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Bunting übersteht einen Krimi gegen Justicia

Auch am Mittwoch, den 18. Dezember, flogen im Alexandra Palace natürlich wieder die Pfeile. Der sechste Spieltag der Weltmeisterschaft ging am frühen Nachmittag mit dem Match von Ron Meulenkamp und Ben Robb los. Anschließend gab es zwei weitere Erstrundenpartien zwischen Mickey Mansell und Seigo Asada sowie zwischen Harry Ward und Madars Razma. Zum Schluss wurde noch das Zweitrundenmatch von Stephen Bunting und Jose Justicia ausgetragen.

Eindeutige Siege für Meulenkamp und Asada

Los ging die Nachmittagssession also mit der Begegnung von Ron Meulenkamp und dem neuseeländischen Debütanten Ben Robb. Die ersten vier Legs wurden allesamt vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, erwähnt werden muss dabei aber vor allem der starke Beginn von „Big Rig“. Er zeigte Highfinishes von 112 und 170 Punkten und führte den Auftaktsatz in den Decider. Dort war allerdings Meulenkamp erfolgreich und brachte den Satz in die Niederlande. Nach der Unterbrechung holte sich „The Bomb“ sofort ein Break, welches er mit einem 92er-Finish bestätigte. Robb konnte in dieser Phase nicht wirklich mithalten und warf kurz darauf auch noch dreimal an Doppeln vorbei. Dadurch begünstigt schaffte es Meulenkamp, insgesamt auf 2:0 zu erhöhen. Robb stemmte sich nun nochmal gegen die drohende Niederlage und sicherte sich die beiden darauffolgenden Legs. Meulenkamp gab den Durchgang aber nicht verloren und sorgte letztlich auch hier für das Entscheidungsleg. Dort machte es der Niederländer großartig, glänzte mit einem 11-Darter und brachte die Partie bereits zum Abschluss. Unterm Strich war Meulenkamp klar mit 3:0 siegreich.

Ron Meulenkamp 3:0 Ben Robb
91,90 Average 88,36
9 180s 5
170 High Finish 77
1 100+ Checkouts 0
13/50 Finishing 10/29

Es folgte das Aufeinandertreffen von Mickey Mansell und Seigo Asada. Mansell musste lange um seine WM-Teilnahme zittern und war schließlich der letzte, der sich über die Pro Tour-Rangliste qualifizierte. Heute holte er sich das Auftaktleg, mit einem 62er-Finish konnte auch sein japanischer Gegner sein erstes Anwurfleg durchbringen. Asada vergab wenig später zwar zwei Breakmöglichkeiten, machte den Rückstand aber wieder wett und führte den Decider herbei. Während Mansell dort zwei Setdarts vergab, blieb „The Ninja“ bei 90 Restpunkten fehlerfrei und schnappte sich das 1:0. Nach der Unterbrechung ließ Mansell zwei Breakdarts verstreichen, reagierte darauf dann mit einem guten 120er-Highfinish. Die nächsten beiden Legs gingen allerdings wieder an Asada, der mit einem 84er-Finish den zweiten Durchgang sicherte. Im dritten Satz machte der jetzt befreit aufspielende Japaner überhaupt keine Kompromisse mehr. Mit 14, 13 und nochmal 14 Darts gewann er die drei ihm noch fehlenden Legs binnen weniger Minuten. Zum klaren 3:0-Erfolg verhalf Asada vor allem seine starke Doppelquote von knapp 70 Prozent.

Mickey Mansell 0:3 Seigo Asada
80,15 Average 91,97
1 180s 1
120 High Finish 90
1 100+ Checkouts 0
3/10 Finishing 9/13

Achterbahnfahrt mit besserem Ende für Ward

Beim Players Championship-Turnier Nummer 16 sicherte sich der 22-jährige Harry Ward Mitte des Jahres seinen ersten PDC-Titel. Dementsprechend machte er sein WM-Debüt über die Pro Tour klar, wobei es für ihn heute gegen Madars Razma aus Lettland ging. Letzterer warf im ersten Leg viermal an Doppeln vorbei und kassierte sofort ein Break; zudem verpasste er kurz darauf auch das Bullseye, um diesen Fehler zu korrigieren. Stattdessen holte sich „Big H“ auch das dritte Leg und hatte den ersten Satz bereits eingefahren. Erst als Ward sich zu Beginn des zweiten Durchgangs zweimal in Folge bei 14 Rest mit dem ersten Dart überwarf, gelang es Razma, sein erstes Erfolgserlebnis zu vermelden. Dies gab „Razmatazz“ spürbar Auftrieb, er legte ein 93er-Bullfinish nach und holte sich per 13-Darter auch das nächste Leg. Durch diesen Satzgewinn ohne Legverlust glich er auf 1:1 aus. Razma hatte die schwache Anfangsphase längst abgeschüttelt und glänzte im zweiten Leg aus Satz Nummer drei mit einem 12-Darter inklusive zwei 177ern. Weil Ward wenige Minuten später zweimal außen an der Doppel-16 vorbeiwarf, konnte Razma das sechste Leg nacheinander gewinnen und gleichzeitig die 2:1-Führung erreichen. Razma machte es nun richtig gut, holte sich im Anschluss daran das nächste Break und ließ diesem ein 105er-Highfinish folgen – ihm fehlte jetzt nur noch ein einziges Leg zum Weiterkommen. Doch plötzlich drehte Ward auf, feierte nach acht Legverlusten in Serie wieder ein Erfolgserlebnis und brachte den Satz auch in den Decider. Dort gelang dem Engländer ein 13-Darter, mit dem er den 2:2-Ausgleich herstellte. Ward war jetzt klar überlegen, holte sich auch die ersten beiden Legs des finalen fünften Satzes und stand plötzlich selbst ganz kurz vor dem Sieg. Bei Razma überwog jetzt der Frust, und er ließ im nachfolgenden Leg seine letzten vier Chancen auf der Doppel-18 aus. Ward ließ sich das jetzt nicht mehr entgehen, nutzte den ersten Matchdart auf der Doppel-20 und gewann mit 3:2.

Harry Ward 3:2 Madars Razma
84,04 Average 83,12
3 180s 3
68 High Finish 105
0 100+ Checkouts 1
9/20 Finishing 8/22

Im letzten Match dieser Nachmittagssession gab der an 17 gesetzte Stephen Bunting seinen Turniereinstand. Dabei bekam er es mit dem Spanier Jose Justicia zu tun. Letztgenannter produzierte schon bei der ersten Gelegenheit ein Break, welches er mit einem sehenswerten 128er-Bullfinish bestätigte. Per 13-Darter sammelte Bunting anschließend sein erstes Leg ein, vergab wenig später aber eine Chance auf das Bullseye, um den Satz wieder offen zu gestalten. So konnte „The Joker“ die Doppel-8 treffen und den ersten Durchgang für sich entscheiden. Nachdem Justicia auch zu Beginn des zweiten Satzes erfolgreich war, steigerte Bunting sich merklich. Er verteidigte zunächst sein Anwurfleg und kam dann dank eines 12-Darter inklusive 148er-Finish zum Break. Letztlich hatte der Engländer keine Schwierigkeiten mehr damit, den 1:1-Satzausgleich herzustellen. Durch zwei eigene Fehler auf Doppel ermöglichte „The Bullet“ seinem Kontrahenten zum Start des dritten Durchgangs ein Break. Der Spanier wusste das zu nutzen und legte nach. Bunting konterte nun aber mit einem 124er-Finish und brachte diesen Satz wenig später in das entscheidende fünfte Leg. Dort nutzte Bunting den Vorteil, das Leg begonnen zu haben und ging nach einem 72er-Finish mit 2:1 in Führung. Im nun folgenden vierten Durchgang lief zunächst alles der Reihe nach ab, bis Bunting im vierten Leg einen groben Fehler einstreute. Bei 74 Rest verfehlte er erst die Single-14 und mit dem nächsten Wurf auch die große 13. Justicia bedankte sich, traf die Doppel-20 und stellte den Spielstand auf 2:2.

In dem nun folgenden Entscheidungssatz kam Bunting deutlich besser hinein. Er zeigte Checkouts von 70 und 92 Punkten und hatte die Ziellinie bereits in Sichtweite. Weil der Engländer wenig später den ersten Matchdart vergab, konnte sich Justicia mit einem 80er-Finish im Turnier halten. Vergleichbar dazu ging das nächste Leg vonstatten: Bunting setzte zwei weitere Matchdarts in den Sand und Justicia bestrafte dies mit einem 74er-Finish. Da es sich um ein Zweitrundenmatch handelte, ging es jetzt in die Verlängerung. Dort leistete sich Bunting den nächsten kapitalen Bock, als er bei 72 Rest mit den zweiten Pfeil die große 12 verfehlte. Justicia nutzte das gnadenlos aus, erwischte die Doppel-12 und kam zum erhofften Break. Bunting stand jetzt plötzlich selbst mit dem Rücken zur Wand, zeigte im sechsten Leg aber starke Nerven und löschte 84 Zähler auf dem Bullseye – sein Gegner hatte bei 40 Rest gelauert. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, legte Bunting wieder vor und lag nun mit 5:4 vorne. Und jetzt sollte „The Bullet“ tatsächlich das spielentscheidende Break gelingen. Er löschte 64 Punkte zum Abschluss eines 14-Darters und ging als 3:2-Sieger aus diesem Krimi hervor.

Stephen Bunting 3:2 Jose Justicia
93,49 Average 91,87
10 180s 2
148 High Finish 128
2 100+ Checkouts 1
14/32 Finishing 13/29

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