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Interview Colin Rice Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 Vor

Colin Rice

Exklusives
Darts1 Interview
mit Colin Rice

Hast Du Vorbilder?

Früher hatte ich welche, Leute wie John Lowe, dessen gesamtes Auftreten mir imponiert hatte. Wie er reagiert hat, wenn er verloren hat, das ist die alte Schule. Aber jetzt bin ich zulange dabei, um noch Vorbilder zu haben. Ich habe jetzt meinen eigenen Stil, meine eigene Art und Weise zu spielen. Ich werde mich ohnehin nicht mehr ändern können. Mittlerweile habe ich schon ein paar Mal gehört, dass ich für einige Jugendspieler selber ein Vorbild bin, weil ich immer ein fairer Verlierer war. Das hat heutzutage einen großen Stellenwert. Das ist auch für die Jugendlichen besonders wichtig.

Was hälst Du vom elektronischen Darten, spielst Du selber EDart?

Bis vor sechs oder sieben Jahren habe ich das EDart noch verteufelt, ich war ein strikter Gegner davon, das war kein richtiges Dart für mich. Mittlerweile spiele ich selber in einer Essener Mannschaft, in der NWDV-EDart Liga und in der DSAB Liga. Und wir fahren einmal im Jahr zur Deutschen Meisterschaft.

Es ist schon richtig, dass man beim EDart durch die höhere Anzahl an Spielen ein besseres Training bekommt. Wir sind kürzlich im Steeldart beispielsweise nach Wolfenbüttel gefahren. Wir fahren dann 300 Kilometer, um zwei Einzel und zwei Doppel zu spielen. Wir sind dann mit 12 Mann unterwegs, das bedeutet, ich muss auswechseln. Manche Leute haben nur ein Einzel und ein Doppel gespielt. Beim EDdart spielt in einer Vierer-Mannschaft jeder gegen jeden, das sind alleine vier Einzel und ein Doppel. Das ist ein Argument der Leute, die EDart befürworten. Und für die Top-Spieler ist auch der finanzielle Anreiz da.

Früher konnte man zwar sehr viel mehr Geld verdienen als jetzt, aber trotzdem können die Top-Spieler auf den Turnieren immer noch gutes Geld verdienen. Nur die EDarter, die nicht so gut Dartspielen können, das sind die Leute, die das bezahlen, die werfen das ganze Geld da rein. Einige beschweren sich über das Startgeld bei einem Steeldart Ranglistenturnier, schmeißen aber andererseits mit dem Startgeld zusammen bestimmt 30 Euro in den Kasten rein. Das ist, was ich manchmal nicht verstehe. Wenn ich manche Leute auf Turnieren sehe, bei denen ich weiß, dass sie kein Geld haben, wie können die EDart spielen? Das wundert mich, weil EDart ja teurer ist als Steeldart.
Es gibt jedes Wochenende irgendwo ein EDart Turnier, und die guten Spieler können da richtig Geld gewinnen. Wenn man das Start- und Automatengeld abzieht bleiben immer noch 100 Euro. 100 Euro sind 200 Mark, das ist viel Geld für einen Tag Dartspielen. Wenn man das jede Woche machen kann, hat man 400 Euro Taschengeld im Monat, und es macht auch ein bisschen Spaß.

Wie gehst Du mit Leuten um, die versuchen, Dich bewusst aus dem Spielrhytmus rauszubringen?

Es kommt darauf an, was sie genau versuchen. In meiner Laufbahn habe ich alle nur denkbaren Tricks gesehen. Wenn ich merke, dass einer das voll absichtlich macht, und sich nur so benimmt, um mich rauszubringen, also richtig unfähr, dann werde ich den auch ansprechen. Wenn er es dennoch weiter macht, werde ich dem Schiedsrichter oder Schreiber sagen, er soll darauf achten. Das kann nicht das A und O des Dartspielens sein. Manche haben leider diese unfaire Art an sich. Ich habe mich mit ein oder zwei Leuten mal ein bisschen in den Haaren gehabt.
Bei einem EDart Turnier stehen die Boards so dicht beieinander, dass man als Werfer warten muss, da die Leute nur direkt auf dich zukommen können, weil sie sonst die Nachbarbahnen beinflussen würden. Beim EDart sind die Bedingungen so oder so schwerer. EDarter und Steeldarter sind zwei verschiedene Kulturen. Das sind schon andere Leute, ich weiß nicht warum, beide spielen Dart, aber das Niveau der Leute ist beim EDart niedriger als beim Steeldart. EDart spielen unheimlich viele Arbeitslose, das ist eine Tatsache, die ich überhaupt nicht verstehen kann. Ich frage mich, woher die das Geld haben, das sie in den Automaten reinschmeißen. Ich glaube, ich werde das nie verstehen.


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