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Ian White verliert sein Zweitrundenmatch

Viel Zeit blieb nicht, um die packenden Ergebnisse von gestern Abend zu verarbeiten. Denn ganz unabhängig vom „Barney“-Karriereende oder dem Cross-Ausscheiden ging das Turniergeschehen der Weltmeisterschaft 2020 schon am Sonntagnachmittag weiter. Der gesetzte Spieler in dieser Session war Ian White, der es im letzten Match mit Darius Labanauskas zu tun bekam. Vorher eröffneten Kyle Anderson und Xiaochen Zong den dritten Turniertag, ehe Ross Smith auf Ciaran Teehan traf und Brendan Dolan gegen Nitin Kumar spielte.

Anderson zieht den Kopf aus der Schlinge

Den Anfang machte mit Kyle Anderson also ein recht prominenter Spieler. Nicht nur aufgrund seiner Erfahrung war der Australier gegen den chinesischen Starter Xiaochen Zong klar favorisiert. Doch Zong startete besser und holte sich im zweiten Leg mithilfe eines 80er-Finishes das erste Break des Tages. Anderson konterte jedoch ohne zu Zögern und führte kurz darauf mit einem 14-Darter das Entscheidungsleg herbei. Dort brachte der Chinese seinen Anwurf völlig problemlos nach Hause und gewann somit den ersten Durchgang. „The Original“ fand noch nicht zu seinem Spiel und musste auch im zweiten Satz die Konsequenzen dafür tragen. Nachdem er auch aufgrund eigener Fehlwürfe erneut mit 0:2 in den Legs hinten lag, konnte er mit einem 96er-Finish zwar verkürzen, warf anschließend jedoch einmal an der Doppel-20 vorbei. Zong war zur Stelle, erwischte die Doppel-9 und erhöhte seine Gesamtführung auf 2:0. Anderson stand nun unter Zugzwang und schaffte es im dritten Durchgang erstmals selbst, mit zwei Leggewinnen in Folge vorzulegen. Auf der Doppel-18 verteidigte Zong zwischenzeitlich seinen Anwurf, doch Anderson tat kurz darauf selbiges und machte mit einem 13-Darter seinen ersten Satzgewinn perfekt. Zong startete mit einem Break in den nun folgenden vierten Durchgang, doch sein australischer Gegner war nun in der Lage, passend darauf zu antworten. Er löschte zunächst 76 Punkte aus und zog auch die nächsten beiden Legs auf seine Seite. Da nun der 2:2-Ausgleich hergestellt war, ging es in den finalen fünften Satz. Anderson hatte nun klar Oberwasser und erarbeitete sich direkt ein Break; er hatte kurz darauf aber auch großes Glück, als Zong drei wichtige Möglichkeiten verstreichen ließ. Anderson benötigte nun nur noch ein einziges Leg, konnte zunächst aber vier Matchdarts nicht verwerten. Wenige Minuten später war es dann aber soweit; und das abschließende Checkout war symptomatisch für die gesamte Partie: bei 9 Rest erwischte Anderson erst die Doppel-1 und checkte dann noch via Single-5 und Doppel-1. Am Ende lautete der Spielstand 3:2 für den Australier.

Kyle Anderson 3:2 Xiaochen Zong
89,56 Average 83,16
5 180s 2
96 High Finish 80
0 100+ Checkouts 0
12/44 Finishing 9/28

Im zweiten Match bekam es Ross Smith mit dem irischen Debütanten Ciaran Teehan zu tun. Der Auftaktsatz verlief äußerst ausgeglichen, beide Akteure verteidigten ihre eigenen Anwurflegs mit großer Sicherheit. Im nun folgenden Entscheidungsleg zeigte der 20-jährige Teehan seine ganze Klasse, warf zwei 180er und benötigte schließlich nur 11 Würfe für die 1:0-Führung. Teehan legte im zweiten Durchgang mit einem 80er-Finish vor, ehe der „Smudger“ für ein Highlight sorgte und 154 Zähler von der Scheibe nahm. Schon kurz darauf vergab Smith jedoch fünf Breakdarts, und Teehan rettete seinen Anwurf trotz sieben eigenen Fehlern. Smith schien sich davon aber nicht beeindrucken zu lassen und warf im nachfolgenden vierten Leg sieben perfekte Darts – der achte verfehlte die gewünschte Triple-15. Letztlich sorgte ein 12-Darter auch hier für das Entscheidungsleg, welches gerade für den Engländer eine hohe Bedeutung hatte. Doch Teehan hielt stark dagegen, zeigte einen 15-Darter und erhöhte seine Gesamtführung auf 2:0. Weil beide Spieler zum Start des dritten Satzes einige Fehler auf Doppel einstreuten, gab es zunächst zwei Breaks zu beobachten. Als Smith aber wenige Minuten später vier Mal auf Doppelfelder patzte und Teehan ihn mit einem 107er-Finish bestrafte, war die Vorentscheidung gefallen. Dem Iren reichte dann noch ein 13-Darter, um mit dem 3:0 alles klar zu machen.

Ross Smith 0:3 Ciaran Teehan
87,67 Average 90,08
5 180s 5
154 High Finish 107
1 100+ Checkouts 1
5/20 Finishing 9/24

Dolan ohne Schwierigkeiten gegen Kumar

Wie im vergangenen Jahr auch setzte sich Nitin Kumar beim indischen Qualifikationsturnier durch. Bei dieser WM bescherte ihm die Auslosung den routinierten Brendan Dolan als Auftaktgegner. Der „History Maker“ landete mithilfe eines 79er-Checkouts frühestmöglich ein Break, doch Kumar machte das mit einem eigenen 80er-Finish gleich wieder wett. Dolan ging dann wieder in Front, vergab jedoch den ersten Setdart, und Kumar konnte mit einem weiteren 80er-Finish erneut für das Rebreak sorgen. Weil „The Royal Bengal“ kurz darauf jedoch selbst eine Chance zum Satzgewinn verpasste, wurde auch dieses Leg gegen den Anwurf gewonnen – Dolan lag mit 1:0 in den Sätzen vorne. Der Nordire kam mit einem 110er-Highfinish aus der Pause heraus und konnte zudem mit dem nächsten Break nachlegen. Kumar gab den Satz noch nicht verloren und konterte mit einem 13-Darter; mit dem eigenen Anwurf konnte er jedoch auch weiterhin nichts anfangen. Stattdessen spielte Dolan seinerseits einen 13-Darter und hatte den zweiten Satz ebenfalls eingefahren. Der Nordire schnappte sich auch die ersten beiden Legs des dritten Durchgangs und stand kurz vor dem Sieg. Auf der anderen Seite scheiterte Kumar vor allem an seinem Scoring, auf die Doppel hatte er nur wenig Schwierigkeiten. So stellten auch 64 Restpunkte im nächsten Leg kein Hindernis dar. Auf diese Weise brachte Kumar erstmals seinen Anwurf durch, es sollte aber auch sein letzter Leggewinn bleiben. Dolan verwandelte in der Doppel-16 und freute sich über einen klaren 3:0-Erfolg.

Brendan Dolan 3:0 Nitin Kumar
97,35 Average 90,17
1 180s 3
110 High Finish 80
1 100+ Checkouts 0
9/13 Finishing 4/6

Erst vor wenigen Wochen hatte Ian White seinen Fluch bei den Major-Turnieren endlich gebrochen und war ins Halbfinale der Players Championship Finals vorgerückt. Nun musste man abwarten, inwieweit dies Rückenwind für das größte Darts-Event überhaupt geben würde. Seinen Zweitrundengegner Darius Labanauskas durfte er dabei keinesfalls unterschätzen. „Diamond“ startete schlecht und vergab im ersten Leg vier Breakdarts, erholte sich dank eines starken 11-Darters aber sehr schnell. Da auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden – White holte seines mit einem 12-Darter inklusive 136er-Finish – ging es sogleich in einen Decider. Dort nutzte der anwerfende Litauer seinen Vorteil, traf die Doppel-20 und ging in Front. Nach der Unterbrechung konnte sich der an Neun gesetzte White deutlich steigern. Er checkte zunächst 81 Punkte auf der Doppel-13 und breakte wenig später mit einem 14-Darter. Zwei 180er zum Start des dritten Legs waren zudem die Grundlage dafür, dass White auch in diesem erfolgreich war und den 1:1-Satzausgleich herstellte. Labanauskas sah in diesem Satz kein Land und durfte erst nach der zweiten Pause wieder auf Doppel zielen, setzte aber zwei Darts vorbei. White bedankte sich und kam mit einem weiteren 13-Darter zum Break, doch diesmal war „Lucky D“ hellwach und konterte umgehend. Doch White zeigte sich weiterhin in hervorragender Verfassung und produzierte im direkten Gegenzug einen starken 11-Darter. Das nächste Break ließ jedoch nicht lange auf sich warten und kam durch einen 13-Darter von Labanauskas zustande. Dort hielt der Litauer seine Nerven zusammen, brachte 74 Punkte auf Null und ging insgesamt mit 2:1 in Front. Dies gab Labanauskas augenscheinlich Auftrieb, und so gewann er mit 13 und 15 Darts auch die ersten beiden Legs des vierten Durchgangs. White lag mit seinem Average noch immer oberhalb von 100 Punkte und stand dennoch kurz vor dem Ausscheiden. Der Engländer konnte mit einem 11-Darter zwar noch ein Erfolgserlebnis verbuchen, mehr wurde es allerdings nicht mehr. Denn Labanauskas nutzte seinen ersten Matchdart auf der Doppel-20 und gewann diese Partie mit 3:1.

Ian White 1:3 Darius Labanauskas
100,33 Average 96,31
8 180s 3
136 High Finish 74
1 100+ Checkouts 0
8/14 Finishing 9/23

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