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Karriere beendet: Van Barneveld unterliegt Young

Obwohl in der Abendsession des zweiten Turniertages der Weltmeisterschaft 2020 acht Spieler im Einsatz waren, stand eigentlich nur ein einziger im Blickfeld – Raymond van Barneveld. Dieser hatte heute sein Auftaktspiel bei seinem letzten Turnier als Profi und wollte dieses unbedingt gewinnen – gegen Darin Young war der Niederländer zumindest klar favorisiert. Teil dieser Session war auch Ex-Weltmeister Rob Cross, der sein Zweitrundenmatch gegen Kim Huybrechts bestritt. Einige Stunden zuvor spielten noch Mark McGeeney und Matt Campbell sowie Jamie Hughes und der Österreicher Zoran Lerchbacher gegeneinander.

Lerchbacher siegt im Entscheidungsleg

Den Auftakt machte also Mark McGeeney, der bei der BDO-Weltmeisterschaft im Jahre 2018 im Endspiel stand. Sein Debüt bei der WM der PDC erlebte der Engländer gegen Matt Campbell aus Kanada. Letzterer schnappte sich das Auftaktleg, ehe McGeeney einen 12-Darter mit einem 126er-Finish beendete und ein Break folgen ließ. Zudem legte er ein 66er-Checkout hinterher und hatte den ersten Satz nach Hause gebracht. Nach längerer Wartezeit erhielt Campbell im zweiten Durchgang wieder Möglichkeiten, vergab aber sowohl im ersten als auch im zweiten Leg zwei Stück. McGeeney war beide Male zur Stelle und zeigte bei Letzterem selbst ein 110er-Highfinish. Mit einem 14-Darter konnte der Kanadier anschließend intervenieren, scheiterte wenig später allerdings haarscharf an 160 Restpunkten. McGeeney erwischte im direkten Gegenzug die Doppel-8 und erhöhte auf 2:0. Nach der Unterbrechung wurden die ersten beiden Legs des dritten Durchgangs gerecht aufgeteilt, ehe Campbell mit einem 147er-Finish sein bisheriges Highlight gelang. Zudem konnte er mit einem 13-Darter nachlegen und diesen Satz folglich auch für sich entscheiden. Im nun folgenden vierten Durchgang gab es zunächst keine Breaks zu beobachten, sodass McGeeney beim Stand von 2:1 in den Legs kurz vor dem Weiterkommen stand. Bei 140 Rest vergab der Engländer allerdings den ersten Matchdart, und Campbell führte den Decider herbei. Dort konnte er sich bei 80 Rest jedoch keinen Wurf auf ein Doppel erarbeiten und musste seine Niederlage eingestehen. McGeeney verwandelte in der Doppel-20 und gewann schlussendlich mit 3:1.

Mark McGeeney 3:1 Matt Campbell
93,66 Average 88,33
2 180s 3
126 High Finish 147
2 100+ Checkouts 1
10/17 Finishing 7/17

Nun war mit Zoran Lerchbacher der erste deutschsprachige Teilnehmer an der Reihe. Er bekam es mit Jamie Hughes zu tun, dem Erstplatzierten der 32 Pro Tour-Qualifikanten. Gleich im Auftaktleg hatte der Österreicher die Chance auf ein 157er-Finish, verfehlte Tops aber ziemlich deutlich. Mit einem starken 12-Darter kam Lerchbacher aber zum sofortigen Rebreak, ehe er ein souveränes 74er-Finish nachlegte. Hughes konnte mit einem starken 11-Darter zwar für das Entscheidungsleg sorgen, verpasste dort jedoch zwei Gelegenheiten zum Satzgewinn. Der „Hypercane“ bedankte sich und kam auf der Doppel-8 zum 1:0. Auch der zweite Satz verlief zunächst ausgeglichen, bis „Yozza“ unter großem Druck 80 Punkte löschte. Davon gestärkt gelang ihm kurz darauf mit einem 13-Darter ein Break, welches ihm gleichzeitig den 1:1-Satzausgleich einbrachte. Hughes startete mit einem Break in den dritten Satz, doch Lerchbacher hatte die passende Antwort auf Lager und checkte 121 Punkte zum Abschluss eines 12-Darters. Der Engländer reagierte aber ebenso stark und beendete einen eigenen „Zwölfer“ mit einem 130er-Bullfinish. Kurz darauf ließ er jedoch analog zum ersten Durchgang zwei Setdarts liegen und brauchte sich nicht darüber zu wundern, dass es auch jetzt ins entscheidende fünfte Leg ging. Dort verwandelte Lerchbacher in der doppelten 4 und ging mit 2:1 in Front. Mit einem 131er-Highfinish kam der „Hypercane“ auch richtig stark in den nächsten Satz hinein, warf anschließend aber dreimal außen an der Doppel-12 vorbei – es wäre die mögliche Vorentscheidung gewesen. Stattdessen sammelte Hughes zwei Legs nacheinander, ehe ihm wieder drei Fehler unterliefen, als er versuchte, den Satz zuzumachen. Lerchbacher führte auch hier das Entscheidungsleg herbei und musste dieses „nur“ noch gewinnen, um in die zweite Runde einzuziehen. Dies gelang allerdings nicht, weil Hughes unter maximalem Druck 80 Punkte mitnahm. Es ging nun in den finalen fünften Durchgang, wo sich Lerchbacher schnell auf 2:0 absetzte. Erneut gelang es dem Österreicher aber nicht, die Ziellinie zu überqueren – Schuld daran waren ganze acht vergebene Matchdarts. So kam Hughes wieder zurück, gewann zwei Legs nacheinander und sorgte dafür, dass ein einziges Leg über Sieg oder Niederlage entscheiden würde. Dort ließ der anwerfende Lerchbacher keine Zweifel mehr aufkommen: der 13. Wurf steckte in der Doppel-8 und brachte Zoran Lerchbacher ins Zweitrundenduell mit Krzysztof Ratajski.

Jamie Hughes 2:3 Zoran Lerchbacher
95,47 Average 94,22
5 180s 5
130 High Finish 131
1 100+ Checkouts 2
12/31 Finishing 12/32

Blutleerer Auftritt: Blamage für Ex-Weltmeister Cross

Dann wurde es laut im Alexandra Palace. Nachdem der US-Amerikaner Darin Young die Bühne bereits betreten hatte, zelebrierte der fünffache Weltmeister seinen Walk-On. Damit es nicht der letzte seiner langen Laufbahn bleiben sollte, musste sich Raymond van Barneveld nun aber auf das Sportliche konzentrieren. Die ersten beiden Legs wurden vom jeweils anwerfenden Spieler eingefahren, ehe van Barneveld die erste Breakmöglichkeit verstreichen ließ. Noch schlechter lief es ein Leg später, der Niederländer verpasste zunächst knapp das 170er-Finish und setzte des Weiteren noch fünf Pfeile vorbei. Young bedankte sich auf der Doppel-2 und entschied Satz Nummer eins für sich. Im zweiten Durchgang lief es dann deutlich besser für „Barney“ er profitierte im zweiten Leg von drei Patzern des Gegners und holte sich das Break. Weil er dieses mit einem 13-Darter ganz locker bestätigen konnte, war der 1:1-Ausgleich bereits hergestellt. Nachdem Young auf der Doppel-3 zum Erfolgserlebnis kam, verfehlte er im zweiten Leg des dritten Durchgangs das Bullseye, welches ein 170er-Finish bedeutet hätte. Van Barneveld stellte auf der doppelten 16 Parität her, doch Young setzte sich mit einem darauffolgenden 13-Darter wieder in Front. Van Barneveld konterte mit einem eigenen 13-Darter und sorgte für ein sehr wichtiges Entscheidungsleg. Dort ließ der fünffache Weltmeister jedoch eine Chance auf Tops ungenutzt. Für „Big Daddy“ blieben drei eigene Fehler folgenlos, und er ging insgesamt betrachtet mit 2:1 in Führung. Zum Start des vierten Satzes packte Young ein echtes Highlight aus, als ihm ein 160er-Finish ein Break bescherte. Van Barneveld verpasste anschließend einen Breakdart, und Young war nach einem 68er-Finish soweit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Erfolg fehlte. Van Barneveld stand nun mit dem Rücken zur Wand, gab sich aber noch nicht auf. Mit zwei 14-Dartern nacheinander führte er den nächsten Decider herbei, in dem er selbst Anwurf hatte. Dort warf „Barney“ zum rechten Zeitpunkt eine 180, konnte aber vier Würfe auf Doppel nicht verwerten. Young hatte bei 74 Rest die Chance, alles zu beenden – und er tat genau das. Die große Karriere des Raymond van Barneveld ging mit einer 1:3-Erstrundenniederlage zu Ende.

R. van Barneveld 1:3 Darin Young
96,13 Average 87,92
5 180s 2
96 High Finish 160
0 100+ Checkouts 1
8/26 Finishing 9/28

Nun folgte der Weltmeister von 2018, Rob Cross. „Voltage“ stand in diesem Jahr unter besonderer Beobachtung, schließlich musste er eine ganze Menge an Preisgeld verteidigen. Seinen Turnierauftakt bestritt er dabei gegen Kim Huybrechts. Der Weltranglistenzweite schnappte sich das Auftaktleg, sah im restlichen ersten Satz aber kein Land mehr. Huybrechts feierte sein erstes Erfolgserlebnis mit einem 116er-Finish und ließ diesem ein Break folgen. Auf der Doppel-3 gewann er auch das darauffolgende Leg und lag dadurch mit 1:0 vorne. Cross musste sein Niveau nun möglichst schnell anheben, warf in den ersten beiden Legs nach der Unterbrechung jedoch insgesamt fünf Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbei. Huybrechts zeigte sich auf den Doppeln deutlich sicherer, nutzte jeden Fehler konsequent aus und hatte mittlerweile fünf Legs in Folge eingesammelt. Auf der Doppel-20 ging auch das nächste Leg an den Belgier, der seine Satzführung problemlos auf 2:0 erhöhte. Cross stand nun also mächtig unter Druck, doch es ging katastrophal weiter. Er überwarf sich zunächst bei 130 Restpunkten, löschte diese auch im zweiten Versuch nicht und patzte Augenblicke später auch noch bei 25 Rest. Huybrechts konnte diese Geschenke überhaupt nicht mehr ablehnen und produzierte das nächste Break. „Voltage“ hatte seit dem allerersten Leg nichts mehr holen können, positionierte sich nun aber bei 36 Rest und wartete auf seine Chance. Doch „The Hurricane“ ließ ihn nicht ran, weil er 152 Punkte ausmachte. Cross holte sich anschließend sein zweites Erfolgserlebnis, der Glaube an den Sieg war jedoch längst weg. So zeigte Huybrechts noch einen starken 11-Darter und besiegelte den 3:0-Erfolg.

Rob Cross 0:3 Kim Huybrechts
89,64 Average 89,44
3 180s 2
36 High Finish 152
0 100+ Checkouts 2
2/13 Finishing 9/17

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