Michael van Gerwen wird zum dritten Mal Weltmeister

Nach 15 Spieltagen, 94 absolvierten Partien und ebenfalls 94 bereits ausgeschiedenen Spielern waren am Neujahrstag nur noch zwei Profis übrig – die PDC-Weltmeisterschaft ging in ihr großes Finale. Fest stand bereits, dass der Darts-Weltmeister 2019 den Vornamen Michael tragen wird. Die Frage war nur: sichert sich Michael van Gerwen zum dritten Mal nach 2014 und 2017 den wichtigsten Titel dieses Sports oder würde sich Michael Smith erstmalig zum Weltmeister krönen? Sobald ein Spieler sieben Sätze eingesammelt hat wird diese Frage beantwortet sein.

Van Gerwen läuft seinem Gegner davon

Michael van Gerwen hatte das Ausbullen im Vorfeld des Endspiels für sich entschieden und warf folglich den ersten Pfeil, dabei gelang ihm bereits im Auftaktleg ein 129er-Finish auf dem Bullseye. Der Weltranglistenerste legte ein Break nach, verpasste wenig später aber den ersten Setdart. Dieser Fehler rief Smith auf den Plan, der mit einem 90er-Checkout ebenfalls auf Bull zu seinem ersten Leggewinn kam. Dieses Break konnte er auch bestätigen, sodass es direkt ins Entscheidungsleg ging. Dort nutzte van Gerwen den Vorteil des Anwerfens, traf die Doppel-6 und hatte den Satz gewonnen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs leistete der „Bully Boy“ drei Fehlwürfe auf Doppelfelder und kassierte das Break gegen sich, van Gerwen checkte wenig später 126 Punkte aus und führte innerhalb des Satzes bereits mit 2:0. Mit einem 86er-Finish konnte der Engländer zwar verkürzen, ließ im Leg danach aber zwei Breakdarts auf der doppelten 12 aus. „Mighty Mike“ machte dann Sekunden später 68 Restpunkte aus und hatte auch den zweiten Durchgang eingefahren.

Vor allem seine große Stärke, das Powerscoring, funktionierte bei Smith bis hierhin kaum. Auch im dritten Satz änderte sich daran nichts, in den ersten beiden Legs kam der Weltranglistenzehnte überhaupt nicht hinterher und sah sich schon wieder mit einem 0:2-Legrückstand konfrontiert. Zwar konnte er analog zum vorangegangenen Satz auch hier verkürzen, doch van Gerwen ließ sich davon nicht lange stören und traf Tops zum 3:0. Mit einem 14-Darter kam Smith gut in den für ihn schon sehr wichtigen vierten Durchgang hinein. Zwar antwortete sein niederländischer Gegner umgehend, doch Smith traf im dritten Leg Tops und brauchte nur noch eines zu seinem ersten Satzgewinn. Wenig später positionierte er sich schon bei 20 Restpunkten, jedoch nahm van Gerwen 84 Punkte von der Scheibe und sorgte für das entscheidende fünfte Leg. Dort ließ Smith ganze vier Möglichkeiten auf der Doppel-12 zum Satzgewinn aus, van Gerwen nahm dieses Geschenk dankbar an und hatte auch den vierten Durchgang für sich entscheiden.

Ein 124er-Finish macht Smith nur kurzzeitig Hoffnung

War bereits jetzt die Vorentscheidung gefallen? Van Gerwen wollte natürlich nichts mehr anbrennen lassen und eröffnete den nun beginnen fünften Satz mit einem starken 11-Darter. Nachdem auch die nächsten beiden Legs mit dem jeweiligen Anwurf gewonnen wurden lag die Nummer eins der Welt innerhalb des Durchgangs mit 2:1 vorne und brauchte wenig später nur noch 170 Punkte zum Satzgewinn. Er scheiterte aber knapp am Bullseye und sein englischer Gegner sorgte anschließend für den Decider. Dort stellte sich van Gerwen 20 Restpunkte, doch Smith war mit 124 Rest zuerst an der Reihe. Diese Punktzahl konnte er tatsächlich auf Null bringen, er erwischte die abschließende Doppel-11 und hatte erstmalig einen Satz auf seine Seite holen können. Dieses Erfolgserlebnis gab Smith spürbar Auftrieb und ihm gelang ein fantastischer sechster Durchgang. Er checkte in den ersten beiden Legs 127 und nochmals 124 Punkte jeweils auf dem Bullseye und begeisterte so den Alexandra Palace. Als er kurz darauf auch noch 70 Zähler löschen konnte hatte er diesen Satz zu Null gewonnen und insgesamt auf 2:4 verkürzt.

Es ging nun in den siebten Satz, in dem van Gerwen die Kontrolle über dieses Finale zurückerlangen wollte. Nachdem die ersten beiden Legs hier noch aufgeteilt wurden setzte der Niederländer dieses Vorhaben auch in die Tat um; er ging mit einem 13-Darter in Front und checkte schon wenige Minuten später 112 Punkte aus, um zu diesem Zeitpunkt mit 5:2 vorne zu liegen. Zu Beginn des achten Durchgangs ließ „Mighty Mike“ allerdings zwei Breakmöglichkeiten aus, konnte dies aber sofort egalisieren. Auch die beiden nächsten Legs wurden gerecht zwischen den beiden Spielern aufgeteilt, sodass auch hier ein wichtiges Entscheidungsleg absolviert werden musste. Dort scheiterte Smith jedoch zunächst haarscharf an einem 170er-Finish und ließ auch zwei weitere Breakdarts verstreichen. Van Gerwen ließ sich dann nicht mehr zweimal bitten, brachte seinen Pfeil in der Doppel-8 unter und benötigte nur noch einen Satz zum Titelgewinn.

Und nachdem im neunten Satz die ersten drei Legs allesamt mit den jeweiligen Anwürfen gewonnen wurden war der Zeitpunkt erreicht, an dem der Nummer eins der Welt nur noch ein Leg zum Sieg fehlte. Mit einem 72er-Finish unter maximalem Druck konnte Smith allerdings für das Entscheidungsleg sorgen; dieses bot auf der anderen Seite für van Gerwen die erste Gelegenheit zum Matchgewinn. Er traf in diesem Moment allerdings viel zu wenige Triplefelder, sein englischer Gegner dagegen die Doppel-7 – Smith hatte das 3:6 in den Sätzen hergestellt. Spätestens im nun beginnenden zehnten Durchgang wollte der Niederländer dann alles klar machen. Genau so begann er auch: er legte mit einem Break los, profitierte danach von zwei Fehlern seines Gegners und brauchte erneut nur noch ein Leg zum Sieg. Zwar konnte Smith noch ein Leg für sich entscheiden, doch bei eigenem Anwurf besiegelte „Mighty Mike“ schließlich seinen Triumph. Der dritte Matchdart steckte in der Doppel-16, er brachte Michael van Gerwen seinen dritten WM-Titel und eine halbe Million Pfund Preisgeld ein.

Michael van Gerwen 7:3 Michael Smith
102.38 Average 95.27
14 180s 13
129 High Finish 127
3 100+ Checkouts 3
24/52 Finishing 19/47

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