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Aspinall und Wright sind die ersten Halbfinalisten

Am Sonntagnachmittag ging die PDC-Weltmeisterschaft 2020 in die ganz wichtige Phase, nur noch acht Spieler waren im Rennen um den wichtigsten Darts-Titel überhaupt. Dementsprechend ging es heute in die Viertelfinals, von denen die ersten beiden in der Nachmittagssession ausgetragen wurden. Dabei trafen Nathan Aspinall und Dimtri Van den Bergh sowie Peter Wright und Luke Humphries aufeinander. Gespielt wurde im Viertelfinale über eine verlängerte Distanz: das Format lautete nun „best of 9 sets“.

Van den Berghs Steigerung kommt zu spät

Wie im vergangenen Jahr auch war Nathan Aspinall in das Viertelfinale eingezogen. Diesmal kam das aber nicht aus heiterem Himmel, schließlich spielte der Weltranglisten-12. ein starkes Jahr 2019 und gewann unter anderem die UK Open. Damit es genauso wie vor 12 Monaten ins Halbfinale ging, musste der frühere Juniorenweltmeister Dimitri Van den Bergh bezwungen werden. „The Asp“ erlebte einen Albtraum-Start in dieses Match. Nachdem er im Auftaktleg drei Breakdarts ausließ, wurde es im zweiten Leg sogar noch bitterer: er überwarf sich bei 128 Punkten, weil er statt der abschließenden Doppel-4 die Single-18 traf; und konnte die 128 auch mit dem zweiten Versuch nicht auschecken, weil das Bullseye nicht funktionierte. Van den Bergh war Sekunden später eiskalt, löschte 90 Punkte selbst auf dem Bullseye und kam zum Break. Aspinall warf wenig später noch zwei weitere Darts an Doppeln vorbei, und der „Dreammaker“ machte das 1:0 klar. Per 12-Darter schnappte sich Aspinall nach der Pause sein erstes Leg, doch Van den Bergh setzte noch einen drauf und benötigte nur elf Würfe bei seinem Anwurf. Die nächsten beiden Legs sollten jedoch nach England gehen, sodass es zu diesem Zeitpunkt 1:1-Unentschieden stand. Im dritten Durchgang konnte Van den Bergh vorlegen, doch Aspinall war längst im Match angekommen und reagierte mit einem 122er-Highfinish. Da wie im Satz zuvor auch jetzt die beiden darauffolgenden Legs an Aspinall gingen, übernahm er die 2:1-Satzführung. Zu Beginn des vierten Durchgangs leistete sich Van den Bergh fünf Fehler auf Doppel, kam letztlich aber zum Break. Dieses konnte er mit einem 85er-Checkout bestätigen, vergab in den nächsten Minuten jedoch vier Setdarts. Aspinall sorgte deshalb für das Entscheidungsleg, spielte dort einen großartigen 12-Darter und erhöhte seine Führung auf 3:1.

Van den Bergh verbuchte zwar einen positiven Start in Satz Nummer fünf, konnte einige Minuten später aber Breakdarts nicht verwerten. Letztlich wurden die ersten vier Legs des Durchgangs allesamt vom jeweils anwerfenden Profi eingefahren, sodass auch hier ein Entscheidungsleg herhalten musste. Dort punktete der anwerfende Belgier viel zu schwach, sodass Aspinall seinen Vorsprung mit dem Break zum 4:1 weiter ausbaute. Nachdem der möglichweise schon letzte sechste Satz ausgeglichen losging, vergab Van den Bergh gleich vier Breakmöglichkeiten. Wenig später ging es dann in ein Entscheidungsleg, welches der „Dreammaker“ zwingend gewinnen musste. Dies sollte ihm auch gelingen, und er kam auf 2:4 aus seiner Sicht heran. Im nächsten Durchgang gab es zuerst zwei Breaks zu beobachten, ehe Aspinall eine Breakchance liegen ließ. Van den Bergh hatte im vorherigen Leg 79 Punkte gelöscht, machte jetzt 80 und 70 Zähler aus und verringerte seinen Rückstand weiter. Als Van den Bergh im achten Satz auch noch zwei 76er-Checkouts in Folge spielte, deutete alles auf den 4:4-Ausgleich hin. Doch Aspinall holte zum letztlich entscheidenden Schlussspurt aus. Ihm gelangen drei 13-Darter nacheinander, und er erreichte durch das 5:3 wieder das Semifinale.

Nathan Aspinall 5:3 D. Van den Bergh
95,31 Average 91,12
11 180s 13
122 High Finish 90
1 100+ Checkouts 0
18/49 Finishing 17/46

Wright brennt lange Zeit ein Feuerwerk ab

Danach war bereits der nächste junge, talentierte Spieler im Einsatz. Auch für Luke Humphries war das WM-Viertelfinale kein Neuland, schließlich erreichte er vergangenes Jahr diese Turnierstufe. Heute hatte er den Weltranglistensiebten Peter Wright zum Gegner. Humphries scheiterte im Auftaktleg knapp an 144 Punkten, wodurch „Snakebite“ mit einem eigenen 13-Darter sogleich breakte. Nachlegen konnte Wright mit dem insgesamt achten 170er-Finish dieser Weltmeisterschaft. Humphries holte sich zwischenzeitlich mit einem 93er-Checkout sein erstes Erfolgserlebnis, doch Wright antwortete mit einem 124er-Bullfinish zum Satzgewinn. Der Schotte war richtig gut unterwegs und startete mit einem 13-Darter in den zweiten Satz, kurz darauf löschte er 67 über Triple-9 und Tops. Humphries kam da einfach nicht hinterher, musste auch das nächste Leg abgeben und lag bereits mit 0:2 in Rückstand. Nachdem die ersten beiden Legs des dritten Satzes gerecht aufgeteilt wurden, hatte „Cool Hand Luke“ Glück, dass Wright nur beinahe 136 Punkte auf Null gebracht hätte. Mit einem 70er-Finish sorgte Letztgenannter für das Entscheidungsleg, wo er die Doppel-12 für ein 144er-Finish nur um Millimeter verfehlte. Humphries holte tief Luft, versenkte den Dart in der Doppel-8 und verkürzte auf 1:2. Von diesem Rückschlag ließ sich der großartig aufspielende Wright aber nicht aus der Ruhe bringen. Er zeigte im vierten Satz zwei 12-Darter, wobei er im zweiten Fall mit einem 161er-Finish brillierte. Humphries benötigte einen eigenen 11-Darter um dazwischenzugehen, war in diesem Satz aber ohne Chance. Denn Wright konterte wiederum mit einem 11-Darter und stellte durch das 3:1 den alten Abstand wieder her.

Der Weltranglistensiebte landete auch im nun folgenden fünften Satz ein frühes Break, ehe er mit zwei 180ern ins nächste Leg startete. Am Ende wurde daraus ein 14-Darter, den der Engländer mit einem starken 11-Darter konterte. Kurz darauf warf Humphries jedoch einmal am Bullseye vorbei, Wright war auf der Doppel-14 erfolgreich und zog auf 4:1 davon. Humphries zeigte selbst eine starke Leistung, bestätige das durch einen 12-Darter zustande gekommene Break mit einem 84er-Finish, um innerhalb des sechsten Satzes mit 2:0 vorne zu liegen. Wright gelang zwar noch ein 11-Darter, doch Humphries brachte den Durchgang schließlich auf seine Seite und lag nur noch mit 2:4 hinten. Mit dem Wissen, dass sein Gegner auch gestern einen großen Vorsprung verspielt hatte, kämpfte Humphries weiter. Er gewann den nächsten Durchgang ohne Legverlust und verkürzte bis auf 3:4. Wright wollte das Match natürlich um jeden Preis jetzt für sich entscheiden, er erarbeitete sich im achten Satz einen 2:1-Vorsprung und benötigte nur noch ein einziges Leg. Nun konnte Wright die Ziellinie auch überqueren, er nutzte seinen dritten Matchdart und zog zum ersten Mal seit 2017 in das Halbfinale der Weltmeisterschaft ein.

Luke Humphries 3:5 Peter Wright
98,65 Average 105,86
7 180s 12
93 High Finish 170
0 100+ Checkouts 3
13/25 Finishing 18/37

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