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Weit zurück oder in Führung? (2)

Karlheinz Zöchling In diesem Artikel werden wir uns mit einer unerwarteten Situation beschäftigen.

Stell Dir vor, Du spielst gegen einen viel stärkeren Gegener, und er wirft aus irgendeinem Grund sehr schlechte Darts oder Du spielst das Spiel Deines Lebens und gehst in Führung.

Meistens passiert dann Folgendes: Der schwächere Spieler, der gerade in Führung liegt wird nervös und verschenkt das Spiel.

Jeder geht mit einer gewissen Erwartung in das Spiel. Das ist auch in Ordnung, es ist wichtig, darauf vorbereitet zu sein, was in den nächsten Minuten am Board passieren wird. Wenn jemand gegen einen starken Gegner spielt, erwartet er, das Spiel zu verlieren, und meistens trifft dies auch zu. Aber manchmal laufen die Dinge einfacher, als wir zunächst erwartet hätten und wenn eine solche Situation auftaucht sind wir überrascht, und wenn wir überrascht sind, fangen wir an nachzudenken.

"Wow, was geht denn jetzt ab! Ich liege ja in Führung! Nun habe ich eine echte Chance! JETZT MUSS ICH GEWINNEN!" Dann bist Du in der "Ich muss nun - jetzt oder nie!"-Verfassung und diese Art von Gedanken setzt Dich selber unter Druck. Aber wenn man sich selber unter Druck setzt, stehen die Chancen gut, dass man verkrampft oder nervös wird. Wir alle wissen, dass Nervosität dem DartsSpiel nicht sonderlich förderlich ist und normalerweise merken wir sofort, wenn wir nervös werden. Und das ist die brenzlige Situation einer unerwarteten Führung - Du bist glücklich und überrascht über Deine Führung und Du spürst nicht, wie das Adrenalin steigt und genau das ist der Grund, warum so viele Spieler in dieser Situation versagen.

Die Lösung lautet: Erwarte das Unerwartete.

Erinnere Dich stets vor einem Match, dass es einfacher sein könnte, als Du es Dir zunächst vorstellen würdest.

Ich habe dies selber an mir feststellen müssen. Ich spielte gegen John Lowe bei den World Masters in London. Die Situation war völlig klar für mich - es würde ein harter Kampf. Aber was dann wirklich passierte war, dass John ziemlichen Müll warf, und ich meine wirklichen Müll: 45er, 41er und so weiter. Ich hatte eine 200 Punkte Führung im ersten Leg! Ich hatte neun(!) Darts auf Doppel in diesem Leg, aber ich konnte das Ding nicht zumachen. Kaum der Rede wert, dass ich etwas durcheinander war, als John das Match locker mit 2:0 2:0 nach Hause holte.

Wenn ich nur zu dieser Zeit von diesem Phänomen gewusst hätte . . . es war eine dieser Situationen, in denen ich zuerst merkte, wie wichtig die mentale Seite des DartsSpieles ist (argh!)

Vor allen Dingen unerfahrene Spieler kommen in dieser Situation durcheinander. Normalerweise spielen sie besser, wenn sie zurückliegen als wenn sie in Führung liegen - einfach, weil der unerfahrene Spieler diese Situation gewohnt ist. Schau Dir nur die jungen Talente auf Turnieren an - Du wirst diese Aussage dort bestätigt finden.

Noch ein letzter Tipp: Kümmere Dich nicht um den Namen eines Spielers. Ich weiß nun, dass John Lowe manchmal spielt wie Peter Müller.


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