1 100+ Checkouts 1
13/41 Finishing 9/33

Beim 3:0-Sieg in der zweiten Runde hatte Dimitri Van den Bergh der Legende Paul Lim keine Chance gelassen und hatte dabei einen beeindruckenden Average von 105,61 Punkten erzielt. Jetzt ging es für den Weltranglistenneunten gegen Jermaine Wattimena weiter. „The Machine Gun“ patzte im ersten Leg der Partie vierfach auf Doppel und kassierte ein frühes Break, konnte dies aber umgehend korrigieren. Van den Bergh holte sich seine Führung anschließend mit einem 14-Darter zurück, überstand kurz darauf einen Breakdart gegen sich unbeschadet und holte sich das 1:0. Im zweiten Satz wurden die ersten beiden Legs gerecht geteilt, ehe Van den Bergh erneut sein Anwurfleg nach Hause brachte. Wenig später scheiterte der World Matchplay-Sieger haarscharf an einem 170er-Finish, dies hatte letztlich aber keine weiteren Konsequenzen. Denn im jetzt folgenden Entscheidungsleg übte Wattimena viel zu wenig Druck auf seinen Gegner aus, sodass dieser in aller Ruhe mit einem 80er-Checkout auf 2:0 erhöhte.

Auch im dritten Durchgang ging es aus der Sicht des Niederländers schlecht weiter, er setzte drei Pfeile am Doppelring vorbei und musste ein weiteres Break gegen sich einstecken. Van den Bergh ließ diesem ein 128er-Finish via zweimal Triple-16 und Doppel-16 folgen und sich auch nicht davon stören, dass Wattimena mit einem 15-Darter verkürzte. Der Belgier ließ bei seinen eigenen Anwürfen kaum etwas anbrennen und hatte auch dieser Situation kaum Schwierigkeiten damit, auf 3:0 davonzuziehen. Auch im Anschluss daran lief die Partie weiter nur in eine Richtung. Wattimena schien den Glauben an das Comeback längst verloren zu haben und gewann schlussendlich kein weiteres Leg mehr. Van den Bergh nutzte dagegen seinen dritten Matchdart auf der Doppel-20 aus und erreichte nach dem eindeutigen 4:0-Erfolg die Runde der Letzten 16.

D. Van den Bergh 4:0 Jermaine Wattimena
96,63 Average 89,24
4 180s 2
128 High Finish 56
1 100+ Checkouts 0
12/26 Finishing 4/16

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