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Anderson zum Auftakt mühelos

Für den Montagabend der Darts-Weltmeisterschaft 2020 waren zwei Schlagwörter besonders relevant: Irland und Gary Anderson. Denn neben gleich drei Iren in einer Session war auch der frühere Doppelweltmeister im Einsatz. Der „Flying Scotsman“ traf auf Brendan Dolan und wollte ein frühes Ausscheiden verhindern. Den Anfang machten heute Steve Lennon und Callan Rydz, ehe William O’Connor auf Marko Kantele traf und Vincent van der Voort von Keane Barry herausgefordert wurde.

O’Connor wird Favoritenrolle gerecht

Los ging es also mit Steve Lennon und Callan Rydz, dem Besten der diesjährigen Challenge Tour. Lennon kam mit einem 76er-Finish sofort zum Break und zeigte auch sonst einen hervorragenden Auftaktsatz. Als er im dritten Leg 128 Punkte auf dem Bullseye löschte, hatte er diesen bereits eingetütet. Erst als der Ire zu Beginn des zweiten Durchgangs knapp an 152 Restpunkten scheiterte, vermeldete Rydz sein erstes Erfolgserlebnis. Dies verlieh „The Rot“ spürbar Auftrieb und er bestätigte dieses Break per 13-Darter. Kurz darauf sammelte er auch das nächste Leg ein und hatte deswegen den 1:1-Ausgleich hergestellt. Lennon schwächelte jetzt auf den Doppelfeldern und warf in den ersten beiden Legs des dritten Satzes je drei Pfeile am äußeren Ring vorbei. Rydz nutzte diese Fehler mühelos aus und gewann anschließend sogar ein sechstes Leg nacheinander, sodass er selbst nun mit 2:1 vorne lag. Lennon fing sich im Anschluss daran aber wieder und stoppte die Negativserie auf der Doppel-12. Zudem sicherte sich „The Shamrock“ auch die nächsten beiden Legs und entschied diesen Satz zu Null für sich. Es ging nun also rein in den Entscheidungssatz, wo Lennon wieder kapitale Fehler auf Doppel einstreute. Er setzte im zweiten Leg fünf Möglichkeiten in den Sand und stand kurz vor dem Turnieraus. Doch Lennon bäumte sich nochmal auf, spielte zwei 15-Darter in Folge und sorgte für das alles entscheidende fünfte Leg. Dort vergab Lennon allerdings zwei Matchdarts, und Rydz erhielt seine große Chance. Die konnte der Engländer auch wahrnehmen, er traf die Doppel-2 und bejubelte den mit einem 3:2-Sieg verbundenen Zweitrundeneinzug.

Steve Lennon 2:3 Callan Rydz
91,92 Average 89,28
4 180s 4
128 High Finish 76
1 100+ Checkouts 0
8/32 Finishing 9/28

Nun wollte es William O’Connor besser als sein Landsmann machen und mit einem Sieg über den Finnen Marko Kantele in die zweite Runde einziehen. Dabei landete der Ire gleich zum Start ein Break und hatte anschließend Glück, drei Breakdarts gegen sich zu überstehen. Weil O’Connor dann jedoch zwei Setdarts daneben warf, holte sich Kantele seinen ersten Leggewinn. Er legte zudem einen 13-Darter hinterher und führte den Decider herbei. Dort ließ O’Connor aber nichts anbrennen, benötigte seinerseits nur 13 Würfe und holte sich den Premierensatz. Nach der Unterbrechung vergab Kantele erneut zwei Breakdarts, überstand kurz darauf aber selbst zwei Breakdarts gegen sich. O’Connor ließ sich von diesem Fehler allerdings nicht lange stören, bestrafte im vierten Leg zwei weitere Patzer des Konkurrenten und erhöhte seinen Vorsprung auf 2:0. Der Finne konnte das erste Leg des dritten Durchgangs zwar für sich verbuchen, danach ging es für ihn aber genau so weiter wie zuvor. Er geriet innerhalb des Satzes in Rückstand und setzte anschließend vier weitere Darts an Doppelfeldern vorbei. Damit hatte er seine letzte Chance vertan, weil O’Connor im Gegenzug 72 Punkte ausmachte. „The Magpie“ gewann eindeutig mit 3:0 und machte das Zweitrundenduell mit Gerwyn Price perfekt.

William O’Connor 3:0 Marko Kantele
88,23 Average 83,91
6 180s 1
72 High Finish 52
0 100+ Checkouts 0
9/30 Finishing 4/20

Van der Voort nutzt seine ganze Erfahrung

Anschließend betrat der dritte Ire des Abends die Bühne. Der 17-jährige Keane Barry war nach Mitchell Clegg und Max Hopp der drittjüngste WM-Teilnehmer aller Zeiten und qualifizierte sich als Sieger des Irish Matchplays erstmals für den Wettbewerb. Dabei musste „Dynamite“ gegen den erfahrenen Vincent van der Voort ran. Beide Spieler konzentrierten sich zunächst auf ihre eigenen Anwurfslegs und brachten diese souverän nach Hause. Dies war auch im notwendigen Entscheidungsleg der Fall, wo van der Voort mit einem 13-Darter die 1:0-Führung realisierte. Nachdem Barry – im Übrigen mit einem sehr schnellen Wurfrhythmus ausgestattet – das erste Leg des zweiten Satzes gewann, erhielt er erstmals eine Breakchance, verpasste aber die Doppel-12 für ein 138er-Finish. Stattdessen war es kurz darauf der „Dutch Destroyer“, der das erste Break der Partie produzierte. Van der Voort ließ anschließend aber selbst zwei Setdarts aus, kassierte das Rebreak und musste auch hier ins Entscheidungsleg gehen. Dort war der Niederländer allerdings wiederum erfolgreich, verwandelte in der Doppel-9 und baute seine Führung auf 2:0 aus. Van der Voort wurde hier massiv gefordert, hielt dem Druck seines Gegners aber stand und zeigte selbst eine gute Leistung. Dennoch profitierte er immer wieder von Fehlern des Iren, der die ersten beiden Legs des dritten Durchgangs hätte gewinnen können – die Möglichkeiten waren zumindest da. Stattdessen gingen beide an van der Voort, der bereits mit einem Bein in der zweiten Runde stand. Wenige Minuten später war es dann soweit, van der Voort erwischte die Doppel-10 und gewann am Ende mit 3:0.

V. van der Voort 3:0 Keane Barry
95,79 Average 91,72
4 180s 3
96 High Finish 72
0 100+ Checkouts 0
9/20 Finishing 4/12

An drei Tagen Darts-WM hatte es bereits drei Top-10-Spieler erwischt: Cross, Smith und White mussten die Heimreise antreten. Nun erlebte der an fünf gesetzte Gary Anderson seinen Turnierauftakt und wollte ein ähnliches Schicksal natürlich vermeiden. Dabei musste er gegen Brendan Dolan bestehen. Der „History Maker“ gewann sein Erstrundenmatch gegen Nitin Kumar problemlos und rief dabei eine grundsolide Leistung ab. Ins heutige Match erlebte Anderson den klar besseren Start, eröffnete mit einem 83er-Finish und landete kurz darauf ein Break. Trotz ein paar Schwierigkeiten auf den Doppeln konnte der Schotte dieses auch bestätigen und mit dem 1:0 im Rücken in die erste Pause zu gehen. Dolan erlebte einen katastrophalen Auftaktsatz und traf dort kaum ein Triplefeld; erst nach der Unterbrechung durfte er erstmals auf ein Doppelfeld zielen. Er verfehlte Tops allerdings und wurde von seinem Gegner mit einem 78er-Finish zum Break bestraft. In dieser Phase zeigte Anderson großartige Darts, legte zunächst ein 144er-Highfinish hinterher und warf zum Start des dritten Legs zwei 180er. Doch weil Dolan einige Augenblicke später 99 Punkte via 19 und zweimal Tops löschte, ging dieses doch nach Nordirland – es war sein erstes und einziges Erfolgserlebnis. Anderson antwortete allerdings ohne zu Zögern und entschied den zweiten Satz letztlich mit 3:1 für sich. Bei Dolan war von seiner guten Leistung am Vortag nichts zu sehen, er zeigte sich auch auf den Doppeln sehr unsicher. So setzte er im dritten Satz sechs Möglichkeiten in den Sand und stand kurz vor dem Turnieraus. Wenig später gab es daran nichts mehr zu rütteln, weil Anderson per 13-Darter den Deckel zum 3:0 drauf machte.

Gary Anderson 3:0 Brendan Dolan
93,77 Average 90,96
7 180s 0
144 High Finish 99
1 100+ Checkouts 0
9/27 Finishing 1/9

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