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Price erreicht das Viertelfinale, ohne zu glänzen

Am Samstagabend wurden die letzten drei freien Plätze im Viertelfinale der Darts-Weltmeisterschaft 2020 ausgespielt. Im ersten Match der Session wollte Peter Wright gegen Jeffrey de Zwaan die Oberhand behalten, ehe Glen Durrant gegen Chris Dobey antrat. Ganz zum Schluss war auch noch Mitfavorit Gerwyn Price im Einsatz, der es mit Simon Whitlock zu tun bekam.

De Zwaans Aufholjagd bleibt ungekrönt

Beide Teilnehmer der ersten Partie hatten früh im Turnier Glück, nicht auszuscheiden. Denn sowohl Peter Wright als auch Jeffrey de Zwaan überlebten in der zweiten Runde einen Matchdart. Während sich der Niederländer in der nächsten Runde deutlich steigerte und gegen den starken Dave Chisnall ein Feuerwerk abbrannte, tat sich „Snakebite“ auch gegen Seigo Asada sehr schwer. In das heutige Match fand Wright besser hinein und machte 81 sowie 80 Punkte aus. Als der Schotte kurz darauf den ersten Setdart vergab, erzielte de Zwaan per 98er-Finish sein erstes Erfolgserlebnis. Er brachte den Satz kurz darauf sogar in den Decider, doch dort nutzte Wright seinen Anwurf und ging mit einem 72er-Finish in Führung. Nach der Pause gelang „The Black Cobra“ ein starker 12-Darter, doch Wright antwortete mit einem 13-Darter und löschte anschließend auch noch 149 Punkte. Damit hatte er das gewünschte Break produziert, er gewann auch das nächste Leg und erhöhte auf 2:0. Im dritten Satz versuchte sich de Zwaan zweimal an 126 Restpunkten, blieb aber in beiden Fällen glücklos. Wright war in der ersten Situation mit einem 80er-Finish und in der zweiten mit einem 13-Darter erfolgreich. Zudem spielte er wenig später ein 100er-Finish, durch das auch der dritte Satz an den Weltranglistensiebten ging. De Zwaan war überraschenderweise deutlich unterlegen und durfte sich zu Beginn des vierten Satzes auch noch ansehen, wie Wright ein 130er-Bullfinish gelang. Der Schotte bestätigte dieses mit einem 76er-Finish auf der Doppel-18 und benötigte nur noch ein einziges Leg. Ganz so leicht wollte de Zwaan das Feld aber noch nicht räumen. Der Niederländer gewann drei Legs nacheinander, drehte den Satz zu seinen Gunsten und kam zum 1:3 aus seiner Sicht. Es ging nun also in den Durchgang Nummer fünf, in welchem „Snakebite“ zu Beginn dreimal an Doppelfeldern vorbeiwarf. De Zwaan war jetzt anwesend, löschte 64 Zähler und kam zum Break. Nachdem anschließend sogar ein fünftes Leg in Serie an de Zwaan ging, konnte Wright mit einem 74er-Finish intervenieren, doch der Erstgenannte verteidigte anschließend mit einem 13-Darter sein Anwurfleg und verkürzte insgesamt auf 2:3.

Auch für das nächste Leg benötigte de Zwaan nur 13 Würfe, doch Wright tat es ihm wenige Minuten später gleich. Nachdem „The Black Cobra“ mit dem nächsten „Dreizehner“ vorlegte und Wright mit einem 12-Darter inklusive 122er-Highfinish konterte, ging es nun in ein äußerst wichtiges Entscheidungsleg. Dort brachte de Zwaan seinen Anwurf auf der Doppel-8 durch und hatte tatsächlich den 3:3-Ausgleich hergestellt. Im ersten Leg des entscheidenden siebten Durchgangs hätte Wright nur fast ein zweites Mal 122 Punkte ausgecheckt. De Zwaan blieb auf Tops fehlerfrei und schnappte sich das Break. Wright antwortete allerdings richtig stark, holte sich das Rebreak und war einen 13-Darter später erneut soweit, als dass ihm nur noch ein einziger Leggewinn fehlte. Doch auch in der Situation erhielt „Snakebite“ keinen Matchdart, stattdessen hielt de Zwaan seine Nerven auf der doppelten 4 zusammen und brachte die Partie in die Verlängerung. Mit einem weiterem 13-Darter konnte Wright wiederum vorlegen, doch de Zwaan hielt konsequent dagegen und stellte mühelos wieder Parität her. Wenig später ging Wright wie zuvor auch in Führung, diesmal verpasste de Zwaan die direkte Antwort allerdings, als er das Bullseye relativ deutlich verfehlte. Wright ging jetzt den entscheidenden Schritt, nutzte seinen dritten Matchdart auf der Doppel-8 und gewann diese ereignisreiche Partie mit 4:3.

Peter Wright 4:3 Jeffrey de Zwaan
96,39 Average 94,80
12 180s 4
149 High Finish 98
4 100+ Checkouts 0
19/37 Finishing 15/31

Durrant verhindert das Dobey-Comeback

Im zweiten Match des Abends kam es zum rein englischen Duell zwischen Glen Durrant und Chris Dobey, der gestern das Märchen von Fallon Sherrock beendet hatte. Mit einem 68er-Finish landete „Hollywood“ sofort ein Break, das zweite Leg gewann er mit einem 110er-Highfinish. Durrant holte sich zwischenzeitlich zwar auch seinen ersten Leggewinn, doch dieser Premierensatz ging am Ende ganz unabhängig davon an Dobey. Nach der Pause erlebte Durrant einen maximal entspannten zweiten Durchgang. Ohne besonders große Schwierigkeiten tütete er diesen zu Null ein und hatte auf 1:1 ausgeglichen. Im ersten Leg des dritten Satzes verfehlte „Duzza“ fünf Doppelfelder, sodass er gleich das Break kassierte. Dobey bestätigte dies zwar auch, verpasste in den nächsten beiden Legs jedoch insgesamt drei Setdarts. Durrant führte deshalb das Entscheidungsleg herbei, überstand dort noch einen weiteren Setdart folgenlos und traf selbst die Doppel-18 zum Satzgewinn. Vergleichbar dazu lief auch der jetzt beginnende vierte Durchgang ab: Dobey holte sich mit zwei 14-Dartern die ersten beiden Legs, doch dann hielt Durrant wieder dagegen. Er gewann zwei Legs nacheinander und sorgte erneut für das entscheidende fünfte Leg. Dort hatte sich Dobey bei 16 Rest positioniert, doch Durrant war zuerst an der Reihe. Er konnte in diesem so wichtigen Augenblick 109 Punkte auf Null bringen – er erhöhte seine Führung damit auf 3:1.

Auch das erste Leg des fünften Satzes gehörte Durrant, doch dann drückte Dobey aufs Gaspedal. Mit 14, 14 und 13 Darts holte er sich drei Legs in Serie und gleichzeitig auch seinen zweiten Satz. Im nächsten Leg wurde es kurios: Dobey warf sechsmal am äußeren Ring vorbei und verteidigte sein Anwurfleg dennoch, weil Durrant gleich achtmal patzte. Durrant antwortete zwar mit einem 74er-Finish, insgesamt war Dobey in diesem Satz aber der bessere Spieler. Er zeigte noch Legs von 14 und 11 Darts und sorgte deshalb für den 3:3-Ausgleich. Im nun folgenden Entscheidungssatz legte Durrant erfolgreich vor und kam anschließend zum vorentscheidenden Break. Den letzten Schritt ging der dreifache BDO-Weltmeister dann auf ganz besondere Art und Weise: Durrant machte 146 Punkte aus und somit den 4:3-Sieg sowie seinen Einzug in das Viertelfinale perfekt.

Glen Durrant 4:3 Chris Dobey
94,16 Average 94,01
4 180s 8
146 High Finish 110
2 100+ Checkouts 1
15/38 Finishing 13/33

Nun fehlte nur noch ein einziges Achtelfinale, in dem Gerwyn Price zugange war. Der Mitfavorit auf den WM-Titel hatte in seinem Drittrundenmatch ein Zeichen gesetzt und bei seinem 4:0 über John Henderson 104 Punkte im Schnitt geworfen. Heute ging es für den „Iceman“ gegen Simon Whitlock um das Viertelfinal-Ticket. Nachdem die ersten vier Legs ohne besondere Höhepunkte vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen wurden, ging gleich der Auftaktsatz in das fünfte Leg, wo er drei der vier Möglichkeiten zum Satzgewinn nicht ausnutzen konnte. Price kam mit fünf eigenen Fehlern davon und ging doch mit 1:0 in Front. Weil Whitlock auch im zweiten Durchgang Möglichkeiten ausließ, konnte Price die ersten beiden Legs einfahren, ehe der „Wizard“ sein bestes Leg spielte und 98 Punkte zum Abschluss eines 12-Darters löschte. Dies gab dem Australier allerdings kaum Auftrieb, stattdessen warf er im nächsten Leg fünf weitere Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbei. Price war bei 108 Restpunkten eiskalt, erwischte seine favorisierte Doppel-20 und erhöhte seine Gesamtführung auf 2:0. Im nun folgenden dritten Satz schwächelte der Weltranglistendritte auf den Doppelfeldern: er warf in den ersten beiden Legs je zweimal vorbei. Whitlock nutzte dies jetzt konsequent aus, checkte anschließend auch noch 64 Punkte und verkürzte dadurch auf 1:2.

Price war von seinem gestrigen Niveau weit entfernt und verlor auch das erste Leg des vierten Satzes. Als Whitlock wenig später zwei weitere Möglichkeiten in den Sand setzte, wertete Price das als Zeichen, jetzt wieder aktiver mitzuspielen. Genau das tat er im weiteren Verlauf des Satzes auch, zeigte einen 13- und zwei 14-Darter und stellte durch das 3:1 den alten Abstand wieder her. Es ging nun in den fünften Satz, in dem Price zunächst einmal am Bullseye und ein Leg später gleich viermal an den Doppelfeldern vorbeiwarf. Vergleichbar zum dritten Satz nutzte Whitlock die gegnerischen Fehler aus, holte sich auch ein drittes Leg nacheinander und lag zu diesem Zeitpunkt nur noch mit 2:3 hinten. Aus Sicht des Walisers sollte der nun folgende sechste Satz möglichst der letzte sein. Genau nach diesem Motto ging er ihn auch an, spielte ein 112er-Highfinish und legte dank eines 13-Darters ein Break hinterher. Das ihm noch fehlende Leg holte sich Price schließlich ohne wirkliche Schwierigkeiten, unterm Strich stand ein mühsam erarbeiteter 4:2-Erfolg.

Gerwyn Price 4:2 Simon Whitlock
92,47 Average 90,85
3 180s 5
112 High Finish 98
2 100+ Checkouts 0
12/32 Finishing 10/32

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