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Thomas Gerock

Exklusives Darts1 Interview
mit Thomas Gerock

Warum gibt es keine Dartlehrer, in jeder anderen Sportart ist das gang und gäbe?

Oh, das gibt es, z.B. Tar Bela in Ungarn. Er hatte früher professionell die Ringer in Ungarn betreut und widmet sich seit Jahren dem Dartssport. Spieler wie Fekete Nora, Lazar Zsofia oder Romeo Gyulay hatte er unter seinen Fittichen. Erfolgreich, wie man feststellen konnte. Auch macht nun mittelerweile Klaus Demsar hier in der Schweiz einen sehr guten Job bei der Unterrichtung von Jugendlichen. Auch die unzähligen Jugendbetreuer in Deutschland kann man sehr wohl als "Lehrer" bezeichnen, schliesslich "teachen" die ja die jungen Spieler. Tja, leider ist das Ganze nur ehrenamtlich, also nichts mit "professionellen" Lehrern.

Wie groß ist bei den guten Spielern der Anteil Talent, wieviel kann man mit Training erreichen?

Ich würde es mal so sagen: mit Training erreicht man vielleicht den Level, den ein talentierter Spieler schon besitzt, bevor er überhaupt einen Dart in seiner Hand hatte. Aber auch talentierte Spieler müssen trainieren, um ihren Level zu steigern, wobei der Besuch von Turnieren oder das Mitspielen in einer Mannschaft das beste Training ist.

Denkst Du, dass ein Spielen in einer Mannschaft besser ist, als alleine zu trainieren?

Kommt darauf an, manche brauchen kein Training, nehmen vor dem Match ihre Spiecker raus und knallen drauflos. Andere müssen täglich ihre Arbeit am Board machen, damit sie halbwegs anständig in einem Match spielen. Aber die Drucksituation eines Matches kann man zuhause nicht erlernen und auch nicht trainieren. Es gibt sehr wohl Trainingsspiele, die den Druck simulieren, aber es ist nicht das Gleiche wie in der Realität.

Wann sollte man beginnen Turniere zu spielen?

Sofort

Wie sinnvoll ist es, auf große Turniere zu fahren, wenn man noch nicht regelmäßig im Shortgame Bereich spielen kann?

Kommt wohl auf die Brieftasche des Spielers an. Ich spiele auch nicht regelmässig im Shortgame Bereich und fahre seit zwanzig Jahren auf Turniere, Siege und Niederlagen gehören da dazu. Man sollte vor nichts Angst haben. Aber die finanzielle Situation sollte immer im Vordergrund stehen. Kein Geld, keine Turniere, dann lieber in die Eckkneipe und mit seinen Freunden einen netten Abend am Board mit ein paar netten Drinks verbringen.

Denkst du, dass ein Abend mit den Freunden in der Eckkneipe für die eigene Entwicklung mehr bringt als bewusstes Training alleine zuhause?

Nein, das eine ist ein netter Abend und das andere ist Arbeit, denn Training macht in der Regel keinen Spaß. Zwei Stunden Doppel trainieren, das ist doch voll blöd, das ist wie zwei Stunden Vorhand üben.


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