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Chisnall wirft Van den Bergh aus dem Turnier

Am Mittwochabend fanden die letzten drei Dartsmatches des besonderen Jahres 2020 statt. Dabei handelte es sich um die verbliebenen Achtelfinals der Weltmeisterschaft. Zuerst an der Reihe waren heute Abend Dirk van Duijvenbode und Glen Durrant, ehe Gerwyn Price mit Mervyn King eine schwierige Aufgabe vor der Brust hatte. Abgerundet wurde der 13. Spieltag der WM mit dem Duell zwischen Dave Chisnall und Dimitri Van den Bergh.

Van Duijvenbode dreht ein 1:3 und siegt im Entscheidungsleg

Nach zuletzt schwierigen Wochen hatte sich Glen Durrant bei diesem Wettbewerb zurückgemeldet und seine ersten beiden Spiele erfolgreich gestaltet. Jetzt ging es für den dreifachen BDO-Weltmeister gegen Dirk van Duijvenbode, der sich seinerseits seit längerer Zeit in Topform befindet. Die ersten drei Legs dieser Partie wurden ausnahmslos als Break gewonnen, sodass sich „Duzza“ eine 2:1-Führung erspielte. Auf der Doppel-10 konnte er dann erstmals den eigenen Anwurf verteidigen und den Satzgewinn perfekt machen. Van Duijvenbode produzierte zu Beginn des zweiten Durchgangs ein Break, warf wenig später aber dreimal an den Doppelfeldern vorbei. Durrant kannte keine Gnade und löschte im direkten Gegenzug 154 Punkte. Auch im nächsten Leg profitierte der Engländer von zwei gegnerischen Fehlern, er selbst machte zudem 72 Punkte aus. Van Duijvenbode antwortete mit einem 13-Darter und forcierte das entscheidende fünfte Leg. Dort hatte der Niederländer eigentlich alles im Griff, setzte aber drei wichtige Setdarts vorbei. Durrant erwischte die Doppel-20 mit dem letzten Dart in der Hand und erhöhte auf 2:0.

Per 72er-Finish erzielte der Premier League-Sieger auch zu Beginn des dritten Satzes ein Break, ehe van Duijvenbode die Schlagzahl erhöhte. Ihm gelangen zwei 11-Darter nacheinander, bevor er das nötige Glück hatte, dass sein Gegner diesmal fünf Fehlwürfe einstreute. Er erwischte seinerseits die Doppel-8 und verkürzte auf 1:2. Der „Titan“ legte auch im vierten Satz stark los und checkte 129 Punkte spektakulär über Triple-19 und zweimal Doppel-18. Im Gegensatz dazu ließ er nur wenige Momente später wiederum fünf Möglichkeiten zum 2:0 liegen, womit er seinen Konkurrenten wieder in den Satz zurückbrachte. Durrant wusste das mit seiner ganzen Erfahrung zu nutzten, legte mit einem 13- sowie einem 15-Darter nach und stellte mit dem 3:1 seinen alten Abstand wieder her.

Der jetzt unter Zugzwang stehende van Duijvenbode kam mit einem 113er-Highfinish zurück auf die Bühne, bei Durrant bildeten sechs perfekte Darts direkt danach die Grundlage für einen 14-Darter. Ein 106er-Finish verhalf dem Niederländer dann wieder zur Führung innerhalb des fünften Satzes, ehe er genau registrierte, wie Durrant drei Pfeile am äußeren Ring des Board vorbeisetzte. Van Duijvenbode checkte 92 Zähler via 20, Doppel-18 und Doppel-18 und verringerte seinen Rückstand auf diese Weise auf 2:3. Durrant gewann zwar das Auftaktleg des nächsten Satzes, ließ danach aber zwei Chancen aus, um den möglicherweise vorentscheidenden Schritt zu gehen. Van Duijvenbode rettete seinen Anwurf nach eigenen Schwierigkeiten auf der Doppel-8 und brillierte kurz darauf mit einem enorm wichtigen 170er-Finish – Durrant wartete bei 32 Rest auf seine Chance. Wenig später war der 3:3-Ausgleich dann offiziell.

Im finalen siebten Durchgang gelang Durrant ein Break, erneut ließ er danach aber eine enorm bedeutende Möglichkeit ungenutzt. Van Duijvenbode holte sich das direkte Rebreak, legte per 14-Darter nach und lag jetzt zum ersten Mal überhaupt in dieser Partie in Führung. Plötzlich stand Durrant mit dem Rücken zur Wand, hielt dem Druck aber zunächst stand und brachte die Partie in das alles entscheidende Leg. Dort hätte Durrant 100 Punkte löschen müssen, erarbeitete sich aber keinen Matchdart. Van Duijvenbode hatte nur noch 12 Zähler übrig, erwischte die Doppel-6 mit dem zweiten Versuch und jubelte über den knappen 4:3-Sieg.

Dirk van Duijvenbode 4:3 Glen Durrant
96,75 Average 90,76
9 180s 6
170 High Finish 154
4 100+ Checkouts 1
16/50 Finishing 14/43

Price marschiert locker ins Viertelfinale

In der dritten Runde hatte Gerwyn Price mächtig zu kämpfen: sein Gegner Brendan Dolan zwang ihn in ein Entscheidungsleg. Dort zeigte Price allerdings seine Nervenstärke und entschied den Krimi für sich. Als nächstes wartete der zuletzt sehr formstarke Mervyn King auf den Weltranglistendritten. Dank eines gegnerischen Fehlwurfes sowie eines eigenen 82er-Checkout kam Price frühestmöglich zu einem Break, welchem er einen 13-Darter folgen ließ. Danach war der Waliser für das erste echte Highlight verantwortlich: er machte 148 Punkte über zweimal Triple-18 und Tops aus setzte so bereits den Schlusspunkt unter den Auftaktsatz. Nach der Unterbrechung setzte Price seine starke Leistung mit einem 115er-Highfinish fort, ehe King auf der Doppel-8 seinen ersten Leggewinn verbuchte. Im Anschluss daran verfehlte der „Iceman“ zum ersten Mal ein Doppelfeld, was in diesem Fall aber folgenlos blieb. King hielt jedoch konsequent dagegen, sorgte für das satzentscheidende fünfte Leg und hatte auch dort die Nase vorn – die Belohnung dafür war der 1:1-Ausgleich.

Im Durchgang Nummer drei schnappte sich „The King“ mit einem 106er-Finish noch ein drittes Leg nacheinander, ehe sich Price durch ein 88er-Checkout wieder zu Wort meldete. Im darauffolgenden Leg sorgte der Letztgenannte mit sechs perfekten Darts für Aufsehen, die letztlich in einen starken 11-Darter mündeten. Dieses Break war gleichbedeutend mit der Vorentscheidung in diesem Satz, Price erwischte einige Minuten später die Doppel-4 und holte sich mit dem 2:1 seinen Vorsprung zurück. Der Engländer ließ im vierten Satz zunächst eine Breakchance liegen, hatte aber keinerlei Schwierigkeiten damit, sein daran anschließendes Anwurfleg einzusammeln. Das Break holte sich King dann einfach einige Minuten später mit einem 72er-Checkout, doch Price hatte die passende Antwort und führte den Satz dank diesen 13-Darters in den Decider. Dort zeigte der anwerfende Waliser seine Klasse, startete mit einem Maximum und brachte einige Aufnahmen später 93 Punkte auf Null. Damit verhinderte Price den drohenden Ausgleich und ging mit dem 3:1 stattdessen einen großen Schritt in Richtung Weiterkommen.

Dagegen musste King zu Beginn des fünften Durchgangs den nächsten Rückschlag hinnehmen, als er erst eine große Zahl und dann drei Doppelfelder verfehlte. Anschließend profitierte King zwar selbst von mehreren gegnerischen Patzern, die Freude darüber währte aber nur kurz. Denn Price produzierte mit einem 116er-Finish ein weiteres Break und machte kurz darauf auf seiner favorisierten Doppel-20 den Deckel drauf. Price gewann sein Achtelfinale absolut souverän mit 4:1 und wird es am Neujahrstag mit Daryl Gurney zu tun bekommen.

Gerwyn Price 4:1 Mervyn King
97,71 Average 98,15
4 180s 4
148 High Finish 106
3 100+ Checkouts 1
14/27 Finishing 7/24

Den 0:3-Rückstand kann Van den Bergh nicht mehr umbiegen

Jetzt folgte die letzte Partie des Jahres: im Duell zwischen Dave Chisnall und Dimitri Van den Bergh wurde der Viertelfinalgegner von Michael van Gerwen gesucht. „Chizzy“ eröffnete die Begegnung mit einem 14-Darter, Van den Bergh glänzte für seinen ersten Leggewinn mit einem 104er-Highfinish. Nachdem sich Chisnall mit einem weiteren 14-Darter wieder in Führung gebracht hatte, beobachtete er genau, wie sein Konkurrent fünf Versuche auf Doppel in den Sand setzte. Chisnall bestrafte dies mit einem starken 144er-Finish und brachte den Auftaktsatz auf seine Seite. Nach einem ausgeglichen Start in den zweiten Durchgang – beide Profis brachten ihr eigenes Anwurfleg durch – zeigte Chisnall mit 106 Punkten sein zweites Highfinish. Der „Dreammaker“ leistete sich anschließend zwei weitere Fehler auf Doppel und konnte nicht mehr verhindern, dass Chisnall auf 2:0 erhöhte.

Der Engländer brillierte bis hierhin mit einem 110er-Average und einer Doppelquote von fast 86 Prozent. Auch das erste Leg von Satz Nummer drei ging in Richtung Chisnall, Van den Bergh reagierte darauf mit sechs perfekten Darts und einem 12-Darter. Diesem starken Leg konnte der Belgier einen weiteren 12-Darter, inklusive 82er-Checkout, folgen lassen. Chisnall gab den Satz aber noch nicht verloren und holte sich das sofortige Rebreak, musste im jetzt folgenden Entscheidungsleg aber eine brenzlige Situation überstehen. Van den Bergh versuchte sich an einem 161er-Finish, verfehlte das benötigte Bullseye aber um Haaresbreite. Chisnall ließ das komplett kalt, er erwischte die Doppel-20 gleich mit dem ersten Versuch und baute seinen Vorsprung auf 3:0 aus.

Obwohl er selbst großartig unterwegs war, stand der amtierende World Matchplay-Sieger bereits kurz vor dem Turnieraus. Dank eines überragenden vierten Satzes konnte Van den Bergh sein Ausscheiden allerdings vorerst abwenden: mit zweimal zwölf und einmal 15 Darts entschied er alle drei Legs für sich und zelebrierte letztlich mithilfe eines 72er-Checkouts seinen ersten Satzgewinn. Nach der Pause machte Van den Bergh nahtlos weiter, löschte 121 Punkte auf dem Bullseye und sicherte sich das vierte Leg nacheinander. Chisnall ließ das nicht lange auf sich sitzen und produzierte per 13-Darter das sofortige Rebreak, konnte in den nächsten beiden Legs aber je eine Chance auf der Doppel-20 nicht verwerten. Van den Bergh war in beiden Situationen zur Stelle und verkürzte auf 2:3.

Zu Beginn des sechsten Satzes unterliefen Van den Bergh sechs Fehlwürfe auf den Doppelring, wodurch er seinem Gegner das Break schenkte. Der Belgier erholte sich zwar sehr schnell davon und machte die Fehler mit einem 88er-Finish für einen 12-Darter vergessen, danach waren die Doppelprobleme aber wieder da: sechs Versuche waren nicht erfolgreich. Chisnall kam deshalb trotz fünf eigener Fehler zum Break und benötigte nur noch ein einziges Leg. Dieses Ziel konnte Chisnall in die Realität umsetzen. Er machte zum Abschluss 102 Punkte via 20, Bullseye und Doppel-16 aus und entschied ein über weite Strecken absolut hochklassiges Match mit 4:2 für sich.

Dave Chisnall 4:2 D. Van den Bergh
101,76 Average 102,17
7 180s 12
144 High Finish 121
3 100+ Checkouts 2
13/26 Finishing 11/35

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