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Labanauskas, Humphries und Van den Bergh erreichen das Viertelfinale

Alle sechs noch fehlenden Achtelfinalpartien der Darts-Weltmeisterschaft 2020 standen am Samstag auf dem Programm, die Hälfte davon wurde in der Nachmittagssession absolviert. Die Frage war dabei, wer Nathan Aspinall und Michael van Gerwen in die Runde der letzten Acht folgen würde. Den Anfang machten Steve Beaton und Darius Labanauskas, ehe Kim Huybrechts auf Luke Humphries traf und sich Dimitri Van den Bergh und Adrian Lewis duellierten.

Für Beaton ist das Achtelfinale Endstation

Mit dem Duell von Hopp-Bezwinger Darius Labanauskas und Steve Beaton war in der Runde der letzten 16 auch nicht unbedingt zu rechnen. Nichtsdestotrotz hatten beide jetzt die Chance auf den Einzug in das WM-Viertelfinale, wo van Gerwen bereits wartete. Nachdem die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, erhielt der an 25 gesetzte Beaton die erste Möglichkeit zu einem Break, verfehlte das Bullseye aber ziemlich deutlich. Letztlich wurde dieses und das folgende Leg ebenfalls vom anwerfenden Spieler gewonnen, sodass es in den Decider ging. Dort ließ „Lucky D“ nichts anbrennen, zeigte ein 114er-Highfinish und schnappte sich den Auftaktsatz. Labanauskas erlebte insgesamt den besseren Start in die Partie und entschied auch die ersten beiden Legs des zweiten Durchgangs für sich. Nachdem Beaton mit einem 12-Darter dazwischenging, hatte der Litauer die erste Möglichkeit zum Satzgewinn, verpasste ein 160er-Finish jedoch ganz knapp. Im nun folgenden Entscheidungsleg ließ Labanauskas eine zweite Chance ungenutzt, als er am Bullseye vorbeiwarf. Beaton machte es auf genau diesem Feld besser, löschte 86 Punkte und glich auf 1:1 aus. Nachdem der dritte Satz ausgeglichen losging, hatte Beaton zwei Breakdarts, die aber nicht in den gewünschten Feldern landeten. Labanauskas bestrafte dies mit einem 99er-Finish und erzielte anschließend mit einem 74er-Checkout selbst ein Break. Dadurch hatte er den Satz gewonnen und mit dem 2:1 die Führung übernommen.

Im ersten Leg von Satz Nummer vier warf Labanauskas dreimal an Doppeln vorbei. Der „Bronzed Adonis“ hatte selbst sieben Pfeile außen an der Doppel-16 vorbeigesetzt und rettete seinen Anwurf schließlich doch. Mit jeweils 14 Darts gingen auch die nächsten beiden Legs an Beaton, der dadurch für den 2:2-Satzausgleich gesorgt hatte. Labanauskas konnte mit einem 82er-Finish nach der Unterbrechung wieder vorlegen, ehe er ein Break hinterher schob. Letztlich gewann der Litauer diesen Durchgang zu Null, sodass er mit 3:2 in Front lag. Beaton stand jetzt also bereits unter Druck, der noch größer wurde, als er zu Beginn des sechsten Satzes zweimal Tops verpasste und ein Break kassierte. Der Engländer kam per 14-Darter zwar zum sofortigen Rebreak, konnte den darauffolgenden eigenen Anwurf aber wieder nicht verteidigen. Labanauskas benötigte jetzt nur noch ein einziges Leg, profitierte davon, dass Beaton seine letzte Möglichkeit auf der Doppel-20 ausließ und checkte selbst 65 Zähler. Unterm Strich gewann Labanauskas mit 4:2.

Steve Beaton 2:4 Darius Labanauskas
90,44 Average 94,25
7 180s 3
86 High Finish 114
0 100+ Checkouts 1
10/32 Finishing 14/30

Im nächsten Achtelfinale standen sich sogar gleich zwei ungesetzte Spieler gegenüber. Juniorenweltmeister Luke Humphries hatte auf seinem Weg in die vierte Runde Devon Petersen, Jermaine Wattimena und zuletzt Nico Kurz bezwungen. Sein heutiger Gegner Kim Huybrechts war gegen Geert Nentjes, Rob Cross und Danny Noppert erfolgreich gewesen. Nachdem die Partie mit zwei Breaks startete, vergab Huybrechts drei Breakdarts. Er reagierte jedoch mit einem 110er-Finish auf diesen Fehler. Im nun folgenden Entscheidungsleg unterlief „Cool Hand Luke“ dann ein folgenschwerer Patzer: er platzierte drei Setdarts oberhalb der Doppel-20. Huybrechts nahm dieses Geschenk gerne an und ging mit 1:0 in Front. Obwohl der Engländer auch im zweiten Satz einige Fehler auf Doppel einstreute, wurde ihm der „Hurricane“ hier überhaupt nicht gefährlich. Binnen weniger Minuten gewann Humphries drei Legs nacheinander und somit auch seinen ersten Satz.

Huybrechts entschied die ersten beiden Legs des dritten Satzes für sich, doch dann drehte sein Gegner wieder auf. Humphries zeigte Legs von 11 und 13 Darts und brillierte im nun folgenden Entscheidungsleg mit einem 146er-Highfinish. Für Huybrechts war das ein schwerer Schlag, schließlich hatte der Belgier Sekunden vorher dem Gegner dieses Checkout nicht zugetraut: bei 83 Rest und dem ersten Dart in der Single-17 weigerte er sich, den Weg über das Bullseye einzuschlagen. Ganz am Anfang des vierten Satzes scheiterte Huybrechts knapp an 142 Zählern und musste auch das nächste Leg abgeben, erfolgreich war er erst danach wieder. Dies hatte er aber vor allem Humphries zu verdanken, der sechs Setdarts ausließ. Dies blieb für den Engländer aber ohne langfristige Folgen, er löschte im nächsten Leg 82 Punkte aus und erhöhte seinen Vorsprung dadurch auf 3:1. Im nun folgenden fünften Satz machte Humphries dann überhaupt keine Kompromisse mehr. Er überrannte Huybrechts mit drei Leggewinnen nacheinander und brachte die Partie bereits zum Abschluss. Nach dem klaren 4:1-Erfolg stand Humphries genau wie im letzten Jahr wieder im Viertelfinale.

Kim Huybrechts 1:4 Luke Humphries
89,11 Average 95,11
1 180s 10
110 High Finish 146
1 100+ Checkouts 1
6/25 Finishing 14/36

Lewis verspielt komfortablen Vorsprung

Im letzten Match der Nachmittagssession standen sich Dimitri Van den Bergh und Adrian Lewis gegenüber. „Jackpot“ begrüßte das ihn größtenteils unterstützende Publikum mit einem 123er-Highfinish. Zwar erzielte anschließend auch Van den Bergh sein erstes Erfolgserlebnis, doch am Ende ging dieser Satz dennoch an Lewis. Der Engländer holte sich mit zwei Leggewinnen nacheinander das 1:0, musste das erste Leg nach der Pause aber machtlos abgeben. Denn Van den Bergh startete mit fünf perfekten Pfeilen und beendete den 12-Darter wenige Momente später mit einem 104er-Highfinish. Lewis hatte aber hierauf die passende Antwort parat, löschte zunächst 66 Punkte aus und breakte kurz darauf mit einem fantastischen 10-Darter. Da er diesem einen 13-Darter folgen ließ, war auch der zweite Satz eingetütet und Lewis komfortabel vorne. Nachdem die ersten beiden Legs des dritten Durchgangs gerecht aufgeteilt wurden, leistete sich Lewis zum ersten Mal überhaupt einen groben Patzer, als er fünf Darts an der Doppel-9 vorbeisetzte. Der Belgier kam deswegen zum Break, welches er kurz darauf mit seinem ersten Satzgewinn verband. Im nun folgenden vierten Satz geriet Lewis zunächst in Rückstand, zeigte mit Checkouts von 113 und 68 Punkten aber eine starke Reaktion. Er ließ zwar zwei Möglichkeiten zum Satzgewinn liegen, konnte sich im nun folgenden Entscheidungsleg aber davon erholen. In dieser wichtigen Situation gelang Lewis das erhoffte Break, durch das er mit 3:1 in Führung ging.

Van den Bergh gab das Match aber natürlich nicht verloren. Mit einem 14-Darter sowie einem 76er-Checkout erlebte der „Dreammaker“ einen guten Start in den fünften Satz; daran konnte auch das 136er-Highfinish von Lewis nichts ändern. Stattdessen zeigte Van den Bergh noch einen 13-Darter, mit dem er auf 2:3 verkürzte. Im sechsten Satz legte er mit einem 98er-Finish vor, ehe Lewis sich per 13-Darter wieder zu Wort meldete. Van den Bergh spielte allerdings einen richtig starken Satz, zeigte noch einen 13- sowie einen 11-Darter und hatte tatsächlich auf 3:3 ausgeglichen. Es ging nun also den finalen siebten Satz, der vergleichbar zu den vorherigen Sätzen auch ausgeglichen losging. Im dritten Leg produzierte Van den Bergh das erhoffte Break, wodurch ihm nur noch einziges Leg zum Weiterkommen fehlte. Mit einer brillanten 174er-Aufnahme stellte sich der Belgier 40 Rest, die er auch sofort ausmachte. Er verwandelte den 1:3-Rückstand also in einen 4:3-Sieg und stand als fünfter Teilnehmer der Viertelfinals fest.

D. Van den Bergh 4:3 Adrian Lewis
96,06 Average 93,70
6 180s 5
104 High Finish 136
1 100+ Checkouts 3
16/36 Finishing 13/26

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