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Soutar und Rydz überraschen die Favoriten

Am Mittwochmittag veröffentlichte die Professional Darts Corporation weitere schlechte Nachrichten. Als dritter Spieler innerhalb von drei Tagen hatte sich Dave Chisnall mit dem Coronavirus infiziert. Er schied damit unfreiwillig aus dem Wettbewerb aus, Luke Humphries zog dagegen kampflos ins Achtelfinale ein. Für die Zuschauer im Alexandra Palace gab es daher auch in dieser Session nur zwei Partien der dritten Turnierrunde zu verfolgen: José de Sousa spielte gegen Alan Soutar und Nathan Aspinall gegen Callan Rydz.

Ein vergebener Matchdart wird de Sousa zum Verhängnis

Beim Stand von 0:2 in den Sätzen und 0:2 in den Legs sah vor knapp einer Woche alles nach dem Turnieraus von Alan Soutar aus. Der Schotte schaffte jedoch das als unmöglich eingeschätzte Comeback, überlebte währenddessen acht Matchdarts von Mensur Suljovic und erreichte bei seinem Debüt die dritte Runde, wo er auf den Weltranglistensiebten José de Sousa traf. Beide Akteure fanden nur schwer in die Partie hinein. Zunächst nutzte Soutar das anfangs schwache Scoring des Gegners aus, trotz eigener Probleme auf den Doppelfeldern sicherte er sich eine 2:0-Führung. Danach setzte der Schotte jedoch ganze acht Setdarts vorbei. „The Special One“ schnappte sich folglich seinen ersten Leggewinn und überstand direkt danach drei weitere Setdarts von Soutar unversehrt. Im jetzt anstehenden Decider erhielt Soutar dann keine weiteren Chancen mehr. De Sousa spielte einen 14-Darter und hatte den Auftaktsatz für sich entschieden. Soutar kehrte mit einem 80er-Finish zurück auf die Bühne, ehe er diesmal von drei Fehlern aufseiten des Konkurrenten profitierte. Nachlegen konnte „Soots“ mit einem starken 11-Darter, die Belohnung dafür war das schnelle 1:1-Unentschieden. Nach einem ausgeglichenen Start in den dritten Satz war ein 76er-Bullfinish von Soutar der ausschlaggebende Punkt. Das auf diese Weise geschaffte Break bestätigte er mit einem 11-Darter, wobei ihm ein perfekt ausgeführtes 100er-Checkout die 2:1-Führung einbrachte.

Im nun bevorstehenden vierten Satz präsentierte sich de Sousa erheblich verbessert. Er löschte zuerst selbst 100 Punkte zum Break, diesem Finish ließ er ein 69er-Checkout folgen. Kurz darauf ließ Soutar zwei Chancen aus, um den Durchgang offen zu halten. Der Portugiese nutzte die Chance zum 2:2 auf der Doppel-4. Im fünften Satz legte Soutar mit einem 104er-Highfinish vor, anschließend warf er aber viermal außen an der, im Leg zuvor noch getroffenen, Doppel-16 vorbei und kassierte das umgehende Rebreak. Auf der anderen Seite war de Sousa anschließend mit einem 13-Darter erfolgreich, ehe er mit einer fragwürdigen Aktion für Kopfschütteln sorgte: bei 88 Rest steckte sein erster Dart bereits in der Single-20, als er auch mit dem zweiten Wurf erfolglos die Triple-20 anvisierte. Damit nahm sich der Portugiese selbst einen Setdart weg. Soutar hatte währenddessen nur noch 32 Punkte übriggehabt, er benötigte dafür nur einen Wurf und sorgte für ein sehr wichtiges Entscheidungsleg. Dort konnte de Sousa die vorherige Fehlentscheidung reparieren. Ein vollkommen ungefährdeter 14-Darter ließ ihn letztlich doch mit 3:2 in Führung gehen.

Die ersten drei Legs des sechsten Satzes wurden ohne nennenswerte Höhepunkte vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen. Dadurch fehlte Soutar nur noch ein Leggewinn zum Ausgleich. Zwei Setdarts, die dieses Vorhaben in die Realität umgesetzt hätten, warf der Schotte allerdings vorbei. Im nun folgenden Decider ließ Soutar sechs weitere Setdarts liegen, sodass er eine brenzlige Situation überstehen musste. Er hatte das Glück, dass de Sousa einen Matchdart knapp oberhalb der Doppel-20 platziert hatte. Sekunden später leistete sich Soutar keine weiteren Unsicherheiten mehr, er traf die Doppel-8 und sorgte mit dem 3:3 für den entscheidenden siebten Satz. Nachdem das erste Leg bereits an de Sousa gegangen war, ließ er einen enorm wichtigen Breakdart ungenutzt. Besser machte es stattdessen wenige Minuten später Soutar, der die Doppel-4 traf und damit das vorentscheidende Break produzierte. Ein 136er-Highfinish beantwortete kurz darauf alle offenen Fragen. Alan Soutar erkämpfte sich den 4:3-Erfolg, überlebte dabei einen Matchdart und stand bei seinem Debüt im Achtelfinale der Weltmeisterschaft.

Alan Soutar 4:3 José de Sousa
88,54 Average 83,89
5 180s 7
136 High Finish 100
3 100+ Checkouts 1
16/61 Finishing 13/38

Die deutliche Niederlage beendet Aspinalls Turnier

Im rein englischen Duell zwischen dem zweimaligen WM-Halbfinalisten Nathan Aspinall und Callan Rydz wurde danach der nächste Gegner von Alan Soutar ermittelt. Im Auftaktleg warf Aspinall knapp am Bullseye vorbei. Unmittelbar danach vergab er zwei Chancen, um das kassierte Break direkt rückgängig zu machen. Rydz hatte währenddessen selbst unter anderem 90 Punkte ausgemacht, seine ersten beiden Setdarts waren aber nicht genau genug gezielt. Der durch ein 100er-Finish zustande gekommene erste Leggewinn von Aspinall spielte aber keine Rolle mehr. Wenig später versenkte „The Riot“ seinen dritten Setdart in der Doppel-20 und sicherte sich das 1:0. Vor allem aufgrund zwei eigener Fehler geriet Aspinall auch im zweiten Durchgang ins Hintertreffen, er meldete sich jedoch mit einem 123er-Bullfinish zurück. Davon blieb Rydz völlig unbeeindruckt. Mit 13 und 11 Darts spielte er zwei hervorragende Legs, die seinen Vorsprung auf 2:0 erhöhten.

Auch im dritten Satz setzte Rydz seine starke Leistung fort. Das mit einem 90er-Checkout erzielte Break bestätigte er mit einem 15-Darter. Anschließend folgte noch ein 74er-Finish. Damit hatte Rydz diesen Durchgang zu Null für sich entschieden, mit dem 3:0 hatte er das Weiterkommen bereits in Reichweite. Auch im vierten Satz legte Rydz vor, erst danach stoppte „The Asp“ den Lauf seines Gegners. Nach sechs verlorenen Legs nacheinander war er mit einem 14-Darter erfolgreich. Ein schwerwiegender Fehler unterlief Aspinall im darauffolgenden Leg, als er drei Breakchancen verpasste. Mit einem starken 11-Darter brachte sich der Weltranglistenzehnte immerhin noch ins Entscheidungsleg. Dort ließ ihm Rydz aber nicht den Hauch einer Chance. Er brillierte mit Aufnahmen von 180, 140 und 149 Punkten und jagte den zehnten Dart in diesem Leg direkt in die Doppel-16. Damit vollendete Rydz eine hervorragende Performance und den vollkommen verdienten 4:0-Erfolg.

Callan Rydz 4:0 Nathan Aspinall
98,35 Average 95,56
7 180s 3
90 High Finish 123
0 100+ Checkouts 2
12/29 Finishing 4/16

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