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Kurz und Hopp erreichen die dritte Runde

Den Freitagabend musste man als deutscher Darts-Fans ganz genau im Auge behalten. Mit Nico Kurz und Max Hopp waren nämlich zwei unserer Teilnehmer im Einsatz. Während Kurz gegen Joe Cullen mit Sicherheit Außenseiter war, musste Hopp im Match mit Clemens-Bezwinger Benito van de Pas die Favoritenrolle annehmen. Außerdem erlebten mit Nathan Aspinall und Peter Wright zwei Spieler aus der Weltspitze ihren Turnierstart. Aspinall legte dabei gegen Danny Baggish los, Wright war im letzten Match gegen Noel Malicdem im Einsatz.

Aspinall löst die Pflichtaufgabe

An die Vorjahresausgabe der Weltmeisterschaft hatte Nathan Aspinall beste Erinnerungen. Er rückte aus heiterem Himmel bis ins Halbfinale vor. Doch das war erst der Startschuss für ein starkes Jahr 2019, welches seinen Höhepunkt mit dem Triumph bei den UK Open hatte. Aufgrund dieser Erfolge ging „The Asp“ als Weltranglisten-12. in die WM 2020 und war im Zweitrundenmatch gegen Danny Baggish klarer Favorit. Doch nachdem die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, nahm der US-Amerikaner die Zügel in die Hand. Er profitierte zunächst von vier Patzern seines Gegners, schaffte anschließend selbst ein Break und sicherte sich diesen Auftaktsatz. Aspinall kam völlig verändert aus der Pause heraus, holte sich mit 13, 12 und 14 Darts drei Legs nacheinander und gewann diesen zweiten Satz folglich binnen weniger Minuten. Zum Start des dritten Durchgang bestrafte „The Asp“ zwei Fehlwürfe seines Kontrahenten mit einem blitzsauberen 100er-Finish, doch dieser konterte sofort und holte mit einem 12-Darter inklusive 96er-Checkout das Rebreak. Baggish legte zudem nach und führte innerhalb des Satzes mit 2:1. Doch Aspinall verteidigte seinen Anwurf nun ebenfalls und sorgte für ein wichtiges Entscheidungsleg. Dort gelang dem Engländer dann das gewünschte Break, mit dem er die 2:1-Gesamtführung übernahm. Baggish gab sich aber längst nicht geschlagen und verteidigte im vierten Satz seine beiden Anwurflegs. Da Aspinall dies ebenfalls tat, musste auch hier ein Entscheidungsleg herhalten. Dort nutzte der Weltranglisten-12. seinen Vorteil aus, erwischte die Doppel-18 und war unterm Strich mit 3:1 siegreich.

Nathan Aspinall 3:1 Danny Baggish
95,71 Average 90,92
5 180s 4
100 High Finish 96
1 100+ Checkouts 0
9/25 Finishing 7/14

Nico Kurz hatte am Mittwochabend viele Fans mit seiner starken Leistung über James Wilson begeistert. Besonders in Erinnerung blieben dabei die acht perfekten Darts des 22-jährigen aus Hanau. In seinem Zweitrundenmatch traf er auf den Weltranglisten-15. Joe Cullen, dessen größter Erfolg in diesem Jahr ein Titel auf der European Tour war. Wie vorgestern auch, kam Kurz klasse in die Partie hinein, verteidigte zunächst sein Anwurfleg und kam dann mit einem starken 11-Darter sofort zum Break. Als der Deutsche wenig später aber einen Setdart ausließ, war Cullen sofort zur Stelle und zeigte ein 116er-Highfinish. Der Engländer legte einen 13-Darter nach und forcierte deshalb den Decider. Dort ließ Kurz einen zweiten Setdart ungenutzt, als er haarscharf am Bullseye vorbeizielte. Cullen zeigte Sekunden später sein Können, benötigte für 88 Rest nur zwei Würfe und brachte den ersten Satz doch noch auf seine Seite. Cullen hatte jetzt eine richtige starke Phase, legte ein zweites 116er-Finish nach und konnte wenig später sogar breaken. Doch Kurz gab diesen zweiten Durchgang noch nicht verloren, gewann zwei Legs nacheinander und sorgte für das nächste Entscheidungsleg. Dort warf Cullen deutlich am Bullseye vorbei und öffnete seinem Gegner Tür und Tor. Kurz erwischte die Doppel-10 mit dem letzten Dart in der Hand und glich insgesamt auf 1:1 aus.

Zu Beginn des dritten Satzes warf Kurz zweimal außen an der doppelten 10 vorbei, nutzte schon kurz darauf aber einen Fehlwurf seines englischen Konkurrenten und kam zum Rebreak. Anschließend gelang ihm sogar ein hervorragender 11-Darter, ehe er beobachtete, wie Cullen drei Darts an Doppeln vorbeisetzte. Kurz traf schon wieder seine favorisierte Doppel-20, gewann diesen Satz und übernahm mit dem 2:1 die Führung. Im zweiten Leg aus Nummer vier unterlief ihm ein seltener Fehler, als zwei seiner Darts nicht in den erwünschten Doppelfeldern landeten. Cullen hatte das vorangegangene Leg bereits eingesammelt und kam in dieser Situation zum Break. Kurz kämpfte sich allerdings wieder zurück, gewann die beiden darauffolgenden Legs und musste nur noch das jetzt folgenden Entscheidungsleg gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. Dort hatte Cullen bei 86 Rest die letzte Chance, um sich im Turnier zu halten. Nachdem der erste Dart in der 18 steckte, rutschte der zweite in die Triple-4 – der „Rockstar“ stand sich selbst im Weg. Kurz konnte das völlig gleichgültig sein, er nutzte seinen dritten Matchdart auf der Doppel-20 und gewann das Match mit 3:1. In der dritten Runde wird er gegen Luke Humphries antreten.

Joe Cullen 1:3 Nico Kurz
92,47 Average 93,05
2 180s 2
116 High Finish 60
2 100+ Checkouts 0
8/19 Finishing 11/26

Nachdem der Abend aus deutscher Sicht also hervorragend losging, war nun die Vorfreude auf Max Hopp umso größer. Die deutsche Nummer eins war bei dieser Weltmeisterschaft an 24 gesetzt und sah sich nun mit Benito van de Pas konfrontiert. Der Niederländer hatte in seinem Erstrundenmatch über Gabriel Clemens gesiegt und dabei mehrere Matchdarts überlebt. Hopp gewann zwar das Premierenleg, leistete sich dann aber einen kapitalen Bock, als er den ersten Dart bei 25 Rest in die Triple-9 jagte. Van de Pas kam deswegen zu seinem ersten Leggewinn, profitierte auch im nächsten Leg von einem Fehler des Gegners und erzielte das erste Break. Doch Hopp zeigte danach große Klasse, warf sich mit einem 86er-Bullfinish zum Rebreak und brillierte im Entscheidungsleg mit einem 11-Darter. „Big Ben“ hatte also den ersten Satz verloren, glänzte zum Start des zweiten Durchgangs aber mit einem 158er-Finish und hätte wenig später auch noch beinahe 144 Zähler ausgemacht. Der „Maximiser“ rettete in diesem Moment mit einem 67er-Checkout den eigenen Anwurf, konnte einige Minuten später jedoch vier Breakmöglichkeiten nicht wahrnehmen. Stattdessen gewann van de Pas zwei Legs nacheinander und stellte den 1:1-Satzausgleich her.

Der Deutsche sicherte sich die ersten beiden Legs des nachfolgenden Satzes, letzteres dabei mit einem 104er-Highfinish. Van de Pas schlug aber wieder zurück und löschte im vierten Leg 107 Punkte, um auch hier ein Entscheidungsleg herbeizuführen. In dieser bedeutenden Situation war Hopp erfolgreich und ging mit 2:1 in Front. Es ging nun in den vierten Durchgang, in dem van de Pas vorlegte, Hopp mit einem sehenswerten 148er-Highfinish konterte. Das bessere Ende in diesem Satz sollte dann der Niederländer für sich haben, er gewann zwei Legs nacheinander und sorgte durch das 2:2 für den finalen fünften Satz. Hopp legte zu diesem Zeitpunkt mit einem 13-Darter vor und produzierte dann tatsächlich ein ganz wichtiges Break. Van de Pas wusste jetzt keine Antwort, und so schaffte es Max Hopp, die Partie zu Ende zu bringen. Ein 13-Darter zum Abschluss besiegelte den 3:2-Erfolg. In der nächsten Turnierrunde bekommt es der „Maximiser“ mit Darius Labanauskas zu tun.

Max Hopp 3:2 Benito van de Pas
90,03 Average 84,73
3 180s 3
148 High Finish 158
2 100+ Checkouts 2
11/24 Finishing 10/22

Wright kann die Blamage gerade noch abwenden

Im Alexandra Palace war Peter Wright nun auf Wiedergutmachung aus. Für den Schotten liefen die beiden letzten Weltmeisterschaften katastrophal, beide Male ging er in der zweiten Runde raus. Gegen Noel Malicdem wollte, der an sieben gesetzte, Wright eine Wiederholung dessen unbedingt vermeiden. Im Auftaktsatz lief alles wie gewünscht für „Snakebite“. Er erlaubte seinem philippinischen Kontrahent keinen Wurf auf Doppel, gewann problemlos drei Legs in Folge und ging mit 1:0 in Front. Malicdem erzielte dann nach der Pause seinen ersten Leggewinn; auch die nächsten beiden Legs wurden vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen. Danach positionierte sich Malicdem bei 32 Rest, doch Wright verhinderte die Vorentscheidung in diesem Satz mit einem 83er-Bullfinish. Malicdem ließ sich davon aber nicht verunsichern, checkte im Decider 68 Punkte ganz anders als ursprünglich geplant via Triple-5, Triple-13 und Doppel-7 aus und stellte insgesamt mit dem 1:1 Parität her. Im nun folgenden dritten Satz konterte Malicdem die Führung seines Gegners mit einem 106er-Highfinish, doch Wright zeigte anschließend seinerseits ein 110er-Highfinish. Der Weltranglistensiebte warf dann ein Leg später sieben perfekte Darts, die die Grundlage für einen 11-Darter bildeten. Dieser wiederum verhalf Wright zum Satzgewinn und zur 2:1-Führung. Zu Beginn von Satz Nummer vier setzte Malicdem drei Möglichkeiten auf Doppel in den Sand und ermöglichte Wright so ein Break zu einem bedeutenden Zeitpunkt. Malicdem zeigte sich jetzt sehr unsicher auf die Doppel und warf auch in Leg später zweimal vorbei. „Snakebite“ benötigte jetzt nur noch ein Leg zum Weiterkommen, vergab aber den ersten Matchdart und musste deshalb zunächst in ein weiteres Entscheidungsleg gehen. Dort machte es der anwerfende Philippine richtig stark, benötigte nur 14 Würfe und glich tatsächlich auf 2:2 in den Sätzen aus.

Zum Start dieses Entscheidungssatzes kassierte Wright ein Break und befand sich spätestens jetzt in ernsthaften Schwierigkeiten. Auf der anderen Seite legte Malicdem mit dem fünften Leggewinn nacheinander erfolgreich nach und war dem Sieg jetzt selbst ganz nahe. Er zeigte aber auch Nerven, verfehlte im nächsten Leg die große 16 und erhielt keinen Matchdart. Wenige Minuten später erhielt Malicdem dann seinen ersten Matchdart, verpasste das Bullseye aber relativ deutlich. Wright stellte sich Sekunden später mit dem Rücken zur Wand mit 140 Rest vors Oche, machte diese Punktzahl tatsächlich aus und hielt sich im Turnier. Der Schotte legte ein 104er-Checkout hinterher und hätte beinahe noch ein drittes Highfinish nachgelegt. Bei 158 Rest traf er beide Triple-20er, verfehlte allerdings seinen zweiten Matchdart. Malicdem erwischte die Doppel-20 und glich auf 3:3 aus. Ein Ende dieses Marathon-Spiels war weiterhin nicht abzusehen, auch die nächsten beiden Legs wurden vom jeweils anwerfenden Akteur gewonnen. Malicdem hatte kurz darauf die Riesenmöglichkeit zum Break, warf aber viermal außen an der Doppel-13 vorbei. Wright rettete seinen Anwurf, konnte den finalen Schritt aber wieder nicht gehen. Malicdem löschte 64 Punkte und sorgte für das Sudden Death-Leg. Wright gewann das Ausbullen und startete mit fünf Triple-20ern hintereinander. Dieser Vorsprung sollte am Ende groß genug sein, Wright benötigte schlussendlich 13 Darts und zog doch noch mit 3:2 in die nächste Runde ein.

Peter Wright 3:2 Noel Malicdem
96,53 Average 93,77
9 180s 7
140 High Finish 106
3 100+ Checkouts 1
15/32 Finishing 12/36

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