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Das Problem mit dem dritten Wurf bei 501

Karlheinz Zöchling Oft schaut ein 501 Leg eines Profis so aus: 100, 140, 100 und dann ein guter Wurf auf die 161 Rest (oder gar das Auswerfen), oder 140, 100, 140 und 121 Rest. Wie auch immer, für ein gutes Leg sind Würfe von mindestens 100 notwendig.

Dann spielst Du selbst und Dein Start bei 501 ist hervorragend - erst eine 100, dann 140. Du hast noch 261 und hast gesehen, dass die Profis jetzt einen weiteren Wurf mit 100 haben und die 161 zu einem hervorragenden Zwölf-Darter ausmachen oder noch eine 140 werfen für ein 121 Standard Finish. Oder Du selbst hast zwei mal die 100 geworfen und hättest jetzt von 301 Rest mit einer 140 oder 160 eine Chance auf einen Zwölf-Darter, selbst eine solide 100 (oder sogar 60) würde noch ein gutes Leg und die Möglichkeit auf 15 oder 18 Darts bedeuten.

Du atmest tief durch, trittst ans Oche und wirfst 45 - &"%$!

Wenn Du zu Deinem nächsten 501 Turnier oder Liga Abend gehst, beobachte einmal die Spieler, von denen Du weißt, dass sie gut sind, denen es aber noch, gemessen an den Top-Spielern, an Erfahrung fehlt. Suche nach solchen Legs, die sie mit zwei guten Würfen beginnen und warte, wie der dritte Wurf ausfällt. Oft passiert genau das, was ich oben beschrieben habe.

Interessant ist, dass je besser die ersten beiden Würfe ausfallen, um so entscheidender der dritte Wurf wird und um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unerfahrene Spieler daran scheitern. Der Grund dafür wird oben erklärt - das ist die Mathematik bei 501, man wird es bei Cricket und in anderen Spielen selten finden. Dein dritter Wurf geschieht unter Druck. Nicht durch den Gegner (der wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt weit zurückliegt) sondern Du selbst stresst Dich! Du siehst, dass es ein gutes Leg werden könnte und natürlich hättest Du gerne einen Zwölf- oder Fünfzehn- oder Achtzehn-Darter. Nach dem ersten 100 Wurf denkst Du noch nicht viel über ein gutes Leg nach (eher: "ein guter Anfang") aber nach einer zweiten 100 oder einem über 100 Wurf siehst Du die Möglichkeit und das erhöht den Druck (mit: "Wow, was für eine Chance, das muss jetzt gelingen!" in Deinen Gedanken ist das ein ganz ähnliches Problem, wie bei schlechten Würfen nach 180).

Um mit dem Problem fertig zu werden, ist es wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich bin eigentlich sicher, dass Du schon Erfahrung mit diesem Problem hast, aber möglicherweise ist es Dir noch gar nicht als Problem bewusst geworden und Du weißt gar nicht, wie verbreitet es ist (das sollte jetzt der Fall sein und ist der erste Schritt dazu, es los zu werden). Es ist das gleiche wie in jeder anderen Situation, in der Du unter Druck stehst - und wenn Du meine anderen Artikel kennst, weißt Du, wie Du mit Druck umgehen musst (wenn nicht, lese meine anderen Artikel, besonders den über "Anspannung"). Es ist, wie immer, eine Sache der richtigen Denkweise. Denke nicht an die 12 oder 15 Darts. Ich weiß, dass die meisten meiner Leser, nicht oft solche Legs werfen, aber macht Euch keine Sorgen, bei entsprechendem Training kommen sie früher oder später. Wenn dann eine Chance besteht, flippt nicht aus, bleibt so kühl wie möglich. Wenn Ihr mit dem Problem des Dritten Wurfs konfrontiert werdet, denkt folgendermaßen: Mein Gegner liegt weit zurück (was meist der Fall ist; wenn es nicht so ist, tritt das typische "dritter Wurf" Problem gar nicht auf, da bereits der Gegner Druck auf Dich ausübt und Du gar nicht an andere Dinge denken kannst!) und ich kann dieses Leg gewinnen, in dem ich einfach meine normale Wurfleistung erbringe. Konzentriere Dich darauf, einfach Dein Leg zu spielen, versuche nicht großartig zu spielen. Du machst nichts anderes als während der ersten beiden Würfe, klar? Es gibt keinen Grund Dein Denkweise (Deinen Mentalzustand) zu verändern. Du weißt, eine solide 60 wird meistens ausreichen, warum solltest Du ausflippen? Ein anderer Trick ist es, Deinen letzten Dart auf die Triple 19 zu werfen, wenn Du bereits zwei Single 20 getroffen hast. Du bist auch mit einem Score von 97 im Finish-Bereich des tollen Legs, es kann den Druck vermindern, wenn Du die 60 verlässt (höchst wahrscheinlich würde der dritte Dart, wenn Du voller Verzweiflung auf die 60 zielst ohnehin in der 5 oder der 1 landen).

Das Problem des dritten Wurfes eignet sich auch sehr gut für die Visualisierungs-Übungen (falls Du noch nie von dieser mentalen Technik gehört hast, erkunde einmal meine anderen Artikel). Rufe Dir Deinen Erfahrungen und Gefühle aus vergangenen ähnlichen Situationen in Erinnerung und arbeite an ihnen. Wenn Du dann auch noch lernst mit solchen "Druck" Situationen im Spiel umzugehen, kannst Du ein perfekter Meister des dritten Wurfes werden.


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