Titelkandidat Anderson übersteht die zweite Runde

Es folgte nun die dritte Session der World Darts Championship 2019, und am Freitagabend griff in Person von Gary Anderson einer der ganz großen Favoriten ins Turniergeschehen ein. Der Schotte bekam es im letzten Spiel des Tages mit Kevin Burness zu tun. Des Weiteren wurden drei Erstrundenpartien abgehalten, im ersten Duell zwischen Danny Noppert und Royden Lam wurde dabei der morgige Gegner von Max Hopp ermittelt.

Noppert holt sich neun Legs nacheinander zum Sieg

Wie bereits erwähnt machten Danny Noppert und Royden Lam in dieser Session den Anfang, der Sieger würde sein Zweitrundenmatch morgen Nachmittag gegen Max Hopp bestreiten. Nachdem die ersten beiden Legs des Abends zwischen den beiden Akteuren aufgeteilt wurden schaffte es der Mann aus Hongkong aufgrund schwacher Scores nicht, den eigenen Anwurf zu verteidigen. Das ihm nun noch fehlende Leg zum Satzgewinn holte sich „Noppie“ dann völlig problemlos per 13-Darter, den ersten Durchgang hatte er also mit 3:1 für sich entschieden. Auch in den zweiten Satz startete der Niederländer erfolgreich und profitierte wenig später zudem von drei Fehlern auf Doppelfelder seines Gegners. So konnte Noppert die Doppel-10 anvisieren, diese mit dem dritten Versuch auch treffen und sich das insgesamt fünfte Leg nacheinander holen. Per 13-Darter griff er sich auch das nachfolgende Leg und hatte den zweiten Satz zu Null gewonnen. Zu Beginn des dritten Durchgangs setzte Noppert gleich ein weiteres Ausrufezeichen, als er 97 Punkte auslöschte und den bei 36 Restpunkten wartenden Lam nicht mehr ranließ. Die Entscheidung in dieser Begegnung war natürlich längst gefallen, einen 14-Darter später war Noppert nur noch ein Leg von der zweiten Runde entfernt. Mit einem 112er-Highfinish machte er schließlich alles klar, gewann außer dem ersten Leg alle anderen dieser Partie und sorgte durch den klaren 3:0-Erfolg für das Zweitrundenduell mit Max Hopp.

Danny Noppert 3:0 Royden Lam
96.19 Average 85.72
2 180s 2
112 High Finish 40
1 100+ Checkouts 0
9/22 Finishing 1/4

Im Anschluss daran kam es zu einem rein englischen Duell zwischen Simon Stevenson und Ted Evetts. In diesem holte sich Letztgenannter das Premierenleg, kassierte aber den sofortigen Ausgleich, weil Stevenson mit einem 11-Darter glänzte. Evetts übernahm wenig später dank eines 108er-Checkouts wieder die Führung, scheiterte im vierten Leg aber relativ knapp an 170 Restpunkten zum Satzgewinn. So brachte „The Mirror Man“ diesen Durchgang in das Entscheidungsleg, dort vergab er aber seinerseits zwei ungemein wichtige Würfe auf Doppelfelder. Stattdessen verwandelte „Superted“ in der Doppel-8 und setzte sich mit 1:0 in Front. Zurück aus der Pause holte sich Stevenson zunächst sein eigenes Leg, verpasste dann aber eine Breakmöglichkeit. Genau umgekehrt stellte sich das Geschehen im folgenden dritten Leg dieses Satzes dar, als Evetts ebenfalls eine Chance zum Break verstreichen ließ. Den daraus resultierenden Rückstand konnte „Superted“ allerdings problemlos mit 13 Pfeilen egalisieren, wodurch auch in diesem Durchgang ein entscheidendes fünftes Leg hermusste. In diesem verfehlte Stevenson einen Satzdart auf das Bullseye, vergleichbar zum vorangegangenen Satz profitierte Events auch hier von dem Fehler seines Gegners und erhöhte seinen Gesamtvorsprung auf 2:0. Evetts eröffnete den dritten Satz mit einem Highfinish in Höhe von 120 Punkte, hierauf hatte Stevenson aber noch eine Antwort parat und glich zum 1:1 in den Legs aus. Als Evetts wenige Minuten später seinen Pfeil jedoch in der Doppel-8 unterbrachte war er nur noch ein Leg vom Weiterkommen entfernt. Das jetzt folgende Leg bot nochmal eine Menge Drama, als Stevenson ganze sechs Mal an Doppelfeldern vorbeiwarf und so seine letzte Chance im Wettbewerb zu verbleiben verwirkte.

Evetts hatte in diesem Leg selbst sogar acht Pfeile am äußeren Ring des Boards vorbeigesetzt, doch der neunte Matchdart steckte dann schließlich in der Doppel-2 und brachte Ted Evetts ins Zweitrundenduell mit Adrian Lewis.

Simon Stevenson 0:3 Ted Evetts
93.96 Average 92.97
3 180s 5
46 High Finish 120
0 100+ Checkouts 2
5/23 Finishing 9/25

Dobey gewinnt im Schnelldurchlauf

Als nächstes war die Nummer 36 der Weltrangliste, Chris Dobey, gegen Boris Koltsov aus Russland im Einsatz. Dobey, auch bekannt unter seinem Spitznamen „Hollywood“ gelang ein starker erster Satz. Nachdem er mit einem 89er-Checkout eröffnete legte er auf der Doppel-5 zum Break nach, ehe sich mit 12 Darts auch das dritte Leg sicherte und diesen Satz binnen weniger Minuten auf seine Seite zog. Koltsov hatte bis hierhin noch nicht auf Doppelfelder zielen dürfen, daran änderte sich auch im ersten Leg des zweiten Durchgangs nichts, da sich Dobey dieses mit 14 Darts sicherte. Erst danach erhielt „The Viking“ erste Möglichkeiten zu einem Erfolgserlebnis, patzte aber dreifach. Dobey bedankte sich herzlich und erwischte die Doppel-10, zudem profitierte er im nächsten Leg von zwei weiteren Fehlern seines Gegners und löschte selbst 88 Punkte aus, um auch den zweiten Satz klar ohne Legverlust für sich zu entscheiden. Erst als sein englischer Kontrahent zu Beginn des nächsten Satzes haarscharf an einem 128er-Finish scheiterte, gelang es Koltsov den drohenden Whitewash abzuwenden und seinen ersten Leggewinn zu verbuchen. Dabei handelte es sich sogar um ein Break, doch Dobey ließ das nicht lange auf sich sitzen und kam per 14-Darter zum umgehenden Rebreak. Weil auch die beiden darauffolgenden Legs zwischen den beiden Spielern aufgeteilt wurden ging dieser dritte Satz ins Entscheidungsleg.

Für Koltsov war dieses die letzte Chance, um in der Partie zu bleiben, für Dobey bei eigenem Anwurf dagegen die erste Möglichkeit zum Matchgewinn. Genau diese konnte „Hollywood“ dann auch ergreifen, er machte 65 Punkte via Triple-11 und Doppel-16 aus und siegte in seinem Erstrundenmatch glatt mit 3:0.

Chris Dobey 3:0 Boris Koltsov
92.56 Average 79.19
2 180s 2
89 High Finish 64
0 100+ Checkouts 0
9/19 Finishing 2/7

Jetzt freute sich der „Ally Pally“ auf den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson. Nach dem starken Jahr 2018 gilt der Publikumsliebling als einer der ganz heißen Anwärter auf den Turniersieg, seine erste Hürde war der am Nachmittag erfolgreiche Kevin Burness. Der Nordire war natürlich krasser Außenseiter, legte diese Rolle zu Beginn aber beiseite und überraschte seinen Gegner gleichmal mit einem 12-Darter zum Break. Aufgrund zweier Fehler auf Doppel verpasste er es aber, nachzulegen und kassierte das sofortige Rebreak. Weil die beiden darauffolgenden Legs mit dem jeweiligen Anwurf gewonnen wurde ging der Auftaktsatz gleich ins entscheidende Leg, das vom „Flying Scotsman“ eröffnet wurde. Diesen Vorteil spielte dieser auch klasse aus, zeigte einen guten 13-Darter und sicherte sich Satz Nummer eins. Dieses Ereignis änderte aber nichts daran, dass Burness außerordentlich gut unterwegs war, er glänzte unter anderem mit vielen 180ern. Demzufolge brachte der „Ironman“ den eigenen Anwurf zu Beginn des zweiten Durchgangs nach Hause, zusätzlich dazu profitierte er ein Leg später von vier Fehlern seines Kontrahenten auf diverse Doppelfelder und führte in diesem Satz mit 2:0 in den Legs. Wenige Minuten später wartete Burness schon mit 40 Restpunkten zum Satzgewinn, doch Anderson ließ ihn nicht mehr ran, weil er 130 Punkte auf dem Bullseye von der Scheibe nahm. Eine langfristige Wirkung hatte dies jedoch nicht, denn Burness erwischte schon im nachfolgenden Leg die doppelte 16 und hatte verdientermaßen den 1:1-Satzausgleich herbeigeführt. Es ging nun in eine kurze Unterbrechung, aus welcher der Weltranglistenvierte mit einem 13-Darter zurückkam. Im zweiten Leg dieses dritten Satzes hatte er eine größere Portion Glück, als Burness dreifach an der Doppel-20 vorbeiwarf. Als Letzterer ein Leg später auch noch an 52 Restpunkten scheiterte war dieser Satz für ihn gelaufen, Anderson erwischte stattdessen die Doppel-5 und holte sich die Satzführung zurück, 2:1 lautete der Spielstand zu diesem Zeitpunkt. Mit zwei 14-Dartern nacheinander kam Anderson exzellent in den vierten Satz hinein und war dadurch nur noch ein Leg vom Weiterkommen entfernt.

Burness erhielt im nächsten Leg sogar noch Möglichkeiten, um das Spiel noch weiterlaufen zu lassen, setzte aber nochmals zwei Pfeile an Doppelfeldern vorbei. Anderson ließ sich die Chance zum Matchgewinn nun nicht mehr entgehen, verwandelte seinen ersten Matchdart in der Doppel-20 und zog durch den 3:1-Erfolg in die dritte Turnierrunde ein.

Gary Anderson 3:1 Kevin Burness
94.97 Average 93.05
7 180s 6
130 High Finish 82
1 100+ Checkouts 0
9/26 Finishing 5/14

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