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Van Duijvenbode schlägt Cross im Entscheidungsleg

Darts-Legende Paul Lim hatte nach seiner beeindruckenden Leistung in der ersten Runde am heutigen Dienstagabend seinen zweiten Auftritt: im letzten Match der Session traf er auf den World Matchplay-Sieger Dimitri Van den Bergh. Zuvor gab es noch ein weiteres Topspiel zu sehen: Ex-Weltmeister Rob Cross duellierte sich mit Dirk van Duijvenbode. Außerdem waren heute gleich zwei Südafrikaner im Einsatz: Cameron Carolissen forderte Danny Noppert heraus, und Devon Petersen bekam es mit Steve Lennon zu tun.

Cameron Carolissen war kampflos in die zweite Runde eingezogen, weil sein eigentlicher Gegner Martijn Kleermaker ein positives Testergebnis erhielt. Hatte der Südafrikaner dadurch 15.000 Pfund Preisgeld sicher, fehlte ihm auf der anderen Seite die Matchpraxis. Danny Noppert wollte die Unerfahrenheit seines Gegners für sich nutzen, kam aber sehr schlecht in die Begegnung hinein. Er kassierte frühestmöglich ein Break und vergab selbst drei Möglichkeiten, um dieses wieder rückgängig zu machen. Auf der anderen Seite machte Carolissen auch 64 Punkte aus und hatte diesen ersten Satz zu Null gewonnen. Nach der Pause kam von „Noppie“ weiter viel zu wenig, auch die ersten beiden Legs des zweiten Durchgangs musste er an seinen südafrikanischen Gegner abgeben. Erst als Carolissen einen Setdart ausgelassen hatte, gelang es Noppert, seinen ersten Leggewinn zu verbuchen. Carolissen verwertete auch die zweite Möglichkeit zum 2:0 in den Sätzen nicht und konnte das im jetzt folgenden Entscheidungsleg nicht mehr korrigieren. Noppert zeigte mit einem 13-Darter erstmals wirklich sein Können und stellte dadurch das 1:1-Unentschieden her.

Zu Beginn von Satz Nummer drei entschied der Niederländer noch ein viertes Leg nacheinander für sich, verpasste dann aber zwei Möglichkeiten, um diese Serie am Leben zu halten. Zwar holte sich Noppert mit einem 105er-Highfinish seine Führung innerhalb des Satzes zurück, doch Carolissen gelang die direkte Antwort, und es wurde erneut ein Decider erforderlich. In diesem wichtigen Leg leistete sich „The Javelin“ einen groben Schnitzer: bei 124 Rest hatte er die Triple-20 bereits getroffen, als er mit dem zweiten Pfeil die große 14 verfehlte. Noppert, der zuvor zahlreiche Setdarts vergeben hatte, ließ sich jetzt nicht nochmal bitten und machte das 2:1 perfekt. Alles in allem taten sich beide Akteure äußerst schwer. Sinnbildlich dafür war das Auftaktleg des vierten Satzes: Carolissen warf sechs Pfeile am äußeren Ring vorbei und gewann es trotzdem, weil Noppert seinerseits viermal zu ungenau zielte. Letztendlich ging auch dieser Satz über die maximale Distanz: während Noppert jetzt den Deckel drauf machen wollte, musste Carolissen dieses zwingend gewinnen, um im Turnier zu verbleiben. Der Südafrikaner wollte sein Ziel auf der Doppel-8 verwirklichen, rutschte aber in die Doppel-16 ab und bekam keine weitere Möglichkeit mehr. Noppert nutzte schließlich den vierten Matchdart und gewann mit 3:1.

Danny Noppert 3:1 Cameron Carolissen
80,56 Average 82,19
2 180s 4
105 High Finish 70
1 100+ Checkouts 0
9/31 Finishing 9/31

72 Fehler auf Doppelfelder von Petersen und Lennon

Für Devon Petersen war das Jahr 2020 aus sportlicher Sicht zweifellos ein erfolgreiches Jahr. Der Südafrikaner präsentierte sich stark wie nie, erreichte sein erstes TV-Halbfinale und gewann auf der European Tour seinen ersten Titel. Dementsprechend ist der an 29 gesetzte Petersen einer der Spieler, dem auch bei der WM ein gutes Abschneiden zugetraut wird – zuallererst musste er Steve Lennon aus dem Weg räumen. Petersen warf ihm Auftaktleg drei Pfeile am äußeren Ring vorbei, machte dies mit einem 106er-Finish aber schnell vergessen. Im dritten Leg profitierte der „African Warrior“ von zwei Fehlern seines Gegners und sorgte für das erste Break der Partie. Lennon ließ das nicht lange auf sich sitzen, konterte mit einem 13-Darter und hatte eigentlich auch im satzentscheidenden fünften Leg die Nase vorn. Der Ire setzte allerdings ganze neun Setdarts in den Sand und musste dann machtlos mit ansehen, wie Petersen auf der Doppel-1 doch noch zum 1:0 kam. Nach der Unterbrechung wurde es in punkto Doppelquote zunächst nicht besser. Zu Beginn des zweiten Satzes leistete sich Lennon die nächsten drei Fehler, für Petersen blieben daher zehn eigene Patzer folgenlos. Lennon antwortete mit einem 13-Darter, auch die nächsten beiden Legs wurden gerecht zwischen den Kontrahenten aufgeteilt. Somit musste das nächste Entscheidungsleg absolviert werden, in dem Lennon erneut zwei wichtige Setdarts nicht in den anvisierten Feldern unterbrachte. Petersen erwischte die Doppel-16 mit dem letzten Dart in der Hand und erhöhte seine Führung auf 2:0.

Im dritten Durchgang legte Lennon mit einem 90er-Bullfinish vor, ehe der „African Warrior“ trotz fünf weiterer Fehlwürfe zum Ausgleich kam. Per 72er-Finish erzielte Petersen im Anschluss daran das vermeintlich vorentscheidende Break, ließ in den nächsten beiden Legs jedoch sieben Matchdarts ungenutzt. Lennon warf im selben Zeitraum sogar elfmal am äußeren Ring vorbei und konnte den Satz dennoch für sich entscheiden. Petersen hatte allmählich genug von dieser Partie und drückte jetzt nochmal aufs Gaspedal. Mit Highfinishes von 121 und 105 Punkten brachte er sich erneut ganz nah an die Ziellinie. Lennon hatte im zweiten Leg dieses vierten Satzes drei weitere Darts danebengeworfen und leistete sich in diesem Moment noch zwei weitere Fehler. Petersen hatte die Fehler in diesem Durchgang dagegen weitestgehend abgestellt und brachte das Match jetzt auf der Doppel-10 zu Ende.

Devon Petersen 3:1 Steve Lennon
89,08 Average 89,34
7 180s 4
121 High Finish 90
3 100+ Checkouts 0
11/44 Finishing 7/46

Danach startete der Weltmeister von 2018, Rob Cross, in den Wettbewerb. Der Weltranglistenfünfte hatte mit Dirk van Duijvenbode eine sehr schwere Aufgabe vor der Brust. Beide Profis verteidigten souverän ihr erstes Anwurfleg, ehe Cross dies mit einem 14-Darter im dritten Leg wiederholte. Danach sorgte „Voltage“ mit einem 90er-Checkout für das erste Break, welches ihm parallel auch die 1:0-Satzführung einbrachte. Das bis hierhin sehr gute Scoring konnte Cross im zweiten Durchgang jedoch nicht aufrechterhalten. Van Duijvenbode musste daher selbst nicht besonders gut spielen, um sich eine 2:0-Führung in den Legs herauszuarbeiten. Zum Abschluss des Durchgangs gelang dem Niederländer ein 13-Darter, der für den 1:1-Ausgleich sorgte. Im ersten Leg aus Satz Nummer drei ließ van Duijvenbode drei Breakdarts liegen. Zwar konnte der „Titan“ innerhalb des Satzes umgehend ausgleichen, schon wenige Minuten später gingen allerdings drei weitere Breakchancen vorbei. Letztlich wurde dieser Durchgang erst im fünften Leg entschieden, in welchem Cross den Vorteil des Anwerfens perfekt für sich nutzte. Dem Engländer reichten 14 Würfe, um sich mit 2:1 zurück in Front zu bringen.

Van Duijvenbode reagierte mit einem starken 11-Darter auf seinen Rückstand und ließ diesem einen 14-Darter zum Break folgen. Trotz einiger Schwierigkeiten auf den Doppelfeldern konnte van Duijvenbode den Satz frühzeitig beenden, sein zehnter Setdart steckte in der Doppel-1 und brachte ihm den 2:2-Ausgleich ein. Auch im fünften und letzten Durchgang schenkten sich die beiden Duellanten nichts. Sowohl der Engländer als auch der Niederländer konzentrierten sich erfolgreich auf die eigenen Anwurflegs, sodass das Sudden-Death-Leg die logische Konsequenz war. Dort positionierte sich der anwerfende Cross nach zwölf Darts bei 12 Restpunkten, doch van Duijvenbode hatte in diesem Leg drei 134er geworfen und durfte mit 99 Rest zuerst vors Oche. Er traf die Triple-19, die Single-6 und nutzte seine einzige Möglichkeit auf der Doppel-18 aus. Dirk van Duijvenbode gewann ein hochspannendes Match dank seiner Nervenstärke mit 3:2 und sorgte damit für die nächste Enttäuschung für Rob Cross.

Dirk van Duijvenbode 3:2 Rob Cross
95,54 Average 92,39
7 180s 4
99 High Finish 90
0 100+ Checkouts 0
12/41 Finishing 8/15

Van den Bergh lässt Lim keine Chance

Auch bei seiner 25. Weltmeisterschaft demonstrierte Paul Lim, dass er weiterhin erfolgshungrig ist: den favorisierten Luke Humphries konnte der 66-jährige trotz eines 0:2-Rückstand bezwingen. Heute wollte Lim gegen den World Matchplay-Champion Dimitri Van den Bergh den nächsten Coup landen. Doch der Belgier machte früh deutlich, warum er als Favorit in dieses Duell hineinging: mit 14, 11 und nochmal 14 Darts holte er sich im Schnelldurchlauf den ersten Satz. Lim konnte das Niveau der Anfangsphase nicht mitgehen und erhielt erst zu Beginn des zweiten Durchgangs die erste Möglichkeit zum Leggewinn. Diese wurde vom „Singapore Slinger“ wahrgenommen, 75 Restpunkten stellten für ihn kein Problem dar. Doch Van den Bergh ließ nicht im Geringsten nach und antwortete mit einem 11-Darter, inklusive 100er-Checkout, ehe er den darauffolgenden 12-Darter mit einem 121er-Bullfinish beendete. Lim wartete in dieser Situation bereits bei 40 Restpunkten, kam aber nicht mehr ran und musste das Break gegen sich einstecken. Wenig später machte Van den Bergh das 2:0 offiziell, zu diesem Zeitpunkt kam der „Dreammaker“ auf einen Average von fast 110 Punkten. Nach der Unterbrechung kam Van den Bergh dem Sieg durch den nächsten 14-Darter wieder ein Stück näher, ehe Lim mit einem eigenen 15-Darter sein zweites Erfolgserlebnis verbuchte. Mehr war für den Routinier gegen den stark aufspielenden Gegner aber schlicht nicht machbar. Van den Bergh entschied das letzte Match des Tages gefahrlos mit 3:0 für sich und kam dabei auf einen beeindruckenden Average von 105,61 Punkten.

D. Van den Bergh 3:0 Paul Lim
105,61 Average 88,98
6 180s 1
121 High Finish 75
2 100+ Checkouts 0
9/17 Finishing 2/2

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