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Humphries gewinnt im Entscheidungsleg

Am zweiten Tag der PDC Weltmeisterschaft 2020 wurde auch am Nachmittag gespielt. Hauptattraktion der ersten Session am heutigen Samstag war mit Sicherheit Darts-Legende Paul Lim, der von Luke Woodhouse herausgefordert wurde. Bereits zuvor waren Darius Labanauskas und Matthew Edgar sowie Ryan Meikle und Yuki Yamada im Einsatz. Zum Abschluss wurde noch ein Zweitrundenmatch gespielt, dabei erwartete der an 18 gesetzte Jermaine Wattimena Juniorenweltmeister Luke Humphries.

Labanauskas schlägt Edgar erneut

Für Darius Labanauskas und Matthew Edgar gab bei der Auslosung zur WM ein Déjà-Vu: wie im Jahr zuvor trafen die beiden direkt aufeinander. Damals siegte der Litauer mit 3:1 und bezwang anschließend auch noch van Barneveld. Ins heutige Match kam Labanauskas deutlich besser hinein. Er eröffnete mit einem 76er-Finish und gewann ungefährdet zwei weitere Legs – der erste Satz war damit bereits eingetütet. Edgar konnte auch nach der Unterbrechung nicht ernsthaft mithalten und lag im zweiten Durchgang bereits mit 0:2 hinten, als er erstmals auf ein Doppelfeld zielen durfte. Er verfehlte die Doppel-16 jedoch und ermöglichte es Labanauskas, insgesamt auf 2:0 zu erhöhen. Im Anschluss daran gewann „Lucky D“ sogar das siebte Leg nacheinander, ehe der Engländer dieser Serie endlich ein Ende bereitete. Er erwischte die Doppel-6 und ließ sich von den Fans feiern. Kurz darauf bestrafte „Prime Time“ vier Patzer seines Gegners, als er mit einem 75er-Checkout zum Break kam. Edgar ließ im nächsten Leg jedoch selbst zwei Setdarts ungenutzt und musste das nun folgende Entscheidungsleg zwingend gewinnen. Dies gelang jedoch nicht, stattdessen erwischte Labanauskas die Doppel-20 und feierte einen glatten 3:0-Erstrundensieg.

Darius Labanauskas 3:0 Matthew Edgar
94,73 Average 84,78
3 180s 0
76 High Finish 75
0 100+ Checkouts 0
9/17 Finishing 2/5

Mit dem Match der beiden Debütanten Ryan Meikle und Yuki Yamada ging es anschließend weiter. Der Engländer zeigte zu Beginn starke Checkouts und löschte 88 und 102 Punkte. Doch auch Yamada kam gut in die Begegnung rein und machte den Rückstand mit einem 14- und einem 13-Darter gleich wieder wett. Doch im nun folgenden Decider nutzte Meikle den Vorteil des Anwerfens und zog den Auftaktsatz auf seine Seite. Nach der Unterbrechung glänzte der Japaner mit einem 124er-Bullfinish zum 12-Darter, vergab anschließend jedoch drei Breakdarts. Da auch die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, musste auch dieser Satz über die volle Distanz gehen. In diesem Moment zeigte Yamada seine Klasse, benötigte nur 13 Würfe und stellte insgesamt betrachtet Parität her. Im dritten Durchgang ließen beide Akteure mehrfach Breakchancen liegen, sodass am Ende alle vier Anwurflegs nach Hause gebracht wurden. Folglich musste auch im dritten Durchgang das Entscheidungsleg herhalten. Dort gelang Yamada auf der Doppel-10 das erhoffte Break, welches ihm die 2:1-Führung einbrachte. Meikle wirkte zunehmend genervt davon, dass sein Gegner immer wieder etwas länger für seine Aufnahmen benötigte. Dies wirkte sich merklich auf das Niveau des Engländers aus, der sich mit seinem Average unterhalb von 85 Punkten bewegte. Auf der anderen Seite gelang Yamada im dritten Leg des vierten Durchgangs ein starker 12-Darter, sodass ihm mittlerweile nur noch ein Erfolgserlebnis zum Weiterkommen fehlte. Das nun folgende Leg war eine gute Zusammenfassung für den Matchverlauf: Yamada warf in aufeinanderfolgenden Aufnahmen nur 15, 25 und 44 Punkte, beobachtete zu gleicher Zeit aber auch, wie Meikle acht Würfe am äußeren Ring vorbeisetzte. So war Yamada tatsächlich zur Stelle, machte 83 Punkte aus und gewann unterm Strich mit 3:1.

Ryan Meikle 3:0 Yuki Yamada
81,00 Average 85,77
2 180s 2
102 High Finish 124
1 100+ Checkouts 1
8/28 Finishing 11/37

Paul Lims 24. WM endet frühestmöglich

Danach war der „Singapore Slinger“ Paul Lim im Einsatz, der es in seiner (verbandsübergreifend) 24. Weltmeisterschaft mit dem Debütanten Luke Woodhouse zu tun bekam. Lim eröffnete das Duell gleich mal mit einem 160er-Finish, kassierte aber sofort das Rebreak, weil „Woody“ einen guten 12-Darter zeigte. Der Engländer legte erfolgreich nach, spielte Checkouts in Höhe von 109 sowie 87 Punkten und entschied den Premierensatz mit 3:1 für sich. Woodhouse zeigte eine sehr ansprechende Leistung und ließ sich auch vom verlorenen Auftaktleg im zweiten Satz nicht aus der Ruhe bringen. Er egalisierte diesen Rückstand sofort und holte sich kurz darauf per 12-Darter das nächste Break. Einen 14-Darter später war auch dieser Satz am Ende angelangt und Woodhouse mit 2:0 vorne. Lim war dann erst im zweiten Leg des dritten Durchgangs wieder erfolgreich, als er 82 Zähler unorthodox via 25, Triple-17 und Doppel-3 von der Scheibe nahm. Alles in allem blieb der Mann aus Singapur aber chancenlos und entschied auch kein weiteres Leg mehr für sich. Woodhouse beendete die Partie wenige Minuten später auf der Doppel-1 und zeigte beim klaren 3:0-Erfolg einen 96er-Average.

Luke Woodhouse 3:0 Paul Lim
96,54 Average 93,14
3 180s 5
109 High Finish 160
1 100+ Checkouts 1
8/21 Finishing 3/7

Nachdem sich gestern bereits der beste Niederländer in die dritte Runde vorgespielt hatte, wollte es die Nummer zwei Jermaine Wattimena Michael van Gerwen gleichtun. Mit dem amtierenden Juniorenweltmeister wartete aber eine schwierige Aufgabe auf „Machine Gun“. Der an Position 18 gesetzte Wattimena landete zu Anfang ein Break, ehe er von einem knapp verpassten 160er-Checkouts des Gegners profitierte und nachlegte. Angesichts der Geschwindigkeit dieser Partie dauerte es nicht lange, bis Wattimena 71 Zähler löschen konnte, um den ersten Durchgang zu Null einzufahren. „Cool Hand Luke“ kam deutlich verbessert aus der Pause heraus. Zwar verlor er erst noch ein viertes Leg in Serie, brillierte dann aber mit zwei 12- und einem 11-Darter. In diesen drei Legs gelangen ihm vier 180er, die einen großen Anteil am 1:1-Satzausgleich hatten. Im dritten Satz legte Humphries wieder vor, doch Wattimena beendete den Lauf seines englischen Gegners mit einem 86er-Finish über 18, Doppel-18 und Doppel-16. Nun war Wattimena wieder am Drücker, kam per 110er-Highfinish zum Break und machte wenig später den Deckel auf diesen Satz drauf – 2:1 lautete der Spielstand zu diesem Zeitpunkt.

Der Niederländer schnappte sich auch das erste Leg des vierten Satzes, doch dann meldete sich Humphries zurück. Mit 15, 15 und 13 Würfen sicherte er sich analog zum zweiten Satz drei Legs nacheinander, die zum 2:2-Ausgleich führten. Es ging nun erstmals in dieser Session in den fünften Durchgang, indem die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden. Humphries zeigte anschließend ein souveränes 87er-Finish und stand kurz vor dem Weiterkommen, doch Wattimena hielt dem hohen Druck stand, erwischte die Doppel-20 und glich erneut aus. Somit ging es jetzt in die Verlängerung, in der ein Spieler sich einen Vorsprung von zwei Legs erarbeiten musste. Humphries legte dann wie zuvor auch vor und erhielt kurz darauf sogar den ersten Matchdart – viel fehlte beim Versuch aufs Bullseye nicht. Wattimena rettete sich auf der Doppel-5, hatte anschließend aber keine Chance auf ein Break, weil Humphries nur zwölf Würfe benötigte. Wattimena war vom Aufgeben aber weit entfernt, konterte direkt und spielte ein ganz starkes neuntes Leg: am Ende eines 12-Darters stand ein 98er-Finish über zweimal Tops. Doch das großartige Match war nun noch nicht vorbei. Humphries brillierte mit einem eigenen „Zwölfer“ und sorgte für das alles entscheidende elfte Leg. Der Juniorenweltmeister gewann das Ausbullen und verschaffte sich so den letztlich entscheidenden Vorteil. Der benötigte nur 13 Pfeile und triumphierte in einem hochklassigen und hochspannenden Match mit 3:2.

Jermaine Wattimena 2:3 Luke Humphries
94,47 Average 97,62
3 180s 9
110 High Finish 96
1 100+ Checkouts 0
13/28 Finishing 12/25

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